Gastblog Reihe (Teil 1): 5 Shop-Funktionen für mehr Conversion

So mancher Händler gibt Millionen aus, um eine hohe Sichtbarkeit bei Google sicherzustellen und möglichst viele Besucher in den eigenen Online-Shop zu leiten. Investitionen in Traffic-Generierung bringen jedoch nur dann den erhofften Gewinn, wenn Shop-Besucher schnell und einfach das Richtige finden – unabhängig davon, ob sie via Notebook, Smartphone oder auf einem anderen Device surfen. Neben einem übersichtlichen und ansprechenden Design sind es vor allem intelligente Shop-Funktionen, die Ihnen dabei helfen, Traffic in zahlende Kundschaft zu verwandeln.

Spezifische Suchanfragen

Spezifische Suchanfragen kommen meist von kaufentschlossenen Kunden. Daher sollte die On-Site-Suche auch bei komplexen Eingaben relevante Ergebnisse liefern.

1. Eine On-Site-Suche, die den Verkauf von Nischenprodukten fördert
Ihre On-Site-Suche arbeitet wie ein virtueller Verkäufer: Sie nimmt Kundenwünsche entgegen und zeigt die dazu passenden Produkte – vorausgesetzt sie versteht, was der Kunde will. Ein häufiges Problem sind in diesem Zusammenhang Rechtschreibfehler oder Vertipper. Damit möglichst wenig Kunden auf die 0-Treffer-Seite gelangen, sollte Ihre Suche jede Art von Fehlschreibweisen ausgleichen. Zum Beispiel mit Hilfe von Wortlisten oder durch Algorithmen, die phonetische Ähnlichkeiten erkennen.
Abweichungen von der regulären Schreibweise treten besonders häufig bei so genannten Long-Tail-Suchanfragen, also sehr spezifischen Eingaben auf. Sucht Ihr Kunde etwa nach „roter Herrenschuh von Nike“, weiß er vermutlich genau, welches Produkt er haben möchte – ganz im Gegensatz zu jemandem, der nur nach „Schuhe“ sucht.
Zwar sind konkrete Suchanfragen seltener als allgemeine, jedoch führen sie häufiger zum Kauf. Zudem haben die so gesuchten Nischenprodukte meist höhere Margen als Artikel, die im Wettbewerbsfokus stehen. Um Long-Tail-Anfragen bestmöglich zu beantworten, muss die On-Site-Suche Wortbestandteile in allen denkbaren Kombinationen erkennen und richtig zuordnen.

2. Suggest-Funktion: Orientierungs-Hilfe und Produkt-Promoter in einem
Von Google haben Online-Shopper gelernt, dass sie beim Eingeben ihrer Suchanfrage eine Drop-Down-Box mit vervollständigten Begriffen erhalten. Eine solche Suggest-Funktion bietet mittlerweile fast jeder Online-Shop. Schließlich verringert sie nachweislich die Abbruchrate und steigert Verkäufe.
Einen Schritt weiter gehen Sie, wenn Sie zusätzliche Informationen im Drop-Down-Menü ausspielen lassen. Das können Produkt- und Kategorievorschläge oder auch Beratungsinhalte wie Blog-Artikel und Rich Media sein. Dadurch finden sich Besucher noch besser im Shop zurecht – unabhängig davon, ob sie einen konkreten Kaufwunsch haben, sich nur inspirieren lassen oder nach Tipps und Anleitungen suchen.

3. Schlanke und nutzerfreundliche Filternavigation
Allgemeine Suchanfragen – „Hose“, „TV“, „Regal“ – führen oftmals zu einer unüberschaubaren Menge an Ergebnissen. Die Filternavigation ist daher eine unverzichtbare Verkaufshilfe und sollte so einfach wie möglich zu bedienen sein:
Für bestimmte numerische Filterattribute wie Preise bietet sich die Darstellung als Schieberegler an. Alternativ können Sie im Vorfeld sinnvolle Preisspannen festlegen und diese als Filter realisieren. Kriterien, die für ein Produkt entweder zutreffen oder nicht („Fair Trade“, „HD-fähig“, „wasserabweisend“), lassen sich als Ja-/Nein-Filter umsetzen. Darüber hinaus sollten unterschiedliche Filter ein und derselben Gruppe zur gleichen Zeit aktiviert werden können – sofern sie sich nicht gegenseitig ausschließen.

