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E-Commerce Systeme 2018: 10 Key Take-Aways

Fraunhofer IML untersucht Onlineshop-Systeme 2018

Das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat mit der im Oktober 2018 erschienenen Studie „Onlineshop-Systeme zur Digitalisierung des Handels“ den Anbietermarkt für den B2C- und B2B-Commerce analysiert.

Die Marktstudie beinhaltet die aktuell umfassendste funktionale Analyse für E-Commerce-Systeme.

Digitalisierung im Handel unter der Lupe

Federführend war das Team ERP LOGISTICS des Fraunhofer-Instituts und kooperierte mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Dortmund. Die Studie wurde im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Neben der Originalstudie finden Sie am Ende dieses Überblicks auch ein aufbereitetes Management-Summary mit den Key Take-Aways zum kostenfreien Download. Hier die wichtigsten Eckdaten in Kürze:

1. Der Mittelstand braucht eigene Wege

Sowohl Fraunhofer als auch das Kompetenzzentrum stehen wie keine anderen Institutionen für das tiefe Verständnis der Bedürfnisse des Mittelstands und dem Aufspüren der besonderen Potentiale dieses Segments. Die komplette Studie bewertet alle Aspekte zu 100% aus Mittelstandssicht.

2. Im Vergleich: 19 Hersteller von A – Z

Mit Fokus auf Deutschland wurden auch global aktive E-Commerce Hersteller gescannt und kontaktiert. Die Evaluation unfasst zu den 19 Teilnehmern ein detailliertes Profil von Branchenausrichtung, über Größe und Bedeutung der Anbieter im deutschen Markt bis hin zu Nutzungs- und Kostenmodellen.

3. Chancen und Konsolidierung

Der digitale Handel ist keine feste Kenngröße und hat kein statisches Ergebnis. Vielmehr untersuchen und bewerten die Autoren ihn als das, was er ist: einen Prozess der Digitalisierung. Dabei werden die enormen Chancen für den Mittelstand genauso thematisiert, wie die absehbare Konsolidierung des Marktes der Anbieter.

4. Was die Systemwahl wirklich bedeutet

Vor diesem Hintergrund versteht sich die Studie als eine Entscheidungsvorbereitung für jedes Unternehmen, das sich mit einer Neueinführung, Systemablösung oder -erweiterung beschäftigt. Sie erläutert Tragweite der System-Entscheidung und gibt einen Ausblick, welche Charakteristika in der Praxis welche Konsequenz nach sich ziehen.

5. B2C vs. B2B?

Mit Weitblick werden die unterschiedlichen Zielgruppen und ihre Zukunftsperspektiven dargestellt. So stehen sich die Innovationskraft des Digital Commerce-Vorreiters B2C und das enorme Potential von B2B gegenüber. Wie werden sich die Felder in Zukunft vebinden? Und welche Unterschiede sind in Zukunft zu erwarten?

6. Pricing und Lizenzen

In einer einzigartigen Detailarbeit haben die Marktforscher alle Eigenschaften und Kenngrößen miteinander verglichen. Unter anderem stehen auch alle Anbieter mit ihren unterschiedlichen Lizenzierungs- und Abrechnungsmodellen tabellarisch nebeneinander. Hier wird deutlich, wie unterschiedlich diese zum Teil ausfallen, und welche Vorteile dies jeweils bringt.

7. Features & Functions: deutliche Unterschiede

Die OXID Plattform überzeugt mit höchstem Erfüllungsgrad!

8. Welche Trends wirklich wichtig sind.

Jedes Geschäftsjahr ist geprägt von neuen, zum Teil stark gehypten Branchentrends. Die Untersuchung greift mit wohltuendem Augenmaß diejenigen heraus, die die Systementscheidung berühren und das Geschäftskonzept im Kern betreffen.

9. Industrie 4.0: was bedeutet dies wirklich für den Handel?

Gerade in produzierenden Unternehmen stellt sich schon lang die Frage, ob und wie die vernetzte, automatisierte Produktion direkt an den digitalen Handel angebunden werden kann. Aber ist dieses Thema zwischenzeitlich auch bei den Systemanbietern angekommen? Die Studie gibt hier eine klare Antwort.

10. Wie kommen Kanäle zusammen?

Fest steht, jeder Händler muss seine potentiellen und Bestandskunden über mehrere Kanäle und Touchpoints erreichen. Doch wie verknüpft man diese am besten? Was ist Pflicht; was Kür? Zum Abschluss diskutiert die Studie mögliche und wahrscheinliche Strategien, die die Zukunft des Handels prägen werden.

