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Personalisierung: Raus aus den Kinderschuhen!

Teil 1: Personalisierungsoption in OXID eShop – die (Markt)Theorie

Das Thema Personalisierung ist in aller Munde. Angefeuert durch den Hype um Künstliche Intelligenz, geht die „interessensbezogene Aussteuerung von Inhalten“ (Content, Produkte, Angebote…) oder anders umschrieben „das richtige Angebot zum passenden Zeitpunkt“ im E-Commerce gerade in die heiße Phase. Kaum ein Event, Kongress oder Newsletter, wo einem das Thema nicht nähergebracht wird. Doch wie steht es wirklich um die individuelle Kundenansprache im Webshop? Haben Händler die Relevanz des Themas erkannt und schreiten gerade im Hintergrund emsig zur Tat? Oder warum ist es so seltsam still bei den Anbietern und niemand brüstet sich mit einer wirklich gelungenen Personalisierungsstrategie?

“Personalisation: the automatic tailoring of sites and messages to the indivuduals viewing them so that we can feel that somewhere there’s a piece of software that loves us for who we are.”

David Weinberger, Autor

Status Quo Personalisierung

Die Internet World hat letzte Woche die Probe aufs Exempel gemacht. Sie veröffentlichte die Erfahrungen unter dem Aspekt personalisierter Einkaufserlebnisse nach 4 Wochen Onlineshoppen bei einigen der größten Shops in der Branche. Die Ergebnisse sind ernüchternd bis enttäuschend. Da ist die Rede von Shops, die jedes Mal wieder von Neuem die Kleidergröße abfragten, trotz Login und großzügiger Überlassung persönlicher Daten im Test-Account. Die Probandinnen berichten von regelrechten „Echt-jetzt?“ Momenten, wenn der Shop partout Sommerschläppchen anbieten wollte, obwohl bei den letzten Besuchen nach Winterschuhen gesucht wurde.

Das Fazit: „Klassisches Stöbern und gute Filter führten besser und schneller zum passenden Produkt. Offenbar dauert es noch, bis der Algorithmus die Shopper-Seele wirklich verstehen lernt.“ Für die Kunden ist also von maßgeschneiderten Angeboten passend zum aktuellen Bedarf noch nicht viel zu spüren.

Personalisierung zwischen Anspruch & Realität

Der Anspruch des Kunden

Das Experiment spiegelt wider, was wir am Markt wahrnehmen. Jeder spricht darüber, aber nur wenige Shopbetreiber arbeiten an einem entsprechenden Konzept, den Onlineshop mit Tools und Technologien fit für das Zeitalter des Individuums zu machen. Denn dieses erwartet zunehmend die persönliche Ansprache und möchte eben nicht nach dem aktuellen Wunschprodukt ewig stöbern müssen. Glaubt man den zahlreichen Studien, die das Kundenverhalten analysiert haben, ist der Personalisierungswunsch der Kunden Fakt:

  • 75% der Besucher verlassen sofort wieder einen Shop, wenn sie ein für sich uninteressantes Produkt angezeigt bekommen
  • 48% der Interessenten brechen den Kauf ab, wenn er nicht auf tatsächliche Bedürfnisse zugeschnitten ist
  • Personalisierungsanbieter berichten von durchschnittlichen Conversion Steigerungen von 25% unter Einsatz von entsprechenden Technologien

Die Wirksamkeit von Personalisierung im Onlinehandel ist unbestritten. Händler, die nicht dringend aufrüsten, werden Kunden verlieren, für die der nächste Anbieter nur einen Mausklick entfernt ist und der vielleicht just das treffende Kaufangebot unterbreitet.

48% aller User brechen den Einkauf ab, wenn er nicht auf tatsächliche Interessen zugeschnitten ist.

Accenture, 12/2017

Die Realität des Händlers

Weshalb also, kommt das Thema im Shopping-Alltag nicht so recht in Schwung? Offensichtlich gibt es viele Vorbehalte gegen Personalisierung.  Shopbetreiber haben gemeinhin viele Gründe, weshalb das Thema für sie ein heißes Eisen ist:

  • Angst vor hohem Arbeitsaufwand und hohen Projektkosten
  • Angst vor hohen Preisen für entsprechende Lösungen
  • Der richtige Umgang mit Datenschutz, Tracking, Big Data
  • Bedenken vor dem Einsatz von KI und wie dieser sich auf das Business auswirken könnte
  • Das komplexe Handling von Kundendaten
  • Schwierigkeiten bei Einrichtung und Betrieb
  • Die Haltung sensibilisierter Kunden, die eben nicht gerne ihre Daten hinterlassen

Personalisierung als echter Wettbewerbsvorteil

Trotz aller Schmerzpunkte, zu denen es von vielen Herstellern und Dienstleistern am Markt professionelle Unterstützung gibt: gerade jetzt ist der Moment für Händler, einzusteigen! Während viele noch zögern, kann man sich entsprechend positionieren und mutig voranschreiten:

  • Und mit Personalisierungsmaßnahmen dem Kunden ein bedarfsgerechtes, überzeugendes Einkaufserlebnis bieten
  • dadurch mehr Interessenten zu Kunden konvertieren
  • zögerliche oder preissensible Kunden überzeugen
  • die Bestellwerte eines Einkaufskorbes signifikant erhöhen
  • durch die 1:1 Kommunikation mit dem Kunden mehr Interaktion im Shop erreichen
  • den Kreis der Stammkundschaft erhöhen
  • durch Personalisierung in Echtzeit das Business skalieren

Also alles in allem, mehr Umsatz im Shop generieren! Klingt das nicht verlockend?

65% aller Händler registrieren Umsatzsteigerungen nach dem Einsatz von Maßnahmen zur Personalisierung.

etailment

Fazit

Es ist an der Zeit, Startseiten in Webshops abzuschaffen, die täglich im Gießkannenprinzip den Top-Seller anpreisen, unabhängig davon, ob der Kunde jung, alt, männlich, weiblich, dick, dünn, reich oder arm ist. Personalisierung ist der Conversion-Hebel schlechthin. Diesen gilt es jetzt umzulegen. Das Angebot an guten Lösungen von erfahrenen Dienstleistern und Herstellern ist da. Informieren Sie sich und nutzen Sie es. Sprechen Sie uns an!

Den Kundenwunsch immer im Blick mit Personalisierungsmaßnahmen
Den Kundenwunsch immer im Blick mit der Personalisierungsoption in OXID eShop!

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Gastblog: 5 Tipps für effektives E-Mail Marketing zum Black Friday und Cyber Monday

1. Bestimmen Sie Ihre Aktionszeiträume nach Ihrem Gusto

Üblicherweise beginnt das „Black-Weekend“ am Black Friday, der in diesem Jahr auf den 23. November fällt. Mit dem Cyber Monday endet das weltweit beliebte Schnäppchen-Wochenende. Doch viele Händler machen aus den vier Tagen eine ganze Woche (Black-Week) oder gar einen ganzen Rabatt-Monat. Entscheiden Sie selbst, ob Sie bereits vor dem 23. mit Ihren Black-Weekend Aktionen beginnen wollen oder lieber in die Verlängerung gehen möchten. Und kündigen Sie Ihre Rabatt-Aktionen möglichst 4-5 Tage vor Aktionsbeginn an.

Legen Sie am besten im Vorfeld eine Automationskette an, damit Ihre Newsletter wie geplant versendet und Ihre Abonnenten rechtzeitig informiert werden. Zu den Automationsketten später mehr.

2. Diese Produkte sind an den Black-Weekend-Tagen ganz besonders begehrt!

Weltweit wurden 2016 über 140 Millionen Produkte verkauft. Wenn Sie wissen wollen, welche Produkte in Deutschland am beliebtesten sind: Laut einer Umfrage von mydealz werden in 2018 voraussichtlich folgende Produkte am meisten gekauft werden:

  • Kosmetik
  • Mode
  • Lebensmittel
  • Möbel und Dekoartikel
  • Sport und Freizeit

Weiterhin sind Technikartikel sehr begehrte Produkte und Reise-Schnäppchen werden zu der dunklen Jahreszeit natürlich auch sehr gerne gebucht.

Mit diesem Wissen können Sie Ihre Produkte optimal auf Ihrer Website präsentieren und in Ihren Newslettern in den Fokus Ihrer Abonnenten rücken. Dazu zählen gute Produktfotos, knackige sowie ansprechende Produktbeschreibungen, tolle Headlines und natürlich darf der Call to Action-Button nicht fehlen! Preisen Sie unterschiedliche Produkte in Ihrer E-Mail Kampagne an.

