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E-Mail Marketing am Valentinstag

Gastblog: So holen Sie mit E-Mail Markting die Valentinstag-Liebhaber und -Muffel ab

Der Valentinstag trifft auch in Deutschland bei vielen Konsumenten mitten ins Herz und ist gerade für den E-Commerce ein starker Umsatz-Booster. Seine Liebe kann man am 14. Februar natürlich auch anders als durch Geschenke bekunden. Dennoch ist der Valentinstag für jeden 5. Deutschen ein willkommener Anlass, seinen Liebsten mit etwas Gekauftem zu beschenken.

Doch Achtung, der Tag der Liebenden weckt nicht bei jedem eine romantische Kauflust. Sicher, die einen geraten ins Schwärmen und freuen sich auf den Tag der Verliebten und Liebenden und die anderen …? Ja, was ist mit all den anderen? Also mit den unzähligen Singles und den Valentinstag-Muffeln, die per se gegen den “Valentins-Konsumtag“ sind?
Jetzt gibt es eine gute Nachricht: Sie können mit einer Valentinstag-Kampagne der etwas anderen Art auch diese Zielgruppe am Valentinstag erfolgreich durch E-Mail Marketing erreichen!

Machen Sie mit Ihrer Valentinstag-Kampagne auch diejenigen glücklich, die sich an so einem Tag am liebsten verkriechen oder den Valentinstag ganz aus dem Kalender streichen würden.

Valentinstag bei Rewe
Verlangt Eigeninitiative: Tipps zum Selbstgestalten des Valentinstages bei Rewe

Wir zeigen Ihnen, wie Sie beide Zielgruppen mit zwei unterschiedlichen Newsletter-Kampagnen am Valentinstag erreichen können.

So finden Sie Ihre Zielgruppe

Sie werden evtl. bereits wissen, welcher Ihrer Abonnenten männlich oder weiblich ist, und vielleicht auch das Alter kennen. Doch wer ist ein Valentins-Liebhaber und wer ist ein Valentinstag-Muffel?

Mithilfe eines A/B Tests versenden Sie z.B. vorab eine Valentins-Ankündigung mit zwei unterschiedlichen Betreffzeilen. Eine für die Valentins-Liebhaber und eine für die Singles und Valentins-Muffel. Anhand der Öffnungsraten können Sie dann entscheiden, ob Sie auf die romantische Valentins-Kampagne setzen oder lieber die Singles und Valentinstag-Muffel ansprechen möchten.

Sollten Sie Ihre Zielgruppe noch nicht genau kennen oder mit einer Vorab-Mail nicht segmentieren können, schauen Sie sich die Öffnungsraten aus den letzten Jahren zum Valentinstag an. Entscheiden Sie dann, ob Sie mit Ihrer Valentinstag-Kampagne die Liebenden erreichen oder dieses Jahr mutig gegen den Strom schwimmen möchten.

Nur die Liebe zählt! Der Valentinstag für Verliebte

3 romantische Newsletter-Aktionsideen zum Valentinstag:

• Du bist zum Vernaschen süß! Überraschen Sie Ihre Kunden und verschenken Sie bei jeder Online-Bestellung ein bisschen Liebe. Von hübsch verpackten Schoko-Herzen, über rosa Pralinen bis hin zu süßen Macarons ist alles möglich.

• Wenn es nach Liebe duftet. Bieten Sie z.B. alle rosafarbenen oder roten Parfümflakons in Ihrem Online-Shop zum Valentinstag-Rabatt an. Oder den zweiten Valentinstag-Duft zum halben Preis. Es können auch Lippenstifte für den perfekten Valentinstag-Kuss sein.

• Das perfekte Valentinstag-Dinner. Die Last-Minute-Geschenkidee mit dem Gutschein zum Ausdrucken. Bieten Sie Ihren Abonnenten Online-Gutscheine sowie spezielle Lebensmittelproduktkörbe und -boxen für den romantischen Gaumenschmaus zu Hause an.

3 romantische Betreffzeilen, die ins Herz treffen:

• Zuckersüße Valentinstaggeschenke unwiderstehlich günstig!
• Love is in the air! Dein zweiter Valentinstag-Duft zum halben Preis!
• 20% auf alle Valentinstag-Dinner Produkte für Verliebte.

Fazit 1: Mit Ihrer E-Mail Kampagne treffen Sie mit Sicherheit ins Herz. Denn Liebe kann man sich vielleicht nicht erkaufen, aber mit Liebe etwas Schönes verschenken geht immer. Und einen persönlichen Liebesbrief können sich die Liebenden ja immer noch schreiben. 😉

Valentinstag bei Blume 2000
Der Klassiker: Zum Valentinstag Duftendes von Blume 2000

Gegen den Strom! Der Valentinstag für Singles und Valentinstag-Muffel

3 Aktionsideen, die bei Singles und Valentinstag-Muffeln ankommen

• Das ist dein Verwöhntag! Geben Sie Ihren Kunden 10 Verwöhn-dich-Tipps mit passenden Produktempfehlungen z.B. aus dem Kosmetik- und Wellnessbereich. Von Pflegeprodukten, über Badezusätze oder Massage-Artikel bis hin zum Saunabesuch ist alles möglich.

• Gegen den Strom-Tag! Motivieren Sie Ihre Abonnenten, sich selbst zu beschenken. Ganz nach dem Motto: Belohne Dich selbst mit deinem Lieblingsteil. Bieten Sie hierzu besondere Produkte zu Loveyourself-Preisen an.

• Genug vom Valentinstag? Bieten Sie Ihren Kunden eine Rabatt-Aktion an, die sie den Valentinstag vergessen lassen. Z.B. 15%, die Sie auf andere Gedanken bringen. 20 Dinge, die Ihnen an diesem Tag Freude bereiten können. Diese Produkte helfen Ihnen, den Valentinstag zu überstehen.

3 Betreffzeilen, die Singles und Valentintags-Muffel ansprechen

• V für Verwöhntag-Rabatte, die Ihr Herz höherschlagen lassen.
• Nervt dich der Valentinstag? Dann gönn dir was Gutes.
• Vergiss den Valentinstag mit 20% auf deine Herzenswünsche.

Fazit 2: Mit dieser Newsletter-Kampagne, sorgen Sie auch bei Singles für Begeisterung. Denn Shoppen macht zwar nicht glücklich, sorgt aber für schöne Glücksmomente. Besonders an einem Tag wie Valentinstag.

Auf die Herzen, fertig los!
Versüßen Sie Ihren Abonnenten und Kunden mit einer verführerischen Newsletter-Kampagne den Valentinstag mit unwiderstehlichen Angeboten und Aktionen.

Zum Newsletter-Modul von Cleverreach® für OXID eShop hier entlang!

Autor:

Morny Russell arbeitet im Marketing beim E-Mail-Software Anbieter CleverReach® in Rastede. Als kreative Textjongleurin und Über-den-Tellerrand Guckerin verfasst Sie Texte rund um das Thema E-Mail Marketing. Davor war sie viele Jahre als Autorin und Redakteurin für verschiedene TV-Produktionsfirmen wie der Brainpool TV GmbH in Köln und der Constantin Entertainment in München, in der TV-Unterhaltungsbranche tätig. In ihrer Freizeit ist sie bekennender Foodie und leidenschaftliche Instagrammerin.

Wie zufrieden sind Onlinehändler mit dem Weihnachtsgeschäft

Sehr gutes Weihnachtsgeschäft 2018 für OXID Händler

Die Vorweihnachtszeit ist ja bekanntlich eine der wichtigsten im ganzen Jahr für Einzel- und Online-Händler. Der Händlerbund befragte 2018 bereits im vierten Jahr in Folge knapp 400 stationäre und Online-Händler. 68 Prozent dieser Teilnehmer rechneten vor Weihnachten mit einem Umsatzplus für das Amazon und Ebay mittlerweile für 81 Prozent der Befragten die wichtigsten Verkaufskanäle darstellte.

Der Einzelhandel, so der HDE (Handelsverband Deutschland), könne mit Umsätzen von erstmals über 100 Milliarden Euro rechnen, was Statista bestätigt.

