Beiträge

Wenn Paletten knapp werden

Gastblog: Kommen Sie weg von der Palette, beliefern Sie Ihre Kunden einfach selbst

Keine Angst vor komplexen Finanzprozessen beim Wechsel von B2B auf B2C

Als ich vor ein paar Wochen auf dem Weg ins Büro war, habe ich eine für mich überraschende Nachricht gehört: In Deutschland werden die Paletten knapp. „Der Gebrauchtmarkt für Paletten ist praktisch leer gefegt“, verkündete ein Radiosprecher. Was zunächst wie ein Scherz klingt, ist die bittere Wahrheit – und wird für einige Firmen hierzulande zu einem ernsthaften Problem. Weil die Wirtschaft und vor allem der Export boomt, sind genug Aufträge da. Doch was nutzt die tolle Auftragslage, wenn einem die Logistik einen Strich durch die Rechnung macht und man am Ende auf der Ware sitzen bleibt?

Für viele Unternehmer sind derartige Engpässe mit Risiken verbunden. Kurzfristig leidet schon die Beziehung zum Zwischenhändler, langfristig kann sogar ihr Geschäft bedroht sein. Wenn ihr Produkt für längere Zeit nicht mehr in den Regalen liegt, entscheiden sich die Kunden womöglich für die Produkte eines Wettbewerbers, die sie im Geschäft oder online bekommen. Das Vertrauen in die Marke nimmt genauso ab wie die Loyalität der Kunden – und das alles nur, weil die Wirtschaft einen unverhofften Aufschwung verzeichnet. Wie absurd.

Das Risiko, die Verbraucher nicht mehr zu erreichen, lässt sich allerdings ganz einfach aus der Welt schaffen: Anstatt auf Zwischenhändler zu setzen und Produkte auf Paletten durch die Republik zu transportieren, können Unternehmen ihre Kunden auch einfach selbst beliefern. Netter Nebeneffekt ist, dass die Margen, die vorher der zwischengeschaltete Händler erzielt hat, in die eigene Bilanz gehen.

Und dann wären da noch die Kundendaten, die ein Unternehmen vorher dem Zwischenhändler überlassen hat, nach einem Wechsel vom B2B-Geschäft auf den B2C-Markt aber in den Händen hält. Damit lassen sich nun nicht nur gezielt die Kunden ansprechen, sondern auch das Marketing viel effektiver steuern.

Natürlich warten im B2C-Geschäft auch Herausforderungen, die Unternehmen nicht unterschätzen sollten – alles andere wäre verwunderlich, wenn sie anstelle von wenigen Händlern als Abnehmer nun vielleicht Tausende Endkunden haben. Das hat übrigens auch wieder einen unmittelbaren Einfluss auf die Distribution: Die Ware wird nicht mehr ein paar Mal die Woche auf großen Paletten auf die Reise verschickt, Unternehmer müssen ihre Produkte nun direkt an den Verbraucher bringen. Sobald dieser automatisierte Prozess aufgesetzt ist und ein Rädchen ins andere greift, ist diese Herausforderung aber schnell vergessen.

Ebenfalls ein Grund für Kopfschmerzen können die komplexen Finanzprozesse hinter dem Geschäft sein. Tausende Kunden bedeuten Tausende Rechnungen – und das zieht ganz schnell einen Rattenschwanz an Aufgaben nach sich. Die Verbuchung der Zahlungseingänge, die Anmahnung oder die Eintreibung binden Zeit und personelle Ressourcen, die viele Unternehmen, vor allem Start-ups und Mittelständler, nicht haben.

Die meisten Unternehmen, die von B2B auf B2C wechseln, brauchen deshalb eine helfende Hand, um die Buchhaltung und die Zahlung dahinter abzuwickeln – und genau diese helfende Hand können wir reichen. Mit Aqount müssen sich Unternehmen nicht mehr um die Anbindung unterschiedlicher Zahlarten, das Debitorenmanagement oder das Inkasso kümmern, sie können sich ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: das Produkterlebnis und den Service für den Kunden, der immer im Mittelpunkt eines erfolgreichen Webshops stehen sollte.

Erfahren Sie in unserem Business Insights Reports von Arvato Financial Solutions, welche Strategien ein B2B-Händler beim Eintritt auf den B2C-Markt verfolgen kann und welche fünf Punkte unbedingt beachtet werden sollten.

 

Autor

Florian Krämer, Director OperationsFlorian Krämer

Director Operations | Accounting & Collection

 

Vom B2B zum B2C Segment

Gastblog: Nehmen Sie Tempo im B2C-Markt auf. Setzen Sie auf starke Partner.

Welche Herausforderungen auf B2B-Unternehmen im B2C-Geschäft warten

Für einen Mann ist sein Werkzeug oft mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand. Das gilt auch für einen meiner Freunde, der viele Stunden in meinem Werkzeug-Keller verbringt, in dem sich über die Zeit allerlei Arbeitsgeräte angesammelt haben. Besonders stolz zeigte er mir zuletzt seine blaue Bosch-Bohrmaschine, die zum Einsatz gekommen war, als wir zusammen das Zimmer für sein erstes Baby fertig gemacht haben.