Die 100-Seiten-starke Studie ist im OXID Ressourcen Center verfügbar. Zudem haben wir ein Management Summary auf 7 Seiten hier zusammengestellt.

Auch interessant: Wie unser „Handel 4.0“-Prototyp auf der Hannover Messe 2017 vorgestellt wurde, lesen Sie in diesem Blogartikel: >> „Industrie & E-Commerce: Digitalisierung rückt die Werkbank an den Ladentisch“

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

The place to be: dmexco am 12. & 13. September in Köln

Die Tinte unter der Nachberichterstattung zur dmexco 2017 war noch nicht trocken, da kam die Kölnmesse mit einem Knaller um die Ecke: Sie trennte sich von den Machern Christian Muche und Frank Schneider (>hier nachlesen). Die ganze Branche rätselte, wie das wohl mit der dmexco weitergehen würde. Aus den Beobachtungen der letzten Wochen lässt sich heute sagen: Überraschend gut!

Die dmexco (>mehr Infos) als fester Bestandteil der Digitalwirtschaft und Treffpunkt aller Entscheidungsträger wartet nach dem geräuschvollen Führungswechsel letztes Jahr in 2018 mit 550 Sprechern, 18 Bühnen, 5 Tracks und vielen weiteren Formaten wie z.B. dem Start-up Village auf. Bereits die neue Website kündet vom Wandel, der sich hinter und vor den Kulissen vollzog und noch vollzieht. Und wenn man bedenkt, mit welcher Geschwindigkeit das alles organisiert worden sein muss, sehen wir hier vermutlich nur den Anfang einer Neuorientierung, die sicherlich noch mit weiteren Formaten und frischen Ideen in Zukunft aufwarten wird.

Dass es in der Digitalwirtschaft kräftig rumort, ist nirgendwo als auf der dmexco besser zu sehen. Sie greift inhaltlich auf, was sich allenthalben vollzieht (>zum Programm). Sei es die Angst vor der Künstlichen Intelligenz und Machine Learning, und dem damit einhergehenden und notwendigen durchdachten Umgang mit Daten. Oder die allgemeine gesellschaftliche und wirtschaftliche Sicherheit in einer digitalisierten Welt. Hinter dem Motto Take C.A.R.E. verbirgt sich die Aufforderung, mit Neugierde, bewusstem Handeln, Verantwortungsbewusstsein und nach bestem Wissen und Gewissen das eigene Business voranzutreiben. Grund genug, die dmexco dieses Jahr zu besuchen. Neue Produkte testen, Entscheider treffen, aktuelle Themen diskutieren, Netzwerken und für das eigene Business neue Ideen mitnehmen.

Aus unserer Sicht – da wir ja Aussteller sind und 5 Partner mit uns die ganze Bandbreite des E-Commerce am Stand präsentieren – gibt es natürlich noch weitere Gründe:

C = Curiosity: Alles was für erfolgreiche E-Commerce-Projekte wichtig ist an einem Stand.

A = Action: Personalisierte Customer Experience neu definiert von OXID eSales und econda! (>zu econda) Wir zeigen live, wie Shopbesucher in kürzester Zeit zu Kunden werden.

R = Responsibility: Wir kennen die Herausforderungen unseres Marktes und tragen Verantwortung dafür, dass Sie erfolgreich sind. Sprechen Sie mit über Ihre nächsten Ziele.

E = Echter italienischer Kaffee: von unserem Barista. Verschnaufpause garantiert.

Personalisierung live am OXID Stand erleben

Außerdem freuen sich unsere Standpartner auf Ihren Besuch. Sie erfahren:

Von EIKONA Media, wie aus Datenmanagement-, Content- und E-Commerce eine ganzheitliche Lösung wird. (>Mehr erfahren)

Von ERGO Direkt, wie Sie mit dem ERGO Direkt Versicherungsmodul für die Kunden Mehrwert schaffen und gleichzeitig den Umsatz im Shop erhöhen. (>Zum Versicherungsmodul)

Von ESYON, wie Sie dank der Integration von OXID eShop in Microsoft Dynamics 365 für Finance und Operations erfolgreich sind und wettbewerbsfähig bleiben. (>Im Video mehr erfahren)

Von Laudert, wie Sie in allen Fragen der Produkt- und Markenkommunikation punkten und Shop, PIM, MAM, Web2Print und weitere Systeme in Einklang bringen. (>Zur Website)

Und von Pixelboxx, den Pionieren im Bereich Digital Asset Management, wie Lösungen für modernes und effizientes Handling von Mediendateien für große und kleine Unternehmen aussehen können. (>Hier mehr lesen)

Bei uns am Stand C058 in Halle 7 ist also wieder jede Menge geboten. Das Speaker Line-Up der dmexco kann sich sehen lassen und bei 1000+ Ausstellern wird für jeden das passende Angebot dabei sein. Bei allen kritischen Stimmen der Vorjahre habe ich den Eindruck, die dmexco ist auf dem richtigen Weg. Wir freuen uns auf spannende Tage in Köln und über Ihren Besuch auf unserem Stand. Am besten vereinbaren Sie gleich heute Ihren Wunschtermin. (>hier klicken)

Autor:

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.