Auch Amazon hat laut der etailment (Warum Edeka Patchull Alibaba fürchten muss) das beste Weihnachtsgeschäft seiner Geschichte erlebt. „Mehrere zehn Millionen Kunden weltweit starteten eine Prime-Probemitgliedschaft oder eine bezahlte Prime-Mitgliedschaft, um etwa vom kostenlosen Premiumversand oder den exklusiven Shopping- und Entertainment-Vorteilen zu profitieren,“ zitiert das Digital Commerce Magazin eine Amazon Unternehmensmeldung. Und weiter: „Aus den zwölf deutschen Logistikzentren gingen in der Zeit vor Weihnachten Pakete an Kunden in 134 Länder…“

Ertragsreiche Zeiten also für den Handel. Wir wollten wissen,

Wie sieht das Weihnachtsgeschäft eigentlich bei OXID Online-Händlern aus?

Die Frage, „Wie zufrieden sind Sie mit dem Weihnachtsgeschäft?“ konnten über 80 Prozent mit sehr zufrieden oder zufrieden beantworten.

80 Prozent aller OXID Händler sind mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden oder sehr zufrieden.

71 Prozent der befragten Händler machten bis zu 25 Prozent ihres Jahresumsatzes im Weihnachtsgeschäft. Knapp 30 Prozent sogar zwischen 26 und 50 Prozent ihres Jahresumsatzes.

Über 70 Prozent erwirtschaften im Weihnachtsgeschäft bis zu 25 Prozent ihres Jahresumsatzes.

62 Prozent der OXID Händler konnten im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung des Umsatzes feststellen. Nur 14 Prozent mussten einen Umsatzrückgang hinnehmen und 24% stellten keine Veränderung fest.

Über 60 Prozent aller Händler erreichen eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr.

Unter den größten Herausforderungen stand für OXID Händler die Performance des Shops mit fast 50 Prozent, gefolgt von Personalkapazitäten, um das Geschäft überhaupt abwickeln zu können.

Für fast 50% ist die Performance im Shop die größte Herausforderung im Weihnachtsgeschäft.

Dass 28 Prozent der OXID Händler das Retourenmanagement als Herausforderung wahrnahmen, deckt sich in etwa mit den Ergebnissen der Umfrage des Händlerbundes. 34 Prozent nannten dort das Retourenmanagement als zweitgrößte Herausforderung, wobei die Logistik mit über 80 Prozent deutlich das größte Problem darstellte. Dieses entwickelt sich von Jahr zu Jahr als immer größerer Unsicherheitsfaktor im Weihnachtsgeschäft.

OXID Händler haben ein sehr gutes Ergebnis im Weihnachtsgeschäft 2018 eingefahren

Das Fest der Liebe ist und bleibt im B2C-Segment der Umsatztreiber. In Sachen Performance können wir nur raten, sich bereits in den Sommermonaten entsprechend auf den Ansturm im Shop vorzubereiten. Unser Whitepaper „Maximale Onlineshop-Performance“ gibt wertvolle Tipps & Tricks, wo man den Hebel für Performance unter Hochlast setzen kann, um genau dann – wenn es brummt – das Geschäft erfolgreich abwickeln zu können.

Um im neu gestarteten Jahr bereits an das nächste Weihnachten zu denken, ist es vielleicht noch etwas früh. Händler, die jedoch schon mal ihre Möglichkeiten auf noch mehr Umsatz ausloten möchten, empfehlen wir unser nächstes kostenfreies Webinar: „Storytelling & KI funktioniert im Content Commerce“. Ein Thema, das Shopbetreiber aktiv vorantreiben sollten, um noch mehr aus dem Shop herauszuholen und eine gute Customer Experience für sich zu nutzen. Allen OXID Kunden wünschen wir ein hervorragendes Jahr 2019. Viel Erfolg.

Autor:

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Renommierte Auszeichnung der Internet World Business

Gastblog: Internet World Business sucht die besten Online-Shops

Neues Jahr, neues Glück und neue Ansätze beim INTERNET WORLD Business Shop-Award: Im neunten Jahr seines Bestehens haben wir den renommierten E-Commerce-Preis leicht umpositioniert.

Die diesjährigen Sieger des „INTERNET WORLD Business Shop-Award“ werden unter dem Leitgedanken „Wie überlebt man in einer Amazon-Welt“ gekürt. Unsere hochkarätige Jury achtet dabei vornehmlich auf Details, mit denen sich Anbieter gezielt von Amazon abgrenzen, sei es durch ein besonders kuratiertes Sortiment, exzellente Beratung, erstklassigen Service oder eine außergewöhnliche Produktpräsentation.

Auch in der Kategoriestruktur gibt es leichte Veränderungen. So wurden die Kategorien „Bester Pure-Player“ und „Bester Omnichannel-Händler“ zur Kategorie „Bester Online-Einzelhändler“ zusammengefasst, weil die Abgrenzung zwischen beiden Kategorien in den vergangenen Jahren immer schwerer fiel. Die Kategorien „Bester Markenshop“, „Bester B2B Shop“ und „Hidden Champion“ bleiben wie gehabt erhalten. Neu hingegen ist der Publikumspreis „Online-Händler des Jahres“. Dafür reicht jedes Jury-Mitglied seinen Favoriten ein. Über diese darf dann das Publikum abstimmen.

Matratzen-Concord belegt 2018 den zweiten Platz beim Shop Award
Das Team von OXID Kunde Matratzen-Concord, zweiter Sieger beim Shop Award 2018.

Einsendeschluss zum Shop Award ist der 20. Januar 2019

Für den Preis bewerben können sich Shop-Betreiber aus dem deutschsprachigen Raum sowie Dienstleister und Agenturen. Die Einreichungsgebühr beträgt 99 Euro (zzgl. MwSt.). Alle Einreichungen werden zunächst durch die Redaktion der INTERNET WORLD Business mittels eines standardisierten Fragebogens bewertet. Die jeweils fünf am besten bewerteten Shops pro Kategorie qualifizieren sich für die Shortlist, die anschließend von unserer Jury auf Herz und Nieren geprüft wird.

Die Jury vergibt pro Kategorie ein bis fünf Punkte an die Shortlist-Kandidaten. Aus den errechneten Durchschnittswerten werden die Sieger ermittelt. Am 11. März 2019 werden dann die Preise verliehen – im Rahmen einer exklusiven Eröffnungsgala zur Internet World Messe im Münchner Luxushotel Bayerischer Hof. Die Teilnahme ist nur für handverlesene E-Commerce-Entscheider in Deutschland und nur auf schriftliche Einladung möglich.

Einzige Ausnahme: Online-Händler, die es auf die Shortlist schaffen, stehen mit Begleitperson natürlich auch auf der Gästeliste des Events. Alle Shortlist-Teilnehmer und natürlich auch die Gewinner werden außerdem im Rahmen einer breiten Berichterstattung auf Internetworld.de und in der Printausgabe von Internet World ausführlich präsentiert.

Die Einreichungsphase endet am 20. Januar. Weitere Informationen zum Shop-Award 2019 im Allgemeinen und zur Einreichung im Speziellen gibt es auf shopaward.internetworld.de.

Die Preisverleihung 2019 unterstützen auch in diesem Jahr wieder unsere drei Exklusiv-Sponsoren best IT, Heidelpay und PVS Gruppe. Das Bar-Sponsoring übernimmt AM Automation.

Machen Sie mit! OXID Händler haben immer gute Chancen, sich den renommierten Preis zu sichern. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Hier klicken!

Autor:

Daniela Zimmer, Internet World Business, Ressort E-Commerce

Daniela Zimmer hat ihre Leidenschaft für Einkaufen zum Beruf gemacht und verantwortet bei INTERNET WORLD Business das Ressort E-Commerce. Dafür steht sie auch gerne werktags um 5.00 Uhr auf, um den E-Commerce-Trendnewsletter zu schreiben. Vor ihrem Wechsel zur INTERNET WORLD Business sammelte sie rund 17 Jahre E-Business-Erfahrung bei Fachzeitschriften wie iBusiness, Business 2.0 und werben & verkaufen.

20 Jahre E-Commerce Dynamik

Wie plant man Erfolg in einem (großen) Markt, der sich ständig verändert?

2018 erwarten wir einen Gesamtumsatz im digitalen Handel allein im B2C Commerce von knapp 64 Milliarden Euro (Statista) in Deutschland. Das ist Rekord. Mal wieder.

Der dt. E-Commerce wächst exponentiell und als einziges Handelssegment seit 20 Jahren 2-stellig.

(Statista)

Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte sind die E-Commerce Umsätze Jahr für Jahr zweistellig gewachsen. Was man dabei gern vergisst:
dies geschah nicht als von Beginn an absehbare Kumulation oder als ein gesteuerter Schritt-für-Schritt-Transfer des Einkaufsalltags ins Web. Und positiv bewertet wurde dieses nahezu lineare Wachstum auch nicht.