Unser Extra-Tipp: Mit dem Einsatz von Produktzusammenstellungen bieten Sie Ihren Abonnenten eine optisch ansprechende Hilfestellung bei der Produktsuche und rücken gleichzeitig Ihre Produkte kreativ ins Licht. Der Newsletter-Empfänger sieht so auf einen Blick, mit was er seine neue Lederjacke perfekt kombinieren kann, welche Lebensmittel mit welchem Wein harmonieren, oder welcher Couchtisch zu welchem Sofa passt.

3. Punkten Sie mit diesen Aktionsideen bei Ihren Abonnenten!

Angebote und Rabatte sind natürlich immer gerne gesehen. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, Ihre Abonnenten mit unterschiedlichen Aktionen zu begeistern. Wir haben eine Handvoll Ideen zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen werden die eine oder andere Aktion gewinnbringend umzusetzen.

  • Der Best-Friday-Deal: Reduzieren Sie nur Ihre Besteller zum Best-Preis.
  • Black-Sale-Friday: Reduzieren Sie nur bestimmte (schwarze) Produkte.
  • Give away on Friday: Beim Kauf von Produkt X gibt es noch etwas „on top“.
  • Exclusive-Friday: Spezielle Newsletter-Angebote nur für Abonnenten (VIP-Gefühl).
  • Lieblingsteil-Day: Kunden erhalten ein Rabatt X auf ein Lieblingsteil.

4. So kann Ihre Betreffzeile zum erfolgreichen E-Mail Öffner werden

Mit einer nüchternen Betreffzeile werden Sie wahrscheinlich nicht sehr viel erreichen und am Ende stellen Sie selbst ernüchtert fest, dass Ihr Newsletter nicht die erhoffte Öffnungsrate erzielt hat. Hier sind einige Do’s and Don’ts für Sie.

Besser vermeiden:

  • Langweilige Formulierungen
  • Zu lange Betreffzeilen (optimal sind 30 – 40 Zeichen)
  • Komplizierte Sätze
  • Verwirrende Informationen
  • Aneinanderreihung von Keywords

Besser machen:

  • Überlegen, welche Zielgruppe Sie erreichen möchten
  • Kreative und humorvolle Formulierungen
  • Schnell auf den Punkt kommen
  • Ein, zwei Keywords an den Anfang setzen
  • Neugier und ein Begehren wecken

5. Legen Sie während der Black-Week ruhig mal die Füße hoch

Ok, automatisch wird der Erfolg wahrscheinlich nicht kommen, doch mit einer Automationskette machen Sie sich das Leben während der Aktions-Woche oder -Wochen auf jeden Fall einfacher.

Planen Sie nicht nur Ihre Newsletter und Aktionen, sondern legen Sie schon vorher fest, wann welche E-Mail zu welchem Produkt und an welche Kundengruppe rausgeschickt werden soll.

Erstellen Sie im Vorfeld Ihre Automationskette und sorgen Sie so für eine reibungslose, effektive Kommunikation mit Ihren Abonnenten. Sollten Sie währenddessen feststellen, dass Sie doch noch etwas ändern möchten, können Sie jederzeit Ihre Automationskette entsprechend anpassen.

Drei Beispiele möglicher Automationsketten

Best-Friday Deal mit Vorankündigung und Reminder Mail

Best-Friday Deal
Best-Friday Deal mit Vorankündigung und Reminder Mail

Beispiel „Fashion“ Lieblingsteil-Day mit Aktionsstart am Black Friday und Reminder Mail

Fashion Lieblingsteil-Day
Beispiel „Fashion“ Lieblingsteil-Day mit Aktionsstart am Black Friday und Reminder Mail

Beispiel Pre-Black-Sale mit Black Friday Aktion und Reminder Mail

Pre-Black-Sale
Beispiel Pre-Black-Sale mit Black Friday Aktion und Reminder Mail

Fazit:

Fangen Sie rechtzeitig mit Ihrer E-Mail Kampagne an und überlegen Sie, wie Sie Ihre Zielgruppe mit Ihren Aktionen ansprechen möchten. Seien Sie kreativ bei der Entwicklung Ihrer Black-Friday Betreffzeile und halten Sie Ihren Newsletter-Text kurz und leicht lesbar. Ein zielgruppengerechtes Design sowie ansprechende Produktfotos machen auf jeden Fall Appetit auf mehr! Und bedenken Sie, dass der Name Black Friday als Marke geschützt ist!

Grundsätzlich gilt jedoch: alles ist möglich am Black-Weekend!

Autor:

Morny Russell arbeitet im Marketing beim E-Mail-Software Anbieter CleverReach® in Rastede. Als kreative Textjongleurin und Über-den-Tellerrand Guckerin verfasst Sie Texte rund um das Thema E-Mail Marketing. Davor war sie viele Jahre als Autorin und Redakteurin für verschiedene TV-Produktionsfirmen wie der Brainpool TV GmbH in Köln und der Constantin Entertainment in München, in der TV-Unterhaltungsbranche tätig. In ihrer Freizeit ist sie bekennender Foodie und leidenschaftliche Instagrammerin.

Gastblog: Mit E-Mail Marketing am Black Friday durch die Decke gehen

Es ist bald soweit! Profitieren Sie am 23. November 2018 und auch in den Tagen davor vom Black Friday und Cyber Monday. Denn der Black Friday und Cyber Monday gehören für den Online-Handel zu den umsatzstärksten Tagen des Jahres. Auch in Deutschland!

Schnäppchenjäger freuen sich schon lange im Voraus auf die Angebots- und Rabatttage. Die begehrte Zielgruppe der 25 – 44-Jährigen zeigt sich an diesen Tagen ganz besonders kauffreudig. Da gilt es, besonders als Online-Shopbetreiber, vorbereitet zu sein und rechtzeitig mit kreativen E-Mail Kampagnen durchzustarten.

Interessante Facts und beeindruckende Zahlen

USA
• Seit wann gibt es den Black Friday?
o Am 24.11.1961 fand der Black Friday zum ersten Mal in den USA statt
o 40 Jahre später, am 01.12.2003, folgt der Cyber Monday

• Wichtige Kennzahlen:
o Es wurden 2016 an 4 Tagen 31,38 Milliarden US-Dollar umgesetzt.
o 36 % der Online-Käufe in 2016 wurden am Black Friday mobil getätigt
o Zwischen Thanksgiving (Donnerstag) und Cyber Monday wurden weltweit fast 140 Millionen Produkte von Marktplatzhändlern verkauft.

Black Friday und E-Mail Marketing:
o 2016 werden 55% mehr E-Mail-Kampagnen gemacht als im Vorjahr.
o Im November 2016 trägt das E-Mail Marketing über 18% zum Online-Umsatz bei.

Deutschland wird im Sturm erobert

Nach Valentine‘s Day und Halloween haben sich mittlerweile auch der Black Friday und Cyber Monday in Deutschland fest etabliert. Laut einer Studie von Mydealz, wissen 89 % der Befragten, was sich hinter dem Begriff „Black Friday“ verbirgt. Im Gegensatz zu den USA findet der Black Friday in Deutschland jedoch hauptsächlich im Internet statt. Dies spricht dafür, rechtzeitig mit Ihrer E-Mail Kampagne zu diesen beiden Events zu starten. Die beliebtesten Artikel sind Technikartikel, Mode, Möbel und Deko, Lebensmittel sowie Kosmetik.

2016: 44 % aller Käufer nutzen den Black Friday für reduzierte Einkäufe.
• Am Cyber Monday sind es 38 %. Tendenz steigend.
2017: Ein Gesamtumsatz von ca. 1,7 Milliarden Euro wird erzielt.
• Online-Handel: Die Umsätze m Internet sind höher als im stationären Handel.
• Zielgruppe: Verbraucher zwischen 25 – 44 Jahren geben größere Summen aus.
2018: In Deutschland und Österreich wird voraussichtlich der Umsatz von 2 Milliarden Euro geknackt.

Mit E-Mail Marketing zu mehr Umsatz am Black Friday

Wichtig zu wissen!

Zum Leidwesen von vielen Händlern wurde die Marke „Black Friday“ 2013 beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) für rund 1000 Waren und Dienstleistungen eingetragen. Dies führte zu massenhaften Abmahnungen. Aufgrund von zahlreichen Löschungsanträgen und einer mangelnden Unterscheidungskraft wurde die Wortmarke wieder gelöscht. Da der Markeninhaber Beschwerde einlegte, ist die Marke jedoch weiterhin wirksam. Dennoch sollten Sie sich nicht davon abhalten, lassen den Black Friday zu bewerben!

Geben Sie Black Friday einfach einen anderen Namen

Black Week!
Schnäppchen Friday!
Red Friday (wählen Sie eine Farbe, die zu Ihrer Unternehmensidentität passt)
Best Friday!
Special offer Friday!
Your Friday!
Black Schnäppchen Days.

