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Gastblog: E-Commerce international – 8 Fragen zur Geoblocking-VO

Die neue Geoblocking-Verordnung im Onlinehandel ab Dezember 2018

Als hätte der Onlinehandel nicht schon genug mit dem Weihnachtsgeschäft zu tun… Nach dem Beschluss des EU-Parlaments Anfang des Jahres (wir berichteten) wird es jetzt konkret, denn ab dem 3. Dezember 2018 gilt die neue Verordnung (EU) 2018/302 gegen ungerechtfertigtes Geoblocking im Binnenmarkt (GB-VO).

Ziel ist es, innerhalb der Europäischen Union einen freien und reibungslosen Binnenmarkt zu gewährleisten.

Die Verordnung regelt das im Wesentlichen über zwei Verbote: Zum einen ist die Sperrung von Webseiten, zum anderen das Zugrundelegen von unterschiedlichen Vertragskonditionen einschließlich Nettopreisen und Zahlungsoptionen auf der Grundlage von Staatsangehörigkeit, Wohnsitz oder Niederlassung verboten. Jegliche Differenzierungen und Beschränkungen aus Gründen des Aufenthaltsortes des Kunden sollen künftig unterbunden werden.

Das hat für den Onlinehandel weitreichende Auswirkungen, denn das bisher übliche Geoblocking wird unzulässig und Anbieter von Waren und Dienstleistungen werden faktisch gezwungen, auch Kunden aus anderen EU-Mitgliedsstaaten zu akzeptieren.

1.     Was ist Geoblocking?

Beim Geo-Blocking werden bestimmte Internetinhalte nur einem regional definierten Nutzerkreis zugänglich gemacht. Beispiele:

  • Einem Internetnutzer aus Frankreich wird ein deutschsprachiger Onlineshop nicht angezeigt, sondern er wird automatisch auf den französischen Onlineshop des Händlers umgeleitet. Technisch läuft das über die IP-Adresse des Nutzers, über die das System erkennt, aus welchem Land der Nutzer stammt.
  • Ein Kunde aus Spanien kann in einem deutschen Onlineshop nicht bestellen, weil das System über das Bestellformular seine spanische Adresse ausschließt.

2.     Für wen gilt die Verordnung – und für wen nicht?

Die Verordnung verpflichtet alle Unternehmen im geschäftlichen Verkehr mit „Kunden“. Das können nach Art. 2 Nr. 13 GB-VO Verbraucher sein, die die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats besitzen oder ihren Wohnsitz in einem Mitgliedstaat haben (B2C), aber auch andere Unternehmen, die ihre Niederlassung in einem Mitgliedstaat haben und das Geschäft als Endkunde tätigen. Damit gilt die GB-VO auch im Bereich B2B, solange der Kunde in dem Fall kein Wiederverkäufer ist.

3.     Für welche Waren oder Dienstleistungen gilt die GB-VO nicht?

Die GB-VO gilt u. a. nicht für Händler, die urheberrechtlich geschützte Inhalte verkaufen. Beispiele: E-Books, Zugriff auf Mediatheken oder Musik- oder Film-Streaming. In diesem Bereich gilt jedoch seit dem 1. April 2018 die Portabilitätsverordnung (EU) 2017/1128. Danach muss der Abruf der Inhalte für EU-Bürger auch dann möglich sein, wenn sich diese nur vorübergehend in einem anderen Mitgliedsstaat aufhalten.

Die Geo-VO gilt auch nicht für Dienstleistungen nach Art. 2 Abs. 2 der Richtlinie 2006/123/EG über Dienstleistungen im Binnenmarkt. Dazu gehören u. a. Dienstleistungen im Bereich Finanzen, elektronische Kommunikation, Verkehr, Gesundheit oder Soziales. Auch ausgenommen sind sog. audiovisuelle Dienste, auch im Kino- und Filmbereich, und Rundfunk.

4.     Ist das Umleiten auf Länder-Shops jetzt verboten?

Die neue Verordnung verbietet das „Routing“, also das automatische Umleiten von Nutzern einer bestimmten IP-Adresse auf eine bestimmte Webseite (Art. 3 Abs. 2 GB-VO). Beispiel: Ein schwedischer Webseitenbesucher wird automatisch auf die schwedische Version eines Shops umgeleitet und hat keine Möglichkeit, auf die deutsche Version des Anbieters zuzugreifen. Das ist künftig unzulässig.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Die Umleitung ist doch im Einzelfall zulässig, wenn der Webseitenbesucher vorab ausdrücklich zustimmt. Aber auch dann müssen die anderen Versionen der Webseite weiterhin für ihn frei zugänglich bleiben. Auch muss der Webseitenbesucher seine Einwilligung jederzeit widerrufen können. Beispiel: Der schwedische Webseitenbesucher erhält im deutschen Onlineshop die Wahlmöglichkeit, d.h. er kann zustimmen, auf den schwedischen Onlineshop umgeleitet zu werden. Die Zustimmung kann auch dauerhaft oder innerhalb eines Kundenkontos eingeholt werden und muss dann nicht bei jedem Besuch des Shops erneut abgefragt werden (Erwägungsgrund 20).

5.     Dürfen in unterschiedlichen Länder-Shops unterschiedliche Preise verlangt werden?

Grundsätzlich bleibt es beim Grundsatz der Privatautonomie, d.h. einem Shopbetreiber steht es weiterhin frei, seine Preise selbst zu bestimmen und unterschiedliche Nettoverkaufspreise innerhalb seiner unterschiedlichen Länder-Shops zu verlangen. Allerdings ist es künftig verboten, einen Kunden wegen der seiner Staatsangehörigkeit, seinem Wohnsitz oder seiner Niederlassung durch Zugrundelegung unterschiedlicher Vertragsbedingungen oder Preise zu diskriminieren, wenn eine dieser drei Fallkonstellationen vorliegt (Art. 4 GB-VO):

  • Ein Kunde kauft Ware in einem Onlineshop, der die Lieferung in einen Mitgliedsstaat oder die dortige Abholmöglichkeit anbietet. Hier müssen für den Kunden aus dem anderen Mitgliedsstaat ebenfalls dieselben Preise und Lieferbedingungen gelten. Beispiel: Ein deutscher Onlineshop bietet die Lieferung innerhalb Deutschlands an. Dann darf ein französischer Kunde zu denselben Konditionen bestellen, wenn er die Ware in Deutschland abholt oder sonst selbst den Transport organisiert.
  • Ein Kunde bezieht elektronisch erbrachte Dienstleistungen, die nicht urheberrechtlich geschützte Inhalte sind (z. B. die Nutzung von Cloud-Diensten, Hosting). Auch wenn der Anbieter seinen Sitz in einem anderen Mitgliedsstaat hat, muss er seine Dienste grenzübergreifend zu denselben Bedingungen innerhalb der EU anbieten.
  • Ein Kunde nimmt andere als elektronisch erbrachte Dienstleistungen von einem Anbieter mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat in Anspruch (z. B. Buchung von Hotelzimmern, Nutzung eines Mietwagens, Buchung eines Konzerttickets). Auch hier darf der Anbieter für Kunden aus anderen Mitgliedstaaten keine anderen Konditionen zugrunde legen.