So selbstverständlich und fast schon zwingend uns diese Entwicklung der Digitalisierung des Handels heute auch erscheinen mag; die Erfolgsgeschichte des E-Commerce wurde nicht nur lange angezweifelt, sondern ist bis heute von einem moralisierenden Unterton begleitet.
À la: ‚Toll, dass ihr wachst, aber ihr wisst schon, dass andere deswegen sterben!
Als sei Handel per Definition auf einen Kanal festgelegt – den stationären natürlich – und stehe nicht etwa das veränderte Bedürfnis der Kunden im Zentrum des digitalen Wandels. So mancher stationäre Einzelhändler glaubt noch, ein zufälliger und umkehrbarer Digitalhype locke die Menschen vor den Bildschirm statt durch die Ladentür. Und eine Umkehr wäre ihnen das Allerliebste.

Dabei sind 20 Jahre eine wirklich lange Zeit, um sich an einen Wandel zu gewöhnen. Entscheidende Jahre, in denen sich heutige Riesen wie Amazon immer wieder neu erfanden und ihr Gesamtmodell perfektionierten. 1998 war das Jahr in dem Amazon – nachdem es seinen IPO hingelegt hatte – auch in Deutschland startete und sich anderen Warengruppen als Büchern öffnete.

Aber selbst damals kam der Online-Umsatz nicht urplötzlich aus dem Nichts, sondern wurde nur nicht ernst genommen. Was für eine enorme Marktgewalt sich aus „diesem Internet“ entwickeln könnte, war auch dann noch nicht ansatzweise gesellschaftliches Thema, als es 1998 im Prinzip schon jedem zugänglich und in der öffentlichen Wahrnehmung etabliert war.

Blast from the Past: „Online sein“ vor 20 Jahren

Dieser Tweet bringt in bester „Show-don’t tell“-Manier in Erinnerung, wie suspekt „Online“ schien und wie distanziert diskutiert wurde. (Dieser Beitrag stammt wohlgemerkt aus einem Jugendmagazin für Computer- und Videospiele!)

Das war 1998, als der digitale Handel im Konsumentenbereich überschaubare aber dennoch nicht zu verachtende 1,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete. (Zum Vergleich ein aktuelles „offline“ Beispiel: Für dieselbe Summe stattet die London Underground gerade die Piccadilly Line mit 94 neuen Züge von Siemens aus.)

2018 hat sich dieses Volumen mit knapp 64 Mrd. Euro nicht nur vervierzigfacht, sondern wird parallel begleitet von einem sprunghaften Wachstum im B2B Bereich, das für 2018 auch auf etwa 40 Milliarden Euro geschätzt wird (Statista).

Von 1.5 auf knapp 64 Mrd. € – in 20 Jahren hat sich allein der B2C E-Commerce Umsatz in Deutschland vervierzigfacht. (>>Quelle: OXID eSales)

Ob man die Digitalisierung mit Begeisterung oder Besorgnis betrachtet: es steht außer Frage, dass der digitale Handel ein wirklich großes Rad dreht. Und wer als Unternehmen an diesem Erfolg teilhaben möchte, muss mindestens genauso schnell mit dem Markt mitwachsen. (Beziehungsweise schneller, wenn Marktanteile nicht nur gehalten sondern sogar gewonnen werden sollen.)

Doch wie gelingt dies? Welche Faktoren haben dieses Marktwachstum möglich gemacht? Und wie stellt man sich als Onlinehändler darauf ein?

Mal wieder ein Jahresrückblick – Erfolg dank Trends?

Zum Ausklang des alten und Beginn des neuen E-Commerce-Jahres kann man ihnen nicht ausweichen: den alljährliche Trendschauen. Was lief gut, was verlor an Bedeutung und was beweist in den kommenden Monaten Hypepotential? Kein Newsletter, kein Magazin, kein Blog kommen ohne diese feste Größe in der Redaktionsplanung aus.

In Verbindung mit dem beachtlichen Marktwachstum sieht die Begeisterung für Trends und Hypes nach einer vielversprechenden Tatik aus. Wenn die Dynamik sich rasant entwickelt, mischt man am besten dort mit, wovon alle reden – oder nicht?
Fakt ist: Die Zahlen haben sich beeindruckend entwickelt. Aber während das Umsatzwachstum kontinuierlich anstieg, galt das für Trends nicht unbedingt. Nehmen wir bespielsweise den mobilen Touchpoint als Checkout („M-Commerce“ nannte man es eine zeitlang).

Nichts hat die flächendeckende Digitalisierung aller Bevölkerungsschicten und Alterstufen so vorangetrieben wie das Smartphone. Doch die Vorstellungskraft und Bereitschaft, mobil einzukaufen, drängte schon lange vorher in den Markt.
Vor 18 Jahren begleitete ich in einer Kommunikationsagentur den Markteintritt von mobilen Bezahlkonzepten. Die Idee, bargeldlos mit dem Handy zu bezahlen, hat uns damals schon elektrisiert. (Der große Durchbruch der Smartphones gelang erst 2007 mit dem iPhone.)
Paybox, Payitmobile und andere Pioniere von damals, sind seitdem gänzlich verschwunden oder in der Bedeutungslosigkeit versunken. Seit einigen Jahren hat sich Bezahlen mit Swipern oder nativen Apps wie von Paypal etabliert. Mit dem jüngsten Markteintritt von Apple Pay darf man nun allmählich von einem massiven Anstieg der Nutzung ausgehen. 16 Jahre liegen dazwischen. 16 Jahre in denen man diesen Trend gut und gerne auf die lange Bank schieben konnte.

„Die Digitalisierung“ ist kein Eisberg – Erfolg erklären mit Modellen?

Das Eisberg-Modell von Paul Watzlawick hat eine steile Karriere hinter sich. Ursprünglich entwickelt für zwischenmenschliche Kommunikationssituationen wird es mittlerweile auf vielfältigste Szenarien und mehr oder weniger verwandte Gebiete angewandt – auch auf die Digitalisierung und Digitalisierungsprojekte.

Plausibel, zugänglich, Botschaft sofort erfassbar – das Eisberg-Modell hat zurecht viel Fans.

Der Eisberg hat aber auch, wie alle Modelle, das Problem, dass er auf alles ein wenig, aber auf nichts perfekt passt. Während wunderbar klar wird, dass vieles ungewiss und gerade zu Beginn unüberschaubar ist. Wird zugleich mit diesem Bild eine gefährliche Illusion erzeugt: der Eindruck, dass, wenn wir den Eisberg nur von vornherein sehen könnten (bspw. durch Tauchen), wir ihn problemlos erkennen und sofort in den Griff bekommen könnten. Das ist ein Trugschluss: denn unausgesprochene Glaubenssätze sind genauso wenig im Vorfeld zu erkennen, wie der weitere Verlauf des digitalen Wandels.

Nehmen wir ein typisches Beispiel digitalen Wandels: Einführung eines Online-Vertriebskanals im Unternehmen. Zunächst denkt man, mit dem Aufsetzen einer E-Commerce Plattform ist es getan (Spitze des Eisbergs). Dann merkt man, dass bisherige IT-Strukturen auch davon betroffen sind wie PIM, CRM, ERP, CMS… (man taucht allmählich unter die Oberfläche und erkennt, dass da noch mehr Eis wartet) und schließlich realisiert man, das Produktion, Portfolio, Kommunikation ja die gesamte Firmenkultur ganz genauso davon betroffen ist (Erkenntnis: der Eisberg ist unter Wasser viel, viel größer als über der Oberfläche zu erkennen war).

Der Trugschluss ist nun zu glauben, dass man die großen Ausmaße des Projekts eben von vornherein einmal komplett in Augenschein hätte nehmen müssen. Dann hätte man von Anfang alles im Blick gehabt und später keine Überraschung. Und genau das ist falsch, das stimmt nicht! Denn der digitale Wandel ist nicht statisch, sondern – wie der Name schon sagt – ein Prozess! Erst während man den Wandel begleitet und erlebt, bilden sich die Veränderungen heraus. Sie stehen nicht von vornherein fest. Mit einem neuen Kanal, entwickelt sich eine neue Zielgruppe, eine neuer Kommunikationsbedarf, neue Business Katalysatoren und neue Produkte und Services. Man kann dies nicht von Tag 1 festlegen, sie bilden sich heraus und werden von denen, die den Wandel mitgehen, erschaffen.