5 Tipps, wie Sie sich optimal auf den Black Friday und Cyber Monday vorbereiten können

  1. Definieren Sie Ihre Aktionen und Kommunikationskanäle, über die der Black Friday und Cyber Monday beworben werden sollen, wie z.B. E-Mail, Social Media (Facebook, Instagram), die eigene Website oder Anzeigen.
  2. Bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, Lieblingsprodukte auf einen Merkzettel oder eine persönliche Wunschliste zu setzen. So können Interessierte frühzeitig und ganz in Ruhe in Ihrem Shop nach Produkten stöbern – um dann mit dem Aktionsbeginn zuzuschlagen.
  3. Kündigen Sie in Ihrem Shop und auf Ihren Social Media Seiten Ihre Special Deals für Ihre Newsletter-Empfänger an und freuen Sie sich über viele neue Newsletter-Abonnenten! Oder noch besser: Geben Sie Ihren neuen Abonnenten einen speziellen Code für extra Prozente.
  4. Machen Sie Ihre Kunden schon im Vorfeld auf diese Tage aufmerksam, damit diese nicht von Ihren tollen Black Friday Angeboten überrollt werden.
  5. Schicken Sie Ihren Newsletter-Abonnenten täglich Deal-Previews, bringen Sie sie damit auf Kaufideen und heizen Sie mit personalisierten Angeboten die Kaufstimmung an!

Unser Extra-Tipp: Nach dem Black Friday ist vor dem Black Friday. Stichwort Reporting. Werten Sie Ihre Kampagnen aus. Was hat funktioniert und was nicht? Ziehen Sie Ihre Schlüsse daraus und überlegen Sie, was Sie im nächsten Jahr noch besser machen können.

Zum Newsletter-Modul von Cleverreach® für OXID eShop hier entlang!

Autor:

Morny Russell arbeitet im Marketing beim E-Mail-Software Anbieter CleverReach® in Rastede. Als kreative Textjongleurin und Über-den-Tellerrand Guckerin verfasst Sie Texte rund um das Thema E-Mail Marketing. Davor war sie viele Jahre als Autorin und Redakteurin für verschiedene TV-Produktionsfirmen wie der Brainpool TV GmbH in Köln und der Constantin Entertainment in München, in der TV-Unterhaltungsbranche tätig. In ihrer Freizeit ist sie bekennender Foodie und leidenschaftliche Instagrammerin.

Aufmerksamkeit – das Erdöl des digitalen Zeitalters

Wie erreichen wir Kunden in Zeiten digitaler Reizüberflutung?

Was haben Sie gerade gemacht? Mit hoher Wahrscheinlichkeit lag Ihre Aufmerksamkeit eben bei Ihrem Smartphone, der Smartwatch oder einem anderen Bildschirm.
Vielleicht haben Sie das Wetter gecheckt, im Chat geantwortet, Mails gelesen und einen Tweet abgesetzet. All dies läuft häufig parallel und in schnellem Takt. Aber nur das, worauf wir uns fokussieren, dringt ins Bewusstsein und bleibt in Erinnerung. Und genau darum geht es.
Diesen Artikel zu lesen, kostet Sie 4 Minuten. In den nächsten 2-3 Sekunden entscheiden Sie, ob Sie ihn zu Ende lesen…

Plastik, Kosmetik, Treibstoff … im 20. Jahrhundert lief nichts ohne Erdöl. Und heute?  (Historische Zapfsäulen; Credits: Tricia123/Pixabay)


Wie viele Markenkontakte  haben wir pro Tag?  Wie häufig berühren wir das Smartphones?
(Merken Sie sich, was sie geschätzt haben. Die Antwort lesen Sie unten.)
Das Kommunikationstempo hat sich extrem beschleunigt. Aber die Frage, wie man sich konzentriert und mit Überstimulierung umgeht, ist nicht neu. Wenngleich sie sich mit dem Aufkommen des Smartphones und einer neuen Mediennutzung stark verändert hat.

Es wird zu einem immer wichtigeren Faktor für dem Geschäftserfolg, diesen stetigen Wandel des Kommunikationsverhalten zu begreifen, Aufmerksamkeit zu lenken und für sich zu nutzen. Aber was ist Aufmerksamkeit eigentlich und wie kann sie zum Problem werden?

Wie gut können wir unsere Aufmerksamkeit richten und kontrollieren?
(„Brain Balloons“; credits to FotoEmotion/Pixabay).

Aufmerksamkeit quantifizieren – damals und heute

Wenn wir von Wahrnehmung sprechen, umfasst das ein sehr heterogenes Feld. Es gibt bewusste und unbewusste Wahrnehmung, periphäre Sinneseindrücke, gerichtete Aufmerksamkeit und schließlich mehr oder weniger komplexe kognitive Aufgaben. Schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert setzte man sich intensiv mit der Mess- und Berechenbarkeit auseinander. Wie hat man Aufmerksamkeit früher gemessen?

Historische Untersuchungen analysierten die „Lebhaftigkeit“ und „Klarheit“ sowie „Stärke“ und „Schärfe“ des Sinneseindrucks, um festzustellen, was Probanden wann wie intensiv wahrnahmen. Allerdings stellte die
Quantifizierung und die Vergleichbarkeit schon immer ein Problem dar.

Schließlich wurde der „Grad der Aufmerksamkeit“ eingeführt und diesem auch numerische Werte zugewiesen (>>wie etwa hier). Dennoch konnten objektivierte Vorgehensweisen den subjektiven Eindruck nicht 1:1 abbilden und ersetzen. Auch wenn man sich fortan in der Berechnung übte, das Thema „Aufmerksamkeit“ blieb komplex.

Verteilung von Gemüt und Charakterzuständen auf Hirnareal (Phrenologie-Modell aus dem 18./19. Jahrhundert).

Wie lässt sich Aufmerksamkeit messen?

Nach wie vor steht die Wissenschaft vor der Herausforderung der eindeutigen Klassifizierung. Experimente und Versuchsaufbau bringen immer nur relative Ergebnisse, das heißt Vergleichswerte von mehreren verschiedenen Eindrücken zur selben Zeit. Auch heute noch sind >>parallel laufende Tasks der Weg um Wahrnehmung zu überprüfen und zu messen.
Bei aller Vielfalt und Fortschrittlichkeit der Messungstechnologie (Eye-tracking, fMRI, EEG) bleibt das Thema eben doch komplex. Es gibt nicht den einen absoluten Faktor zum Messen und Bewerten von Aufmerksamkeit.

Für den Geschäftsalltag müssen aber einfach zu handhabende Kennzahlen her um eine Steuerung überhaupt möglich zu machen. Diese verändern sich mit dem digitalen Wandel und angepassten Verhaltensweisen der User.
Im vergangenen Monat führte daher >>Burda ein neues Maß zur Marketingabrechung ein die „Engaged Views“. Nur für den aufmerksamen Kunden muss gezahlt werden. Die magische Zahl sind aktuell 7 Sekunden Verweildauer.

Im Digitalmarketing kündigt sich awareness-basierte Abrechnung an. (von www.turi2.de)

Vor zehn Jahren buchte man Werbung im Print und zum Teil auch digital nach Auflage und Umfang der Leserschaft. Mediadaten bieten diese Daten als historische Notiz noch immer an. In der Mediaplanung kommt Ihnen aber schon lange nicht mehr die Bedeutung zu, die sie früher einmal hatten. Für digitale Content Kreation und Optimierung sind Average time on page und Pages per Session schon lange zentrales KPIs. Eine gute Übersicht findet sich bei >>SEMRUSH („Measure your digital content performance“).

Grenzen der Aufmerksamkeit – wie viel ist ‚zu viel‘?

Mehr als 6.000 Markenkontakte erreichen uns alle im Schnitt jeden Tag. (Manche Schätzung liegen sogar deutlich darüber.) Bildschirme spielen dabei eine herausgehobene Rolle, insbesondere die von mobilen Endgeräten.

Jeden Tag berühren wir unser Smartphone im Schnitt 80 Mal und alle 12 Minuten. 4 Stunden ohne den Blick auf den kleinen Bildschirm kommen uns bereits extrem lang vor (>>Artikel zur 2071er Studie in der NY Times).

Nicht verwunderlich, also, dass man nach Wegen sucht, dem entgegen zu wirken um die Überstimulierung zu reduzieren. Fokus bewusst zu setzen und in der täglichen Reizflut wieder „Herr seiner Sinne“ zu werden, funktioniert nur durch Filtern. Will man nicht warten bis sich der ‚Overkill‘ einstellt, sondern ganz bewusst bestimmte Themen an sich heranlassen, muss man vor allem die Nutzung selektieren und Bildschirmzeit planvoll angehen.

Was früher in erster Linie elterliche Kontrollelement im Medienkonsum der Kinder am Smartphone war, ist inzwischen zum täglichen Instrument der persönlichen Medienhygiene geworden: Screen Time Management.