6.     Dürfen noch unterschiedliche Ländershops eingerichtet werden?

Es bleibt weiterhin zulässig, für unterschiedliche EU-Länder unterschiedliche Shop-Versionen anzubieten, nur das automatische Sperren bzw. Umleiten ist nicht mehr erlaubt. So regelt Art. 4 Abs. 2 GB-VO ausdrücklich, dass Anbieter nicht daran gehindert sind, „allgemeine Geschäftsbedingungen für den Zugang, einschließlich Nettoverkaufspreisen, anzubieten, die sich von einem Mitgliedstaat zum anderen oder innerhalb eines Mitgliedstaats unterscheiden und die Kunden in einem bestimmten Gebiet oder bestimmten Kundengruppen in nichtdiskriminierender Weise angeboten werden.“

Erforderlich ist jedoch, dass sämtliche Shop-Versionen allen Kunden mit allen Bestellmöglichkeiten und Nettoverkaufspreisen gleich zugänglich sind. In Erwägungsgrund 20 heißt es dazu: „Manche Anbieter betreiben verschiedene Versionen ihrer Online-Benutzeroberflächen für Kunden aus verschiedenen Mitgliedstaaten. Das sollte zwar weiterhin möglich sein, hingegen sollte es untersagt werden, Kunden ohne deren ausdrückliche Zustimmung von einer Version der Online-Benutzeroberfläche zu einer anderen Version weiterzuleiten.“

7.     Werden Onlinehändler jetzt gezwungen, ins gesamte EU-Ausland zu liefern?

Nein, kein Händler wird zur Versendung der Ware ins EU-Ausland gezwungen. Allerdings ergibt sich aus Art. 4 Abs. 1 a und Erwägungsgrund 23 GB-VO, dass Kunden aus anderen Mitgliedsstaaten zu denselben Konditionen bestellen können müssen, wie inländische Kunden. Insgesamt müssen die Kunden in der Lage sein, Waren zu genau den gleichen Bedingungen, einschließlich Preisen und Lieferbedingungen zu bestellen wie sie für vergleichbare Kunden mit Wohnsitz oder Niederlassung in dem Mitgliedstaat, in den die Waren geliefert oder in dem sie abgeholt werden können, gelten. In Erwägungsgrund 23 GB-VO heißt es dazu: „Das kann bedeuten, dass ausländische Kunden die Ware in dem betreffenden Mitgliedstaat oder in einem anderen Mitgliedstaat, in den der Anbieter liefert, abholen oder die grenzüberschreitende Lieferung der Waren auf eigene Kosten selbst organisieren müssen.“

Onlinehändler werden daher zwar nicht gezwungen, in jeden Mitgliedsstaat zu versenden, sie müssen aber die Abholung durch den Kunden innerhalb ihres Liefergebietes ermöglichen. Beispiel: Wenn ein Spanier Ware in einem deutschen Onlineshop bestellt, darf seine Bestellung wegen seines Wohnsitzes in Spanien nicht abgelehnt werden. Hat der Händler das Liefergebiet in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf Deutschland begrenzt, kann er nicht gezwungen werden, die Ware auch nach Spanien zu liefern. Er muss dem Kunden aber die die Möglichkeit bieten, die Ware entweder selbst in Deutschland abzuholen oder den Transport sonst selbst zu organisieren.

8.     Bleibt es erlaubt, weiterhin einen nur auf ein bestimmtes Liefergebiet beschränkten Onlineshop zu betreiben?

Ja, denn Unternehmen werden durch die Geo-VO nicht verpflichtet, künftig ihr Liefergebiet auf die gesamte EU auszuweiten. Beispiel: Es bleibt zulässig, etwa über die deutsche Sprache nur deutsche Kunden oder solche aus der DACH-Region anzusprechen und das Liefergebiet in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen entsprechend nur auf Deutschland oder Deutschland, Österreich, Schweiz zu definieren.

Was ist das To Do bis 03.12.2018r Shopbetreiber?

  1. Löschen aller automatischen Umleitungen auf Länder-Shops
  2. Installation einer technischen Möglichkeit, die Zustimmung zu Weiterleitungen einzuholen
  3. Anpassung der Bestellformulare, Kundenregistrierungen usw. zur Ermöglichung der Eingabe von ausländischen Adressen
  4. Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen in Bezug auf das Liefergebiet
  5. Anpassung der Zahlungsoptionen
  6. Einrichtung der Prozesse zur Ermöglichung von Warenabholungen

Autor

Sabine Heukrodt-Bauer
Sabine Heukrodt-Bauer, LL.M.

Sabine Heukrodt-Bauer ist Sprecherin auf diversen Events und Kongressen der IT-Branche und Dozentin für IT-Recht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie veröffentlicht regelmäßig Artikel zu aktuellen Themen im IT-Recht und E-Commerce und betreut seit über 10 Jahren für die INTERNET WORLD Business die Kolumne „E-Shop-Tipp“. Sie sitzt im Ausschuss „IT-Recht“ der Bundesrechtsanwaltskammer.

Wenn Paletten knapp werden

Gastblog: Kommen Sie weg von der Palette, beliefern Sie Ihre Kunden einfach selbst

Keine Angst vor komplexen Finanzprozessen beim Wechsel von B2B auf B2C

Als ich vor ein paar Wochen auf dem Weg ins Büro war, habe ich eine für mich überraschende Nachricht gehört: In Deutschland werden die Paletten knapp. „Der Gebrauchtmarkt für Paletten ist praktisch leer gefegt“, verkündete ein Radiosprecher. Was zunächst wie ein Scherz klingt, ist die bittere Wahrheit – und wird für einige Firmen hierzulande zu einem ernsthaften Problem. Weil die Wirtschaft und vor allem der Export boomt, sind genug Aufträge da. Doch was nutzt die tolle Auftragslage, wenn einem die Logistik einen Strich durch die Rechnung macht und man am Ende auf der Ware sitzen bleibt?

Für viele Unternehmer sind derartige Engpässe mit Risiken verbunden. Kurzfristig leidet schon die Beziehung zum Zwischenhändler, langfristig kann sogar ihr Geschäft bedroht sein. Wenn ihr Produkt für längere Zeit nicht mehr in den Regalen liegt, entscheiden sich die Kunden womöglich für die Produkte eines Wettbewerbers, die sie im Geschäft oder online bekommen. Das Vertrauen in die Marke nimmt genauso ab wie die Loyalität der Kunden – und das alles nur, weil die Wirtschaft einen unverhofften Aufschwung verzeichnet. Wie absurd.

Das Risiko, die Verbraucher nicht mehr zu erreichen, lässt sich allerdings ganz einfach aus der Welt schaffen: Anstatt auf Zwischenhändler zu setzen und Produkte auf Paletten durch die Republik zu transportieren, können Unternehmen ihre Kunden auch einfach selbst beliefern. Netter Nebeneffekt ist, dass die Margen, die vorher der zwischengeschaltete Händler erzielt hat, in die eigene Bilanz gehen.

Und dann wären da noch die Kundendaten, die ein Unternehmen vorher dem Zwischenhändler überlassen hat, nach einem Wechsel vom B2B-Geschäft auf den B2C-Markt aber in den Händen hält. Damit lassen sich nun nicht nur gezielt die Kunden ansprechen, sondern auch das Marketing viel effektiver steuern.

Natürlich warten im B2C-Geschäft auch Herausforderungen, die Unternehmen nicht unterschätzen sollten – alles andere wäre verwunderlich, wenn sie anstelle von wenigen Händlern als Abnehmer nun vielleicht Tausende Endkunden haben. Das hat übrigens auch wieder einen unmittelbaren Einfluss auf die Distribution: Die Ware wird nicht mehr ein paar Mal die Woche auf großen Paletten auf die Reise verschickt, Unternehmer müssen ihre Produkte nun direkt an den Verbraucher bringen. Sobald dieser automatisierte Prozess aufgesetzt ist und ein Rädchen ins andere greift, ist diese Herausforderung aber schnell vergessen.

Ebenfalls ein Grund für Kopfschmerzen können die komplexen Finanzprozesse hinter dem Geschäft sein. Tausende Kunden bedeuten Tausende Rechnungen – und das zieht ganz schnell einen Rattenschwanz an Aufgaben nach sich. Die Verbuchung der Zahlungseingänge, die Anmahnung oder die Eintreibung binden Zeit und personelle Ressourcen, die viele Unternehmen, vor allem Start-ups und Mittelständler, nicht haben.

Die meisten Unternehmen, die von B2B auf B2C wechseln, brauchen deshalb eine helfende Hand, um die Buchhaltung und die Zahlung dahinter abzuwickeln – und genau diese helfende Hand können wir reichen. Mit Aqount müssen sich Unternehmen nicht mehr um die Anbindung unterschiedlicher Zahlarten, das Debitorenmanagement oder das Inkasso kümmern, sie können sich ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: das Produkterlebnis und den Service für den Kunden, der immer im Mittelpunkt eines erfolgreichen Webshops stehen sollte.

Erfahren Sie in unserem Business Insights Reports von Arvato Financial Solutions, welche Strategien ein B2B-Händler beim Eintritt auf den B2C-Markt verfolgen kann und welche fünf Punkte unbedingt beachtet werden sollten.

 

Autor

Florian Krämer, Director OperationsFlorian Krämer

Director Operations | Accounting & Collection

 

Elektro Wandelt Relaunch

Die 5 wichtigsten Erfolgsfaktoren für den B2B Commerce

Noch vor dem Jahr 2020 soll der deutsche E-Commerce-Markt ein Volumen von über 70 Mrd. Euro erreichen (Beratungsgesellschaft Arthur D. Little (ADL) und der eco-Verband der Internetwirtschaft). Dabei gilt der B2B-Sektor als Umsatztreiber mit einem Anteil von heuer etwa 35 Mrd. Euro und einer durchschnittlichen Zuwachsrate von 15%.