Rinding the wave: Anforderungen an E-Commerce Player

Wenn man also nach einem geeigneten Gleichnis für den digitalen Wandel (des Handels, eines Geschäftsmodell, des Nutzerverhaltens) sucht, dann eignet sich dafür statt des Eisbergleichnisses viel besser die Welle.

Im Modell der Welle ist eine ständige Dynamik der Umwälzung und des Neuentstehens fest und unveränderbar enthalten. Sie bewegt sich kilometerweit über Wasser und verändert dabei ständig die Form. (So wie sich der Wunsch und praktische Ideen, mobil zu bezahlen über 16 Jahre kontinuierlich da waren sich über die Zeit aber verändert haben.)
Zudem – ist der auf der Oberfläche sichtbare Wellenkamm nur ein kleinerer Teil der Welle und eher Wirkung als Ursache. (Das Mobiltelefon haben wir alle seit Jahren in der Tasche.)

E-Commerce Wachstum: die Kraft der Welle
Eine Welle bricht sich Bahn. Die Gischt und der Wellenkamm sind sichtbar, aber das, was die Bewegung vorantreibt, passiert unter Wasser; wie beim Digitalen Handel.

Die antreibende Kraft und der Großteil der Bewegung passiert unter der Oberfläche.

So wie sich das mobile Bezahlen nicht aus sich selbst speist, sondern von vielen Faktoren abhängig ist, gilt dies ebenso für andere Digitalisierungszenarien. Technologie, Marktbegleiter, Konsum, Budgets, Werte, Lebensumfeld und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Fähigkeiten und Kompetenzen müssen in geeigneter Konstellation zusammentreffen, damit aus einem Trends nachhaltiges Wachsum entsteht.

Erfolg durch Fokus? -Was ist eigentlich „Kerngeschäft“?

 

Die interessanten Lehrstücke der letzten 20 Jahre E-Commerce sind diejenigen Beispiele, in denen Entwicklungen zwar aufgegriffen aber nicht ernsthaft oder nicht weitreichend genug implementiert wurden. Dass bei einer schwer vorhersagbaren Entwicklung Experimente notwendig sind, ist den Meisten klar. Aber wann ein Experiment gescheitert ist, oder ob man gerade dann die nächste Stufen zünden muss, bleibt ein großes Rätsel – oder eine hohe Kunst. Das Gefühl für den richtigen Augenblick, genannt „Kairos“ (nach seinen altgriechischen Meistern).

Tatsächlich sind viele unterwegs auf der Strecke geblieben, nicht weil, sie sich der digitalen Entwicklung gänzlich verschlossen hätten. Sondern häufig, weil sie versucht haben sich treu zu bleiben und damit auf das falsche Pferd gesetzt haben. Zu früh oder zu spät aktiv geworden sind. Für wie viele Unternehmen war der beliebte Management-Klassiker sich „auf das Kerngeschäft zu konzentrieren“ eigentlich das Todesurteil? (aktuell begründet so etwa Condé Nast das Einstampfen eines neuen thematischen Zweigs ihres Verlagsportfolios)

Vor einem Jahr haben wir bei OXID mit den Schwerpunkt Katalog-Versandhandel ein Schlaglicht auf ein Medium gesetzt das nur vermeintlich ein eigenes Geschäft ist. (Ein Überblick über gute Beispiele hier, und der Nachruf auf den dann prompt im Sommer eingestellten Otto-Katalog hier.) Rückblickend ist klar: der Katalog als Kanal hat Zukunft, aber er ist kein „Kern“. Katalog allein ist kein Geschäftsmodell.

Erfolgstipp: Kenne deinen ‚Gegner‘ – und reiche ihm die Hand!

Der Blick – quasi sich als Gegenprobe – auf die vergangenen 20 Jahre von Google zeigt es in beispielloser Klarheit: Statt das Kerngeschäft „Suche“ zu eng und rückwärtsgewandt zu zementieren, wird „Sichtbarkeit für den User“ immer wieder neu definiert. Suchalgorithmen brauchen Plattformen, Browser fürs Web, Speaker für den physischen Raum und viele weiteren Touchpoints, mit denen sich der Kunden gern und häufig beschäftigt.

20 Jahre Sichtbarkeit: Wie Google sich mit dem Wandel aufstellte.

„Digitalisieren heißt Feindbilder aufzugeben“, so fasste es Karin Stäbler, Geschäftsführerin von Reich Online und treibende Kraft hinter der Digitalisierung der Calida Group, im Sommer dieses Jahres zusammen.
Im Zentrum steht immer der oder die Kundin mit ihren Bedürfnissen, die zu bedienen sind. Und das darum entwickelte Geschäftsmodell ist nur Mittel zum Zweck und darf nicht unverrückbar sein. (Das ganze Video-Interview auf der OXID Commons 2018 fnden Sie unten.)

„Zusammenrücken, um dem Kunden das zu  bieten, was er braucht.“

Karin Stäbler, CALIDA, im Juni 2018 auf der OXID Commons.

 

 

Fazit: Erfolgstraining? „Watching the waves“

Agil bleiben, sich anzupassen und zu experimentieren, sind der einzige Weg zum Erfolg und zugleich niemals eine Erfolgsgarantie. Es gehört mehr dazu.

Geschäftsmodelle werden nicht einfach ‚ins Netz gehoben‘. Produkte werden nicht einfach digitalisiert. Sondern: Es werden zum Teil bekannte, zum Teil aber auch ganz neue Bedürfnisse des Kunden mit digitalen Maßnahmen erfüllt. Es ist nicht das mobile Bezahlen an sich. Und auch nicht die Möglichkeit des Personalisierens durch Machine Learning. Diese Bedingungen und Möglichkeiten sind schon lange da. Wie die Welle auch. Es ist der richtige Augenblick für den Wandel, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Und die Fähigkeit, diesen richtigen Augenblick zu erkennen.

Übung macht den Meister. Und wie beim Surfen hilft es auch im Handel, viele Wellen gesehen und sich vorbereitet zu haben, um im nächsten günstigen Moment zur Stelle zu sein. Insofern haben die alljährlichen Trendschauen vielleicht doch ihren Sinn. „Watching the waves“ nennt es der Surfer. Eine schöne und wichtige, vorbereitende Aufgabe. Aber man muss die Welle auch reiten wollen. Vom Zuschauen allein, kommt keine Meisterschaft.

Watching the waves… (Foto: C.Helbing, privat.)

Um im Surfer-Bild zu bleiben, könnte man noch ergänzen: niemand kann alle Wellen reiten.
Aber die, die man wirklich mitnehmen will, muss man zwingend im richtigen Augenblick erwischen.

 

 

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

Gastblog: Wie der Ratenkauf die Chance auf mehr Umsatz bietet

Die aktuelle ibi research-Studie Der Ratenkauf im deutschen Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht zeigt: Sowohl Kunden als auch Händler fahren gut mit dem Ratenkauf als Zahlungsoption.

Umsatzpotenzial für Onlinehändler dank Ratenkauf

Haifischbecken Onlinehandel – Aus dem Wachstum des Onlinehandels ziehen vor allem die großen Unternehmen einen Nutzen. Um sich gegen die dicken Fische durchzusetzen, müssen kleinere Händler mit innovativen Ideen aufwarten. Denn der Konsolidierungsprozess im Onlinehandel hält an und die Konkurrenz schläft nicht. Es gilt die Devise: Heute gut sein, um morgen mithalten zu können. Und weil jeder Kunde zählt ist die Neukundengewinnung für den Erfolg eines Shops essentiell – besonders für den kleinen Händler. Genauso wichtig ist es, die Kundenzufriedenheit sicher zu stellen, denn dann geht die Gleichung auf: Neukunden werden zu wiederkehrenden Kunden und bleiben letztendlich als Stammkunden. Und die sind es, die im Vergleich überproportional viel Umsatz machen. Doch wie erreicht man die Customer Loyalty? Hier sollten Händler zwei Sachen beachten: Einerseits ein perfektes Service-Angebot und andererseits die Qualität der bereitgestellten Customer Journey. Hübsches Design und nutzerfreundliches Layout reichen allerdings schon lange nicht mehr aus.