Aktives Filtern als Aufmerksamkeitsmanagement

Auf diesen Bedarf reagieren nicht nur App-Entwickler und Plattform-Anbieter wie youtube (>>Engadet: „Android and Youtube will help you manage Screen Time“). Auch Systemhersteller wie Apple haben „Screen Time Control“ mit iOS12 fest vorgesehen (>>The Verge: „How to use Apple’s new Screen Time and App Limits features in iOS 12“)

Mit diesem Schlüssel zur Reduktion der Kontakte steht aber zugleich auch schon die entgegensetzte Technologie in den Startlöchern. Wenn man nämlich die Aufmerksamkeit der Users hat, muss man sie auch maximal nutzen. Apples >>“Attention Aware Features“ dimmen oder aktivieren den Bildschirm über Gesichtserkennung und Blickverlauf.

Diese doppelte Vorgehensweise wohl ist jedem, der Kunden heute digital erreich möchte, zu empfehlen: nicht nur die Kommunikation sondern auch ganz bewusst die Nicht-Kommunikation zu nutzen.

Salopp gesagt: die Kunden auch mal in Ruhe zu lassen, ihre Aufmerksamkeit zu schonen. Also die Push-Nachricht auch mal ruhen zu lassen und nicht noch ein Mailing nachzusenden; oder sogar ihnen mittels zusätzlicher Services dabei zu helfen, sich zu strukturieren und eine bessere Balance zu finden.

Über die unerreichte Attraktivität von Amazon wurde schon viel diskutiert. Aus Sicht des Aufmerksamkeitsmanagement ist das Erfolgsfaktor eindeutig die Zentralisierung der Themen und Produkte als Generalist und eben nicht in der Nische. Interessanterweise gehören gerade Branchenkenner, die Amazons Monopolstellung im E-Commerce und Praktiken unglücklich und nicht fördernswert finden, oft zu den besten Kunden. Sie entscheiden sich für den Komfort und die Effizienz, obwohl sie sehr wohl um Alternativen wissen. Alles auf einer Plattform zu bündeln, macht die Beschäftigung schneller und effizienter. Die Bündelung schafft Raum und Zeit für anderes und macht damit das Leben viel einfacher.

Fazit

Den Kunden genau im richtigen Moment zu erwischen; das ist die große Kunst! Dazu muss man zunächst wissen, wie der Kunde tickt und sich „in der Situation“ verhält. Im nächsten Schritt aber auf dieser Informations- und Datenbasis sofort die Kommunikationsweisen und vor allem die Inhalte exakt auf den individuellen Leser anpassen. Das funktioniert am schnellsten und zielsichersten automatisiert.

Welches Thema, welcher Kanal und welcher Moment sind günstig? (credits to Mike Renpening/Pixabay).

Genau hier liegt daher das große Potential von KI und Personalisierung: die kostbare Aufmerksamkeit, die der Kunde Ihnen schenkt, sollten Sie für exakt auf ihn zugeschnittene Inhalte nutzen.
Aufmerksamkeit zu wecken ist heute schwerer denn je. Sie zu vergeuden unverzeihlich.

In der OXID Academy bieten wir ein kostenfreies Webinar zum Thema „Content & Neuromarketing“ an, das die Verbindung vom richtigen Content zum richtigen Zeitpunkt an Praxisbeispielen verdeutlicht. Der nächste Termin ist der 24. Januar 2019.

Weiterer Artikel zum Thema hier im Blog: >>“Content Commerce 3.0: Storytelling und KI“

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Gastblog: SEO – optimieren Sie schon?

Suchmaschinenoptimierung ist eine Disziplin des Onlinemarketing und es geht darum für bestimmte Begriffe – die SEOs nennen sie Keywords – in Suchmaschinen möglichst weit oben gefunden zu werden.

Wenn ich von Suchmaschinen spreche, meine ich in Deutschland Google. Der Gigant hat 2018 etwa 90% Marktanteil in der DACH Region und offensichtlich ändert sich das auch nicht.

Bei “weit oben” meine ich die Top 10 Suchergebnisse da die meisten User sich heute nicht mehr die Mühe machen, auf die zweite oder dritte Suchergebnisseite zu navigieren.

Und sie wollen gefunden werden!

Das Keyword “playstation 4” wird derzeit etwa 235.000 mal pro Monat in Google Deutschland gesucht. Das Keyword “playstation 4 günstig” immerhin noch 2400 mal. Ein Top 3 Ranking in Google bedeutet hier etwa 1500 zusätzliche Besucher am Tag. Die User haben mit “günstig” eine konkrete Intention und beim richtigen Preis werden sie auch bestellen.
Natürlich können Sie auch Anzeigen für Ihren Shop buchen und hier pro Klick bezahlen aber egal was Sie anbieten, SEO Traffic ist auf lange Sicht gesehen günstiger als SEA Traffic.

Auf was kommt es insbesondere bei Webshops an?

Ich könnte Ihnen hier nun etwas von geheimen Google Algorithmen erzählen und das Sie unbedingt einen SEO Experten oder das SEO Tool xyz benötigen. Aber dem ist nicht so. Ein Drittel SEO ist das technische Setup des Shopsystems. Ein weiteres Drittel sind die Inhalte, die der Besucher direkt sieht. Das letzte Drittel sind externe Faktoren, wie z.b. Links von fremden Websites. Und zwar genau in der Reihenfolge.

Denn ohne das technische Fundament crawlt Google den Content nicht und ohne guten Content wird niemand auf Sie verlinken. Erst wenn diese Faktoren stimmen ist überhaupt ein gutes Ranking möglich.

Hervorragende Inhalte kann auch ein Laie erkennen, ebenso ob es viele oder wenige Links auf eine Seite gibt. Ob die Seite technisch fehlerfrei ist allerdings ungleich schwieriger. Im folgenden möchte ich Ihnen einen kleinen Leitfaden an die Hand geben.

Hier anmelden, zum SEO Webinar

Google sagt Ihnen bereitwillig, was es an Ihrer Website nicht mag!

Nein, angerufen hat mich noch kein Google Mitarbeiter. Allerdings bietet Google die kostenlose Google Search Console (>hier klicken) an. Hier können Sie Ihren Webshop anmelden, einmalig verifizieren und schon bekommen Sie Informationen zu Ihrem Shop aus Sicht von Google und damit aus erster Hand.
Die Search Console zeigt Ihnen nicht nur mit welchen Keywords Sie gefunden werden, wie viele Klicks Ihre Suchergebnisse bekommen und welche Website Links auf Sie setzen, sondern auch jede Menge Informationen zum technischen Zustand Ihrer Seite. Sie bekommen Informationen zu Crawling Fehlern, doppelten Title Tags und Meta Descriptions, zur Antwortzeit Ihres Servers oder ob strukturierte Daten korrekt implementiert sind.

Bevor Sie nun also teuer irgendwelche SEO Tools kaufen oder eine SEO Agentur beauftragen, schauen Sie sich erst mal die Informationen in der Search Console an und versuchen Sie diese zu verstehen. Auch wenn Sie später SEO für Ihren Onlineshop nicht selbst machen, hilft Ihnen ein Grundverständnis enorm weiter.

Noch ein Tip am Rande: Wenn Sie sich einen SEO Dienstleister suchen, der nicht um Zugriff auf die Google Search Console bittet… suchen Sie weiter.

OnPage SEO – die Technik

Zuerst sollten Sie alle Fehler, die in der Search Console gemeldet werden, beheben. Da Google Websites regelmäßig crawlt, werden die Ergebnisse innerhalb von 1 – 2 Wochen dort auch zu sehen sein.
In der Search Console nennt Google auch die Anzahl der indexierten Seiten Ihrer Domain. Diese sollte in etwa mit der Anzahl der Seiten, die Sie auf Ihrer Domain ausliefern, übereinstimmen. Eine starke Abweichung egal in welche Richtungen deutet hier auf den ersten Fehler hin. Sind mehr Seiten physisch vorhanden als Google kennt, wird Ihre Website nicht komplett gecrawlt und wichtige Inhalte landen nicht im Index. Zeigt die Search Console weit mehr indexierte Seiten an als Ihnen bekannt sind, landen Seiten vielleicht mehrfach unter verschiedenen URLs im Index und Sie haben ein Duplicate Content Problem.
Oft hilft hier ein sogenannter SEO Crawler weiter. Das sind Tools die das Crawl-Verhalten von Google nachahmen und Ihnen helfen, Ihre Website so zu sehen, wie Google es tut. Hier gibt es kostenlose und kostenpflichtige Angebote. Für die erste Analyse reicht oft eine kostenlose Variante aus. Ab einer gewissen Seitengröße helfen diese SEO Crawler, Fehler und Probleme in Ihrer Seite zu finden.