Der B2B-Handelszug rollt und nimmt die digitale Schiene

Auch der bisher zurückhaltende Großhandel und die Industrie springen nun auf den E-Commerce-Zug auf. Das sind Unternehmen, die teilweise seit Generationen erfolgreich am Markt sind. Sie müssen nun fürchten, im Wettlauf um digitale Anteile das Nachsehen zu haben. Mehr Umsatz dank E-Commerce lautet die Parole. Eine eigene E-Commerce-Plattform verspricht neue Kunden bei überschaubarer Investition. So der oberflächliche Blick nach einer ersten groben Einschätzung der Sachlage.

1. Prozesse im Unternehmen kritisch unter die Lupe nehmen!

Dabei offenbart sich der eigentliche Vorteil eines B2B Shops meist erst auf den zweiten Blick: Eine Bündelung und Digitalisierung zu schlanken, automatisierten Prozessen! Viele Unternehmen haben gewachsene und etablierte Strukturen, die mangels Strategie und zahlreicher Erweiterungen teilweise uneinheitlich, schwer steuerbar und zeit- und nervenraubend sind. Ein perfekter Hebel, um Zeit und Kosten zu sparen. Mit der Einführung eines Onlineshops kommt außerdem DIE Gelegenheit, unternehmenseigene Prozesse neu zu definieren und ressourcenintensive Abläufe aufzudecken und glattzuziehen.

Voss Edelstahl

Voß Edelstahl zeigt eindrucksvoll, wie ein B2B Shop Mehrwert schafft.

2. E-Commerce ist keine Insel!

Doch das Versprechen ‚Umsatz rauf – Kosten runter‘ hat eine oft unterschätzte Wahrheit im Gepäck: Ohne die anderen Systeme geht es nicht. Zwei Dinge sind nötig, damit die Integration gelingt: Ein schlüssiges Gesamtkonzept und eine gute Datenqualität. Wenn die Datenqualität und der Austausch mit der restlichen IT nicht stimmen, ist allein mit einem weiteren Instrument nichts gewonnen.

Die Daten müssen in hoher Qualität vorliegen, zentral gepflegt und verwaltet werden. Duplikationen und verteilte Datensilos erfordern einen hohen Koordinationsaufwand. Das kostet Zeit und Ressourcen. Fast immer hat der User dabei das Nachsehen. Informationen sind nicht aktuell, einheitlich oder sogar fehlerhaft, der Mehrwert ist dadurch gering.

3. Das ERP-System ist King!

Für den B2B Shop sind CMS und PIM wichtige Systeme, um Produkt- und Katalogdetails anschaulich zu präsentieren. Das sind Texte, Bilder, Videos, Zusatzmaterialien zum Download oder Sharing. Doch der wichtigste Input kommt aus dem ERP-System. Die nahtlose Integration zwischen ERP und Shop sind Grundvoraussetzung dafür, dass Informationen nahezu in Echtzeit in beiden Systemen verfügbar sind (siehe auch OXID4SAP, OXID4AX und OXID4NAV).

Das ERP spielt in der Regel alle transaktionsrelevanten Artikel- und Bestandsinformationen in den Shop. Das Management von verkaufsfördernden Maßnahmen kann ebenfalls aus dem ERP kommen oder einfach losgelöst im Onlineshop erfolgen. Die transaktionsrelevanten Bestelldaten werden nach dem Kaufabschluss wiederum an das ERP übergeben. Der Shopbetreiber kann somit entscheiden, welche Informationen in welchem System benötigt und gepflegt werden sollen. Eine vollständige Steuerung der Onlineshop-Prozesse aus dem ERP ist genauso möglich, wie eine schlanke Anbindung, die ausschließlich Transaktionsdaten übermittelt.

4. Patentrezept? Fehlanzeige, den eigenen Weg finden!

Wer den harten Bruch scheut und die klassischen Bestellwege behalten möchte kann auch das reibungslos abbilden – und liegt voll im Trend. Heute betreiben rund 75 % der deutschen Unternehmen Procurement und Absatz im Wesentlichen über Internet-basierte Prozesse und E-Commerce-Lösungen (laut ADL und eco-Verband). Beim E-Procurement werden Eingänge über EDI oder Fax und OCR ebenfalls digitalisiert und in das System integriert. Solche Prozesse können in den unterschiedlichsten Branchen die verschiedensten Ausprägungen haben. Ein allgemeingültiges Patentrezept gibt es nicht. Es gilt, die verschiedenen Optionen durchzugehen und für sich selbst den geeigneten Weg zu finden, ggf. mit einer kompetenten Beratung an der Seite.

5. Numme net huddle, oder: sich an der richtigen Stelle Zeit nehmen!

In Zeiten des digitalen Wandels, in denen sich ein Großteil der Handelsprozesse in das Internet verlagert, ist ein eigenes E-Commerce-Angebot fast unumgänglich. Wir sehen zunehmend mehr digitale Vertriebslösungen und B2B Shops auf dem E-Commerce-Parkett. Sie müssen den Vergleich mit den hohen Standards heutiger B2C Shops nicht scheuen. Das beweisen z.B. Unternehmen wie Voß Edelstahl, das sich auch im Internet als Partner des Handels sieht. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie bei unserem Partner top concepts.

Nehmen Sie sich Zeit für Sorgfalt und eine geeignete Strategie. Dann sind Sie wettbewerbsfähig und bekommen spürbar mehr Effizienz. Wenn Datenqualität und Kommunikation zwischen den Systemen stimmen, schöpfen Sie das ganze Potenzial des B2B Shops aus. Die oben beschriebenen Prozesse sind erfolgskritisch und sollten gemeinsam mit einem Experten passgenau konzipiert und umgesetzt werden. Außerdem zahlen sich hier praxiserprobte, qualitativ hochwertige und erweiterbare Systeme aus, die als Basis-Set mit großem Funktionsumfang aufwarten.

 

B2B Shopsystem-Vergleich

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur  Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

E-Commerce Trends 2017

Sieben Siegel 2017 – Was jetzt den E-Commerce umkrempelt!

Wir fassen die Trends zusammen, mit denen Sie im E-Commerce-Jahr 2017 abheben.

E-Commerce Trends 2017 zum Abheben

Bildquelle: Refe

Die digitale Wirtschaft ist den Kinderschuhen entwachsen; der Onlinehandel schon seit vielen Jahren das am stärksten und nachhaltig wachsende Handelssegment. Soweit so beruhigend. Das Wachstum scheint ja stabil.

Allerdings gründet der durchschlagende Erfolg des E-Commerce auf einer großen Offenheit für neue Märkte und Technologien sowie der Fähigkeit zu schnellem Wandel. Bei weitem nicht jeder – online wie offline – kam dabei mit, wie das Schauderwort „Shopsterben“ belegt. Dass die Kurve trotzdem nachhaltig nach oben geht, liegt an den vielen neuen Playern, neuen Märkten und der Verhaltensänderung der Konsumenten, die auf die Ablösung alter Strukturen drängen und Neues fordern.

Mit der Markteinführung des iPhones vor 10 Jahren ist der Mobile Commerce zwar nicht von einem Tag auf den anderen durch die Decke gegangen. Aber wenn heute selbst die Mehrheit der geschäftlichen Offline-Einkäufer den Kauf digital vorbereitet, zeigt sich wie durchschlagend und unaufhaltsam die Welle der Entwicklung rollt. Trendwatch ist also für jeden Marketing- und E-Commerce-Leiter Pflicht und nicht nur Kür. Wir zeigen Ihnen, was jetzt wichtig ist.

