Shopsuche mit Google?

Man hat es ja schon lange vermutet und hier und da rascheln gehört… – jetzt ist es soweit: Google mischt im Markt der Shopsuchen mit!

 

Die neue Google Commerce Search (GCS) wird mit einem Promotionvideo und den ersten Terminen für Live Webpräsentationen noch etwas geheimnisvoll angekündigt.

Der erste Eindruck ist auf jeden Fall vielversprechend: wenn auch das Datasheet etwas kompakt geraten ist, sind dafür die menügestützten Informationshäppchen zur Produktpräsentation umso leichter verdaulich.

Einen schönen Überblick bietet auch die knackige Vorteilsargumentation zur GCS – wobei all diese Punkte keine Alleinstellungsmerkmale für das Google Produkt darstellen, sondern im Gegenteil durch die Bank weg von allen intelligenteren Suchlösungen erwartet werden.

 

 

Dass sich nun auch Gigant Google mit dieser Art der Shopoptimierung auseinandersetzt, kann einen ganz enormen PR-Boom für die Branche bedeuten. Denn leider erkennen bis heute immer noch zu wenige Shopbetreiber, wie groß der Einfluss der Suche auf ihren Geschäftserfolg ist. Hier schlummert also für alle Beteiligten eine gewaltige Chance: Google, Wettbewerb, Shopbetreiber und -kunden.

 

 

In seinem jüngsten Blogbeitrag berichtet Shaun Ryan, CEO des US-amerikanischen Suchanbieters SLI Systems, von seinen ersten Erfahrungen mit dem neuen Suchprodukt und hat gleich auch noch etwas Optimierungspotential aufgedeckt:

 

Gleich beim ersten Tipp zeigt sich, dass diese Suche im Auslieferungszustand noch nicht wirklich „intelligent“ ist, denn nur die exakten Schreibweisen werden gefunden. Was um so augenfälliger ist, da Google es auch noch versäumt hat, in ihrem eigenen Demoshop die entsprechenden Synomnyme (Tshirt, T-Shirt etc.) anzulegen…

Synonyme zu pflegen (wie es unter anderem SLI Systems praktiziert) ist zwar ein probates Mittel, um künftig die richtigen Artikel zu finden. Allerdings erfordert es immer manuelle Aufwände und bedeutet, dass die Shopsuche „lernen muss“ und erst nach und nach die nötige Komplexität vorweist und richtig gut funktioniert.

Diesen Aufwand und Zeitverlust umgeht, wer auf eine Lösung mit Algorithmen setzt, die solche Abweichungen automatisch tolerieren und die Produkte direkt finden.

 

 

Hier zu Ryans weiteren Punkten, die er als dringend verbesserungswürdig ansieht:

http://www.sli-systems.com/blog/2009/11/google-commerce-search-a-critique.html,

 

und so zu dem Schluss kommt, das Produkt sei wohl etwas zu früh am Markt platziert worden:

 

„My feeling is that Google may have announced this product a little prematurely. It doesn’t quite look ready for prime time…“
Shaun Ryan, CEO SLI Systems

 

Als Hersteller von OXID eFire sehen wir diesen Cloud Service
aber noch unter anderen Aspekten. Hier zwei weitere Punkte, die es man
nicht außer Acht lassen sollte:

 

  • Das Preismodell versucht zwar Flexibilität abzubilden, indem es
    sich nach der Anzahl der Produkt und Suchabfragen richtet, ist aber
    unter $ 50T nicht zu haben. Damit bleibt es von einem „echten“
    transaktionsbasierten Modell, wie wir es mit OXID eFire leben, noch ein
    ganzes Stück entfernt.

 

  • Ein zweites „Manko“, das man mit eFire Brille erkennt: der Upload
    der Daten erfolgt jeweils einmalig manuell (oder mit einer
    Eigenprogrammierung über die Google API), also nicht standardmäßig mit
    automatischer Datenaktualisierung, wie wir es mit eFire Shop Connector
    entwickelt haben.

 

 

Fazit:

Wer es bisher noch nicht geglaubt hat, mit Googles Einstieg ist es nun amtlich:

Auch die eCommerce Services, die direkt im Shop laufen, wandern in die Cloud.

 

Das sieht auch Google und will den Trend offensichtlich ganz vorn mitgestalten.

In Sachen Fachexpertise liegt GCS aber hinter den etablierten Lösungen wie Omikrons FACT-Finder noch ein ganzes Stück zurück.

 

Warten wir gespannt, wie sich die Branche weiterentwickelt…

 

 

 

 

 

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