Zuhörer Keynote oxcom 2016

OXID Commons 2018. Alles was das E-Commerce-Herz begehrt!

Serie Teil III #oxcom18

In 3 Tagen öffnet die OXID Commons wieder die Türen in der Messe Freiburg und lädt alle E-Commerce Experten, Dienstleister, Partner, Shopbetreiber, Entwickler und Nerds zum Netzwerken und Branchen-Update ein. Vom roten Faden im Programm zum Motto „Handel für eine digitale Welt“ über das Speaker Line-Up, die Aussteller, die Auswahl der Sponsoren und Medienpartner, bis hin zur mit Spannung erwarteten Golden Cart Award Verleihung – es ist angerichtet! Alles was Sie jetzt noch tun müssen, ist Ihr Ticket zu kaufen: hier!

OXID Commons Tickets

Das OXID Commons Programm hat es in sich

Es erwartet uns ein Tag mit einer abwechslungsreichen Agenda, die sich an DEN brennenden Themen im Onlinehandel orientiert. Von KI und Machine Learning, über Change Management, dem richtigen Digital Mindset und Content Commerce 4.0 wird auf der Strategy Stage alles geboten. Hochkarätige Speaker wie Prof. Dr. Bulander, Dr. Florian Ilgen, Carsten Kraus, Martin Meinert, Mirko Lange oder Daniel Karrasch bringen dem Publikum strategische, visionäre, wissenschaftliche oder pragmatische Ansätze für die verschiedenen Fragestellungen näher. Für jeden Geschmack ist was dabei: Von der Keynote von Jochen Schweizer: „Letzter Ausweg: Digitalisierung“ über Christian Ehls Vortrag „AI hat das Potenzial, alles zu verändern!“ bis zu „Von der Theorie zur Praxis. So geht Personalisierung!“ powered by Econda und OXID PM Pierluigi Meloni. Einen ersten Vorgeschmack auf das Thema Personalisierung finden Sie hier!

Auf der Operations Stage heißt es „Lernen von den Besten“, wenn es darum geht, die Kundenwünsche im Onlineshop ins Zentrum zu stellen. Spannende Use Cases zeigen, wie man zum Erfolg kommen kann, in einer immer komplexer werdenden digitalen Welt, die vor dem Handel nicht Halt macht. Hier werfen Sie einen Blick ins Programm!

Auf der Tech Stage geht es ans Eingemachte und Entwickler kommen auf Ihre Kosten zu Performance, DI, Monolog, Composer, Kubernetes und vielem mehr. 4 Workshops runden das Angebot ab: Zu den Workshops bitte hier anmelden, da die Teilnehmerkapazitäten begrenzt sind!

Als Sprecher aktiv dabeisein

Netzwerken, Award genießen und feiern

Nach einem Tag voller Inspiration, frischen Ideen und unkonventionellen Denkanstößen findet das Programm seinen Höhepunkt im Golden Cart Award. Wir haben die Ehre, wieder die besten OXID eShops Deutschlands für ihre außergewöhnlichen Leistungen auszuzeichnen. Erfahren Sie hier, wer auf der Shortlist steht und Aussichten auf die Trophäe in einer der 5 Kategorien hat. Die Sieger können sich direkt auf der anschließenden Party gebührend feiern lassen und bis in die frühen Morgenstunden die zahlreichen Eindrücke der Commons verarbeiten 😉

Bleibt uns nur noch, Ihnen eine gute Anreise zu wünschen. Meiden Sie bei der Anfahrt per PKW die Granadaallee, wo sich derzeit wegen einer Baustelle der Verkehr staut. Parkplätze sind auf dem Messeglände reichlich kostenfrei vorhanden. Halten Sie beim Check-In Ihr Ticket bereit, dass alles möglichst reibungslos vonstattengeht. Ab 8:30 Uhr ist Einlass und ab 9:30 startet das Programm. Kommen Sie rechtzeitig und genießen sie bei einem Frühstück die ersten Gespräche des Tages auf der Ausstellung. Wir freuen uns auf einen tollen Tag mit Ihnen am 14. Juni in der Messe Freiburg.

