Zusammen weiter denken – Think Tank “E-Commerce meets Industrie 4.0”

Das Internet hat als “E-Commerce” den Handel revolutioniert.

Handelsprozesse, Gewohnheiten der Abnehmer und Konsumenten sowie die Kräfteverhältnisse am Markt haben mit der Situation von vor 10 Jahren kaum noch Gemeinsamkeiten.

Ein vergleichbarer Change steht nun der Produktion unter dem Schlagwort “Industrie 4.0” ins Haus.

 

Interdisziplinärer Think Tank

 

Die Frage nach dem Umgang mit diesem Wandel trifft nicht nur in der Branche den Zeitgeist. Sie ist auch eng mit der eigenen Geschichte von OXID eSales verwoben.

Deswegen widmen wir dem Thema im ersten interdiziplinären Think Tank “E-Commerce meets Industrie 4.0” am 17. Oktober 2017 einen eigenen Tag.

 

 

Vom Hersteller zum Lösungsanbieter

 

Seit 2010 betreuten wir bei OXID eSales (damals noch mit dem Selbstverständnis “Softwareschmiede”) zunehmend auch Hersteller, die sich dem digitalen Commerce öffnen.

Nach und nach unterzogen wir uns dabei selbst einem Wandel, den man für die Digitalisierung als symptomatisch bezeichnen könnte:

  • Wir sind vom Software-Hersteller zum Lösungsanbieter geworden (Professional Services, 2012).
  • Haben den strategischen Fokus angepasst (B2B, 2013).
  • Und sind mit einem fokussierten, customizable Offering dem Markt und B2B-Boom einen Schritt vorausgegangen (B2B Edition, 2015).

 

Way to go! 7 Jahre B2B-Commerce und kein Ende in Sicht. (Photo Credits: Refe)

 

In sieben Jahren haben wir nicht nur zahlreiche erfolgreiche Projekte begleitet und viele kurzfristige aber auch nachhaltige Geschäftsmodelle kennengelernt.

Vor gut zwei Jahren nahm das Schlagwort “Industrie 4.0” immer mehr an Fahrt auf und begann unsere Kunden – allerdings an ganz anderer Stelle im Unternehmen – massiv zu beschäftigen.

 

Industrie 4.0 rückt die Werkbank an den Ladentisch

 

Aber die Digitalisierung (Oder besser “Internetisierung”, denn die Digitalisierung läuft unter Industrie 3.0, was mit Industrie 4.0 neu ist, ist die Vernetzung und Vernetzbarkeit über das Internet.) ist nichts, was sich abgekapselt betrachten ließe.

Oder anders gesagt: wer nur versucht Bestehendes von offline nach online zu heben, verpasst die Chancen – und überlässt sie anderen.

Was wir bei OXID eSales in den letzten Monaten beobachten, ist, dass B2B-Unternehmen gerade mit einer “doppelten Digitalisierung” ringen: in Vertrieb (E-Commerce) und Produktion (Industrie 4.0) – dabei gehört beides zusammen.

Die Digitalisierung macht aus Produktion und Handel zwei Seiten einer Medaille.

Perspektivwechsel gefälig?! Shop Floor, Show Room und Service wachsen zusammen. (Photo Credits: Refe)

Und genau darum – um die Notwendigkeit einer gemeinsamen Betrachtung, die Chancen und die Risiken und die Anpassung von Geschäftsmodellen im produzierenden Gewerbe – soll es im Think Tank am 17. Oktober 2017 gehen.

 

Hand aufs Herz: Ist das nicht zu abgehoben?

 

Es ist wahrscheinlich das Schicksal der Revolution, bis zuletzt unterschätzt zu werden.

Wir bei OXID sind da sehr hellhörig, weil wir den E-Commerce-Umbruch von Anfang an miterlebt haben.

 

Zwischen diesen Momentaufnahmen im Street Life liegen 5 Jahre. Heute nutzt der Verbraucher (unser Kunde!) Telefonzellen nicht mal mehr als Gewitterunterstand und selbst 12-Jährige wissen nicht mehr, wie man Wählscheiben bedient.

Dieses Beispiel ist vielleicht weit weg von in die Jahre gekommenen Produktionsanlagen und Einkäufern, die allmählich von Fax auf Web-Interface umstellen. Aber es ist deswegen nicht weniger relevant!

Am Ende des Tages werden Nutzung und Absatzwege vom User bestimmt; und der ist ganz Mensch mit Usability- und Service-Erwartung, im Verbraucher- genauso wie im B2B-Umfeld.

Natürlich könnten wir beim Thema User-Erwartung über 360-Grad-Bilder, Bewegtbild, Chatbots oder Smartwatches sprechen. Aber diese Darstellungswege in die E-Commerce-Praxis zu übernehmen ist Handwerk. Anspruchsvolles, kreatives Handwerk, zugeben. Aber auch nicht mehr. Um neue Elemente in gleiche Prozesse zu übernehmen, braucht man keinen Think Tank.

Wir aber wollen über das große Gesamtbild sprechen. Über mögliche und wahrscheinliche Geschäftsmodelle von morgen, in denen Chatbots und Alexa im Produktions- und Kaufprozess auch eine Rolle zugewiesen wird, weil sie dann Standard sein werden. Aber welche Rolle sie spielen, bestimmen andere. Wie die, die Smartphones mit Apps und Sensoren zu etwas ganz Anderem als tragbare Telefone gemacht haben.

 

Wann hast Du zuletzt etwas Neues gedacht?

 

Die Mischung macht’s. (Photo Credits: Refe)

 

Zurück zum Think Tank und was auf dem Programm steht.

In einem Kreis aus Unternehmern und Experten aus Forschung, Handel und Industrie wollen wir drei Themenfelder beleuchten:

  1. Warum und wie es vor sich geht, wenn ein klassischer Händler immer mehr zum Hersteller und Service-Provider wird.
  2. Warum und auf welchem Weg die moderne Produktion den Verbraucher ernst nimmt und zunehmend den direkten Zugriff auf Vertriebs- und Kommunikationswege fordert.
  3. Wie man sich als mittelständischer Unternehmer bei aller Unvorhersehbarkeit auf die erwartbaren Umwälzungen der digitalen Revolution vorbereiten kann und muss.

 

 

Mehr zum Think Tank in unserem Veranstaltungshinweis. Die Plätze sind Unternehmern aus Handel und dem produzierenden Gewerbe vorbehalten. Zur Anmeldung hier.

 

 

 

Autor

Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Business Analyst und Content Writer, OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Aktuelle Schwerpunkte sind “Omnichannel”, “E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0”, “B2B Geschäftsmodelle” und “Content Commerce”.

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