Optimaler Payment-Mix sorgt für zufriedene Kunden

In einer gelungenen Customer Journey spielt der Checkout eine besondere Rolle. Trotzdem wird er von Händlerseite oft auf die leichte Schulter genommen. Die Studie Einkaufswelten 2017 der TeamBank AG zeigt, dass 41 Prozent aller Onlineshopper am Ende des Einkaufs verärgert sind, wenn ihre gewünschte Zahlungsart nicht angeboten wird. Ganze 9 Prozent verlangen explizit nach einer Ratenzahlung. Händler sollten sich also die Wünsche ihrer Kunden ganz genau ansehen. Denn nichts ist ärgerlicher als Abbrüche im Checkout. Vor allem, weil ein ausgewogener, an den Kundenwünschen ausgerichteter Payment-Mix kein Hexenwerk ist. Zum Standard – so viel ist klar – gehören eine Walletlösung sowie Kreditkarten- und Rechnungszahlung. Was nicht so vielen Händler klar ist: Auch der Ratenkauf etabliert sich immer deutlicher als »must-have« im Checkout. Wie die aktuelle ibi research-Studie Der Ratenkauf im deutschen Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht zeigt, bringt er dauerhaft positive Effekte mit sich. Und die sollte man sich nicht entgehen lassen.

Ratenkauf als Chance für Umsatzsteigerung

Laut der ibi research-Studie bieten bisher rund 28 Prozent der befragten Online-Händler den Ratenkauf an. Mehr als ein Drittel von ihnen führte dieses Verfahren erst in den vergangenen 12 Monaten ein – Tendenz steigend. Denn ganze 53 Prozent der Händler können sich grundsätzlich vorstellen, den Ratenkauf mit in den Payment-Mix aufzunehmen oder planen bereits seinen Einsatz. Besonders interessant sind die Umfrageergebnisse der Unternehmen, die den Ratenkauf schon integriert haben: 70 Prozent der befragten Händler gaben an, ihren Umsatz gesteigert zu haben. Für 68 Prozent der Händler hat das Ratenkauf-Angebot außerdem zu einer Verbesserung der Kundenzufriedenheit geführt und mehr als die Hälfte der Händler verzeichneten einen Zuwachs an Neukunden. Tatsächlich konnten 35 Prozent der Händler auch ihre Abbruchquote im Checkout-Prozess deutlich nach unten korrigieren und somit zeitgleich die Conversion Rate optimieren.

70% aller Händler stellen eine Umsatzsteigerung nach Einführung von Ratenkauf fest

Gerade wenn es um hochpreisige Produkte geht: Der Ratenkauf ist nicht nur Entscheidungsbeschleuniger für Kunden sondern bringt naturgemäß höhere Warenkörbe mit sich. Und er wird besonders von Haushalten mit mittlerem Einkommen genutzt: Denn so können sie finanziell flexibel bleiben, auch wenn die unmittelbare Gesamtzahlung durchaus möglich wäre.

Einmal integriert, bietet der Ratenkauf also dauerhaft große unternehmerische Chancen. Wer darauf verzichtet, verpasst sie nicht nur, sondern ignoriert auch die Erwartungen der Kunden.

Mehr Infos zum Ratenkauf für Ihren OXID eShop finden sie hier!

Autor

Hannes Rogall, Produkt und Vertrieb von ratenkauf bei easyCredit

Hannes Rogall hat an der Universität Göttingen und der Staatlichen Universität Sankt Petersburg International Economics (M.A.) studiert. Er ist Spezialist im Bereich Payment und Banking. Derzeit ist er verantwortlich für Produkt und Vertrieb von ratenkauf by easyCredit bei der TeamBank AG.

Glueckliche Kundinnen

Köpfchen, Händchen, Herzblut: Zutaten zum Erfolg in der Mode-Branche

Obwohl „Kleidung und Schuhe“ laut Statista mit 67 Prozent das Top-Produktsegment im ersten Quartal dieses Jahres waren, ist es nicht leicht, im Online-Modehandel sein Geld zu verdienen. Kleine Händler kämpfen um ihre Nische, große Marken um Einzigartigkeit. Alle buhlen um den wechselfreudigen Kunden. Dabei nur auf B2C-Marktplätze und Handelsplattformen zu setzen, greift zu kurz. Zumal diese den Ansprüchen der Modeindustrie häufig nicht gerecht werden. Markenbildung im E-Commerce beginnt mit dem eigenen Shop. Um zukunftsfähig zu werden und zu bleiben, muss der Online-Shop up-to-date sein. Er bildet die technologische Basis, um individuelle Kampagnen auszusteuern, Alleinstellungsmerkmale zu schaffen und ein positives Image zu beeinflussen. Ein skalierbarer, flexibler Shop mit hoher Performance und Offenheit ist das Must-have im E-Commerce. Große Modenamen wie Schiesser, Zero, Street One, Trigema oder Sheego machen vor, wie es geht.

Laut einer Umfrage der w&co MediaServices GmbH & Co KG unter 82 Teilnehmern der Fashion Week 2017, krankt es bei den Mode-Experten in erster Linie an veralteten Systemen, fehlender (Marketing-)Automation und einer guten Vernetzung im Omnichannel. Doch gerade die Modebranche beweist, dass es anders geht, wenn nicht nur das Sortiment dem Zeitgeist folgt, sondern auch die E-Commerce-Strategie und -Plattform.

Vorreiter gibt es tatsächlich viele unter den Mode-Markenshops und -herstellern

Ein Pionier im Bereich Wäsche ist onmyskin.de. Der Shop ist vor rund 20 Jahren von der Unternehmerin Karin Stäbler aufgebaut worden. Heute umfasst er über 70 Marken und wurde im vergangenen Jahr von der Calida Group übernommen. 2017 wurde onmyskin.de mit dem Shop Usability Award in der Kategorie „Bester Markenshop“ ausgezeichnet. In diesem Jahr war es Calida, die sich eine der renommiertesten Auszeichnungen im deutschen E-Commerce sicherte.

Kunert setzt auf Handelspartner und Onlineshop

Auch der große Strumpfwarenhersteller Kunert setzt auf Handelspartner und auf Online-Shops einzelner Marken. Die Herausforderung an die Shop-Software ist hier ganz klar die Harmonisierung des B2B- und B2C-Kanals. Der Shop ist an das gut gepflegte PIM angebunden, was die zentrale Aussteuerung von Bildern und Informationen an alle Shops gewährleistet. Die Marken-Webshops von Kunert und Hudson sind genauso angebunden wie verschiedene Marktplätze, auf denen der Hersteller zwecks Sichtbarkeit und Reichweite präsent ist.

Alle diese Mode-Marken beweisen, dass sich mit einem flexiblen, offenen Shopsystem mit entsprechender Performance auch große Zukunftspläne realisieren lassen. So steht bei Schiesser quasi immer der nächste Relaunch bevor. Ob „Mobile First“ Strategie oder Voice Commerce, die Wäschemarke geht konsequent mit. So entwickelte OXID Partner Kühlhaus „Luxa“, den Sprachassistenten für den Schiesser Shop. Hier erhalten Kunden sprachgesteuert eine individuelle Beratung.

Sprachassistent Luxa für Schiesser, powered by Kühlhaus

Auch Katalogversandhändler machen ihre Hausaufgaben

Katalogversandhändler wie Schwab oder Sheego haben ein immenses Wissen über ihre Kunden. Und sie haben die nötigen Daten, was ihnen im Online-Handel einen Riesenvorteil verschafft. Um aber auch online so nah am Kunden zu sein, verlangt es nach einer Technologie, die den Kunden und seine Interessen mit der Zeit immer besser kennenlernt. Und es braucht den Willen, die Zielgruppe wirklich zu verstehen. Nicht zuletzt deshalb holt Sheego die Onlinekundinnen zum besseren Dialog direkt ins Haus, um deren Sorgen und Nöte im Shop besser abbilden zu können. Das Ergebnis sind zahlreiche Beratungstools zu Passform, Figurtyp und Styling, die den Kundinnen dabei helfen, die richtige Auswahl zu treffen.

Modehäuser: Mit Kreativität gegen Langeweile in der UX

Bereits vor fünf Jahren bot Lodenfrey seinen Kundinnen auf der Produktdetailseite die Möglichkeit, via Facebook Freunde abstimmen zu lassen, ob das entsprechende Produkt ein absolutes Must-have oder eher ein No-go ist. Mit der Shop-in-Shop Funktion betreibt der Händler zusätzlich eigene Submarken-Shops. Damit war das Münchener Modehaus der Luxusklasse mutig vorne dran, was die Interaktion mit seinen Kunden anbelangt. Die Münchner lassen nicht nach, den Shop konsequent weiterzuentwickeln.

Top Einkaufserlebnis bei Lodenfrey, egal ob on- oder offline

Auch Familienunternehmen wie Engbers GmbH & Co. KG erweiterten ihre stationären Geschäfte um Online-Auftritte, die ihre Marke nach außen tragen. Die Herausforderung besteht darin, dass der Shop trotz des breiten Angebots eine individuelle Note trifft. Der Kunde erwartet, dass er emotional eingestimmt wird und dieselbe Atmosphäre vorfindet, die er auch im Laden erlebt. Persönliche Angebote und eine prompte Lieferung inklusive.

