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Die neue Datenschutzverordnung kommt

DSGVO – Die neue Datenschutzgrundverordnung

Die neue Datenschutzverordnung kommtÄhnlich der Verbraucherrechterichtlinie für das Widerrufsrecht steht 2018 eine große Herausforderung für den Datenschutz in Form der Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) für Händler an. Nach langer Prozedur beschloss das EU-Parlament am 14. April 2016 eine Harmonisierung des Datenschutzes innerhalb der Europäischen Union. Damit ist ein Ende der verschiedenen Datenschutzgesetze in den EU-Staaten in Sicht. Dies bringt Vorteile und gleichzeitig auch Pflichten für Händler. Die DSGVO muss ab dem 25.05.2018 angewendet werden.

Nach einer Händlerbund-Studie hat ein Drittel der Händler noch nie von der DSGVO gehört hat. Die verbleibenden sechs Monate sind deshalb gut genutzt, wenn man sich mit den nachfolgenden Änderungen vertraut macht:

 

Änderung der Datenschutzerklärung

Die Datenschutzerklärung ist schon jetzt ein zentraler Punkt auf Webseiten. Grund: Der Schutz von personenbezogenen Daten stellt ein hohes Gut dar. In Zukunft werden die Anforderungen an die Informationserteilung jedoch steigen. In Artikel 12 der EU-DSGVO heißt es, dass Informationen dann „in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache zu übermitteln“ sind. Das bedeutet, dass die Datenschutzerklärung zwangsläufig länger und umfassender als bisher wird. Ebenfalls wird es wesentliche Änderungen bezüglich der Tracking-, Analyse und Remarketing-Tools geben, die ebenfalls Erwähnung in der Datenschutzerklärung finden.

 

Newsletterversand

Für die Zusendung von Werbe-E-Mails ist schon jetzt eine Einwilligung des Empfängers notwendig. Nach dem Eintragen der E-Mail-Adresse erhält der potenzielle Abonnent dann bei dem empfohlenen “Double-Opt-In” Verfahren eine werbefreie Bestätigungsmail inkl. Aktivierungslink. Erst nach Aktivierung des Links gilt die Einwilligung als erteilt. Mit der neuen DSGVO wird Bewährtes beibehalten und damit die Freiwilligkeit zur Einwilligung in den Vordergrund gerückt.

 

Recht der Datenportablität

Mit der neuen DSGVO sollen sich Daten von Nutzern einfach, sicher und schnell übertragen lassen. Dies wird als Recht für Nutzer eingeführt. Mit der neuen Datenschutzgrundverordnung soll es daher Nutzern ermöglicht werden, einfacher auf persönliche Daten zuzugreifen und diese bei Bedarf auf andere Dienstleister übertragen zu können – besonders im Bezug auf soziale Netzwerke wie Facebook. Es können zukünftig allerdings auch andere Dienstleistungsunternehmen betroffen sein.

 

Bußgelder und Sanktionen

Die Datenschutzgrundverordnung sieht auch neue Sanktionen bei Verstößen vor. Dazu enthält sie auch eigene Bußgeld- und Sanktionsmöglichkeiten. Und diese haben es bei Nichtbefolgung in sich. Das Bußgeld darf nun bis zu 4 % des Jahresumsatzes bzw. 20 Millionen Euro betragen. Die DSGVO verfügt nun über mehr Abschreckungswirkung bei Missachtung des Datenschutzes als es bisher der Fall war.

 

Cookies, Social Media Plugins

Diese zwei so wichtigen Themen tauchen in der Liste der Änderungen nicht auf und dies aus einem simplen Grund. Sie werden in der DSGVO nicht ausdrücklich erwähnt. Für sie gelten daher die allgemeinen Grundsätze: Personenbezogene Daten von Internet-Surfern dürfen nur verarbeitet werden, wenn der Betroffene darin einwilligt oder eine andere gesetzliche Grundlage besteht.

 

Für Händler sind zur Vorbereitung folgende Punkte wichtig:

● Prüfen Sie, welche Einwilligungen Sie in Ihrem Shop einholen und ob diese den neuen Anforderungen genügen.
● Behalten Sie im Auge, wie die neuen Vorgaben für die Datenschutzerklärung umzusetzen sind.
● Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen bezüglich der korrekten Verwendung von Tracking- und Remarketing-Tools.

 

Der Händlerbund hilft!

Händlerbund-Mitglieder erhalten alle Informationen zur rechtskonformen Umsetzung der europaweit geltenden Datenschutzgrundverordnung. Die verbleibende Übergangszeit bis zum Stichtag 25. Mai 2018 sollte nicht davon abhalten, sich bereits jetzt mit den Änderungen auseinanderzusetzen.

 

Die neue Datenschutzverordnung kommt

 

Autor

Ivan Bremers HändlerbundIvan Bremers ist Volljurist und seit 2017 für den Händlerbund als juristischer Redakteur tätig. Im Bereich E-Commerce berichtet er regelmäßig zu Rechtsthemen, welche die Branche bewegen. Daneben ist er als Referent auf Veranstaltungen rund um das Thema E-Commerce unterwegs.

Übersetzungen sind der erste Schritt in die Internationalisierung

Gastblog: Sind Ihre Übersetzungen so gut wie Ihre Internationalisierungsstrategie?

Der europäische Handel wächst immer weiter zusammen. Konzepte wie der Digitale Binnenmarkt nehmen konkrete Gestalt an, Verbraucher machen immer weniger Unterschiede zwischen Wohnsitz und Einkaufsland. Zuletzt zeigte dies eine von Pitney Bowes veröffentlichte Studie, laut der rund 70% der Konsumenten online ab und zu im Ausland bestellen. Allerdings kaufen 55% der Kunden nichts, wenn eine Seite nicht in ihrer Muttersprache verfügbar ist.

Wer noch Mühe hat, international die gleichen Erfolge wie im Heimatland einzufahren, sollte sich deshalb einmal näher mit seiner Übersetzungsstrategie beschäftigen. „Übersetzungsstrategie“ – klingt übertrieben? Macht aber Sinn, wenn man sich vor Augen führt, welche Ressourcen und Umsätze damit verbunden sind. Warum also die Übersetzung nicht genauso intelligent planen wie die Übersiedlung?

 

Klassische Internationalisierungsstrategien

 

Eine klassische Internationalisierungs-Strategie geht meist von den folgenden drei Punkten aus:

1) Zielgruppe: Welche Art von Personen brauchen mein Produkt oder meine Dienstleistung im jeweiligen Zielland? Wie groß sind diese Gruppen, welche Alltags- und Einkaufsgewohnheiten haben sie?