Wo Ihnen SEO Crawler helfen können:

● fehlende/leere/doppelte Title Tags
● fehlende/leere/doppelte Meta Descriptions
● fehlende/doppelte H1 Tags
● fehlende/doppelte H2 Tags
● zu lange/kurze Title Tags
● zu lange/kurze Meta Descriptions
● zu kurze Texte
● alle internen Links (welche Seite erhält die meisten Links)
● alle externen Links
● Seiten mit mehr als 100 ausgehenden Links
● Seiten mit wenig eingehenden Links
● alle Seiten, die mit einem HTTP Status: 301, 302, 4xx oder 5xx antworten
● Identifizierung von Weiterleitungsketten
● X-Robots / Meta Robots zu jeder Seite
● mehrfache Canonical Tags
● mehrfache Robots / X-Robots
● mehrfache Title Tags, Meta Descriptions
● Seiten mit leeren/fehlenden ALT Tags
● URLs mit Großbuchstaben
● Fehler in URLs
● Übersicht aller URL Parameter
● Seiten mit mehr als 1 URL Parameter
● Seiten mit Framesets
● Seiten mit Inline CSS
● Seiten mit Inline JavaScript

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ladegeschwindigkeit Ihres Onlineshops. User mögen keine langsamen Seiten und Google auch nicht. Antwortet Ihre Website zu langsam oder liefert gar manchmal einen Serverfehler, wird Google Ihnen keine User schicken und dementsprechend ist ein gutes Ranking ausgeschlossen. Eine Website sollte innerhalb von 4-5 Sekunden vollständig geladen sein und schneller ist hier immer besser. Um dies mit unterschiedlichen Browsern von verschiedenen Standorten zu prüfen, eignet sich das Tool Webpagetest (>hier klicken). Am Anfang etwas unübersichtlich, zeigt es Ihnen bei näherem Hinsehen recht genau, wo ggf. Performance Probleme zu finden sind und wodurch sie verursacht werden.

Mobile?

Die Nutzer von Google führen heute (2018) mehrheitlich mobile Abfragen durch. Über 50% der Google Suchen werden also von Handys oder Tablets erzeugt. Darum hat sich Google entschlossen, auch in seinem Index eine Mobile First Strategie zu fahren. Dies bedeutet, dass Google Ihre Website sowohl mit einem Desktop- als auch mit einem Mobile User Agent crawlt. In der Desktop Suche ändert sich hier derzeit nichts. Haben Sie als Webshopbetreiber aber keine mobile Version, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihre Rankings hier schlechter als in der Desktop Variante sind.

Am Ende… Vorgehensweise für Shop Administratoren

Ich hoffe, ich konnte darlegen, wie wichtig das technische Setup Ihres Shopsystems für alle weiteren SEO Maßnahmen ist. Natürlich kann von Fall zu Fall hier viel Arbeit entstehen. Darum hier eine Todo-Liste nach Priorität:

  1. Schwerwiegende Fehler, die ein gutes Ranking oder das komplette crawlen der Seite verhindern, müssen zuerst gelöst werden
  2. Dann klären, was technisch schnell machbar ist und hier beginnen
  3. Alle Fehler, die in der Google Search Console angezeigt werden, korrigieren
  4. Während des Prozesses alles wichtigen Keywords und URLs täglich monitoren
  5. Wöchentlich Google Search Console überwachen und auf Fehler und Meldungen zeitnah reagieren
  6. Einrichtung einer fortlaufenden Überwachung aller wichtigen SEO Parameter
Hier anmelden, zum SEO Webinar

Autor

Matthias Hotz arbeitet als Head Of Technical SEO bei der diva-e Advertising GmbH  (>zu diva-e) in München. Sein Hauptaufgabengebiet ist die Unterstützung von Kunden im Bezug auf technisches SEO, Page Performance, Crawlability, sauberer Quelltext etc. Davor war er mehrere Jahre bei 1&1 als Frontend Architekt und Head Of Sales Frontends Hosting beschäftigt. Die diva-e Advertising ist BVDW zertifizierte SEO und SEA Agentur, die mehrfach die Auszeichnung als beste SEO Agentur gewonnen hat. Neben SEO und SEA integriert die diva-e auch E-Commerce Lösungen.

OXID @ eCommerce Expo, London

Eindrücke aus dem OXID Partner Channel

Internationale Projekte auf OXID Basis gibt es bereits viele (>>OXID Whitepaper „Weltweit erfolgreich handeln“). Aber als Unternehmen waren wir bisher überwiegend im DACH Raum aktiv.
Um das zu ändern sind wir mit offenen Augen und vielen Fragen nach London zur >>ECOMMERCE EXPO, einer der führenden E-Commerce Messen in England, gefahren.
Schließlich heißt es oft, der englische Markt sei dem deutschen stets einige Jahre voraus.

Tradition, Charme und Schlangen

Als Rahmen der Veranstaltung wurde das altehrwürdige Olympia in Kensington gewählt. Eine traditionsreiche zentrale Location, die ihr Alter aber an vielen Stellen nicht verleugnen kann. Neben einer schönen zentralen Halle gibt es große Flächen mit sehr niedrigen Decken, die uns an „gute, alte Zeiten“ auf der Wiesbadener Mail Order World erinnern.

Auch das Publikum zeigte sich sehr gemischt. Goodies und Give Aways finden bei einem Besuchersegment einen reißenden Absatz. Das haben wir auf >>Internetworld und >>DMEXCO so lange nicht mehr gesehen.
Ein Publikumsmagnet ist die Veranstaltung aber auf jeden Fall, so dass wir an Aufgängen und Engpässen an der englischen Leidenschaft für’s Schlangestehen teilhaben können.

Unsere Themen: Customer Experience, Personalisation, Omnichannel

Am Konferenzprogramm lassen sich im Vergleich keine großen Unterschiede in Ausrichtung und Schwerpunktsetzung festmachen.
Hier begegnen uns dieselben Themen wie in München oder Köln. Alles dreht sich um Customer Experience, Engagement, Marketing Automation, Omnichannel, Payment Solutions und Personalisation (>> ECOMMERCE EXPO Conference Programme 2018).

Die zahlreichen Vorträge auf insgesamt elf kleinen Bühnen sind durch die Bank ausgezeichnet besucht, auch wenn häufiger ein Produkt oder ein Service im Vordergrund steht.
Alle Besucher der Vorträge werden dabei vom Servicepersonal erfasst. Falls die Kontaktdaten anschließend den Vortragenden zugänglich gemacht werden ist dies sicher ein echter Mehrwert, den wir von deutschen Events so nicht kennen.

Partnerschaften, dies- und jenseits des Kanals

Besonders wichtig und spannend waren für uns die Gespräche mit unseren Partnern, die bereits im englischen Markt präsent sind und uns gutes und offenes Feedback zu ihren Erfahrungen und Aktivitäten geben konnten. Ein herzliches Dankschön für den partnerschaftlichen Austausch an >>Trusted Shops, >>Klarna, >>FACT-Finder, >>Styla, >>Akeneo und >>Avalara.

Netzwerken! OXID Partnertag 2018 und Planung 2019

Unser Fazit: we’ll be back!
Nächstes Jahr werden wir uns auf dieser Messe sicher wiedersehen. Auch die zweite große Veranstaltung, die >>Internet Retailing Conference, ist im Kalender vermerkt.
Partner, die uns auf dieses Event beziehungsweise in den Markt begleiten möchten, sind herzlich eingeladen sich mit uns auszutauschen.

Der OXID Partnertag am 15. November (>>Tickets hier ab 1.10.2018) ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, gemeinsam die Aktivitäten für 2019 zu planen.

Autor

Markus Baars hat es als Nordlicht in die Toskana Deutschlands gezogen, wo er seit 2011 für das Partnergeschäft der Freiburger OXID eSales AG verantwortlich ist.
Amazon-Kunde ist er seit 2000 und hat sein Online-Sozialisation auch in der „Plattformökonomie“ bei Google in Dublin und Amazon in Luxemburg erhalten, noch bevor diese so genannt wurde. Heute ist er der richtige Ansprechpartner für alle, die mit der OXID eSales AG ein gemeinsames Geschäftsmodell entwickeln wollen.

Gastblog: Facebook Fanpages und Custom Audiences – Was ist noch erlaubt?

In letzter Zeit hat die Rechtsprechung durch zwei Urteile von sich Reden gemacht, die Shopbetreiber mit einer Facebook Fanpage und solche, die Custom Audiences nutzen, in rechtliche Schwierigkeiten gebracht haben.

Zum einen entschied das Verwaltungsgerichtes Bayreuth, dass Facebook Custom Audiences from your List ohne Einwilligung der Kunden gegen Datenschutzrecht verstößt (>>Beschluss vom 08.05.2018, Az.: B 1 S 18.105)

Zum anderen stufte der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Betreiber von Facebook-Fanpages als Verantwortliche für den Datenschutz ein (>>Urteil vom 05.06.2018, Az. C-210/16), obwohl sie keinen Einfluss auf das haben, was Facebook datenschutzrechtlich tut oder nicht.
Es stellt sich daher die Frage, wie sich Shopbetreiber aktuell zu den beiden Themen verhalten sollen.