Zuhörer Keynote oxcom 2016

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

 

In Ruhe von zu Hause bestellen

Digitalisierung für den Katalog-Versandhandel

Serie Markt-Trends 2018

„Das Internet revolutioniert den Handel!“ „Online läuft dem stationären Geschäft zunehmend den Rang ab!“ So oder ähnlich klingt in der Branche jede zweite Headline.

Das sieht nach Komplettaustausch, radikalem Bruch und Umwälzung aus. Und legt eine einfache Schlussfolgerung nah: Print, insbesondere Kataloge, und stationäre Ladengeschäfte kommen aus früheren Zeiten und sind heute überholt. Online ist der neue, einzig zeitgemäße Kanal.

Kann es so einfach sein? Eine Analyse zur Situation des klassischen Versandhandels.

Tatsächlich kauft ein jährlich wachsender Prozentsatz der Konsumenten online ein. (>>Statista, >>Bitkom)

Auch stimmt es, dass große Online-Player – allen voran Amazon – für neue Kräfteverhältnisse am Markt gesorgt haben. Mit ihnen können sich inzwischen nur noch reformierte Handelsunternehmen messen. (Porträt World-of-Sweets-Gründer Markus Heide >>Handelsblatt). Wer traditionell nur auf das Ladengeschäft oder den Papier-Katalog setzt, hat es schwer.

Diese Entwicklung bedeutet aber nicht automatisch, dass die ‚guten alten‘ Kanäle gar keinen Platz mehr im Business und Konsumentenalltag hätten. Das stationäre Potential etwa lotet nicht nur der Plattform-Gigant Amazon aus („Amazon goes offline“ >>Spiegel). Auch ehemals klassische Pureplayer machen stationär ernst („Was planen notebooksbilliger.de und Medimax?“ >>Channelpartner).

Die Rolle und Wertschätzung der lang etablierten Kanäle haben sich deutlich verschoben. Aber die Digitalisierung als die Geschichte einer Verdrängung durch Online zu lesen, greift zu kurz. Omnichannel bedeutet eben auch, dass der Webshop allein nicht genug ist.

Commerce für Mensch oder Maschine

In den nächsten Jahren wachsen zwei Trends sehr stark, deren Ausprägung unterschiedlicher nicht sein könnten.

Zwei Commerce-Wege: Cyber

Im Industrie- und Fertigungsumfeld stehen die nächsten Jahre im Zeichen intelligenter Commerce-Automatisierung im Rahmen von Industrie 4.0-Installationen und direktem Machine-to-Machine-Commerce).

Hier sind Schnittstellen, Integration und Selbst-Optimierung entscheidend. User-Interfaces werden im Prozess nicht mehr gebraucht.

… und Human.

Andererseits werden aber immer dann, wenn Menschen die Kaufentscheidungen treffen (B2B oder B2C), die humanen Bedürfnisse nach Emotion, Entertainment und Convenience und damit Content und Frontend-Design zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Die Wünsche der Konsumenten gilt es zu bedienen, wenn das Offering nicht am Markt vorbeigehen soll.

Eine alte Challenge: zu Hause einkaufen

Ein Dauerbrenner unter den Wünschen ist, die Kaufentscheidung im selbst gewählten Umfeld zu treffen.

Kunden möchten nicht an einem bestimmten Ort (im Ladengeschäft), sondern in Ruhe zu Hause Vergleiche ziehen, Details unter die Lupe nehmen, andere Meinungen einholen, und sich unterhalten oder inspirieren lassen.

Sie wollen zu einer selbstgewählten Zeit (unabhängig von Öffnungszeiten) sofort Entscheidungen treffen und Services in Lieferung und Kommunikation in Anspruch nehmen. (>>Bitkom)


Diese Wünsche sind nicht erst mit der Jahrtausendwende und dem Onlinehandel aufgekommen, sondern waren schon gut 100 Jahre zuvor Motivation und Erfolgsfaktor für den Distanzhandel.
Die Praxis von zu Hause oder vom Schreibtisch aus zu kaufen, ist älter als Smartphone und Computer, und wurde lange mit dem Print-Katalog realisiert.

Ziel der klassischen Versand-Händler war es schon immer Bedarf zu wecken, zu unterhalten, zu stöbern (“browsen“), spontane Kaufentscheidungen zu triggern, mit Exklusivangeboten zu locken und mit personalisierter Angebotserstellung und direkten Kontaktmöglichkeiten Kunden zu binden.