2) Absatzkanäle: Über welche Kanäle erreiche ich meine Zielgruppe am besten? Welche Plattformen, Marktplätze oder Seiten sind in meinem Zielland besonders beliebt?

3) Organisation: Wer übernimmt welche Aufgaben für den neuen Zielmarkt? Organisiere ich alles zentral oder arbeite ich mit Kollegen und Repräsentanten vor Ort zusammen? Welche rechtliche Form wähle ich?

Sobald diese Fragen beantwortet sind, kann der Handel auf dem ausländischen Markt beginnen. Erster Schritt dabei: die Übersetzung des Angebots. Dabei lässt sich an den gleichen strategischen Punkten ansetzen.

 

Braucht Übersetzung Strategie?

 

1) Zielgruppe: Im Zusammenhang mit der Landessprache dreht sich hier alles darum, seine Prospects richtig anzusprechen: Regionale Besonderheiten sollten genauso beachtet werden wie unterschiedliche Stilebenen.

Ein Beispiel: Biete ich auf dem US-Markt Strickjacken an und nenne sie nicht „jacket“, sondern „cardigan“, wie im britischen Englisch üblich, werden mich weniger Besucher über Organic Search finden und womöglich sogar weniger Kunden einkaufen, da sie annehmen, die Waren kämen aus Großbritannien und hätten eine längere Lieferzeit. Mein Tipp: Muttersprachliche Übersetzer sorgen hier für Authentizität und natürliche SEO-Vorteile.

 

Übersetzungen sind der erste Schritt in die Internationalisierung

 

2) Absatzkanäle: Um Kunden in einem vertrauten Ambiente abzuholen, kann der erste Schritt sein, seine Waren auf einem lokalen Marktplatz anzubieten. In diesem Fall ist es wichtig, Übersetzungen in großen Mengen integrieren zu können, ohne dass Formatierung oder Inhalt verloren gehen. Plug-ins oder APIs sind eine gute Methode, um Zeitverluste oder unabsichtlich vertauschte Informationen bei der Integration von Hand zu vermeiden.

Wenn der Hauptabsatzkanal die eigene Website sein soll, gilt bei der Übersetzung vor allem ein Gebot: das der Kohärenz. Alle Inhalte der Seite sollten in der gleichen Sprache abrufbar sein, Menüpunkte genauso wie Fußnoten. Ein Beispiel: Ein Schirmhersteller hat seine Produktinformationen sorgfältig übersetzt, vielleicht sogar Mailings und Design lokal angepasst. Auf der Bezahlseite aber schickt eine Software, wenn ein Formular unvollständig ausgefüllt ist, dem Kunden eine Fehlermeldung: auf Portugiesisch. Das passt in Portugal, führt aber in anderen Sprachräumen zu Misstrauen oder sogar dem Abbruch des Kaufs. Mein Tipp daher: Sich eine Übersicht über alle Textinhalte verschaffen und die Buyer’s Journey testen. Und nicht glauben, dass „Englisch für alle“ reicht.

 

3) Organisation: Genauso wie man sich vom System mit zwei Kollegen, die Informationen auf einen ausländischen Marketplace spielen, zu einem lokalen Standortbüro mit mehreren Mitarbeitern entwickeln kann, sollte man auch beim Übersetzungsmanagement flexibel sein.

Ein Beispiel: Der Product Owner muss für seine neue Release dringend noch 50 Labels in 3 Sprachen übersetzen lassen, das Marketing hat erst vor wenigen Stunden Kommunikationsmaterial in den gleichen Sprachen in Auftrag gegeben und die Country Managerin wartet noch auf einen Teil ihrer übersetzten Produktdateien. Bei der Zusammenarbeit mit wenigen Freelancern oder einer In-House-Kraft kann so ein Szenario schnell zu Prioritätsmikado ausarten und Zeit kosten. Mein Tipp: Für die Übersetzungen ein System nutzen, auf dem jeder seinen speziellen Content hochladen und an freie Übersetzer geben kann und das gleichzeitig erlaubt, alle Projekte und deren Fortschritt einzusehen.

 

Fazit:

Übersetzungen sind bei der Internationalisierung so alltäglich, dass sie kein Kopfzerbrechen bereiten dürfen. Es lohnt sich deshalb, sie von Anfang an strukturiert anzugehen. Das kann schnell für mehr Kunden und Konversionen auf der ausländischen Website sorgen, ohne dass dafür ganze Rebranding-Kampagnen nötig wären. Zum besseren Überblick und als To-Do bei der Website-Übersetzung empfehle ich zum Beispiel diesen Guide:

Best Practices zur Übersetzung und Lokalisierung der Website

 

 

Autor:

Victoria WeidemannVictoria Weidemann kümmert sich bei TextMaster um das Marketing für die DACH-Region. Sie interessiert sich insbesondere für den Zusammenhang zwischen Sprache und E-Commerce und für kulturelle Unterschiede zwischen verschiedenen Märkten. TextMaster ist die führende globale Übersetzungslösung für den E-Commerce mit über 10 000 Kunden in 110 Ländern. Kunden haben per Plattform oder Integration Zugang zu speziell entwickelten Technologien und einem Übersetzernetzwerk mit mehr als 50 Sprachen und Fachgebieten.

 

Zusammen weiter denken – Think Tank “E-Commerce meets Industrie 4.0”

Das Internet hat als “E-Commerce” den Handel revolutioniert.

Handelsprozesse, Gewohnheiten der Abnehmer und Konsumenten sowie die Kräfteverhältnisse am Markt haben mit der Situation von vor 10 Jahren kaum noch Gemeinsamkeiten.

Ein vergleichbarer Change steht nun der Produktion unter dem Schlagwort “Industrie 4.0” ins Haus.

 

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Umfrage Ergebnisse der Fashion Week Berlin

Gastblog: Snapshot-Studie zum E-Commerce in der Modeindustrie

Markenentwicklung hat in der Modeindustrie Priorität. An der IT-Systemintegration hapert es!

Wie steht es mit E-Commerce in der Modeindustrie? Während der Fashion Week Berlin 2017 hat w&co dazu mit 82 Verantwortlichen aus Marketing und Vertrieb persönlich gesprochen. Das Ergebnis: In erster Linie geht es um Markenentwicklung, das Kernproblem ist die fehlende IT-Systemintegration.