Beraterfunktion und Filternavigation

Kaufentscheidung, leicht gemacht. Beraterfunktion und Filternavigation bringen Kunden nach der Suche mit wenigen Klicks zu einer kleinen Auswahl an passenden Produkten.

4. Guided Selling für mehr Sicherheit bei der Kaufentscheidung
Kundenberatung wird nicht selten als einer der wichtigsten USPs des stationären Handels angesehen. Doch die die Sortimentskompetenz eines realen Verkäufers lässt sich auch im eCommerce abbilden – durch eine interaktive Beraterfunktion:
Indem Sie zu bestimmten Suchbegriffen produktbezogene Fragen und Antworten hinterlegen, helfen Sie unentschlossenen Kunden, die nicht wissen, wonach sie ihre Suche einschränken sollen. Beispiel: Nach Eingabe des Suchbegriffs „Kinderwagen“ könnte eine Besucherin im Baby-Shop gefragt werden, was für eine Art Kinderwagen sie sucht – „Baby-Jogger“, „Kinderwagen mit Schirm“ oder „Zwillingskinderwagen“. Mit Klick auf die zutreffende Antwortmöglichkeit erscheint dann das gefilterte Produktset und ggf. eine weitere Frage (z.B. „Drei oder vier Räder?“) – solange, bis die Menge an relevanten Suchergebnissen klein genug ist und die Kundin ein gutes Gefühl beim Kauf hat.

5. Merchandising-Funktion zum Beeinflussen von Suchergebnissen
Diejenigen Produkte, die an oberster Stelle in den Suchergebnissen erscheinen, sollten zum Image Ihres Online-Shops und zu den Erwartungen Ihrer Kunden passen. In einem Online-Shop, der für Markenprodukte und Qualität steht, konvertieren Kunden eher, wenn sie hochwertige Ware mit positiven Bewertungen angezeigt bekommen – nicht unbedingt die günstigsten Artikel. Umgekehrt verhält es sich bei einem Händler, der für seine Niedrigpreise geschätzt wird.
Mit einer Funktion zum Definieren von Ranking-Regeln steuern Sie, welche Produktkategorien Ihre Suchfunktion mit höherer Relevanz bewerten soll und welche niedriger gewichtet werden. Dadurch erhöhen Sie die Kaufwahrscheinlichkeit und fördern den Abverkauf besonderer Produkte – z.B. Bestseller, Neuware oder margenstarke Artikel.


Autor
FF_MK_Bild_swMarkus Kehrer ist Head of Sales bei FACT-Finder und Usability-Guru. Als Experte für Suchtechnologie und Marketing-Tools im Online-Shop hat er ein tiefes Verständnis davon, worauf es bei der Umsetzung von eCommerce-Strategien ankommt. Er ist seit 2008 im FACT-Finder-Team tätig und half Hunderten Kunden dabei, besondere Einkaufserlebnisse zu schaffen.

 

 

 

Dieser Beitrag ist Teil unserer Gastblog Reihe „Conversion Optimierung“.
Weitere Beiträge dieser Reihe:
Gastblog Reihe (Teil 2): Conversion Boost durch personalisierte Ansprache – Was macht gute Personalisierung aus?
Gastblog Reihe (Teil 3): Fahndung nach den Conversion-Killern – Die Performance als Erfolgsfaktor eines Onlineshops

4 Antworten
    • Rafael Kilischowski says:

      Herzlichen Dank für das positive Feedback. Wir freuen uns, wenn die Tipps direkt Anwendung in dem einen oder anderen Onlineshop finden. Im Rahmen der Gastblog-Reihe werden wir in den kommenden Wochen gemeinsam mit unseren Partnern noch weitere Tipps zum Thema „Conversion-Optimierung“ in unserem Blog veröffentlichen. Reinschauen lohnt sich!

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