1.    Folge dem Markt: Wachstum schreibt man mit „B“!

B2B – ein nachhaltiger Trend holt nochmal mächtig auf. Der Handel zwischen Unternehmen (das B2B-Geschäft) verlagert sich mit der Digitalisierung der Beschaffungsprozesse in den Online-Kanal und wächst dabei rasant.
Allein für diesen klassischen B2B-Versandhandel hat der E-Commerce Verband bevh ein Volumen von 8 Mrd. Euro Umsatz erhoben – andere Geschäftsmodelle nicht mit eingerechnet. Das wirkt sich auch auf die Lieferanten- und Servicestrukturen aus, denn für diesen Wandel wird kräftig investiert: 9% des Jahresumsatzes sollen es laut Forrester Research dieses Jahr sein – ein Drittel mehr als im Vorjahr.
Wer immer noch nicht restlos überzeugt ist, mag einen Blick zum E-Commerce-Giganten Amazon werfen: Mitte Dezember ist nun auch in Deutschland die B2B-Plattform Amazon Business live gegangen. In manchen Dingen kann man sich auf Jeff Bezos‘ Riecher verlassen…
Wer im B2B-Segment bisher den Schuss zum E-Commerce nicht gehört, für den heißt es: Gas geben! Nur Geschwindigkeit und Qualität sichern jetzt noch Marktanteile.

2.    Bühne frei für den stillen Top Performer!

Allen voran hat der gehobene Mittelstand es jetzt verstanden – und wird uns alle überraschen!
Seit Generationen gewachsen, haben diese Unternehmen fest etablierte Strukturen. Vom Erfolg verwöhnt und mit einer natürlichen Abneigung gegen halbe Sachen, haben sich viele mit der Digitalisierung Zeit gelassen. Jetzt fangen sie an, E-Commerce als wichtigen strategischen Baustein für sich zu entdecken.
Da wird also nicht einfach nur ein Onlineshop eröffnet, sondern das gesamte Geschäft in eine neue Richtung gelenkt. Mit Fingerspitzengefühl für die Branche digitalisiert der gehobene Mittelstand seine Prozesse und setzt dabei auf die Standards heutiger Onlineshops noch eins drauf.
Es erwartet uns: E-Commerce vom Feinsten. Und dabei geht man– wenn schon, denn schon – dann gleich auch international!

3.    Für Feenglanz nimm nur das Beste!

Die Zauberformel für atemberaubendes Marketing wird ja immer noch gesucht, und mit großem Eifer hinter jedem neuen Buzz vermutet. In den letzten Monaten hat sich ein nicht ganz unbekanntes, sehr klares und zugleich kompliziertes Rezept herausgeschält. Es heißt: Qualität.
Der Reiz des Neuen allein lockt heute keine Visitors mehr hinter dem Ofen hervor. Gut muss es sein. Relevant soll es sein.
Nicht nur die Themen, Fakten und Darstellung, auch ihre Einbettung muss einen Mehrwert für den Kunden schaffen. Zum Beispiel in Form von digitalen Services, emotionaler Ansprache mit exklusivem Content und Möglichkeiten der Interaktion. Die gesunde Mischung macht Storytelling erfolgreich und dafür gibt es kein Patentrezept. Denn die Customer Journey soll stimmig sein und perfekt ins jeweilige Geschäftsmodell passen.
Es ist also nicht nur ein Appell an die Kreativen, sondern dahinter stehen glasklare Anforderungen an die IT. Technisch müssen alle Kanäle, die ein Händler oder Hersteller bespielen möchte, sauber in die Systemlandschaft integriert sein.
„Auch wenn man es gefühlt schon zu oft gehört hat: an einem soliden Content Commerce Konzept führt auch im E-Commerce kein Weg mehr vorbei“, unterstreicht OXID CEO Roland Fesenmayr. Dem ist nichts hinzuzufügen.

4.    Marschrichtung: 360° Sales!

Gute Inhalte, die überzeugen, brauchen auch ein Design, das verkauft, und im Backend nicht mit dem Web-Kanal endet.
Offline und Online wachsen immer mehr zusammen, weil der Kunde sich nicht festlegen will. Wer noch in Silos denkt wie Filiale, Online, Vertrieb und Marketing, übersieht, dass sich alle aus den gleichen Systemen speisen. „Omnichannel“ ist hier das Schlagwort. Systeme – und damit das Offering für den Kunden – müssen vernetzt sein.
Für den erlebnishungrigen König Kunde darf es öfter mal was Neues sein. 50% der beim Shop Usability Award vertretenen Shops haben 2016 einen Relaunch gemacht. Die Ansprüche an Communications, Corporate und E-Commerce Agenturen steigen. Inzwischen schätzt man auch dort wieder die Erkenntnisse der Wissenschaften.
Design treibt die Interaktion und die Kundenbindung hängt an der Experience. Einen Überblick der Trends 2017 bietet der Blog von Konversionskraft. Der Fokus liegt auf klaren Strukturen, Emotion durch Bild/Bewegtbild und mutiger, intensiver Farbgebung.
In Sachen Design und Kanalvernetzung ist Responsive längst zum A und O des Webdesigns geworden. Hier ist man mit Responsive Mail gerade unterwegs zur nächsten Etappe: Shopping direkt aus der Mail! Warum eigentlich nicht!?

5.    Sprich mit mir, ich bin dein König!

Die kritische Währung für E-Commerce Erfolg ist die Loyalität der Endkunden. Das gelingt in erster Linie durch Nahbarkeit und direkten Endkundenkontakt. Ja, auch im B2B!
Die Marke und Kommunikation des Herstellers, das globale Offering durch den Großhändler über den mobilen Kanal, Social Media und individuelle Services: All das schlägt auch in einer langen Vertriebskette bis zum Konsumenten durch – und es interessiert ihn brennend!
Gerade hier schlummert ein weiterer großer Wachstumsbereich für B2B-Unternehmen. Sie wachsen nämlich mitnichten nur in ihrer althergebrachten Sparte, sondern greifen gezielt nach dem B2C-Geschäft.
Wen spricht die neue Website, die Branding-Kampagne, der neue webbasierte Garantie- oder Rücksende-Service an? Systemhäuser? Filialmitarbeiter? Verbraucher? Alle! Die Grenzen zwischen B2B und B2C werden fließend, weil in der digitalen Welt die Grenzen zwischen Fach- und Endkunden verschwimmen.
Gerade bei digitalen Services entsteht für B2B-Anbieter ein neuer Touchpoint zum Endkonsumenten. Diese Services werden vom Verbraucher erwartet, das Unternehmen muss liefern. Und warum dann nicht auch direkt an ihn verkaufen?
Ein bekannter deutscher Mittelständler, der diesen Weg gegangen ist, heißt Wolfgang Grupp, Geschäftsführer und Inhaber des von der schwäbischen Alb aus weltweit agierenden Textilproduzenten TRIGEMA.
„Früher habe ich 1.000 T-Shirts an einen Händler verkauft, heute verkaufe ich 1.000 T-Shirts einzeln über das Internet in alle Welt“, sagte TRIGEMA-Chef Grupp 2016 auf der OXID Commons. Sein Lächeln verrät, wie gut das läuft.

6.    Heute kenn ich schon, mach mir ein Angebot für morgen!

Mit dieser neuen Kommunikationsebene – man könnte sie mit einem vergangenen Buzz-Word auch „D2C“ nennen, „direct to consumer“ – wächst nicht nur der Markt. Es ergeben sich auch neue Produktanforderungen und Möglichkeiten der Herstellung.
Das kann bis hin zu Strukturen gehen, die für Industrie 4.0 typisch sind: indem beispielsweise durch einen Shop eine Bestellung ausgelöst wird, die direkt den Produktionsvorgang anstößt.
Denn mit einer automatisierten, smarten Produktionsanlage wird Mass Customizing auch im großen Stil profitabel. So wird etwa ein genau auf einen einzelnen Kunden zugeschnittenes Produkt industriell vollautomatisiert in Losgröße 1 produzierbar.
Ein anderer Aspekt ist die sogenannte Servicitation. Man produziert und vertreibt nicht nur ein Stück Hardware, sondern schafft darum noch einen Online-Service mit Mehrwert. Produkt-Service-Systeme heißt das zugehörige Denkmodell, wenn man das Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen möchte.
Übrigens darf das „C“ für Consumer nicht zu eng verstanden werden und Geräte und Maschinen einschließen.
Mit Amazons Dash-Replenishment-Service können sich Drucker, Wasserfilter und Pet-Feeder heute schon ihre Kartuschen selbst nachbestellen. Warum morgen nicht auch der Familienwagen das benötigte Ersatzteil? Und den Wartungstermin in der Werkstatt gleich dazu?