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OXID eSales Stand im neuen Design

dmexco Recap: Qualität statt Quantität

Im Vorfeld der dmexco gab es – wie die Jahre davor auch – so manche Diskussion, was von der Messe zu erwarten sei. Das Preismodell für die erstmals kostenpflichtigen Tickets sorgte für Irritation und einige namhafte Aussteller sagten mit deutlichen Worten ihre Teilnahme für 2017 ab.

 

OXID auf der dmexco 2017

 

Einerseits taten gerade die lebhaft diskutierten Ticketpreise der Qualität der Besucher gut. Andererseits war die Nachfrage nach kostenlosen Tickets gerade bei den Sparfüchsen aus dem Handel bei uns besonders hoch. Insgesamt kamen 10.000 Besucher weniger als 2016 (siehe Factsheet der Veranstalter), dafür ein höherer Anteil an Publikum mit echtem Interesse und eine wachsende Zahl von internationalen Besuchern. Mit einem Ausstelleranteil aus dem Ausland von 50% und sage und schreibe 570 internationalen Speakern, wähnt sich Köln mit der dmexco auf einem guten Weg zur digitalen Messehauptstadt Europas.

 

Stand Impressionen

 

In diesem Zusammenhang möchten wir kurz auf die Studie „Internationalisierung der deutschen Digitalwirtschaft“ von Textmaster aufmerksam machen, an der wir tatkräftig mitgewirkt haben. Unter vielen anderen Themen nimmt sich Textmaster der Frage an, wie international die dmexco wirklich ist. Die Studie konstatiert, dass 59% der Aussteller nur eine Sprache auf ihrer Website anbieten. Der Faktor Sprache ist sicherlich nur einer von vielen, relativiert jedoch den Anspruch der dmexco, globale Business- und Innovationsplattform für die digitale Wirtschaft zu sein.

Um zum Messefazit zurückzukommen: Viele dmexco Wiederholungsbesucher waren positiv überrascht, sich in den Hallen auch ungehindert fortbewegen zu können, ohne um die Massen herumnavigieren zu müssen.

 

Kurz nach Messestart am OXID Stand

 

Inhaltlich wurde deutlich, dass die Kommunikation immer techniklastiger und automatisierter wird. Unsere PR Agentur vibrio sprach gar davon, dass sich die dmexco selbst abschaffe und die klassischen Marketers mit dem Ende ihres Berufsbildes rechnen müssten. Save sei nur, wer Content produziere. Wie gut, dass für uns Content ganz oben auf der Liste steht. Mit dem Vortrag: „Sprich mit mir, ich bin Dein König!“ haben unsere Kollegen Caroline Helbing und Stephan Wehrle die Business-Relevanz von Content Marketing und dessen praktische Bedeutung für die neue Customer Journey und allgemein den E-Commerce beleuchtet. Ein Vortrag der sehr gut ankam und dessen Zusammenfassung hier nachgelesen werden kann.

 

Ameria und OXID kooperieren bei In-Store PromotionsUnser dmexco Fazit

Zugegeben, ein Umsatz-Garant war die dmexco noch nie. Eher eine Messe, die es möglichst vielen Recht machen will. Angesichts der Breite des Spektrums aus Marketing- und Technologieanbietern war uns als E-Commerce-Lösungsanbieter schon immer zu wenig Fokus auf der Branche, in der wir uns bewegen. Dennoch war dieses Jahr die Teilnahme an der dmexco wichtig und richtig. Wir haben zwei tolle Tage verbracht. Der Stand war sehr gut besucht, unsere Kollegen rund um die Uhr beschäftigt, die Gespräche sehr positiv gestimmt und das allgemeine Interesse an unseren Lösungen ungebrochen hoch.

Unsere Standpartner Ameria, ERGO Direkt, kernpunkt, Laudert, OpusCapita, Shoptimax, Pixelboxx und w&co sahen das ganz ähnlich. Auch sie haben viele gute Gespräche geführt und waren rund um die Uhr gefordert. Der kollegiale Umgang miteinander und das Flair der dmexco taten ihr Übriges für eine tolle Stimmung am Stand. Einige Partner kündigten bereits an, nächstes Jahr wieder mit von der Partie zu sein.

In diesem Sinne, see you next time @dmexco 2018!

 

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur  Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

 

„Sprich mit mir, ich bin dein König!“- Warum Content im Commerce so wichtig ist.

Auf der dmexco 2017, der großen Messe des Digitalmarketings, drehte sich am 13. und 14. September alles um aktuelle Trends und die neuesten technologischen Ansätze in Advertising und digitaler Kommunikation. Nirgendwo sonst stehen Hypes und Buzzwords unhinterfragt ganz selbstverständlich auf der Agenda. Und gerade in diesem Jahr fiel wohl kein Begriff so häufig wie “Content”. Grund genug einmal näher hinzuschauen, wieviel Substanz sich hinter dem Hype um Content Commerce wirklich verbirgt.

OXID eSales on stage at DMEXCO 2017

OXID eSales auf dem Speaker’s Forum der DMEXCO 2017

In unserem Vortrag „Sprich mit mir, ich bin dein König!“ habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen Stephan Wehrle die Business-Relevanz von Content Marketing und dessen praktische Bedeutung für die neue Customer Journey und allgemein den E-Commerce beleuchtet.

Das Themenfeld „Content“ wird ausdauernd diskutiert und für die Umsetzung und Erneuerung der E-Commerce Präsenzen überall angepriesen. In der Praxis stellt sich nun die Frage, wie stark es heute schon bestehendes E-Commerce Geschäft beeinflusst.

Lassen sich auf mit Content Marketing messbare Erfolge erzielen?

Oder wird Content Commerce gerade einfach „nur“ zum neuen State of the Art in der digitalen Kundenkommunikation und zieht seine Bedeutung vor allem aus zukünftig möglicher Entwicklungen? (as eine ja auch eine legitime Motivation wäre, sich darauf einzulassen.)

 

Wie kommuniziert man mit dem König? – Drei Pitfalls im Content Marketing

Wir betrachten die Fallen, in die man nur allzu leicht tappen kann, und geben drei Empfehlungen mit; wie man mit dem Kunden kommunizieren sollte. Was den Kunden gefällt, ist dabei das Wichtigste; denn der Kunde ist bekanntlich König. Die folgenden Regeln haben wir daraus abgeleitet. Man könnte sie auch die „drei Gebote für Content Commerce“ nennen.