Das Schuhhaus Zumnorde bietet seinen Kunden die Verschmelzung von Online- und Offline-Angebot durch einen digitalisierten POS. Bewegungsmelder registrieren Passanten auf der Straße. Das System spricht den potenziellen Kunden an, der sich dann beim Schaufensterbummel nach Ladenschluss via Touch-Displays beraten lassen kann. Mittels QR-Code kann der Käufer seine Ware via Smartphone nach Hause liefern lassen. Ein ähnliches Konzept verfolgt der Online Retailer EOD mit dem Ladenkonzept seiner Marke Vivo Barefoot und dem interaktiven Schaufenster in Köln.

Digitales Schaufenster im Flagship Store Vivo Barefoot in Köln
Digitales Schaufenster von POSeidon im Vivo Barefoot Flagship Store in Köln

Fazit:

Alle genannten Beispiele zeigen: Der Online-Laufsteg wird zur Rennbahn für das Fashion-Business! Wenn der Händler ein auf seine Kundschaft zugeschnittenes Konzept verfolgt, strategisch vorgeht und das richtige IT-Set-up inklusive E-Commerce-Plattform für sich findet. Wir drücken die Daumen, für weiterhin viele gelungene Projekte und mutige Ideen, die Kunden glücklich machen und den Händlern den wohl verdienten Umsatz bescheren.

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Kaufabbrüche verhindern

Gastblog: Kaufabbrüche im Weihnachtsgeschäft verringern

Die Existenz des Smartphones beeinflusst stetig unser Leben. Durch den flexiblen Gebrauch, verändert es auch unser Online-Shopping-Verhalten.
Die mobilen Geräte sind bereits für 60% des Online Traffic verantwortlich, aber machen nur 16% der Online-Käufe aus. Wie kommt dieser “Gap” zustande?

Das defizitäre UI und UX Design mobiler Webseiten frustriert Shopbesucher schnell

91% der Besucher verlassen eine mobile Website, wenn sie ihre Bedürfnisse nicht erfüllt. 27% der Online-Kunden finden, dass es schwierig ist, Produkte und Anbieter auf einem Smartphone zu vergleichen.
51% der Smartphone-Nutzer haben von einem anderen Unternehmen oder einer anderen Marke als beabsichtigt gekauft, weil diese eine bessere UX hatten. (Quelle: eMarketer)

Es reicht nicht aus, eine responsive Webseite zu gestalten. Sie muss sich nicht nur der Größe eines Bildschirms anpassen, sondern auch der Usability eines mobilen Endgerätes. Die Online-Shops konkurrieren hierbei mit anderen Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook. Durch diese kennen Smartphone-Nutzer bereits die Bedeutung unterschiedlicher Icons und sind es gewohnt, zu swipen und zu scrollen, was eine Desktop-Webseite dem User nicht offeriert.
Progressive Web Apps (PWAs) setzen einen neuen Standard und bieten viele Möglichkeiten für Shop-Händler. Es handelt sich hierbei nicht um herkömmliche Apps zum runterladen, sondern um Webseiten, welche die gleiche Funktionalität, sowie ein ähnliches Erscheinungsbild wie Apps haben, ohne dass der Shopbetreiber eine zusätzliche App entwickeln muss. Die PWAs können mittels URL aufgerufen werden, haben außerdem kürzere Ladezeiten, als eine normale Webseite. Und sie funktionieren sogar offline.
Die mobilen Shop-Besucher haben bereits gelernt, mit solch einem Format umzugehen und es ist erwiesen, dass bereits gelaunchte PWAs auf Smartphones besser performen, im Vergleich zu ihren vorherigen responsiven Webseiten.

Durch Kunden Rückgewinnung zu mehr Umsatz

Die Kunden scheuen sich davor, ihre Einkäufe online abzuschließen

31% der Smartphone-Nutzer tätigen keine Bestellung auf ihrem mobilen Gerät, weil sie Bedenken haben, ob ihre Daten sicher sind. 8% haben das Gefühl, dass es eine impulsive Handlung ist, über das Smartphone zu bestellen. (Quelle: eMarketer)

Laut einem Bericht von Wolfgang Digital treffen westliche Konsumenten ihre Entscheidungen gern mobil, während sie ihre Bestellungen am Desktop tätigen. Daher ist es als Shop-Betreiber sinnvoll, eine Omni-Channel-Konsistenz zu gewährleisten. Die gesammelten Daten eines mobilen Kunden können effektiv dazu genutzt werden, ihnen relevante Artikel und Informationen auch auf ihrem Desktop anzuzeigen.
Werden dem Kunden die ausgewählten Produkte direkt auf der Startseite oder in einem Banner angezeigt, wird es ihm erleichtert, einen Einkauf zu tätigen. Denn Mobile-Nutzer und Desktop-Nutzer sind in den meisten Fällen dieselbe Person. Unterstützend können Sie Lösungen zur Rückgewinnung von Kaufabbrechern in Ihrem Shop implementieren.

Ein intelligenter Algorithmus erkennt, wenn Kunden auf der mobilen Webseite sind und fragt bei Verlassen des Shops über ein Dialogfenster, ob der aktuelle Warenkorb gespeichert werden soll.
Der Kunde bekommt via Link seinen Warenkorb an seine E-Mail-Adresse zugeschickt und hat die Möglichkeit, ihn am Desktop erneut aufzurufen und seinen Einkauf fortzusetzen oder abzuschließen.
Wenn Optionen wie “online kaufen, im Geschäft abholen” oder “online kaufen, im Geschäft umtauschen” implementiert sind, wird ein weiterer Kanal genutzt, um mit dem Kunden in Kontakt zu kommen.

Wie sieht die Zukunft des mobile Shopping aus?

Die Prognose ist, dass immer mehr Kunden über ihr Smartphone online-shoppen werden. Das Thema wird an Relevanz gewinnen und für den Geschäftserfolg eines Händlers eine wichtige Rolle spielen. Shop-Betreiber sollten sich daher damit auseinandersetzen. Ihre Kunden wollen unterwegs, flexibel mit dem Smartphone shoppen, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit! Machen Sie es ihnen so einfach wir nur irgendwie möglich.

Autor

Julian Craemer, Gründer von Uptain, Software Hersteller gegen Kaufabbrüche

Julian Craemer gründete 2016 zusammen mit zwei Co-Foundern uptain. Das Unternehmen bietet innovative Software zur Rückgewinnung von Kaufabbrechern im E-Commerce an. Zuvor war er selbständig als Berater für Onlineunternehmen tätig, arbeitete im Hamburger Company Builder Hanse Ventures, gründete drei Startups und leitete internationale IT-Projekte für ein globales Unternehmen.

E-Commerce Systeme 2018: 10 Key Take-Aways

Fraunhofer IML untersucht Onlineshop-Systeme 2018

Das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat mit der im Oktober 2018 erschienenen Studie „Onlineshop-Systeme zur Digitalisierung des Handels“ den Anbietermarkt für den B2C- und B2B-Commerce analysiert.

Die Marktstudie beinhaltet die aktuell umfassendste funktionale Analyse für E-Commerce-Systeme.

Digitalisierung im Handel unter der Lupe

Federführend war das Team ERP LOGISTICS des Fraunhofer-Instituts und kooperierte mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Dortmund. Die Studie wurde im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Neben der Originalstudie finden Sie am Ende dieses Überblicks auch ein aufbereitetes Management-Summary mit den Key Take-Aways zum kostenfreien Download. Hier die wichtigsten Eckdaten in Kürze:

1. Der Mittelstand braucht eigene Wege

Sowohl Fraunhofer als auch das Kompetenzzentrum stehen wie keine anderen Institutionen für das tiefe Verständnis der Bedürfnisse des Mittelstands und dem Aufspüren der besonderen Potentiale dieses Segments. Die komplette Studie bewertet alle Aspekte zu 100% aus Mittelstandssicht.

2. Im Vergleich: 19 Hersteller von A – Z

Mit Fokus auf Deutschland wurden auch global aktive E-Commerce Hersteller gescannt und kontaktiert. Die Evaluation unfasst zu den 19 Teilnehmern ein detailliertes Profil von Branchenausrichtung, über Größe und Bedeutung der Anbieter im deutschen Markt bis hin zu Nutzungs- und Kostenmodellen.