Für mich spielt die Farbe einer Bohrmaschine grundsätzlich keine Rolle, mein Freund sieht das aber anders, schließlich hätten Hobby-Handwerker wie wir üblicherweise nur die grünen Werkzeuge von Bosch. Deshalb kam bei uns die Frage auf, die sich wahrscheinlich schon viele Männer gestellt haben: Warum gibt es eigentlich eine blaue und eine grüne Bohrmaschine von Bosch?

Würde ich nicht im E-Commerce arbeiten, hätte ich vermutlich nur mit den Schultern zucken können, so aber hatte ich eine Erklärung: Bei den blauen Bosch-Produkten handelt es um die Geräte, die nur für die professionelle Verwendung in Handwerk und Industrie hergestellt wurden; die grüne Produktlinie ist für Heimwerker wie uns gedacht. Ursprünglich produzierte Bosch seine Werkzeuge nur für Händler, irgendwann entschied sich das Unternehmen dann dafür, einen neuen Absatzmarkt zu schaffen. Neue Produktpalette, neue Preisklasse – schon war Bosch neben dem originären B2B-Geschäft auch auf dem Markt für Endkunden.

Bosch Bohrmaschinen für Profis und Hobby-Handwerker

 

Im Fall von Bosch klingt es ganz einfach, in der Realität ist der Schritt von B2B auf B2C aber oft an Herausforderungen geknüpft. Wenn die Wertschöpfungskette auf ein B2C-Geschäft ausgelegt ist und vorher ein Händler zwischengeschaltet war, könnte die Vermutung nahe liegen, die Produkte über einen eigenen Online-Shop zu vertreiben. Dadurch besteht allerdings die Gefahr, den originären Vertriebskanal zu kappen. Was haben Händler davon, wenn sie einen neuen Markt erschließen, dafür aber womöglich die viel rentablere Beziehung zum Vertriebspartner verlieren?

Die Entry-Strategie ist bei einer Verlängerung des B2B-Geschäfts auf B2C nicht der einzige Faktor, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Das Tempo auf dem B2C-Markt ist deutlich schneller und stellt Händler vor eine große Herausforderung: Ihre Unternehmensstrukturen müssen auf ein 24/7-Geschäft ausgelegt sein. Es entstehen schlagartig riesige Anforderungen an den Customer Service und die Distribution – zwei Felder, die beim Schritt von B2B auf B2C personell und logistisch aufgestockt werden müssen.

Fähige Mitarbeiter und die beste Logistik reichen allerdings nicht aus, um das rasante Tempo auf dem B2C-Markt mitgehen zu können, langfristig kommen Firmen an automatisierten Prozessen nicht vorbei. Die Notwendigkeit leitet sich aus der gestiegenen Nachfrage ab: Nachdem Bosch & Co. die Beziehungen zu ihren Großkunden persönlich pflegen und Bestellungen manuell abwickeln konnten, haben diese Unternehmen nach dem Eintritt auf den B2B-Markt plötzlich Tausende Kunden.

Damit steigen nicht nur die Anforderungen an den Bestellvorgang und die Distribution, sondern vor allem an die Bezahlung. Mehr Aufträge und dementsprechend mehr Forderungen bedeuten ein viel aufwendigeres Debitorenmanagement, das einige Händler vor große Herausforderungen stellt. Wenn größere Zahlungen ausfallen, kann das nämlich besonders für Start-Ups und Mittelständler zum Problem werden.

Viele Unternehmen benötigen beim Schritt von B2B auf B2C einen starken Partner, um die Zahlungen abzuwickeln. Und genau hier kann AfterPay helfen: Während die Kunden entscheiden, wie und wann sie bezahlen, haben Händler die beruhigende Gewissheit, dass sich jemand anderes um die Verwaltung kümmert, vom Risikomanagement bis zum Mahnverfahren.

Meine Empfehlung ist, dabei sofort auf den richtigen Partner setzen, der nicht nur die eigentlichen Finanzprozesse perfekt beherrscht, sondern auch und besonders die Zufriedenheit der Endkunden als Kern seiner Verantwortung sieht. Damit stellen Unternehmen für das bestmögliche Kauferlebnis sicher und erhöhen nachhaltig die Kundenbindung.

Verzichten Sie nicht auf die richtige Unterstützung. Beim Renovieren freuen Sie sich schließlich auch über jede helfende Hand – erst recht, wenn Ihr Freund mit einer professionellen Bohrmaschine vor der Tür steht.

Erfahren Sie in unserem Business Insights Reports von Arvato Financial Solutions, welche Strategien ein B2B-Händler beim Eintritt auf den B2C-Markt verfolgen kann und welche fünf Punkte unbedingt beachtet werden sollten.

 

Autor

Sebastian Kespohl, Managing Director Afterpay GermanySebastian Kespohl

Managing Director | AfterPay Germany