Diese Situation ändert sich nicht wesentlich, sondern spitzt sich zu, wenn der Kunde plötzlich Alexa in der Küche stehen hat. Wer zwischen Kaffeekochen und Frühstück Batterien nachbestellt, will sofort zum Ziel kommen. Wer Inspiration sucht, möchte nicht mit einem „buy now“-Button abgefertigt werden. Wird diese Erwartung nicht erfüllt, kauft man woanders. Der Konsument wird kompromissloser.

Katalog-Versandhandel: 100 Jahre Menschenkenntnis

Als der Handel über das Internet Aufwind bekam, hatten Katalog-Versandhändler einen beträchtlichen Vorsprung. Was sich die neu startenden Online-Händler erst erarbeiten mussten, war ihr täglich Brot:

tiefe Produktkenntnis, intensive Kundenbeziehung und das Angebot aus einer Hand – von Medium (Druckerzeugnis) über Logistik bis zum Kundenservice.

Die Risiken, die mit hohen Investitionen im Lager sowie hochpreisigen Werbe- und Verkaufsmittel einhergingen, waren enorm. Aber das Geschäft lohnte sich, weil es aus dem Handwerk und der Erfahrung berechenbar war.

Überholt vom kleinen Bruder E-Commerce

Online war plötzlich „in“, aber wie schnell sich der Markt wandeln würde, hatte niemand erwartet. In nur 12 Jahren verschoben sich die Bestellwege von 80% Katalog zu 80% online und führte in den 2000er Jahren unter anderem zu den historischen Insolvenzen von Neckermann und Quelle.

Online hat den klassischen Bestellwegen nicht nur Marktanteile abgenommen, sondern ist auch kontinuierlich stark gewachsen.

Während im Jahr 2007 bei 27,6 Mrd. Euro Gesamtumsatz immerhin noch gut 60% über die klassischen Bestellwege (Katalog, Fax) umgesetzt wurde, waren es 2016 mit 4,38 Mrd. Euro nicht mal mehr 10%.

Online hatte den klassischen Bestellkanälen nicht nur große Anteile abgenommen, sondern war zudem auch noch mit Rekordzahlen gewachsen.

 

Versand-Größen auf der Gewinnerseite

Der Schock saß tief, nicht nur in der Versandhandelsbranche selbst. Auch heute noch beobachten andere Wirtschaftsbereiche (siehe aktuell den Druck auf den Industrie-Mittelstand) mit Sorge die unbarmherzigen Konsequenzen von verpatzter Digitalisierung am Beispiel Handel.

Dennoch gibt es unter den klassischen Versandhändlern auch Gewinner der Digitalisierung. Und zwar immer dann, wenn ein Unternehmen es verstanden hat, sein Geschäftsmodell neu zu erfinden und nicht einfach versuchte, einen Katalog ins Netz zu stellen.

Alles auf Null. In einem Klima ständigen Wandels müssen gerade etablierte Geschäftsmodelle radikal überdacht werden.

Etwa Otto, Tchibo oder Klingel haben sich mit einem Fokus aus Omnichannel, Services, Internationalisierung oder Ventures neu ausgerichtet.

Das gelang mit einer großen Bereitschaft sich zu wandeln und alles auf den Kopf zu stellen – aber eben auch durch ein Verdichten und Übertragen der eigenen jahrzehntelangen Handelserfahrung.

Das stationäre Geschäft ist nicht am Ende; und auch der Katalog ist nicht am Ende. Aber: das Geschäft der klassischen Katalog-Versandhändler steht unter hohem Druck sich zu transformieren. Ein Katalog im Stil der 80er/90er Jahre wird heute nicht mehr bestehen können. Das Medium muss auf ein neues Level gehoben werden; und zwar ohne dass Branchenkenntnis und Wissen über Kundenverhalten verloren geht.

Einige Erfolgsbeispiele:

Spezialversender Bergzeit

Spezialversender wie bergzeit.de bieten ihrer Community passgenaue Produkte und Experten-Content im Magazin.

Die Schwab-Tochter Sheego macht 75% des Umsatzes online – und 28 Kataloge im Jahr!

Tchibo hat sich mit B2B2C-Modellen und Omnichannel breit aufgestellt. Hier: Tchibo Coffee Service.