7.    Kenne die (digitalen) Gefahren!

Seefahrer wissen: ohne Kompass geht man nicht an Bord. Analog dazu droht im E-Commerce die digitale Orientierungslosigkeit.
In die unglückliche Situation, nicht zu wissen, an welchem Strang zu ziehen, oder in verschiedene Richtungen gleichzeitig zu streben, kommt man durch inkonsistente Zielmessung.
•    Neue Zielgrößen oder Trends werden ungefiltert übernommen und umgesetzt, ohne die Gesamtstrategie überdacht zu haben.
•    Das Geschäftsmodell hat sich weiterentwickelt, aber es wird nach wie vor nach veralteten Kriterien gemessen.
•    Oder noch schlimmer: wenn zu einem neuen Trend bisher keine Referenzgröße bekannt ist, wird gar nicht gemessen, weil es vermeintlich nichts bringt. Ein großer Irrtum. Denn nur wer misst, kann analysieren.

In den Informationsmedien fürchtet man sich vor politisch-motivierten Hackern, tendenziöser Stimmungsmache durch Trolle und Fakenews. Im E-Commerce sind es Datenklau durch Skimming oder Distributed-Denial-of-Service-Attacken, ausbleibende Community-Pflege und Schockstarre bei aufkommenden Shitstorms oder Irreführung durch Bots oder Fakefollowers. Diese Risiken kann man nicht sicher ausschließen, aber man kann sich sehr wohl darauf vorbereiten und wachsam agieren. Die gute Nachricht: mit der Lektüre dieses Texts haben Sie gerade etwas dafür getan!

B2B Shopsystem-Vergleich

Autor

Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer, OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Aktuelle Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Caroline Helbing, OXID eSales

E-Sourcing vs. E-Commerce. Kampf der Giganten oder gemeinsam sind wir stark?

Was macht einen guten B2B-Shop eigentlich aus?

Sind es Funktionalitäten, Komfort, Sortiment oder vielleicht das Abbilden B2B-spezifischer Prozesse? Es ist sicher all das und noch mehr: der gute B2B-Shop schließt die Lücke zwischen den Erwartungen des Einkäufers, der schlicht nur schnell und easy benötigte Ware beschaffen will. Und denen des Verkäufers, der den Absatz für sein Unternehmen steigern will. Beide verfolgen komplett unterschiedliche Ziele. Sie kommen aber nur erfolgreich zusammen, wenn gemeinsame, digitale Strukturen gepflegt werden.

Bei aller Verschiedenheit zwischen Einkäufer und Verkäufer. In mindestens einer Sache sind sich beide einig. Es braucht effiziente Prozesse. In der Beschaffung läuft heute noch vieles analog. Das verschlingt unnötig Ressourcen. In Zeiten fortschreitender Digitalisierung stehen beide Seiten massiv unter Druck. Bestellungen per Fax sind auf Dauer definitiv kein praktikabler Weg mehr. Schnell muss also der Wechsel auf eine digitale Lösung vonstattengehen. Günstig sollte das Projekt sein. Aktuelle Bedürfnisse berücksichtigen, aber auch Flexibilität in der weiteren Entwicklung erlauben. Für viele Unternehmen bedeutet das, die häufig wild gewachsene IT-Systemlandschaft eingehend unter die Lupe zu nehmen. Und schlussendlich zu modernisieren.

Das klingt komplex und das ist es auch. Selbstredend kommt spätestens jetzt der IT-Verantwortliche ins Spiel. Er sondiert zunächst die Möglichkeiten für die elektronische Beschaffung (E-Procurement). Diese führen häufig über die Erweiterung des ERP-Systems, wo über gesicherte Zugänge in Extranets oder Intranets die Systeme von Kunden und Lieferanten vernetzt werden. Solche Beschaffungssysteme automatisieren Prozesse und erhöhen den Spielraum für Preisverhandlungen. Ist bereits ein Beschaffungssystem im Einsatz, wird die IT häufig die Erweiterung um ein Lieferantensystem (Supplier Portal, E-Sourcing) in Erwägung ziehen. Dieses deckt zusätzlich die Geschäftsanbahnung ab und lässt sich schnell in die IT-Landschaft integrieren.

Ist E-Procurement die richtige Lösung?

Die Frage stellt sich durchaus. Nach jüngsten Erhebungen scheint das nicht der Fall zu sein („BME-Stimmungsbarometer Elektronische Beschaffung“ 2015/2016). Nur 30% der befragten Unternehmen verfügen über elektronische Beschaffungssysteme. Auch wenn die schnelleren Abläufe Prozesskosten reduzieren, scheinen die Investitionen für Einführung, Weiterentwicklung und Pflege die Vorteile wieder auszuhebeln. Aus diesem Grund rentieren sich solche Systeme nur, wenn ein erheblicher Beschaffungsumfang zwischen dem Lieferanten und dem Kunden erfolgt, zum Beispiel bei Zulieferern der Automobilindustrie.

Selten geht bei diesem Thema der Blick von IT-Verantwortlichen über den eigenen Tellerrand hinaus. Sollte er aber. Denn so würde viel häufiger erkannt, dass gerade ein Onlineshop des Lieferanten viel für den Einkäufer tun kann. Er liefert vielleicht genau die Puzzleteile, die dem beschaffenden Unternehmen an den entscheidenden Punkten Erleichterung verschaffen. Etwa dass die Strukturen und Abläufe einer Einkaufsabteilung maßgeblich sind und bei der Beschaffung eine zentrale Rolle spielen.

Der B2B-Shop als attraktive Alternative

Für den Einkauf wäre es ein echter Vorteil, die vollautomatisierten Abläufe eines professionellen B2B-Shops zu nutzen. Selbstverständlich müssen auch hier Produkt, Preis und Service stimmen. Effiziente Prozesse sind jedoch ein wichtiger Kostenfaktor für jedes Unternehmen. So werden Einkäufer einen sauber aufgesetzten B2B-Shop einem schwerfälligen und wartungsintensiven E-Sourcing in vielen Fällen vorziehen. Das einkaufende Unternehmen reduziert die eigenen Aufwände, ohne selbst die intensive Maintenance stemmen zu müssen. Mit durchdachten Funktionen, vielfältigen Möglichkeiten der Selbstverwaltung (Rollen- und Rechte, Freigabeprozesse, Budgetlimits…) und einem B2C-ähnlichen Einkaufserlebnis wird der B2B-Shop zur attraktiven Alternative für Einkäufer.

Ein B2B-Shop bedeutet jedoch (noch?) nicht die Abkehr von anderen Absatzkanälen. Sourcing-Plattformen und B2B-Märktplätze können und müssen ergänzend zum B2B-Portal genutzt werden. Diese Offenheit für Multichannel-Präsenz, auch als Absatzmarketing Kanal, kann neue Marktsegmente erschließen und wird entsprechend honoriert. Denn auch Einkäufer wollen sich nicht unbedingt auf einen Lieferanten festlegen und haben zunehmend hohe Erwartungen an den geschäftlichen Einkauf. Je mehr verfügbare Kanäle sie dafür nutzen können, desto besser. Lieferanten werden um die Pflege von Marktplatzprofilen und Selbstdarstellung in E-Sourcing Portalen also nicht umhin kommen.

Fazit – Der B2B-Shop gewinnt an Gewicht

Der E-Commerce erobert zunehmend die Business-Welt unter Geschäftspartnern. Hier liegen die letzten großen Umsatzpotenziale im Onlinehandel. Händler und Hersteller müssen sich den gestiegenen Standards anpassen, um Marktanteile zu sichern. Zugleich müssen die eigenen System- und Prozesskosten überschaubar bleiben. Wenn Lieferanten derzeit massiv mit B2B-fähigen Lösungen in den E-Commerce einsteigen, müssen die beschaffenden Unternehmen das Rad nicht neu erfinden. Sie können auf den Errungenschaften des Gegenübers aufsetzen. Der Lieferant, um seine Kundenbeziehungen zu festigen, investiert in die Darstellung und Zugänglichkeit seiner Produkte; der Einkäufer konzentriert sich auf seine Bedarfskalkulation und Anforderungen an den Beschaffungsprozess – so nehmen sie sich in der Geschäftsbeziehung gegenseitig Mehrarbeit ab und ermöglichen den Fokus auf die eigenen Kernkompetenzen.

Sie finden dieses Thema interessant? Prof. Kleemann, Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart hält dazu einen Vortrag auf der OXID Commons 2016: Auswirkungen der Industrie 4.0 auf den Einkauf. Grundlagen, Zusammenhänge, Umsetzung. Tickets gibt es hier!