Nicht zuhören, nicht hinschauen, nichts sagen - die 3 Pitfalls im Content Commerce

Erstes Content Commerce Gebot: Einfach mal zuhören

Sie kennen Ihre Zielgruppe – natürlich. Und Sie erreichen Ihre Kunden mit Ihrem aktuellen Geschäft, deswegen sind Sie erfolgreich. Beides steht außer Frage und doch… ist der Status quo keine Garantie, dass das auf Dauer so bleibt!
Denn Sie sind nicht die einzigen, die sich um die Kunden bemühen. Und in der zunehmenden Reizflut und mit immer weiter steigenden Ansprüchen der stets neugierigen kompetenten User (Ihrer Kunden) sinkt Ihre Sichtbarkeit unwillkürlich, wenn Sie nicht gezielt daran arbeiten.

Die User haben weniger Zeit und Nerven sich mit Angeboten zu beschäftigen und sie nehmen bevorzugt diese Dinge wahr, die unterhaltsam oder positiv besetzt sind und ihren Interessen und Bedürfnissen genau entsprechenden.

Eine solche Kommunikation gelingt nur, wenn sie noch genauer auf Ihre Kunden eingehen und ihnen genau zuhören. Und aus diesen Erkenntnissen Profil erstellen. Eine Zielgruppendefinition ist viel zu ungenau, entwickeln Sie Buyer Personas, und bieten sie für diese Persona relevante und motivierende Inhalte an.

 

Zweites Content Commerce Gebot: Messen, denn KPIs sind möglich nötig

Gelungenes Content Marketing spielt mit Emotionen, ist sehr visuell und bringt in der Entstehung viele ästhetische Überlegungen mit sich. Es ist jedoch ein Trugschluss zu glauben, die Realisierung erfolge nach Bauchgefühl oder sei am Ende sogar Geschmackssache.

Wie im klassischen Marketing so lassen sich auch im Content Marketing die Relevanz der Maßnahmen und ihr Einfluss auf die Geschäftszahlen mit geeigneten Kennzahlen eindeutig messen und bewerten. Damit Sie wissen, was bei Ihren Lesern wirklich ankommt und ob Sie auf dem richtigen Weg sind, ist es nicht nur empfohlen, sondern absolut unerlässlich, belastbare Zahlen zu erheben und regelmäßig zu analysieren.

Schließlich lernen Sie nur anhand der Handlungen Ihrer Kunden, ob die erwünschte Wahrnehmung auch wirklich eintritt. Allerdings sind Umsatz und Conversion Rate allein keine geeigneten Indikatoren; neue Maßnahmen brauchen auch neue Messgrößen.

 

Drittes Content Commerce Gebot: Zeigen, dass man verstanden hat

An dritter Stelle steht nun die Aufgabe, diese Erkenntnis auch konsequent und planvoll in die Realität umzusetzen. Was so einfach und selbstverständlich klingt, ist in Wahrheit der schwierigste Teil. Denn anders als bei einem in sich geschlossenen Analyseprojekt, das einen klaren Anfang und ein Ende hat, lassen Sie sich mit Content Commerce auf einen ständigen Wandel ein, der an allen Stellen Ihre Tagesgeschäft Anpassungen erfordert. Umso wichtiger ist es, neue Prozesse und veränderte Aufgabengebiete zu etablieren, die es Ihnen ermöglicht, mit dem Wandel Schritt zu halten. Den technologischen Grundlagen und den eingesetzten Systemen kommt dabei eine wesentliche Bedeutung zu; für die reibungslose Arbeit Ihre Content Teams und für den langfristigen Erfolgs Ihrer Content Strategie.

Stephan Wehrle und Caroline Helbing (v.l.n.r.) auf dem Speaker's Forum der DMEXCO 2017

Noch mehr zum Thema im nächsten Webinar

Mit diesen Fragen und einigen konkreten Handgriffen, um Content Commerce auf der OXID Plattform umzusetzen, beschäftigen wir uns in der Webinar-Reihe „Content Marketing im E-Commerce“.

Der nächste Termin ist der 26. Oktober um 11 Uhr, die Teilnahme ist mit Anmeldung kostenfrei möglich.

 

Autor

Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Business Analyst und Content Writer, OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Aktuelle Schwerpunkte sind “Omnichannel”, “E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0”, “B2B Geschäftsmodelle” und “Content Commerce”.

 

Suche mit Wissensdatenbank

Gastblog: Intelligenz der Suche als Schlüsselfaktor Ihres Erfolgs!

Onsite-Suche zählt zu den zentralsten Funktionen eines Online-Shops. Immer mehr Online-Händler greifen verstärkt zu Lösungen von Drittanbietern, obwohl die meisten Shopsysteme eine Basisfunktionalität bereits integriert haben. Warum? Der Grund hierfür ist meist die Suchqualität. Suchlösungen von Drittanbietern liefern meist eine große Breite an hochqualitativen Funktionen die zu nachweislichen Erfolgsfaktoren für Online-Shops werden können.

 

Wie zeichnet sich Qualität in der Suche aus?

Zunächst ist es wichtig, für Treffsicherheit in Ihrem Online-Shop zu sorgen und dem Kunden zu ermöglichen, auch wirklich das zu finden, wonach er sucht. Suchen Kunden in einem Fashion-Store z.B. nach „Anzug“, werden vermutlich keine Taucheranzüge gemeint sein. Eine wirklich intelligente Suchfunktion sorgt zusätzlich dafür, dass keine komplizierten Gewichtungen oder aufwändige, technische Einstellungen an erprobten Algorithmen vorgenommen werden müssen. Selbstverständlich benötigt es jedoch zeitgleich Möglichkeiten, Top-Seller oder Produkte aus Werbung nach oben zu reihen, um so den Absatz anzukurbeln. Ein „Verschlimmbessern“, also eine vermeintliche Änderung zum Guten, muss allerdings durch bewährte, automatisierte Technologien ausgeschlossen werden.

 

Mobile Filter Wall Art

Auch auf mobilen Endgeräten sollten Filter verständlich aufgebaut und intuitiv benutzbar sein. www.wall-art.de zeigt vor allem in Sachen Performance wie’s geht.

 

Suchqualität heißt den User verstehen!