„User Experience“, „mobile first“, „Connected Commerce“ all diese Schlagworte erfolgreicher Commerce-Konzepte sind kein Selbstzweck. Sie sind das nötige Handwerkszeug für eine zeitgemäße Form und dienen einzig dem Ziel, den Kunden besser zu erreichen und zu bedienen. Aber die Inhalte („der Content“, >>Mehr dazu im Content Commerce Webinar) und personalisierten Angebote, mit denen der Kunde gefesselt, unterhalten, fasziniert werden kann – dieses Wissen muss nach wie vor aus den Unternehmen selbst kommen.

Perspektiven für den Katalog-Versandhandel

Heute gibt es 4K Spezialversender mit Print-Katalogen allein in Deutschland, Österreich, Schweiz.

Heute, das heißt „immer noch“; nach einer Markt-Bereinigung und unter massivem Druck von Online-Pure-Playern oder Generalisten und internationalen Plattformen mit Dumping-Preisen.

Viele sind bereits mitten im Changeprozess getrieben durch die neuen Anforderungen und Erwartungen und Bedürfnisse im Zuge der Digitalisierung. Anderen steht dies noch bevor.

In einer klassischen SWOT-Analyse zur Potential- und Strategiefindung sind die Stärken (Strengths) ud Schwächen (Weaknesses) im Herzen des Unternehmens zu finden und hochindividuell. Hingegen die Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) sind marktgetrieben und somit innerhalb einer Branche ein Stück weit gleich. Zwei Bereiche, bei denen es sich für den Katalog-Versandhandel lohnt, genauer hinzuschauen.

Zu den Chancen zählt auf jeden Fall, dass die Katalog-Versender für einen Omnichannel-Ansatz bessere Voraussetzungen mitbringen als Online-Pure Player, von denen 90% kurz- bis mittelfristig wieder verschwinden (aktuelle Erhebung des IFH Köln).

Gerade hinsichtlich des Printkanals haben Katalog-Versender einen Vorsprung, denn es auszunutzen gilt. Wenn etwa Startups sehr ernsthaft den Weg in Richtung Publishing und Print einschlagen (>>Tagesspiegel übernimmt Vertrieb für das Glossybox Magazin) sollte sich dieser Bereich für Print-erfahrene Katalog-Versandhändler umso mehr anbieten.

Auf der Risiken-Seite müssen bei der Digitalisierung die Abhängigkeiten überschaubar bleiben.
Sei es, dass man Amazons Einfluss auf das eigene Geschäft reduzieren will – aber eben auch nicht völlig darauf verzichten kann.
Sei es, dass man selbst zum Dreh- und Angelpunkt eines vernetzten Geschäftsmodells werden möchte und sich mit einer mehrstufigen Plattform, Community-Services und Vermittler-Strukturen anpasst und neu erfindet. Für beides ist vor allem eines essentiell: den direkten Zugang zum Kunden aufzubauen und zu halten.

Fazit

Mit der richtigen Strategie und Technologie sind Katalog-Versandhändler in einer guten Position, die Chancen der Digitalisierung für sich zu nutzen. Immerhin haben sie das Shopping von der Couch erfunden!

Sie sind Versandhändler und haben Fragen zur Digitalisierung? Sie interessieren sich für unsere Referenzen?

Wir bieten ein Netzwerk von Experten und Dienstleistern sowie angepasste Software für den speziellen Bedarf von >>Katalog-basierten Geschäftsmodellen.

 >>Sprechen Sie uns an!

–Photo Credits: Death to Stock, Refe, Pixabay oder wie genannt.–

Autor

Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Aktuelle Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Der Einsatz von Software im Handwerk

Gastblog: Digitalisierung im Handwerk. Der Heizungsbau als Beispiel

Mit 58 Prozent setzen mehr als die Hälfte der Handwerksbetriebe bereits digitalisierte Lösungen in Form von Software für die Bearbeitung von Organisations- und Administrationsaufgaben ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bitkom Studie in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Intelligente Technologien finden derzeit jedoch nicht nur in einzelnen Unternehmensbereichen eines Handwerksbetriebes Anwendung, sondern auch zwischen diesen und in der Kommunikation mit Kunden. Dieser Beitrag zeigt, wie sich dies am Beispiel von Heizungsbaubetrieben gestalten lässt.

 

Wie lässt sich Digitalisierung im Handwerk kurz beschreiben?

Digitalisierung heißt auch immer Vernetzung. In einem digitalisierten Betrieb besteht dieses Netzwerk neben direkten Gesprächen von Angesicht zu Angesicht auch aus einem stetigen Austausch digitaler Informationen zwischen Lagerhaltung, Einkauf, Vertrieb, Baustellenplanung, Marketing und Kundenberatung. Verantwortlich für den stetigen Informationsfluss sind intelligente Softwarelösungen. Welche dabei die richtige Lösung ist, hängt vom Betrieb und der Organisationsstruktur ab.