3. Chancen und Konsolidierung

Der digitale Handel ist keine feste Kenngröße und hat kein statisches Ergebnis. Vielmehr untersuchen und bewerten die Autoren ihn als das, was er ist: einen Prozess der Digitalisierung. Dabei werden die enormen Chancen für den Mittelstand genauso thematisiert, wie die absehbare Konsolidierung des Marktes der Anbieter.

4. Was die Systemwahl wirklich bedeutet

Vor diesem Hintergrund versteht sich die Studie als eine Entscheidungsvorbereitung für jedes Unternehmen, das sich mit einer Neueinführung, Systemablösung oder -erweiterung beschäftigt. Sie erläutert Tragweite der System-Entscheidung und gibt einen Ausblick, welche Charakteristika in der Praxis welche Konsequenz nach sich ziehen.

5. B2C vs. B2B?

Mit Weitblick werden die unterschiedlichen Zielgruppen und ihre Zukunftsperspektiven dargestellt. So stehen sich die Innovationskraft des Digital Commerce-Vorreiters B2C und das enorme Potential von B2B gegenüber. Wie werden sich die Felder in Zukunft vebinden? Und welche Unterschiede sind in Zukunft zu erwarten?

6. Pricing und Lizenzen

In einer einzigartigen Detailarbeit haben die Marktforscher alle Eigenschaften und Kenngrößen miteinander verglichen. Unter anderem stehen auch alle Anbieter mit ihren unterschiedlichen Lizenzierungs- und Abrechnungsmodellen tabellarisch nebeneinander. Hier wird deutlich, wie unterschiedlich diese zum Teil ausfallen, und welche Vorteile dies jeweils bringt.

7. Features & Functions: deutliche Unterschiede

Die OXID Plattform überzeugt mit höchstem Erfüllungsgrad!

8. Welche Trends wirklich wichtig sind.

Jedes Geschäftsjahr ist geprägt von neuen, zum Teil stark gehypten Branchentrends. Die Untersuchung greift mit wohltuendem Augenmaß diejenigen heraus, die die Systementscheidung berühren und das Geschäftskonzept im Kern betreffen.

9. Industrie 4.0: was bedeutet dies wirklich für den Handel?

Gerade in produzierenden Unternehmen stellt sich schon lang die Frage, ob und wie die vernetzte, automatisierte Produktion direkt an den digitalen Handel angebunden werden kann. Aber ist dieses Thema zwischenzeitlich auch bei den Systemanbietern angekommen? Die Studie gibt hier eine klare Antwort.

10. Wie kommen Kanäle zusammen?

Fest steht, jeder Händler muss seine potentiellen und Bestandskunden über mehrere Kanäle und Touchpoints erreichen. Doch wie verknüpft man diese am besten? Was ist Pflicht; was Kür? Zum Abschluss diskutiert die Studie mögliche und wahrscheinliche Strategien, die die Zukunft des Handels prägen werden.

Die 100-Seiten-starke Studie ist im OXID Ressourcen Center verfügbar. Zudem haben wir ein Management Summary auf 7 Seiten hier zusammengestellt.

Auch interessant: Wie unser „Handel 4.0“-Prototyp auf der Hannover Messe 2017 vorgestellt wurde, lesen Sie in diesem Blogartikel: >> „Industrie & E-Commerce: Digitalisierung rückt die Werkbank an den Ladentisch“

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Personalisierung: Raus aus den Kinderschuhen!

Teil 1: Personalisierungsoption in OXID eShop – die (Markt)Theorie

Das Thema Personalisierung ist in aller Munde. Angefeuert durch den Hype um Künstliche Intelligenz, geht die „interessensbezogene Aussteuerung von Inhalten“ (Content, Produkte, Angebote…) oder anders umschrieben „das richtige Angebot zum passenden Zeitpunkt“ im E-Commerce gerade in die heiße Phase. Kaum ein Event, Kongress oder Newsletter, wo einem das Thema nicht nähergebracht wird. Doch wie steht es wirklich um die individuelle Kundenansprache im Webshop? Haben Händler die Relevanz des Themas erkannt und schreiten gerade im Hintergrund emsig zur Tat? Oder warum ist es so seltsam still bei den Anbietern und niemand brüstet sich mit einer wirklich gelungenen Personalisierungsstrategie?

“Personalisation: the automatic tailoring of sites and messages to the indivuduals viewing them so that we can feel that somewhere there’s a piece of software that loves us for who we are.”

David Weinberger, Autor

Status Quo Personalisierung

Die Internet World hat letzte Woche die Probe aufs Exempel gemacht. Sie veröffentlichte die Erfahrungen unter dem Aspekt personalisierter Einkaufserlebnisse nach 4 Wochen Onlineshoppen bei einigen der größten Shops in der Branche. Die Ergebnisse sind ernüchternd bis enttäuschend. Da ist die Rede von Shops, die jedes Mal wieder von Neuem die Kleidergröße abfragten, trotz Login und großzügiger Überlassung persönlicher Daten im Test-Account. Die Probandinnen berichten von regelrechten „Echt-jetzt?“ Momenten, wenn der Shop partout Sommerschläppchen anbieten wollte, obwohl bei den letzten Besuchen nach Winterschuhen gesucht wurde.

Das Fazit: „Klassisches Stöbern und gute Filter führten besser und schneller zum passenden Produkt. Offenbar dauert es noch, bis der Algorithmus die Shopper-Seele wirklich verstehen lernt.“ Für die Kunden ist also von maßgeschneiderten Angeboten passend zum aktuellen Bedarf noch nicht viel zu spüren.

Personalisierung zwischen Anspruch & Realität

Der Anspruch des Kunden

Das Experiment spiegelt wider, was wir am Markt wahrnehmen. Jeder spricht darüber, aber nur wenige Shopbetreiber arbeiten an einem entsprechenden Konzept, den Onlineshop mit Tools und Technologien fit für das Zeitalter des Individuums zu machen. Denn dieses erwartet zunehmend die persönliche Ansprache und möchte eben nicht nach dem aktuellen Wunschprodukt ewig stöbern müssen. Glaubt man den zahlreichen Studien, die das Kundenverhalten analysiert haben, ist der Personalisierungswunsch der Kunden Fakt:

  • 75% der Besucher verlassen sofort wieder einen Shop, wenn sie ein für sich uninteressantes Produkt angezeigt bekommen
  • 48% der Interessenten brechen den Kauf ab, wenn er nicht auf tatsächliche Bedürfnisse zugeschnitten ist
  • Personalisierungsanbieter berichten von durchschnittlichen Conversion Steigerungen von 25% unter Einsatz von entsprechenden Technologien

Die Wirksamkeit von Personalisierung im Onlinehandel ist unbestritten. Händler, die nicht dringend aufrüsten, werden Kunden verlieren, für die der nächste Anbieter nur einen Mausklick entfernt ist und der vielleicht just das treffende Kaufangebot unterbreitet.

48% aller User brechen den Einkauf ab, wenn er nicht auf tatsächliche Interessen zugeschnitten ist.

Accenture, 12/2017

Die Realität des Händlers

Weshalb also, kommt das Thema im Shopping-Alltag nicht so recht in Schwung? Offensichtlich gibt es viele Vorbehalte gegen Personalisierung.  Shopbetreiber haben gemeinhin viele Gründe, weshalb das Thema für sie ein heißes Eisen ist:

  • Angst vor hohem Arbeitsaufwand und hohen Projektkosten
  • Angst vor hohen Preisen für entsprechende Lösungen
  • Der richtige Umgang mit Datenschutz, Tracking, Big Data
  • Bedenken vor dem Einsatz von KI und wie dieser sich auf das Business auswirken könnte
  • Das komplexe Handling von Kundendaten
  • Schwierigkeiten bei Einrichtung und Betrieb
  • Die Haltung sensibilisierter Kunden, die eben nicht gerne ihre Daten hinterlassen

Personalisierung als echter Wettbewerbsvorteil

Trotz aller Schmerzpunkte, zu denen es von vielen Herstellern und Dienstleistern am Markt professionelle Unterstützung gibt: gerade jetzt ist der Moment für Händler, einzusteigen! Während viele noch zögern, kann man sich entsprechend positionieren und mutig voranschreiten:

  • Und mit Personalisierungsmaßnahmen dem Kunden ein bedarfsgerechtes, überzeugendes Einkaufserlebnis bieten
  • dadurch mehr Interessenten zu Kunden konvertieren
  • zögerliche oder preissensible Kunden überzeugen
  • die Bestellwerte eines Einkaufskorbes signifikant erhöhen
  • durch die 1:1 Kommunikation mit dem Kunden mehr Interaktion im Shop erreichen
  • den Kreis der Stammkundschaft erhöhen
  • durch Personalisierung in Echtzeit das Business skalieren

Also alles in allem, mehr Umsatz im Shop generieren! Klingt das nicht verlockend?