1. Facebook Custom Audiences

Was ist was?

Bei Facebook Custom Audiences (Fb.CA) ist zwischen zwei Varianten zu unterscheiden:

Über die Variante „Kundenliste“ ist es möglich selbst erstellte Kundenlisten mit Facebook Nutzern abzugleichen, um auf Facebook gezielte Werbekampagnen für Kunden durchzuführen.
Hierbei werden zum Beispiel E-Mailadressen oder Telefonnummern in den Facebook Adverts Manager im eigenen Unternehmensaccount hochgeladen und so durch den Shopbetreiber an Facebook übermittelt.

Bei der Nutzung der Variante „über Pixel“ wird ein sogenanntes Tracking-Pixel von Facebook auf Ihrer Webseite eingebaut. Durch das Pixel werden Cookies gesetzt. Mithilfe der Informationen aus den Cookies erfährt Facebook, welche seiner Nutzer die Webseite mit dem Pixel besucht haben und zeigt diesen bei Nutzung von Facebook Werbung der Webseite an.
Ist zusätzlich die Funktion „erweiterter Datenabgleich“ aktiviert, werden die erzeugten Informationen außerdem mit über die Webseite erhobenen Daten angereichert und an Facebook übertragen. Dies können z.B. E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Nutzerkontodaten oder Ähnliches sein.

Rechtliche Lage

Der Dienst Fb.CA „Kundenliste“ sollte zukünftig nur noch mit Einwilligung des Nutzers verwendet werden.
Mit Beschluss vom 08.05.2018 bestätigt das Verwaltungsgericht Bayreuth eine entsprechende Anordnung des Bayrischen Landesbeauftragten für Datenschutz (BayLDA), nach der ein Einsatz dieses Marketing Werkzeuges ohne Einwilligung des Nutzers unzulässig ist. Die Anordnung erging vor Inkrafttreten der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), berücksichtigt aber bereits vorsorglich die neue Rechtslage. Da die DSGVO den Schutz der Betroffenen grundsätzlich erweitert, ist davon auszugehen, dass die Anordnung auch einer gerichtlichen Überprüfung auf der Grundlage des neuen Datenschutzrechts standhalten würde. Eine Nutzung des Dienstes trotz fehlender Einwilligung der Betroffenen kann daher zu Abmahnungen und Bußgeldern führen.

Für die Nutzung von Fb. CA „über Pixel“ mit aktiviertem erweiterten Datenabgleich, ist aufgrund der Übertragung der angereicherten Daten an Facebook ebenfalls eine Einwilligung einzuholen.
Auch die Nutzung von Fb. CA „über Pixel“ ohne Zusatzfunktion ist zumindest nach einer >>Stellungnahme der Datenschutzkonferenz vom 26.04.2018 ohne vorherige Einwilligung der Betroffenen unzulässig, denn nach Meinung der Datenschützer erfordert der Einsatz von Tracking-Diensten jeglicher Art immer eine vorherige Einwilligung. Wer als Shopbetreiber also jegliches Risiko ausschließen möchte, sollte beim Einsatz von Fb.CA in allen Varianten immer eine Einwilligung einholen.

Allerdings gibt es noch keine gerichtlichen Entscheidungen zu dieser Thematik.
Nach unserer Einschätzung sollte die Nutzung von Fb.CA zumindest in der einfachen Pixel-Variante (also ohne jeglichen Datenabgleich) auch ohne vorherige Einwilligung auf der Grundlage eines berechtigten Interesses gemäß Art. 6 Abs. 1 f DSGVO möglich sein.
Voraussetzung wäre jedoch, dass die Webseitenbesucher in der Datenschutzerklärung umfassend informiert werden und ihnen eine Opt-Out-Möglichkeit angeboten wird. Wir meinen, dass durchaus auch grundlegende, statistische Analysefunktionen künftig unter ein berechtigtes Interesse fallen und somit keiner Einwilligung der Betroffenen bedürfen.

In allen Fällen ist in der Datenschutzerklärung umfassend über die Verwendung der Dienste zu informieren.

Was müssen Sie tun?

Holen Sie für die Nutzung von Facebook Custom Audiences „Kundenliste“ die Einwilligung der Nutzer für die Datenverarbeitung ein. Sofern Sie den Dienst Facebook Custom Audiences „Pixel“ mit erweitertem Datenabgleich nutzen wollen, holen Sie bitte auch hier eine Einwilligung der Webseitenbesucher ein. Die Einwilligungen können in beiden Fällen über ein sogenanntes Cookie-Banner abgefragt werden. Bitte stellen Sie sicher, dass bereits vor dem Setzen des ersten Cookies eine Zustimmung vorliegt.

Zusätzlich muss den Nutzern in allen Varianten die Möglichkeit geboten werden Ihre Einwilligung zu widerrufen. Bei der Gestaltung der Widerrufsmöglichkeit sollten die entsprechenden >>„Hinweise und Anforderungen für Verantwortliche zum Einsatz von Facebook Custom Audience“ des BayLDA beachtet werden.
Ein Widerruf soll demnach durch Setzen eines Opt-Out-Cookies erfolgen. Dieses verhindert das Setzen von Tracking-Cookies und sollte unbegrenzte Gültigkeit besitzen. Nach Setzen des Opt-Out-Cookies darf keinerlei weiterer Datenverkehr mit Facebook stattfinden.
Der Webseitenbetreiber muss selbst eine geeignete Opt-Out-Lösung implementieren und darf nicht einfach auf Facebook verweisen. 

2. Facebook Fanpages

Das rechtliche Problem

Nachdem der EuGH sowohl Facebook als auch die Betreiber von Fanpages als „Verantwortliche“ im Sinne des Datenschutzrechts eingeordnet hatte, musste Facebook reagieren.
Die DSGVO sieht in Art. 26 ausdrücklich vor, dass bei mehreren Verantwortlichen vertraglich festgelegt werden muss, „wer von ihnen welche Verpflichtung gemäß dieser Verordnung erfüllt, insbesondere was die Wahrnehmung der Rechte der betroffenen Person angeht und wer welchen Informationspflichten […] nachkommt.

Wie hat Facebook reagiert?

Am 11.09.2018 hat die Facebook die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert und um die entsprechenden Regelungen ergänzt. Im >>„Page Controller Addendum“ wird jetzt geregelt, dass Facebook mit dem Fanpage-Betreiber gemeinsam verantwortlich ist und die Verantwortung für die Bereiche Informationspflichten (Art. 12 – 13 DSGVO), Betroffenenrechte (Art. 15 – 22 DSGVO) und Datensicherheit und Meldung von Datenschutzverletzungen (Art. 32-34 DSGVO) übernimmt. 

Was müssen Sie tun?

Der Fanpage-Betreiber selbst muss nur noch eine umfassende Datenschutzinformation in die eigene Fanpage integrieren mit Infos dazu, zu welchem Zweck bzw. auf welcher Rechtsgrundlage welche personenbezogenen Daten verarbeitet werden.

Außerdem ist anzugeben, dass Facebook ein gemeinsam Verantwortlicher ist und es sollte auf die Datenschutzinformation von Facebook hingewiesen und verlinkt werden.

Schließlich muss darüber informiert werden, welche Rechte ein Betroffener gegenüber Facebook geltend machen kann und wie er dazu vorzugehen hat. Auch hier kann auf die entsprechenden Infos bei Facebook hingewiesen und verlinkt werden.

Autor

>>Sabine Heukrodt-Bauer ist Sprecherin auf diversen Events und Kongressen der IT-Branche und Dozentin für IT-Recht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie veröffentlicht regelmäßig Artikel zu aktuellen Themen im IT-Recht und E-Commerce und betreut seit über 10 Jahren für die INTERNET WORLD Business die Kolumne „E-Shop-Tipp“. Sie sitzt im Ausschuss „IT-Recht“ der Bundesrechtsanwaltskammer.

dmexco 2018 trifft den Nerv der Branche

Wochenlange Vorbereitungen, zwei spannende Tage in Köln und schon ist die dmexco wieder Geschichte (>zum Fazit des Veranstalters). 41.000 Besucher hatten sich am 12. und 13. September auf der Kölnmesse eingefunden, um über die Trends des Jahres im digitalen Marketing und E-Commerce zu diskutieren.

KI, Daten und Automatisierung überall

Die neuen Macher der dmexco haben die brennenden Themen der Branchen sehr gut aufgegriffen. Bei 250 Stunden Programm war für jeden etwas dabei. Große Namen und interessante Impulsgeber waren auf jeder Bühne vertreten. Das alles hochprofessionell organisiert, moderiert und umgesetzt. Mit etwas gutem Zeitmanagement konnte sich jeder die Rosinen vom Kuchen picken. Die Messe war sehr gut besucht, die Stimmung insgesamt sehr gut, der Ton freundlich und die Gespräche konstruktiv.