Je länger sich Besucher in einem Online-Shop aufhalten, umso mehr sollte über sie in Erfahrung gebracht werden. Werden unterschiedliche Ausdrucksweisen berücksichtigt? Welche Präferenzen und Affinitäten können zugeordnet werden? In Summe: Fühlt sich der Kunde abgeholt und verstanden? Leider beschränken sich Suchfunktionalitäten im E-Commerce immer wieder nur auf bestimmte Begriffe oder Titel, welche den jeweiligen Artikeln zugeordnet werden. Heutzutage muss eine Suche die Begriffe der User personalisiert verstehen und einen eigenen Wortschatz hierfür aufbauen. So werden beispielsweise unter dem Begriff „Gläser“ auch ein Sektglas, Kaffeebecher aus Glas, oder Glaskelche gefasst. Je nach tieferer Spezifikation werden dann die erwünschten Ergebnisse angezeigt. Es gilt folgende Kunst zu verstehen: Zeigen Sie dem Kunden so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Einerseits, um nicht mit einer Artikelflut zu überfordern und anderseits, um Kaufanreize klarer zu definieren.

 

Suche von Carrera

Die Suchfunktion von shop.carrera-toys.com versteht den Kunden und liefert auch bei komplexen Anfragen genau was wirklich gesucht wird.

 

Ein Shop muss vom User lernen!

Das Userverhalten sollte aber eine Suchfunktion nicht nur temporär steuern. Alle verschiedenen Szenarien, welche innerhalb eines Stores stattfinden, sind wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft. In einem Knowledge-Layer, einer Wissensdatenbank, abgespeichert, beeinflussen diese Learnings das algorithmische Verhalten und können für jeden User und Webshop optimal eingesetzt werden. Aus diesem Grund ist es essentiell eine lernfähige Suchfunktion bereit zu stellen. Kein anderer Berührungspunkt im Online-Store hat hierbei den Wirkungsgrad einer abgestimmten Suche. Das stetige Hinzufügen von zusätzlichen Themen- oder Einkaufswelten wird nicht ausreichen, wenn verhindert werden soll, dass sich missverstandene Kunden abwenden und anderweitig entscheiden. Lernfähige Datenbanken bilden das Suchverhalten tausender Szenarien ab, sammeln das algorithmische Verhalten von Kunden und ermöglichen eine Analyse sowie entsprechende Optimierungen. Ein Shop sollte sich also folgendes Ziel setzen: Durch das Verhalten des Users sollten die aktuellen Bedürfnisse erkannt werden und der Shop sollte sich fortwährend danach ausrichten.

 

Suche von Metabo

Auf www.metabo.com sorgt eine Wissensdatenbank dafür, dass User schnellstmöglich eine sinnvolle Eingabehilfe erhalten.

 

Schlüsselwort Intelligenz!

Zur eingangs erwähnten Frage: Wie zeichnet sich Qualität in der Suche aus? Die Antwort lässt sich nun unter einem Wort zusammenfassen: Intelligenz! Faktoren wie Treffsicherheit und die Reihung besonders relevanter Ergebnisse an erster Stelle, sind in der heutigen Zeit zum Standard von Suchlösungen geworden. Suchqualität bedeutet inzwischen schlichtweg mehr als nur die richtigen Ergebnisse zu liefern. Themen wie Kundenverständnis, Lernfähigkeit, Personalisierung, Automatisierung und Performance Speedup sind heute omnipräsente Unterscheidungsmerkmale für Suchlösungen im eCommerce.

Intelligente Suchlösungen begegnen diesen Anforderungen. Sie greifen zurück auf eine umfassende Wissensdatenbank im Hintergrund und liefern den Kunden an deren Bedürfnisse angepasste, schnelle Ergebnisse. Die Nutzung der Suchfunktion durch Kunden führt dabei zu ständigem Feedback, welches wiederum zu einer stetigen Aktualisierung und Verbesserung der Datenbank beiträgt. Somit ergibt sich ein in sich geschlossener Zyklus, in welchem der Kunde nach und nach das Wissen und die Flexibilität des Shops verbessert.

Nutzen Sie Ihren Wissensvorsprung, sondieren Sie Angebote mit überschaubarem Projektaufwand und bieten Sie Ihren Kunden ein spürbares Erlebnis!

Autor:

Andreas Nabicht, Beratung & Vertrieb bei FindologicAndreas E. Nabicht, Jahrgang 1983, arbeitet im Bereich Beratung & Vertrieb bei der FINDOLOGIC GmbH und verfügt über eine Vielzahl an Praxiserfahrungen in verschiedenen Branchen. Als Sales Experte für Online-Shops, berät er europaweit mittelständische Unternehmen und E-Commerce Projekte. Für FINDOLOGIC verfasst er nicht nur interessante Blog-Beiträge, sondern auch Workshops, Webinare sowie Vorträge für Kunden und berät mit großer Leidenschaft FINDOLOGIC-Partnerunternehmen.

 

229 Millionen Produkte auf Amazon.de

Gastblog: Stellen Sie sich die richtigen Fragen bei der Optimierung Ihres Lagers?

Chaotische Lagerhaltung vs. Festplatzsystem? FiFo oder LiFo? Und was es sonst noch zu beachten gilt!

In Großstädten beliefert Amazon seine Kunden innerhalb weniger Stunden. Kein Tag vergeht, ohne neue Meldungen zur Same-Day-Delivery oder zur Auslieferung von Produkten mit Drohnen und kleinen Robotern. Der Online-Handel boomt – der Konkurrenzkampf unter den Händlern ebenso.

 

Alleinstellungsmerkmale? Schwieriges Thema!

Alleine auf dem Marktplatz Amazon.de waren Ende 2016 229 Millionen Produkte gelistet.

 

229 Millionen Produkte auf Amazon.de

 

Wenn Sie sich also nicht über das Produkt selbst differenzieren können, dann eventuell über die Lieferzeit. Denn diese ist für den Kunden ein immens wichtiges Kaufkriterium!

Eine schnelle Lieferung erhöht nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern senkt auch die Anzahl an Retouren. Dabei verstehen 66 Prozent der Kunden unter einer „schnellen“ Lieferung die Zustellung der Ware innerhalb von zwei Tagen. Selbstverständlich, dass täglich an neuen Lösungen gearbeitet wird, die den Versand der Waren optimieren sollen!

Allerdings stellt sich die Frage, wie realistisch es ist, dass der mittelständische Online-Händler in naher Zukunft seine Waren über Drohnen versendet oder über kleine Roboter zustellen lässt? Doch es gibt auch andere Wege, um an der Stellschraube „Lieferzeit“ zu drehen, wie zum Beispiel: Ein gut strukturiertes Lager!

 

Um Ihr Lager zu strukturieren, sollten Sie sich zunächst die folgende Frage stellen: „Chaotische Lagerhaltung“ oder „Festplatzsystem“?