 

Welche digitalen Lösungen stehen zur Auswahl?

 Im Folgenden einige Beispiele für den Einsatz intelligenter Software und digitaler Lösungen am Beispiel von einem Heizungsbauer:

Digitalisierung ersetzt nicht das klassische Handwerk

Kommunikation mit dem Kunden: Internetpräsenz

Die mittlerweile alltägliche Nutzung des Internets verändert auch das Verhalten von Heizungskunden. Während früher im Branchen- oder Telefonbuch nach dem passenden Handwerker Ausschau gehalten wurde, sind heutzutage schnelle und bequeme Lösungen gefragt. In zukunftsorientierten Handwerksbetrieben erhalten Kunden die Möglichkeit, von zu Hause aus alle Daten zur neuen Heizung, zum gewünschten Brennstoff und den Platzverhältnissen im Keller online anzugeben. Dies versetzt den Handwerker in die Lage, bereits von Anfang an Kundenwünsche digital abzufragen, um analoge Beratungsleistungen gezielter und individueller zu gestalten.

Leichtere Angebotslegung

Intelligente Förderrechner und ein Angebotskalkulator errechnen auf Basis der vom Kunden eingegebenen Daten automatisch ein maßgeschneidertes Heizungsangebot innerhalb weniger Minuten. Auf diese Weise lässt sich die Höhe der anfallenden Kosten inklusive der staatlichen Förderungen von Anfang an schnell überblicken.

 

Digitalisierung beim Kunden vor Ort

Tablets gehören für den modernen Heizungsbauer zum Inventar im Werkzeugkoffer. Sie sind online und ermöglichen eine schnelle Aufnahme der Situation auf der Baustelle. Da die Daten in Echtzeit übermittelt werden, wissen auch die Mitarbeiter im Büro Bescheid und haben jederzeit Einsicht in den Bearbeitungsstand. Oftmals kommen dabei Cloud basierte Lösungen zum Einsatz.

Auf Kundenseite besteht beispielsweise die Möglichkeit, Fotos von der aktuellen Heizungsanlage an den Heizungsbauer über das eigene Smartphone zu versenden. Dies erspart dem Handwerker eine persönliche und zeitaufwendige Vor-Ort-Begehung des Heizungskellers.

Digitale Schnittstellen am Heizkessel und mobile Apps verschiedener Heizungshersteller ermöglichen eine regelmäßige Wartung der Anlage auch aus der Ferne. Der Kunde muss dabei selbst nicht eingreifen bzw. einen Handwerker beauftragen.

 

Warum klassisches Handwerk mit intelligenter Technik verknüpfen? – Wo liegt der Vorteil?

1. Die vernetzte Kommunikation von Anlagen und Dienstleistern mittels digitaler Schnittstellen und Kommunikationsmodule erleichtert das Monitoring der Heizungsanlage. So erhält der Heizungsbauer mit dem Blick auf das Smartphone oder den Laptop einen automatischen Statusbericht über den Zustand der Heizung. Dies ermöglicht ein rechtzeitiges Eingreifen vor einem drohenden Heizungsdefekt. Zudem lassen sich durch das stetige Energiemonitoring Energieverbräuche jederzeit ablesen, um Einsparpotenziale im eigenen Heizverhalten zu erkennen.

2. Mittels Digitalisierung lassen sich Kundenaufträge kostengünstiger und schneller abwickeln. Gerade in einer Welt, in der Kundenansprüche gestiegen sind und der Kunde eine jederzeitige Verfügbarkeit über die Produkte wünscht, ist dies ein wichtiger Vorteil um wettbewerbsfähig zu bleiben.

3. Zudem sind digitale Heizungsbaubetriebe mittels digitaler Fragebögen in der Lage, Kundenfeedback zu den Serviceleistungen jederzeit einzuholen. Zum Einsatz kommt dabei eine Software, die Kundenabfragen standardisiert und ein Zufriedenheits-Scoring errechnet. Dieses Vorgehen ermöglicht ein stetiges Qualitätscontrolling und damit die Sicherstellung einer hohen Kundenzufriedenheit.

 

Verdrängt Digitalisierung das klassische Handwerk?