Autor
Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Aktuelle Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Gastblog: Florist fleur ami launcht responsiven Online-Shop mit B2B-Fokus

Gastblog: Florist fleur ami launcht responsiven Online-Shop mit B2B-Fokus

Moderne Funktionen, Mehrwerte und Komfort für die Händler sollte er mitbringen und die Produkte überzeugend in Szene setzen. Die kernpunkt E-Commerce GmbH verantwortete die Realisierung des Shops der fleur ami GmbH auf Basis der OXID eShop Enterprise Edition. Neben einem responsiven Design wurde auch die Einbindung von ERP- und PIM-Schnittstellen umgesetzt.

responsivedesign

Abb.1: Responsive Design für die optimale Darstellung auf allen Devices

Die fleur ami GmbH bietet ein spannendes Sortiment für die Einrichtung von Objekt, Haus und Garten. Die Produktpalette umfasst eine große Auswahl an Pflanzgefäßen, Vasen, Schalen, Podesten und Konsolen sowie die Designleuchten-Serie LUMENIO und ausgewählte Einrichtungsgegenstände. Hochwertige Kunstpflanzen und -Blumen, Dekorationsartikel und nützliches Zubehör ergänzen das Angebot. Bei der Sortimentsgestaltung legte fleur ami Wert auf unverwechselbares Design und Qualität, daher werden viele der Produkte selbst entwickelt und von qualifizierten Partnern – oft auch in Handarbeit und mit unterschiedlichsten Materialien – exklusiv hergestellt. Hinzu kommt die Produktion von maßgefertigten Artikeln nach Kundenwunsch.

Shop mit B2B-Fokus

Der Shop dient in erster Linie der Ansprache und Auftragsabwicklung von Geschäftskunden, die unter anderem aus den Bereichen Objektbegrünung, Floristik, Dekoration und Einrichtung stammen. Bei Betreten des Online-Shops erhalten die Besucher daher den Hinweis, dass die gezeigten Produkte nur für professionelle Anwender zu beziehen sind, allerdings auch Funktionen für Privatkunden zur Verfügung stehen, die auch für sie den Besuch des Shops attraktiv machen.

Funktionen für Endverbraucher

Grundsätzlich steht auch dem Endverbraucher der fleur ami Shop als Informationsquelle zur Verfügung, so kann er sich durch das gesamte Sortiment klicken und inspirieren lassen. Über ein Drop-Down-Menü im Header kann er sich unkompliziert in der „Privatkundenansicht“ die unverbindliche Preisempfehlung anzeigen lassen. Außerdem kann er einen Warenkorb mit seinen Wunschprodukten befüllen, den er im Anschluss ausdrucken und seinem Händler vor Ort vorlegen kann. Über den Händler erfolgt dann die Bestellung der gewünschten Artikel bei fleur ami. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, seinen befüllten Warenkorb über die Funktion „Angebot anfordern“ an den fleur ami Kundenservice zu senden. Dieser kann dann einen geeigneten Fachhandels- oder Premium- Partner in der Nähe des Endverbrauchers finden, welcher das gewünschte Produkt idealerweise vor Ort hat, sodass der Kunde den fleur ami Artikel direkt sehen und eine Kaufentscheidung treffen kann.

Komfortabel für Händler

Abb.2: Startseite

Neben einer klassischen Navigation und Artikelsuche stehen den Shop-Besuchern umfangreiche Filterfunktionen nach Form, Abmessungen, Farbe, Optik, Verwendung und Preis sowie weiterer Artikeleigenschaften zur Verfügung. Dadurch hat der Händler den Vorteil, viel schneller und selbstständig das passende Produkt für sein Projekt zu finden. Zudem kann er im Beratungsgespräch mit seinem Kunden den fleur ami Shop gezielt als Verkaufsinstrument einsetzen: Die Produktauswahl kann gemeinsam mit dem Kunden direkt im Shop erfolgen; für die preisliche Orientierung werden in der „Privatkundenansicht“ die Unverbindlichen Preisempfehlungen angezeigt.

Registrierten fleur ami Kunden wird nach Login der kundenspezifische Preis, inklusive der entsprechenden Versandkosten und optionalen Zusatzleistungen – wie Express-Versand oder Avisierung der Zustellung durch den Speditionsdienstleister – angezeigt. Ein besonderes Plus ist die Live-Verfügbarkeitsanzeige des fleur ami Sortiments. Hier können Kunden jederzeit selbstständig prüfen, wann der Artikel in der gewünschten Stückzahl zur Verfügung steht. Die Angabe erfolgt über ein konkretes Datum. Im Warenkorb stehen zusätzlich Teillieferungs- und Gesamtliefermöglichkeiten zur Auswahl. Damit erleichtert die Live-Verfügbarkeitsanzeige die Angebotserstellung und Durchführung von Projektvorhaben und gibt den Händlern Planungssicherheit.

Registrierten Business-Kunden steht darüber hinaus der Kundenkontobereich zur Verfügung, welcher unter anderem die gesamte Bestellhistorie mit entsprechenden Bearbeitungs-Status aufführt. Dazu gibt es umfangreiche Stammdaten-Pflegemöglichkeiten sowie eine Merkzettel-Funktion. Für den bereits entschlossenen Business-Kunden bietet der Warenkorb außerdem eine Artikelschnellerfassung anhand der Artikelnummer. Damit ist eine Bestellung in kürzester Zeit möglich.

Klare Produktdarstellungen

Die Produkte von fleur ami werden im neuen Online- Shop großformatig und detailreich vorgestellt. Schon auf der Startseite werden die Besucher mit einer schlanken Navigation und einer großen Bühne empfangen. Letztere dient zur Vorstellung von aktuellen Aktionen oder Angeboten. Großflächige Teaser, die sich ganz auf die visuelle Darstellung einzelner Produkte und Themen konzentrieren, arbeiten mit wenig Text. So gewinnt die Seite emotionale Aufmerksamkeit und konzentriert sich ganz auf die Produktwelten.

Die Produktdarstellung selbst gelingt klar, geradlinig und rein auf das einzelne Produkt beschränkt. Ergänzend zu freigestellten Produktabbildungen geben professionell in Szene gesetzte Ambiente-Bilder Anwendungsbeispiele und Dekorationsinspirationen. Individuelle und aufmerksamkeitsstarke Produktbeschreibungen sowie umfangreiche, aber dennoch übersichtliche technische Datenblätter perfektionieren die einzelnen Produktseiten, die auch auf mobilen Endgeräten optimal in Szene gesetzt werden.

Schlanke Navigation

Die Navigation listet die Produkte nach verschiedenen Kategorien auf, sodass der Shop-Besucher entweder nach Verwendungszweck, Optik, Dekoration, Hilfsmittel oder Leuchten suchen oder direkt die Produkt-Serien aufrufen kann, um sich dann tiefer in das Sortiment zu klicken. Alternativ stehen umfangreiche Filtermöglichkeiten zur Produktsuche zur Verfügung. Die Neuheiten-Rubrik zeigt zum einen Katalogneuheiten und präsentiert zum anderen in der Kategorie „Online Exklusiv“ unterjährig alle Neuheiten, die nicht im Katalog dargestellt sind und daher exklusiv im Shop angeboten werden. SALE-Angebote und das Magazin, in dem

Termine und Themen rund um die Branche und ihre Produkte kommuniziert werden, runden das inhaltliche Angebot ab.

Moderne Shop-Software

Der fleur ami Online-Shop basiert auf der OXID eSales Enterprise Edition. Er leistet eine Anbindung an „e.bootis ERP II“ der e.bootis AG, inklusive Live-Verfügbarkeitsanzeige, automatisierter Auftragsanlage und Neukundenanlage mit möglicher Zuweisung zu bestehenden Geschäftsbeziehungen. Der gesamte Shop ist responsiv und somit für alle gängigen mobilen Endgeräte problemlos abrufbar und uneingeschränkt nutzbar.

Über die fleur ami GmbH

Die fleur ami GmbH mit Sitz in Willich, beliefert Profis aus den Bereichen Objektbegrünung, Floristik, Dekoration und Einrichtung. In einem modernen Hochregallager werden ständig tausende Artikel bereitgehalten, um eine größtmögliche Warenverfügbarkeit für die Kunden zu gewährleisten.