Um diese Frage zu beantworten, gibt es einige Faktoren, die Sie von Vornherein beachten sollten: Wie sind die räumlichen Gegebenheiten Ihres Lagers? Über welches Produktsortiment verfügen Sie und über welche Verkaufskanäle werden Ihre Produkte vertrieben? Die verschiedenen Vor- und Nachteile der beiden Verwaltungsarten können Ihnen bei der Entscheidung für eine Strategie behilflich sein.

Bei der Festplatzverwaltung werden den Waren – wie der Name schon sagt – feste und langfristige Plätze in dem Lager zugewiesen. Vorteil hierbei ist, dass die Lagermitarbeiter je nach Größe Ihres Sortiments genau diesen Standort kennen und sich so schnell im Lager zurechtfinden können. Ist Ihr Produktsortiment über das Jahr hinweg gleich, könnte diese Strategie womöglich die richtige für Sie sein. Ist Ihr Sortiment dahingegen von Saison zu Saison stark unterschiedlich, müssten sich Ihre Lagermitarbeiter auch im Festplatzsystem, je nach Saison, neue Stellplätze merken.

Ein anderes Prinzip verfolgt die chaotische (oder auch dynamische) Lagerplatzverwaltung. Hier werden die Produkte dort gelagert, wo gerade Platz ist. Die Lagersoftware behält den Überblick über die aktuellen Lagerplätze und ist darauf ausgerichtet, den freien Platz bestmöglich auszunutzen – und dabei die Laufwege der Mitarbeiter zu optimieren. Bei einem Wareneingang wählt die Lagersoftware unter Berücksichtigung vorab definierter Faktoren die Stellplätze für die Lieferung aus. Der Lagermitarbeiter lagert die Ware dort ein und erfasst diese Einlagerung beispielsweise mit einem mobilen Endgerät. Die Vorteile der chaotischen Lagerhaltung sind vielfältig. Allerdings müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden, um diese zu nutzen:

Damit die Software die Entnahme oder Einlagerung erfassen kann, müssen Lagerplätze und auch die Waren selbst systematisch gekennzeichnet sein. Dies bedingt wiederum, dass die Waren grundsätzlich digital erfassbar sind und die entsprechende Hardware, wie MDE-Geräte im Lager eingesetzt werden können. Eine Voraussetzung zur Nutzung von MDE-Geräten ist beispielsweise die Verfügbarkeit von W-LAN in den Lagerhallen. Außerdem sollten die Produkte ähnliche Anforderungen an ihre Umgebung, wie Lichtverhältnisse oder Temperatur aufweisen. Gefahrengut eignet sich beispielsweise nicht für die chaotische Lagerhaltung, da besondere Vorschriften zur Einlagerung, Zusammenlegungsverbote und Mindestabstände eingehalten werden müssen.

Erfüllt Ihr Lager diese Voraussetzungen, kann der Lagermitarbeiter die Produkte schnell ein- und auslagern, denn die Software wählt einen geeigneten Platz aus. Zudem kann die maximale Lagerkapazität genutzt werden: Es gibt keine freizuhaltenden Plätze für gerade ausverkaufte Produkte oder Saisonware. Die Ware wird nach Wichtigkeit oder Durchlaufdauer im Lager gelagert, wodurch die Kommissionierung der Ware äußerst effizient abläuft. Häufig zu kommissionierende Produkte können an einem schnell zugänglichen Standort im Lager aufbewahrt werden. Last but not least, ist die Einarbeitungszeit Ihrer Lagermitarbeiter sehr gering: Neue Mitarbeiter müssen sich keine Stellplätze merken, was gerade in der Lagerführung durch wechselnde saisonale Aushilfskräfte sehr hilfreich sein kann.

Mit der richtigen Lagersoftware können Sie so die Effizienz Ihrer Lagerabläufe erhöhen und Ihre Ware schneller versenden! Daher ist es auch kein Zufall, dass Amazon oder Zalando ihre Lager über die chaotische Lagerhaltung steuern.

 

FiFo oder LiFo? Einzel-, Sammel-, oder 1-Artikelkommissionierung?

Nicht nur die chaotische Lagerhaltung führt zu einer Verbesserung Ihrer Lagereffektivität. Auch die Art der Ein- bzw. Auslagerung, also die Entscheidung für das FiFo- oder das LiFo-Prinzip sind ausschlaggebend für die Effizienz Ihrer Lagerprozesse!

Beim FiFo-Prinzip (First In – First Out) wird die zuerst eingelagerte Ware auch als Erstes dem Lager entnommen, wohingegen beim LiFo-Prinzip (Last In – Last Out) die zuletzt eingelagerte Ware direkt wieder entnommen bzw. ausgelagert wird. Eine ausführliche Definition der beiden Lagerstrategien haben wir Ihnen hier verlinkt.

Eine weitere Stellschraube zur Einsparung von Zeit in Ihrem Logistikprozess ist die Art der Kommissionierung: Je nachdem, ob Sie Ihre Waren über die Einzelkommissionierung, die einstufige Sammelkommissionierung, die mehrstufige Sammelkommissionierung oder die 1-Artikel-Kommissionierung picken, hat dies einen erheblichen Einfluss auf die Packdauer.

Die Vor- und Nachteile des FiFo- und des LiFo-Prinzips und eine Erklärung zu den verschiedenen Kommissionierstrategien können Sie in dem Ratgeber „Gewusst-wie: Vom Warenausgang bis zum Versand – verschiedene Wege zum Optimieren Ihres Lagers“ nachlesen. Gerne analysieren wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Lagerprozesse und beraten Sie bei der Auswahl der für Sie optimalen Lagerstrategie! Schreiben Sie uns hierzu einfach eine E-Mail an [email protected]

 

Die Lieferzeit ab Lager als Kaufkriterium

 

Autor:

Markus-Meißner, Geschäftsführer von CatenoVor mehr als 15 Jahren wurde die cateno GmbH von Markus Meißner und Benjamin Bruno gegründet. Von Beginn an war es das Ziel von Markus Meißner, Online Händlern dabei zu helfen, ihren Arbeitsalltag zu vereinfachen! Aus dieser Intention heraus entstand die intelligente E-Commerce-Komplettlösung cateno 5: cateno 5 automatisiert sämtliche Bereiche im Arbeitsalltag von Online Händlern und verbindet die Warenwirtschaft mit dem OXID-Shopsystem, verschiedenen Marktplätzen, der Kundenkommunikation und der Lager- und Versandlogistik.