65% aller Händler registrieren Umsatzsteigerungen nach dem Einsatz von Maßnahmen zur Personalisierung.

etailment

Fazit

Es ist an der Zeit, Startseiten in Webshops abzuschaffen, die täglich im Gießkannenprinzip den Top-Seller anpreisen, unabhängig davon, ob der Kunde jung, alt, männlich, weiblich, dick, dünn, reich oder arm ist. Personalisierung ist der Conversion-Hebel schlechthin. Diesen gilt es jetzt umzulegen. Das Angebot an guten Lösungen von erfahrenen Dienstleistern und Herstellern ist da. Informieren Sie sich und nutzen Sie es. Sprechen Sie uns an!

Den Kundenwunsch immer im Blick mit Personalisierungsmaßnahmen
Den Kundenwunsch immer im Blick mit der Personalisierungsoption in OXID eShop!

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Gastblog: 5 Tipps für effektives E-Mail Marketing zum Black Friday und Cyber Monday

1. Bestimmen Sie Ihre Aktionszeiträume nach Ihrem Gusto

Üblicherweise beginnt das „Black-Weekend“ am Black Friday, der in diesem Jahr auf den 23. November fällt. Mit dem Cyber Monday endet das weltweit beliebte Schnäppchen-Wochenende. Doch viele Händler machen aus den vier Tagen eine ganze Woche (Black-Week) oder gar einen ganzen Rabatt-Monat. Entscheiden Sie selbst, ob Sie bereits vor dem 23. mit Ihren Black-Weekend Aktionen beginnen wollen oder lieber in die Verlängerung gehen möchten. Und kündigen Sie Ihre Rabatt-Aktionen möglichst 4-5 Tage vor Aktionsbeginn an.

Legen Sie am besten im Vorfeld eine Automationskette an, damit Ihre Newsletter wie geplant versendet und Ihre Abonnenten rechtzeitig informiert werden. Zu den Automationsketten später mehr.

2. Diese Produkte sind an den Black-Weekend-Tagen ganz besonders begehrt!

Weltweit wurden 2016 über 140 Millionen Produkte verkauft. Wenn Sie wissen wollen, welche Produkte in Deutschland am beliebtesten sind: Laut einer Umfrage von mydealz werden in 2018 voraussichtlich folgende Produkte am meisten gekauft werden:

  • Kosmetik
  • Mode
  • Lebensmittel
  • Möbel und Dekoartikel
  • Sport und Freizeit

Weiterhin sind Technikartikel sehr begehrte Produkte und Reise-Schnäppchen werden zu der dunklen Jahreszeit natürlich auch sehr gerne gebucht.

Mit diesem Wissen können Sie Ihre Produkte optimal auf Ihrer Website präsentieren und in Ihren Newslettern in den Fokus Ihrer Abonnenten rücken. Dazu zählen gute Produktfotos, knackige sowie ansprechende Produktbeschreibungen, tolle Headlines und natürlich darf der Call to Action-Button nicht fehlen! Preisen Sie unterschiedliche Produkte in Ihrer E-Mail Kampagne an.

Unser Extra-Tipp: Mit dem Einsatz von Produktzusammenstellungen bieten Sie Ihren Abonnenten eine optisch ansprechende Hilfestellung bei der Produktsuche und rücken gleichzeitig Ihre Produkte kreativ ins Licht. Der Newsletter-Empfänger sieht so auf einen Blick, mit was er seine neue Lederjacke perfekt kombinieren kann, welche Lebensmittel mit welchem Wein harmonieren, oder welcher Couchtisch zu welchem Sofa passt.

3. Punkten Sie mit diesen Aktionsideen bei Ihren Abonnenten!

Angebote und Rabatte sind natürlich immer gerne gesehen. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, Ihre Abonnenten mit unterschiedlichen Aktionen zu begeistern. Wir haben eine Handvoll Ideen zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen werden die eine oder andere Aktion gewinnbringend umzusetzen.

  • Der Best-Friday-Deal: Reduzieren Sie nur Ihre Besteller zum Best-Preis.
  • Black-Sale-Friday: Reduzieren Sie nur bestimmte (schwarze) Produkte.
  • Give away on Friday: Beim Kauf von Produkt X gibt es noch etwas „on top“.
  • Exclusive-Friday: Spezielle Newsletter-Angebote nur für Abonnenten (VIP-Gefühl).
  • Lieblingsteil-Day: Kunden erhalten ein Rabatt X auf ein Lieblingsteil.

4. So kann Ihre Betreffzeile zum erfolgreichen E-Mail Öffner werden

Mit einer nüchternen Betreffzeile werden Sie wahrscheinlich nicht sehr viel erreichen und am Ende stellen Sie selbst ernüchtert fest, dass Ihr Newsletter nicht die erhoffte Öffnungsrate erzielt hat. Hier sind einige Do’s and Don’ts für Sie.

Besser vermeiden:

  • Langweilige Formulierungen
  • Zu lange Betreffzeilen (optimal sind 30 – 40 Zeichen)
  • Komplizierte Sätze
  • Verwirrende Informationen
  • Aneinanderreihung von Keywords

Besser machen:

  • Überlegen, welche Zielgruppe Sie erreichen möchten
  • Kreative und humorvolle Formulierungen
  • Schnell auf den Punkt kommen
  • Ein, zwei Keywords an den Anfang setzen
  • Neugier und ein Begehren wecken

5. Legen Sie während der Black-Week ruhig mal die Füße hoch

Ok, automatisch wird der Erfolg wahrscheinlich nicht kommen, doch mit einer Automationskette machen Sie sich das Leben während der Aktions-Woche oder -Wochen auf jeden Fall einfacher.

Planen Sie nicht nur Ihre Newsletter und Aktionen, sondern legen Sie schon vorher fest, wann welche E-Mail zu welchem Produkt und an welche Kundengruppe rausgeschickt werden soll.

Erstellen Sie im Vorfeld Ihre Automationskette und sorgen Sie so für eine reibungslose, effektive Kommunikation mit Ihren Abonnenten. Sollten Sie währenddessen feststellen, dass Sie doch noch etwas ändern möchten, können Sie jederzeit Ihre Automationskette entsprechend anpassen.

Drei Beispiele möglicher Automationsketten

Best-Friday Deal mit Vorankündigung und Reminder Mail

Best-Friday Deal
Best-Friday Deal mit Vorankündigung und Reminder Mail

Beispiel „Fashion“ Lieblingsteil-Day mit Aktionsstart am Black Friday und Reminder Mail

Fashion Lieblingsteil-Day
Beispiel „Fashion“ Lieblingsteil-Day mit Aktionsstart am Black Friday und Reminder Mail

Beispiel Pre-Black-Sale mit Black Friday Aktion und Reminder Mail

Pre-Black-Sale
Beispiel Pre-Black-Sale mit Black Friday Aktion und Reminder Mail

Fazit:

Fangen Sie rechtzeitig mit Ihrer E-Mail Kampagne an und überlegen Sie, wie Sie Ihre Zielgruppe mit Ihren Aktionen ansprechen möchten. Seien Sie kreativ bei der Entwicklung Ihrer Black-Friday Betreffzeile und halten Sie Ihren Newsletter-Text kurz und leicht lesbar. Ein zielgruppengerechtes Design sowie ansprechende Produktfotos machen auf jeden Fall Appetit auf mehr! Und bedenken Sie, dass der Name Black Friday als Marke geschützt ist!

Grundsätzlich gilt jedoch: alles ist möglich am Black-Weekend!

Zum Newsletter-Modul von Cleverreach® für OXID eShop hier entlang!

Autor:

Morny Russell arbeitet im Marketing beim E-Mail-Software Anbieter CleverReach® in Rastede. Als kreative Textjongleurin und Über-den-Tellerrand Guckerin verfasst Sie Texte rund um das Thema E-Mail Marketing. Davor war sie viele Jahre als Autorin und Redakteurin für verschiedene TV-Produktionsfirmen wie der Brainpool TV GmbH in Köln und der Constantin Entertainment in München, in der TV-Unterhaltungsbranche tätig. In ihrer Freizeit ist sie bekennender Foodie und leidenschaftliche Instagrammerin.