Darüber hinaus gibt es laufend Warenlieferungen von Produktionspartnern aus Deutschland und der ganzen Welt. Ob Nachbestellungen einzelner Teile, Paletten-Ware oder Direktimport ganzer Seecontainer – täglich wird der nationale und internationale Versand der Bestellungen organisiert und über professionelle Speditionen und Paketdienste abgewickelt. Kunden werden außerdem im benachbarten Showroom die Möglichkeit geboten, eine große Auswahl des Sortiments vor Ort anzuschauen und Neuheiten kennen zu lernen.

Autor:
cwenzel_swChristian Wenzel (Diplom-Medienwissenschaftler), Leiter der kernpunkt E-Commerce GmbH. Mit einem Team von Beratern und Technologie-Experten unterstützt er Kunden von der strategischen Beratung, über die Konzeption bis zur Umsetzung und laufenden Optimierung auf ihrem Weg in den digitalen Handel. Als eigenständiger Bereich der Internetagentur kernpunkt setzt die kernpunkt E-Commerce GmbH ihre Schwerpunkte in den Bereichen B2B-E-Commerce und Produktdatenmanagement.

Gastblog: Der neue Magura Onlineshop macht Geschäftskunden glücklich

Magura ist ein mittelständisches Unternehmen, unseren Firmensitz finden Sie im schwäbischen Bad Urach. „Hydraulics und Safety für Komfort und Sport“, lautet unser Motto. Seit über 120 Jahren stehen wir für technische Innovationen, höchste Sicherheit und Leidenschaft. Produkte von Magura finden Sie beispielsweise in Fahrrädern, eBikes oder Motorrädern. 2014 war es für uns an der Zeit, auf das sich verändernde Konsumverhalten unserer Geschäftskunden zu reagieren.

Bei Magura konzentrieren wir uns auf den Vertrieb über den Fachhandel, denn unsere Produkte sind sehr technisch und erklärungsbedürftig. Allerdings hat schon der typische Fahrradladen um die Ecke heute eine große Anzahl an Zulieferern, etwa für Verschleißteile wie Reifen und Bremsbeläge über Schutzbleche und Gangschaltungen bis hin zum kompletten Fahrrad. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Standards ist eine sinnvolle Lagerhaltung für diese Fachhändler kaum möglich. Umso wichtiger ist es für sie, die benötigten Produkte schnell und unkompliziert online nachbestellen zu können.

OXID4SAP® ermöglicht nahtlose Integration und schnellen Go-Live

Für die Planung unserer Ressourcen setzen wir schon länger auf SAP®. Eines der Hauptkriterien auf der Suche nach einer E-Commerce-Plattform war deswegen ihre nahtlose Integration in das ERP-System. Denn mit unserem neuen Magura Onlineshop wollten wir sowohl intern als auch extern möglichst viele Prozesse automatisieren und vereinfachen. Dafür müssen für Geschäftskunden jedoch beispielsweise individuelle Preise, Lieferzeiten und Warenverfügbarkeit jederzeit im B2B-Onlineshop ersichtlich sein. Dies ist nur möglich, wenn SAP® und Shopsystem optimal miteinander kommunizieren.

OXID4SAPUnsere Wahl ist schließlich auf OXID4SAP® gefallen. Die schlüsselfertige Lösung hat den Programmieraufwand erheblich reduziert und somit die Projektumsetzung gewaltig beschleunigt. Von besonderer Bedeutung war dabei der „IntegrationMan“. Die SAP-zertifizierte Process Engine bietet eine Kombination aus vordefinierten SAP-Funktionsbausteinen und Adaptern, vorgefertigten Prozesstemplates sowie einer bewährten Integrationsplattform für die Echtzeit-Kommunikation zwischen SAP und OXID eShop. Bei mehreren tausend Kunden ist eine nahtlose Datenübermittlung zwischen den beiden Systemen Voraussetzung dafür, dass eine reibungslose und durchgängige Prozessautomatisierung vom Kunden zur auszuliefernden Ware gelingt. Aktuelle Änderungen müssen jederzeit sofort sichtbar sein, ein stündliches oder vielleicht tägliches Update reicht hier keinesfalls aus; Die nahtlose Integration unserer E-Commerce-Plattform in SAP® ermöglicht allerdings nicht nur eine Echtzeit-Kommunikation, zwischen den beiden Systemen. Ganz nebenbei hat die zentrale Datenverwaltung im SAP-System auch noch den manuellen Pflegeaufwand deutlich reduziert. Weniger Fehler durch händische Dateneingabe und verkürzte Prozesslaufzeiten sind die Folge.

Umsatz wächst rasend schnell

Bei unseren Geschäftskunden kommt der neue B2B-Onlinehop hervorragend an, denn er ermöglicht ihnen eine schnelle und unkomplizierte Bestellung. Obendrein bietet er ihnen ein Einkaufserlebnis, wie sie es aus ihrem privaten Umfeld gewohnt sind. Neben typischen Geschäftskundenfunktionen wie etwa Bestelllisten, einer Kaufhistorie oder der Nachverfolgung des Lieferstatus helfen beispielsweise Bilder und ausführliche Erklärungen in Form von PDFs oder Slideshows, unsere technisch anspruchsvollen Produkte besser zu verstehen. Bei besonders erklärungsbedürftigen Produkten gibt es sogar Tutorial-Videos auf YouTube, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Ein Beispiel finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=Ho80uTcC7y4

Seitdem unser B2B-Onlineshop live ist, ist der Umsatz, den wir bei der Vertriebstochter von Magura mit ihm machen, auf 40 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung hätten wir selbst nicht erwartet. Trotzdem peilen wir jetzt bereits den nächsten Meilenstein an: 50 Prozent.

Autor:

Daniel_Schuhmacher_swDaniel Schumacher ist Head of Technical Sales & Marketing bei der MAGURA Bike Parts GmbH & Co. KG. Seit 2012 verantwortet er in in dieser Position die E-Commerce-Strategie des Unternehmens. Sein Wirtschaftsingenieur Studium hat er an der ESB Business School in Reutlingen und der Kettering University in Michigan, USA, absolviert.

Gast-Blog: Content-Marketing – 5 Tipps für noch besseres B2B

Content bleibt das stärkste Zugpferd im Online-Marketing: 86 Prozent der B2B-Entscheider setzen 2015 auf wertvolle Inhalte für eine gute Marketing-Strategie. Das ergab eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Content Marketing Institute. Mit Content kann man Brand Awareness schaffen, zusätzliche Leads generieren, neue Kunden werben und die Markentreue erhöhen. Doch was zeichnet effizientes Content-Marketing im B2B aus? VOTUM gibt Ihnen fünf Tipps für eine optimale Strategie.

  1. Die richtigen Content-Formate

Kunden im B2B wollen zielführend informiert werden: hier ist Expertenwissen gefragt! Folgende Content-Formate eignen sich besonders gut, um zielgruppenrelevante Themen gründlich zu beleuchten:

Fachartikel sind redaktionell erstellte Texte zu spezifischen Themen und zählen zu den viralsten Formaten im Content-Marketing. Da sie dem Autor überdies viel Freiheit auf inhaltlicher und formaler Ebene lassen, sind sie als Content-Format im B2B-Bereich besonders beliebt.

Interviews mit Branchen-Experten bieten exklusiven Content aus erster Hand. Fachliche Stellungnahmen zu aktuellen Themen und persönliche Einschätzungen namhafter Gesprächspartner haben eine hohe inhaltliche Relevanz für Ihre Zielgruppe.

Videos/Podcasts eignen sich hervorragend zur Wissensvermittlung im Internet. Neben Unternehmens-Know-how und How-tos können Sie mit bewegten Bildern auch Produktpräsentationen breit streuen.

Webinare (Zusammensetzung aus „Web“ und „Seminar“) sind Live-Präsentationen im Internet, zu denen sich die Teilnehmer über den Computer einloggen. Typische Inhalte sind Einführungen oder Schulungen zu branchenspezifischen Themen und/oder den Angeboten Ihres Unternehmens. Webinare sind interaktiv und ortsunabhängig und stellen für den Anbieter ein kostengünstiges Instrument zur effektiven Leadgenerierung dar.

Case Studies bereiten ein Projekt Ihrer Firma fachgerecht als Fallbeispiel auf. Durch eine anschauliche Beschreibung von Ausgangssituation, Problemstellung und Lösung vermitteln Sie praktisches Fachwissen und stellen die Kompetenz Ihres Unternehmens dar.

White Papers befassen sich dagegen mit komplexeren Sachverhalten. Hier können Sie zusätzlich die Vor- und Nachteile bestimmter Themen beleuchten, Herangehensweisen und Lösungsansätze abwägen und Handlungsempfehlungen aussprechen.