 

OXID eSales AG, Messestand dmexco 2015

Digital muss in die eigene DNA – dmexco 2017, wir sind dabei!

Am 13. und 14. September 2017 steht Köln Kopf. Die dmexco gibt sich die Ehre als eine der führenden Konferenzen im E-Commerce. Viel ist letztes Jahr über diese Messe geschrieben worden. Die Horizont berichtete von einer Messe der Rekorde mit über 50.000 Besuchern, über 1000 Ausstellern in 5 Hallen und 570 Speakern. Als „absolut einzigartig auf der Welt“ bezeichneten die Macher Christian Muche und Frank Schneider die Expo und Konferenz in puncto Qualität und Quantität.

Kontroverse hat noch nie geschadet. Auch nicht der dmexco.

So manch anderer fühlte sich hingegen genervt von der dmexco, dem „selbstverliebten deutschen Digitalzirkus“. Christian Meyer, Media- und Digitalverantwortlicher bei Müller Milch, rechnete in einem offenen Brief kräftig mit der Veranstaltung ab und löste heftige Diskussionen aus. Vom „Hang-over am Morgen nach der Party“, von „Fahrstuhlmusik“, „Unbehagen“ und längst vergangenem „Rock ‚n‘ Roll“ war da die Rede. Und auch das Motto von 2016 „Digital is everything“ bekam kräftigen Gegenwind: „No it’s not!“

Man mag geteilter Meinung sein. Fakt ist, wie in kaum einer anderen Branche ist im Digitalen Marketing und E-Commerce der Wandel ein immer wiederkehrendes Thema. Für 2017 haben sich die Veranstalter deshalb vorgenommen, das Zeitalter der Digitalen Transformation genauer zu beleuchten, unter dem Motto: „Lightening the AGE of Transformation.“ Was sich dahinter verbirgt? Es geht um „einen fortlaufenden Prozess, der mit den hochdynamischen kontinuierlichen und dauerhaften Veränderungen unserer Wirtschaft einhergeht“, so die Erläuterung auf der dmexco Webseite.

 

OXID eSales AG, Messestand dmexco 2015

OXID eSales Messestand auf der dmexco 2015

Digital muss in die eigene DNA

Was wir damit verbinden? Längst ist der digitale Wandel kein Trend mehr. Unternehmen müssen digital denken und handeln. Wer als Organisation die digitale Sicht- und Handlungsweise noch nicht verinnerlicht hat, muss sich schleunigst damit auseinandersetzen. Die Zeiten haben sich geändert. Die klare Trennung zwischen Produktion-, Groß- und Einzelhandel hat sich vielfach bereits überlebt. Selbst in traditionellen Branchen verändern sich Geschäftsmodelle. B2B-Unternehmen entdecken den Endkunden, On- und Offline wachsen zusammen, Kunden-Touchpoints verschmelzen zu einer nahtlosen Customer Journey und Organisationen entwickeln sich im Zuge von Digitalisierung und Industrie 4.0 rasant weiter. 

Der OXID Kosmos an einem Stand

Gemeinsam mit ausgewählten Partnerunternehmen – ERGO Direkt, kernpunkt, Laudert, OpusCapita, Shoptimax mit Pixelboxx und w&co – ist OXID am Stand C 058 in Halle 7 dieses Jahr auf der dmexco dabei. Unsere 6 (respektive 7 – Shoptimax und Pixelboxx treten gemeinsam auf) Partner geben tiefe Einblicke in das jeweilige Portfolio, das im Onlinehandel eine zentrale Rolle spielt. Vom Versicherungsmodul für den Onlineshop über Realtime Image Publishing Systeme, Multi-Channel Medienproduktion, E-Procurement, E-Invoicing, Omnichannel-Marketing und strategische Weitsicht und Projektkompetenz, wird alles geboten.

Der neue OXID eShop 6 #läuft

Wir selbst informieren auf der dmexco erstmals ausführlich über die brandneue Version OXID eShop 6, die unter der Haube umfangreich modernisiert, erweitert und verschlankt wurde. Damit erhalten Partner und Kunden eine starke und zukunftsfähige Basis für die schnelle Umsetzung von E-Commerce Projekten, die sich rechnen.

Außerdem vertiefen wir das Thema Content Marketing im E-Commerce. Die Kollegen Caroline Helbing und Stephan Wehrle halten am 13. September ab 12:00 Uhr im dmexco Speakers‘ Forum ihren Vortrag „Sprich mit mir, ich bin dein König!“ Sie erläutern, wie Händler mit attraktivem Storytelling, Content-Angeboten und digitalen Services rund um das Produkt mit OXID eShop nachhaltig Umsätze generieren können.

Wir sind also gespannt auf die dmexco 2017 und freuen uns auf ein Wiedersehen mit unseren Partnern und Kunden, sowie auf spannende Gespräche und neue Denkanstöße für die nächste Welle der Digitalen Transformation.

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Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur  Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Praxiserprobte Erfolgsmethoden für den B2B E-Commerce

Wissen per Klick: Experten-Webcasts zum B2B E-Commerce!

Recap der Virtuellen Entscheiderkonferenz „Praxiserprobte Erfolgsmethoden für den B2B E-Commerce“, April 2017

Business Entscheider stehen jedes Jahr von einem Dilemma: Der Eventkalender ist voll, das mögliche Invest an Präsenzteilnahmen jedoch begrenzt.

Der E-Commerce Markt ist bewegt und von schnellem technologischen Wandel getrieben. Groß ist die Pflicht, sich frühzeitig und fundiert zu informieren – bei laufendem Tagesgeschäft.

Vor diesem Hintergrund und aus der Überzeugung, dass Kompetenzerwerb nicht lokal begrenzt, sondern digital zugänglich sein soll, dabei aber menschlich und interaktiv bleiben muss, startete OXID mit iBusiness im April ein neues Format für digitalem Know-How-Transfer speziell für die B2B E-Commerce Branche.

 

Praxiserprobte Erfolgsmethoden für den B2B E-Commerce

 

Während der 6-stündigen virtuellen Entscheiderkonferenz gingen profilierte Referenten nach einem theoretischen Einstieg sehr schnell zu ganz konkreten Fragestellungen der Praxis über, und gaben zugleich Empfehlungen für strategische Management-Kernfragen ab:

Machen reine E-Commerce Modelle in Zukunft noch Sinn?
Wie agil muss ich sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Dabei wurden sowohl Empfehlungen zu Release-Zyklen gegeben, aber auch die Essenz von schrittweisem Wandel vs. Disruption beleuchtet, und generische Marktanalysen und Trendschau angestellt.