OXID Stand auf der dmexco 2018

In Halle 6 gab es phasenweise fast kein Durchkommen. Alleine bei Google und Facebook hätte man locker den ganzen Tag verbringen können. Von der nachgestellten Gründergarage über kuschlige Arbeitsecken bis hin zu interaktiven Spielereien gab es hier alles was das Marketing Herz begehrt.

Auffällig waren in der World of Agencies in Halle 8 die Anzahl der Agenturen, die in irgendeiner Form mit Kundendaten zu tun hatten. Gefühlt jeder zweite Stand bot eine Dienstleistung, einen Service oder eine Software zur Kundendaten-Analyse, Conversion-Optimierung, Kundenbindung, personalisierter Werbung oder ähnliches an. Rosige Zeiten für Marketing-Abteilungen, die es heute leichter haben das Unternehmen voranzubringen, und den Erfolg auch zu belegen. Die t3n konstatiert, dass „das datengetriebene Marketing dazu beiträgt, die richtigen Entscheidungen beispielsweise in der Produktentwicklung und im Produktmanagement zu treffen. Die Zukunft wird nicht ausschließlich durch datengetriebene Verfahren bestimmt werden, Entscheidungen werden aber immer mehr durch Daten beeinflusst werden“. (>hier den ganzen Artikel lesen)

Die VR- und AR-Attraktionen in der World of Experience in Halle 9 waren gut besucht und eröffneten erstaunliche Einsichten in neue Welten, die so in der Realität des Handels noch nicht angekommen sind (>Dazu auch mehr hier). Dass es immer mehr um digitales Erleben geht, war auch an anderen Ständen deutlich sichtbar. Die Customer Journey mag ein Buzzword sein, worunter jedes Unternehmen etwas anderes versteht. Die Digitalbranche ist sich jedoch einig, dass egal wie das digitale Erleben aussehen mag, es rückt zunehmend in den Vordergrund.

Die große Congress Stage, ebenfalls in Halle 9 machte ihrem Namen Ehre. Ich persönlich sah den Talk mit Nico Rosberg, der sehr viel Ähnlichkeit sieht zwischen einem Manager und einem Spitzensportler. Beide müssten täglich unglaublichen Fokus und enorme Disziplin beweisen, um zum Erfolg zu kommen.

Nico Rosberg auf der dmexco
Nico Rosberg auf der dmexco 2019

Überall sichtbar und Gegenstand fast jedes Gespräches war das Thema künstliche Intelligenz. Dass Algorithmen mittlerweile zunehmend unser Leben prägen ist unbestritten. In zahlreichen Vorträgen war KI präsent, sei es um das Potenzial und die Möglichkeiten zu beleuchten, oder wie mit Ängsten umgegangen werden könnte. Dementsprechend spürbar war die große Verunsicherung, die dem Thema anhaftet. Gerade Onlinehändler tasten sich langsam heran und haben große Berührungsängste. Außerdem ist nicht überall wo KI drauf steht auch KI drin. Das Thema liegt auf dem Tisch, muss aber sichtlich mit Leben gefüllt werden, egal ob beim kleinen Onlinehändler, beim Mittelständler oder beim Großkonzern. Die Krux dabei sind die Daten, der richtige Umgang damit und das ziehen sinnvoller Rückschlüsse. Da schließt sich der Kreis zur Agenturwelt. Viele Start-ups haben den Trend erkannt und erahnen den unglaublichen Bedarf an Wissen, Management, Technologie und Dienstleitung, der auf Unternehmen aller Branchen in den kommenden Jahren zukommen wird.

Unser Fazit: Weiter so

Für uns war die dmexco 2018 ein Erfolg und besser als die vorige Veranstaltung. Woran wir das messen? An der Qualität der Gespräche, der Frequenz am Stand und dem Segment der besuchenden Kunden und Interessenten.

Die Laufkundschaft hatte ernsthaftes Interesse und die Gespräche waren zu 90% dem mittelständischen und Enterprise-Segment zuzurechnen. Die Kontakte waren im Schnitt zwar etwas weniger als das letzte Mal, aber dafür relevanter und interessanter.

Wir waren im Vorfeld mit Terminen ausgebucht und diese wurden stärker als die Jahre zuvor auch wahrgenommen. Bei „Walk-Ins“ war die Bereitschaft, auf einen Termin später am Tag zu warten höher, als in den Vorjahren. Der Fokus der Besucher lag also deutlicher auf der gezielten Informationsbeschaffung, weniger auf „sich treiben und inspirieren lassen“.

Die Konzentration der E-Commerce Technologien in Halle 7 war für eine Orientierung sehr hilfreich, könnte aber noch spitzer werden. Kunden, Partner und auch Pressevertreter berichteten, dass sie kaum aus der Halle 7 hinausgekommen seien, und hier in konstruktiver Art und Weise den ganzen Tag zugebracht hätten.

Tessa am Stand von OXID eSales

Internationalisierung ist ein Thema, das Händlern unter den Nägeln brennt. Stärker als die Jahre zuvor gab es zahlreiche Anfragen zur Mandantenfähigkeit in OXID eShop und den Chancen und Möglichkeit einer Expansion ins Ausland.

Unangenehm aufgefallen ist uns der Leerstand in Halle 7, wo doch so mancher Standplatz nicht besetzt war. Und schon fast peinlich war der Schwund der Messeteams, der ab dem Nachmittagskaffee einsetzte und dann rasch zunahm. So ab 16 Uhr gab es bereits völlig verwaiste Stände, obwohl der Messebetrieb noch weitere 1,5 Stunden andauerte.

Unser Dank gilt den Kunden, Interessenten, Partnern und der Community, die vorbei geschaut und das Gespräch mit uns gesucht haben. Aber auch den Teams der Partner, die mit uns die Messe gerockt haben: Eikona mit Tessa, ERGO Direktversicherungen, Esyon, Laudert und Pixelboxx. Ihr wart spitze!

dmexco Messeteam mit OXID eSales, Eikona mit Tessa, ERGO Direkt, Esyon, Laudert und Pixelboxx

Wir sind gespannt, wie sich die dmexco und ihre Branche weiterentwickeln wird. Der richtige Weg ist eingeschlagen. Ein Place to be für alle Digitalmarketers, Entscheider und Hersteller in diesem Bereich. Die dmexco hat Spaß gemacht. Wir kommen gerne wieder.

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Content Commerce 3.0: Storytelling und KI

Warum Content zählt, aber nicht jeder Content gut ist; und wen wir dabei nicht vergessen dürfen. Storytelling mit Grip(s).

‚Content Marketing‘ und ‚Storytelling‘ sind als Schlagworte auch in den letzten Marketingabteilungen angekommen.

91% setzen auf Content Marketing

Content Marketing Institute 2017, Content Management & Strategy Survey

Denn: Geschichten finden schließlich alle gut. Aber was macht eine Geschichte, zu einer guten Geschichte? Technologie und Software sind hilfreich, Heilsbringer allein sind sie aber nicht. (>> LEAD Digital „Content Marketing – Vorsicht vor zu viel Technikgläubigkeit“) Nach wie vor kommt es auf die „handwerklichen“ Elemente der Content-Erstellung an. Und diese haben eine uralte Vorgeschichte.

 

Menschen brauchen Geschichten

„Nach Nahrung, Schutz und Gesellschaft sind Geschichten das, was wir auf dieser Welt am meisten brauchen.“

Philip Pullman

 

Wussten Sie, dass wir entwicklungsgeschichtlich auf „Geschichten gepolt“ sind?
Tatsächlich halten sich das Märchen- und Geschichtenerzählen genauso wie das Lernen der Kinder durch Rollenspiele nicht nur aus liebgewonnener Tradition über tausende von Jahren. Sie waren ein evolutionärer Vorteil.
Erzählte Erfahrungen ermöglichten es den Menschen schon zu Urzeiten aus Gefahren wirkungsvoll zu lernen, ohne sich selbst in bedrohliche Situationen zu begeben. Regeln und Strategien der Jagd und des Zusammenlebens konnten diskutiert, schwierige Herausforderungen geplant, wichtiges (zum Teil überlebenswichtiges) Wissen weitergeben werden.

In den 1990er Jahren untermauerte die Entdeckung der Spiegelneuronen auch physiologisch, dass Lernen durch Betrachten und Nachahmen für Menschen (Primaten) so typisch ist, und warum es funktioniert.