Visuals/Infografiken: Bilder und Fotos unterstützen die Aussagen Ihrer Texte und werten Fachartikel optisch auf. Infografiken können auch für sich alleine stehen: Mit einer Mischung aus Text und Bild veranschaulichen sie komplexe Zusammenhänge. Unterhaltsam und informativ, werden sie besonders häufig angesehen und geteilt.

  1. Inhalte und Ausarbeitung

Inhalte im B2B-Marketing dürfen sehr speziell sein – Sie wollen schließlich nicht die breite Masse unterhalten, sondern eine schmale Zielgruppe mit spezifischen Informationen versorgen. Lassen Sie sich bei der Themenfindung davon inspirieren, was aktuell Ihre Kunden bewegt: Die wertvollsten Anregungen erhalten Sie in der Regel im persönlichen Gespräch mit Vertretern Ihrer Zielgruppe. Eine einzige Conversion im B2B ist mitunter wertvoller als viele Leads im B2C-Bereich, also gehen Sie ruhig in die Tiefe. Wichtig ist jedoch, dass Sie hierbei nicht werblich werden und auch nicht zu technisch, denn der Beitrag soll in erster Linie B2B-Entscheidern Mehrwert bieten und nicht nur Programmierern. Deshalb sollte der inhaltliche Fokus bei allen Content-Formaten auf dem unternehmerischen Nutzen Ihres Angebots liegen.

  1. Intern oder extern? Die ideale Platzierung

Der ideale Ort, um Ihre Content-Formate zu platzieren, ist der Corporate Blog. Hier können Sie sich mit fachlichem Know-how positiv von Ihren Mitbewerbern abheben. Unser Tipp: Führen Sie Unternehmensblog und Corporate Website zusammen. Eine integrierte E-Commerce-Plattform reduziert nicht nur den Pflegeaufwand, sondern bietet Ihren Kunden auch relevante Informationen mit Nähe zum Produkt. Wenn der Button „In den Warenkorb legen“ nur einen Klick entfernt ist, kann Content viele Kaufimpulse triggern.

Sie können Ihre Zielgruppe aber auch hervorragend über eine externe Content-Platzierung erreichen. Mit Gastbeiträgen auf passenden Partnerseiten etablieren Sie sich als Experte auf Ihrem Gebiet, steigern die Bekanntheit Ihrer Marke und bringen zusätzlichen Traffic auf Ihren eigenen Blog. Vor einem etwaigen Artikeltausch sollten Sie Ihren Blog jedoch zuerst mit eigenen Inhalten füllen, um interessierten Besuchern eine attraktive Visitenkarte zu bieten. Posten Sie regelmäßig, und Sie werden neue und wiederkehrende Besucher mit Kaufabsichten auf Ihre Seite holen.

  1. So verbreiten Sie Ihre Inhalte optimal

Über den Erfolg Ihrer Marketing-Strategie entscheidet nicht zuletzt das optimale Seeding aller Content-Formate – sie müssen am richtigen Ort der passenden Zielgruppe angeboten werden. Twitter eignet sich ausgezeichnet, um in schnelle Interaktion mit Ihrer Zielgruppe zu treten, Content zu vermarkten und sich aktiv am Branchengespräch zu beteiligen. Soziale Netzwerke sollten Sie sehr sorgfältig auswählen: Auf Facebook erreichen Sie B2B-Zielgruppen evtl. seltener als in den professionellen Netzwerken wie XING oder LinkedIn. Mit Posts in den entsprechenden Gruppen können Sie hier das Interesse potenzieller Kunden wecken, Ihre Inhalte bekannt machen und Aufmerksamkeit auf Ihr Firmenprofil lenken.

  1. Betreiben Sie Content-Marketing professionell

Nehmen Sie die Planung und Umsetzung von Content-Marketing nicht auf die leichte Schulter – wer seine Ziele erreichen will, muss Kommunikation professionell betreiben. Erfolgreiche B2B-Marketingtexte sind nicht nur fachlich fundiert, sondern auch gut geschrieben: Sie sollten am besten von erfahrenen Textern, Redakteuren oder Journalisten verfasst werden. Bauen Sie dazu langfristig Inhouse-Kompetenzen auf (eigene Redaktion) oder greifen Sie auf eine professionelle Agentur zurück, denn nur so ist eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleistet. Des Weiteren ist ein fortlaufendes Monitoring Ihrer Content-Marketing-Aktivitäten unerlässlich, um den Erfolg zu analysieren und Ihre Strategien zu verfeinern.

Autor:

Torsten_Vogler_swTorsten Vogler ist Online-Redakteur der VOTUM GmbH in Berlin. Für die zertifizierte OXID Partneragentur schreibt er regelmäßig im „Fokus E-Commerce“  über aktuelle Themen aus der Branche. VOTUM bietet seit 17 Jahren digitale Gesamtkonzepte für E-Commerce, Online-Marketing und Brand Communication.

 

Quelle der Studie des US-amerikanischen Content Marketing Institute:
2015 Benchmarks, Budgets, and Trends – North America

dmexco 2013 – Turning Visions into Reality

dmexco 2013Unter diesem Motto öffnet vom 18. – 19. September die internationale Leitmesse für digitale Wirtschaft in Köln ihre Tore und präsentiert erstmals in drei Hallen rund 720 Aussteller aus aller Welt.

Natürlich sind auch wir wieder mit den Neuerungen rund um die OXID Plattform vor Ort und freuen uns auf zahlreiche Besucher an unserem Stand C 011 / D 010 in Halle 7.

Besonders im Fokus haben wir bei der diesjährigen Messe die Themen: Multichannel, Mobile Commerce, B2B-Handel sowie High-End-Performance für Enterprise-Kunden.

Wir empfangen Sie gemeinsam mit weiteren erfahrenen Experten von 11 ausgewählten Partneragenturen aus dem OXID Ökosystem:

 

Persönliche Gesprächstermine können vorab über das Kontaktformular auf unserer Website vereinbart werden. Für den kostenfreien Eintritt zur Messe ist eine Besucherregistrierung erforderlich.

Im Rahmen eines Gewinnspiels in Kooperation mit Trusted Shops, Klarna und etracker werden zudem tolle Preise verlost: vom iPad bis hin zur Spiegelreflexkamera. Mitmachen lohnt sich!

Zum Ausklang des ersten Messetages laden wir ab 17:00 Uhr alle Messebesucher zu einer Standparty mit leckerem Fingerfood und frischen Cocktails ein.

Wir freuen uns auf zwei ereignisreiche Messetage und jede Menge Networking mit unseren Partnern sowie den Messebesuchern.

Recap: OXID Commons 2013

Honestly? From my gut I feel that this OXID Commons event in 2013 was the best we’ve had so far, and that obviously knocked it out of the ballpark for both days, OXID Commons conference and trade fair on 16th as well as OXID unconference on the next day, May 17th.

To give you some numbers: we had at about 800 face-to-face visitors, 500 on-line stream viewers and approximately 50 exhibitors.

Roland OXID Keynote at OXID Commons 2013

The first day of course was packed with currently discussed e-commerce topics: multi-channel (AKA omni-channel), high load scenarios, for example TV commercial peaks, mobile commerce, B2B sales, and strategic points of internationalization. Interesting enough, isn’t it. At the end of the conference day, OXID awarded the GOLDEN CART again, what a thrill! For those who have missed it, there’s a a review of OXID Commons 2013 available, including links to the slide show, videos and blog post from 3rd parties at http://www.oxid-commons.com

On the next day, OXID unconference was held in the Solar Info Center Freiburg. We welcomed nearly 100 developers and talked very tech in two channels about the top topics in e-commerce today like responsive design, Apache Solr, performance, GitHub etc.

OXID unconference

Talking about GitHub: for me personally it was a really big step in community development (my responsibility) when Roland announced in his keynote that “… we will go live on GitHub right … now!” and somebody else pushed the button to make the repository public. Since that point developers started forking OXID eShop on GitHub, and we could already merge some very useful contributions.

We’d like to thank everybody for your visits, your support and your really pleasant discussions with us. As always: after OXID Commons is before OXID Commons – looking forward to seeing you in the next year! By the way, you don’t have to starve in the meantime: maybe you’re interested in visiting one of the OXID Usergroup meet-ups either in Essen, in Berlin or (hopefully soon) in Munich.