Das Teilnehmerpanel hat mit ausschließlich positiven Rückmeldungen zu Gehalt und Praxisrelevanz einen Daumen hoch für künftige Wiederholungen gegeben.

Auch die Referenten waren angetan:

Kundenzitat der virtuellen Entscheider Konferenz

Im Folgenden finden Sie die Titel und Abstracts der Expertenbeiträge, die Sie ab sofort über die iBusiness-Mediathek abspielen können. Jetzt hier klicken! Themenvorschläge für künftige Virtuelle Konferenzen oder Expertenempfehlungen senden Sie uns bitte über das Kontaktformular.

Zu den Expertenbeiträgen:

Marktentwicklung: Von B2B E-Commerce zur Digitalen Transformation – Experte: Joachim Graf (iBusiness)

Zukunftsforscher Joachim Graf zeigt anhand aktueller Marktzahlen die sieben Herausforderungen, denen sich B2B-Entscheider in den kommenden Jahren stellen müssen.

Strategie-Entwicklung für den digitalen Vertrieb im B2B – Experte: Dr. Ludger Vogt (Smart Commerce SE)

Meinen wir eigentlich alle dasselbe, wenn wir von einer Business-Strategie sprechen? Dr. Ludger Vogt, E-Commerce Stratege und Ex-Intershop-Vorstand erklärt, wie man eine erfolgreiche B2B-Vertriebsstrategie entwickelt.

Wie sieht eine erfolgreiche E-Commerce-Strategie im SAP-Umfeld aus? – Experte: Emil Hadner (HONICO Business GmbH)

Emil Hadner, langjähriger OXID- und SAP-Partner erläutert, wie Unternehmen erfolgreich digitalisieren, wenn in ihrer Business-IT SAP den Takt angibt. Der Vortrag gibt Hinweise, worauf bei Commerce- und Procurement-Prozessen besonders zu achten ist, welche Automatisierungsmöglichkeiten SAP bietet und eine Orientierungshilfe, mit welchen Customizing-Aufwänden zu rechnen ist.

Produktdaten-Management: Wie Ihre Daten den Produkten mehr Leben einhauchen – Experte: Hartmut Schell (OpusCapita Software GmbH)

Ein erfolgreicher B2B-Onlineshop mit seinen zum Teil zehntausenden von Produkten und Produktvarianten ist nur möglich durch Produktdaten-Feeds. PIM/MDM-Experte Hartmut Schell erläutert, wie die Daten-Qualität zunehmend über Erfolg oder Misserfolg im B2B-Commerce entscheiden.

Chancen, Herausforderungen und Tipps aus der Praxis für die Umsetzung Ihrer digitalen Vertriebsstrategie und die größten Klippen, die Sie auf jeden Fall umschiffen sollten – Experte: Henrik Steffen (top concepts GmbH)

Agentur-Chef Henrik Steffen extrahiert aus seinen vielfältigen Projekt-Erfahrungen typische Do’s and Dont’s im B2B E-Commerce. Er zieht dabei Parallelen zur User Experience im B2C-Commerce und liefert konkrete Handlungsempfehlungen für den erfolgreichen Aufbau des Online-Vertriebskanals.

Make or Buy – Experte: Sascha Haase (SysEleven GmbH)

In der stetig schneller werdenden Geschäftswelt beschäftigt Entscheider eine viel gestellte Frage: “Machen oder einkaufen”? Beispiele wie Amazon zeigen, dass neue Märkte mit selbstgebauten Lösungen erobert werden können. Sascha Haase vom E-Commerce Hoster SysEleven, geht der Frage nach, ob Selbermachen im E-Commerce sinnvoll ist, und welche Argumente der Geschäftsentscheidung zugrunde gelegt werden sollten.

Verschiedene Welten, ähnliche Fragen: erprobte Methoden aus der B2C-Praxis, die im B2B ebenfalls funktionieren – garantiert. – Experte: Matthias Steinforth (kernpunkt Holding GmbH)

Amazon, Zalando & Co. bestimmen im B2C die Regeln für gute Usability und Bedienungskonzepte. Doch welche Regeln gelten im B2B E-Commerce? Matthias Steinforth stellt erfolgreiche Beispiele vor und erklärt die sieben wichtigsten Regeln für eine ausgezeichnete Usability in B2B-Shops.

Payment im B2B welche Zahlarten erwarten die Geschäftskunden von morgen und wie Sie den richtigen Partner wählen – Experte: Sascha Bruhn (PAYONE GmbH)

Die Kreditkarte wird als globales Zahlungsmittel für alle B2B-Geschäftsmodelle immer attraktiver und auch neu etablierte Onlinezahlungsmittel aus klassischen B2C können sich B2B-Geschäft lohnen. Sascha Bruhn vom Payment Service Provider Payone erläutert neben den Vorteilen auch die Herausforderungen für die Integration in größeren Unternehmen, damit effiziente Digitalisierung nicht an Compliance-Vorgaben und der Abbildung in der Buchhaltung scheitern.

Von anderen lernen: Zukünftig kommt es auf Servicemehrwerte an. Wie man das Geschäft von morgen mit B2B E-Commerce erschließt. – Experte: Stefan Koshold (UnitM GmbH)

Beginnend mit den Ergebnissen einer Studie bei 400 mittelständischen Unternehmen analysiert Agenturgründer Stefan Koshold typische Potentiale für digitalisierte Servicemehrwerte. Eine klassische Kosten-Nutzen-Betrachtung für sowohl Kunden und als auch Betreiber zeigt Unternehmen im Digitalisierungsprozess, wie sich durch die richtige Herangehensweise an B2B E-Commerce auf einen zukunftsorientierten Weg ergeben.

Die Zukunft beginnt heute –Trends im B2B E-Commerce – Experten: Joachim Graf (iBusiness.de), Roland Fesenmayr (OXID eSales AG)

In Form einer Abschlussdiskussion gehen Handelsexperte Roland Fesenmayr und Zukunftsforscher Joachim Graf dem Unterschied zwischen Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen auf den Grund. Analysieren typische Umsetzungsfehler im Rahmen der Digitalen Transformation und die spezifischen Chancen und Risiken von B2B-Anbietern.

Autor

Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Business Analyst und Content Writer, OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Aktuelle Schwerpunkte sind “Omnichannel”, “E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0”, “B2B Geschäftsmodelle” und “Content Commerce”.