Illustration-of-the-mirror-neuron-system-by-Jan-Brascamp
By Jan Brascamp [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 

Content Marketing ist fester Bestandteil im E-Commerce

Nun ist eine Einkaufssituation natürlich etwas anderes als eine Märchenrunde am Lagerfeuer. Trotzdem sind diejenigen, die es erleben, dieselben. Menschen wie du und ich, die auf bestimmte Trigger besonders gut anspringen.
Wir brauchen also auch in der Vermarktung eine Kommunikation, die „Grip“ hat und bei der Leserschaft hängen bleibt. Dafür sollten wir die neurophysiologischen Besonderheiten berücksichtigen.

Denn Inhalte werden besonders gut und leicht verstanden, wenn sie nach bestimmten Mustern erzählt sind, und unseren vererbten aber auch individuell über die Jahre erworbenen Denkmustern entsprichen. Also brauchen wir, so könnte man sagen, Storytelling mit Grips.

Kein Wunder, dass Content Marketing längst kein Trend mehr sondern ein echter Dauerbrenner ist.
Seit 2 Jahren beraten wir bei OXID gemeinsam mit unseren Partnern zu Content im Commerce und haben den kometenhaften Aufstieg in allen Bereichen (B2B2C) und Branchen mitbegleitet.
(iBusiness 06/2017: „Dass an einem „soliden Content-Commerce-Konzept im E-Commerce kein Weg mehr vorbei führt, meint auch Roland Fesenmayr, CEO OXID eSales AG.“)

 

Personalisierung + Content = Storytelling 3.0

Nun sind in den letzten Monaten immer mehr Szenarien in der Mediennutzung und auch im digitalen Handel mit Künstlicher Intelligenz angereichert worden.
Angefangen beim Customizing von Shoppingumgebungen, über die Personalisierung von Inhalten, bis hin zu Assisted Shopping Services bekommt dieses neue content-orienterte Marketingverständnis noch eine weitere Dimension.

Mit weitreichenden Konsequenzen. Denn das bedeutet, dass wir neben den neurophysiologischen Aspekten des Storytelling-Handwerk, die für jedermann passen, um eine weitere Kompenente ergänzen. Denn mit den Möglichkeiten der Personalisierung können wir neben den allgemeingültigen nun zusätzlich auch ganz individuelle Interessen in der Kommunikation berücksichtigen.
Darum ist es an der Zeit, beide Bereiche zusammenzuführen und hinter die Kulissen zu schauen, warum manche Dinge funktionieren und andere nicht, und was davon auch im E-Commerce business-relevant wird.

Content & Neuro-Marketing im Webinar

 

Aber wie? Die interdisziplinären Bewusstseinsforschung (Consciousness Studies) beschäftigt sich mit Grundmechanismen der Wahrnehmung und Entscheidungsfindung, die für alle Menschen gelten. Daraus lassen sich interessante Impulse ableiten, die auch für das Handwerk der Marketeers nützlich ist. Diese Erkenntnisse laufen auch oft unter dem Schlagwort „Neuro-Marketing“. Auf einige interessante Mechanismen gehen wir im Content Commerce-Webinar der OXID Academy am 11. Oktober ein.

Demnächst im Blog: Content-Erfolg messen

Wenn man den ersten Trend-Prognosen glauben darf, so schlummert ein enormes Potential in dem Persona- und Individuen-bezogenen Ausspielen von Inhalten und Echtzeit-Personalisierung. Auch hier ist die genaue Kenntnis der Leserschaft, ihrer Neigung und aktuellen Stimmung entscheidend. Für optimale Relevanz müssen die Algorithmen und Format genau eingestellt sein und das Lernen ist im Prinzip nie abgeschlossen.
Wie Sie nicht nur viele sondern vor allem die richtigen Daten auswerten, ist Thema im nächsten >>Blogbeitrag zum Thema „Analyse und Messen“.

Aus aktuellem Anlass bietet OXID wir im Rahmen der OXID Academy ein kostenfreies Webinar zu „Content Commerce“ an. Hier erfahren Sie, warum nicht jeder Content gut ist, was Neuro-Marketing damit zu tun hat und lernen das enorme Potenzial der Widgets im integrierten Visual CMS kennen.

 

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Gastblog: So erhöhst Du die Kundenbindung in Deinem Onlineshop

Onlineshops gibt es in der heutigen Zeit wie Sand am Meer. Das macht einen Vergleich verschiedener Produkte für Kunden umso schwerer. Mit zusätzlichen Mehrwerten hebst Du Dich von Mitbewerbern ab, steigerst die Zufriedenheit Deiner Kunden und gleichzeitig Deinen Umsatz. OXID eSales Partner ERGO Direkt (>mehr Infos) gibt Dir heute Tipps, wie Dir dies gelingt.

Der gegenwärtige Kunde ist preis- und serviceorientiert. Er vergleicht demnach die für ihn in Frage kommenden Produkte genauestens. Der Shop, der ihm einen exklusiven Vorteil bieten kann, wird die Kaufentscheidung für sich gewinnen können.

Service und Sicherheit für Deine Kunden
Nach dem Kauf des Artikels benutzt Dein Kunde tagtäglich das gekaufte Produkt und hat Spaß am Gebrauch, so wie es sein muss. Doch was, wenn mit dem Gerät doch mal etwas passiert? Kurz nicht aufgepasst, schon ist es womöglich auf den Boden oder in eine Pfütze gefallen. Meist steht Dein Kunde dann vor einem finanziellen Problem, da er für hohe Reparaturkosten oder gar für ein gleichwertiges Ersatzgerät aufkommen muss. Genauso verhält es sich übrigens, wenn nach der gesetzlichen Gewährleistung von zwei Jahren ein Schaden am Gerät eintritt. Gut, wenn Dein Kunde dann auf eine Versicherung zurückgreifen kann, die Du ihm in Deinem Shop angeboten hast.

Für Deine Kunden ist es beruhigend zu wissen, dass sie bei einem technischen Defekt nicht auf den Reparaturkosten sitzenbleiben. Eine passende Geräteversicherung gibt ihnen dieses sichere Gefühl – der entscheidende Pluspunkt an Serviceleistungen.

Kaputte Technik? Gut versichert auch beim Onlinekauf dank ERGO Direkt

Mehr Gewinn für Dich
Als Händler profitierst Du gleich doppelt: Denn für jeden Abschluss einer Geräteversicherung für einen Artikel aus Deinem Shop erhältst Du eine attraktive Vergütung und hebst Dich von den Wettbewerbern ab, da du Deinem Kunden durch das Modul einen signifikanten Mehrwert bietest.

So funktioniert das Versicherungs-Modul
Durch das Plugin von ERGO Direkt kann Dein Kunde beim Einkauf direkt die passgenaue Versicherungslösung zu den Produkten in Deinem Shop erwerben – mit nur einem Klick.
Dein Kunde wählt beim Kauf den gewünschten Schutz aus und legt die Versicherung direkt gemeinsam mit dem Produkt in den Warenkorb. Nach dem Kauf zahlt er die Prämie direkt an ERGO Direkt. Als Händler hast Du somit keinen zusätzlichen Aufwand bei der Bezahlung. ERGO bietet Deinem Kunden einen vollumfänglichen Kundenservice in allen Angelegenheiten zur Versicherung und steht ihm im Schadenfall zur Seite.
Produktversicherungen werden beispielsweise für folgende Geräte angeboten:

Versicherungslösung für technische Produkte von ERGO Direkt

Wie funktioniert die Integration in Deinen OXID Shop
In nur drei Integrationsschritten ist das Plugin erfolgreich in Deinem Shop installiert. Das geht professionell und schnell:

  1. ERGO Direkt unterstützt Dich bei der Wahl der passenden Lösung und bei der Einrichtung. Für Dich entstehen keine Kosten. Du erhältst von ERGO einen Vertrag, wodurch Eure Zusammenarbeit offiziell besiegelt wird.
  2. Das Plugin wird heruntergeladen, Du bekommst die Zugangsdaten und kannst nun hinterlegen, an welcher Stelle im Kaufprozess die Versicherung ausgelobt wird. Du entscheidest, wann und wo Dein Kunde angesprochen wird.
  3. Zuletzt werden die Versicherungen den Kategorien im Shop zugeordnet. Auch hier kannst Du flexibel entscheiden, zu welchem Produkt die Versicherung angezeigt wird (>Zum Plugin im OXID exchange Store)

Wer sind wir?

Die ERGO Direkt Versicherungen sind mit rund 4,5 Millionen Kunden der meistgewählte deutsche Direktversicherer. Das Unternehmen ist auf einfache und leicht verständliche Produkte spezialisiert, die zum Standardbedarf von Privathaushalten gehören. Wichtige Produkte sind die Zahnzusatzversicherung, die Risikolebensversicherung sowie Produktversicherungen (z.B. Geräte-Schutz). Schlanke Prozesse und eine schnelle Verarbeitung ermöglichen günstige Prämien. ERGO Direkt Versicherungen gehören zur ERGO Versicherungsgruppe und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.