Trotz der vorgestellten digitalen Lösungen bleiben Vertriebsmitarbeiter und Heizungsbauer mit ihrer Fachkenntnis unersetzliche Erfolgsfaktoren. Denn eine individuelle Beantwortung aller aufkommenden Fragen und den ordnungsgemäßen Einbau einer neuen Heizung können intelligente Softwarelösungen nicht erfüllen. Letztere dienen der Unterstützung des klassischen Handwerks, um dieses noch smarter zu machen.

 

Autor

Kerstin Bruns, KesselheldenKerstin Bruns ist Online Redakteurin beim deutschlandweiten Heizungsbauer Kesselheld. Das Unternehmen vereint die Qualität und lokale Nähe des Handwerks mit den Vorzügen des Internets, um so den Kosten- und Zeitaufwand für Heizungskunden zu reduzieren. Die Installation der Heizungsanlagen erfolgt ausschließlich durch ausgebildete, festangestellte Heizungsinstallateure.

 

Elektro Wandelt Relaunch

Die 5 wichtigsten Erfolgsfaktoren für den B2B Commerce

Noch vor dem Jahr 2020 soll der deutsche E-Commerce-Markt ein Volumen von über 70 Mrd. Euro erreichen (Beratungsgesellschaft Arthur D. Little (ADL) und der eco-Verband der Internetwirtschaft). Dabei gilt der B2B-Sektor als Umsatztreiber mit einem Anteil von heuer etwa 35 Mrd. Euro und einer durchschnittlichen Zuwachsrate von 15%.

Der B2B-Handelszug rollt und nimmt die digitale Schiene

Auch der bisher zurückhaltende Großhandel und die Industrie springen nun auf den E-Commerce-Zug auf. Das sind Unternehmen, die teilweise seit Generationen erfolgreich am Markt sind. Sie müssen nun fürchten, im Wettlauf um digitale Anteile das Nachsehen zu haben. Mehr Umsatz dank E-Commerce lautet die Parole. Eine eigene E-Commerce-Plattform verspricht neue Kunden bei überschaubarer Investition. So der oberflächliche Blick nach einer ersten groben Einschätzung der Sachlage.

1. Prozesse im Unternehmen kritisch unter die Lupe nehmen!

Dabei offenbart sich der eigentliche Vorteil eines B2B Shops meist erst auf den zweiten Blick: Eine Bündelung und Digitalisierung zu schlanken, automatisierten Prozessen! Viele Unternehmen haben gewachsene und etablierte Strukturen, die mangels Strategie und zahlreicher Erweiterungen teilweise uneinheitlich, schwer steuerbar und zeit- und nervenraubend sind. Ein perfekter Hebel, um Zeit und Kosten zu sparen. Mit der Einführung eines Onlineshops kommt außerdem DIE Gelegenheit, unternehmenseigene Prozesse neu zu definieren und ressourcenintensive Abläufe aufzudecken und glattzuziehen.

Voss Edelstahl

Voß Edelstahl zeigt eindrucksvoll, wie ein B2B Shop Mehrwert schafft.

2. E-Commerce ist keine Insel!

Doch das Versprechen ‚Umsatz rauf – Kosten runter‘ hat eine oft unterschätzte Wahrheit im Gepäck: Ohne die anderen Systeme geht es nicht. Zwei Dinge sind nötig, damit die Integration gelingt: Ein schlüssiges Gesamtkonzept und eine gute Datenqualität. Wenn die Datenqualität und der Austausch mit der restlichen IT nicht stimmen, ist allein mit einem weiteren Instrument nichts gewonnen.

Die Daten müssen in hoher Qualität vorliegen, zentral gepflegt und verwaltet werden. Duplikationen und verteilte Datensilos erfordern einen hohen Koordinationsaufwand. Das kostet Zeit und Ressourcen. Fast immer hat der User dabei das Nachsehen. Informationen sind nicht aktuell, einheitlich oder sogar fehlerhaft, der Mehrwert ist dadurch gering.

3. Das ERP-System ist King!

Für den B2B Shop sind CMS und PIM wichtige Systeme, um Produkt- und Katalogdetails anschaulich zu präsentieren. Das sind Texte, Bilder, Videos, Zusatzmaterialien zum Download oder Sharing. Doch der wichtigste Input kommt aus dem ERP-System. Die nahtlose Integration zwischen ERP und Shop sind Grundvoraussetzung dafür, dass Informationen nahezu in Echtzeit in beiden Systemen verfügbar sind (siehe auch OXID4SAP, OXID4AX und OXID4NAV).

Das ERP spielt in der Regel alle transaktionsrelevanten Artikel- und Bestandsinformationen in den Shop. Das Management von verkaufsfördernden Maßnahmen kann ebenfalls aus dem ERP kommen oder einfach losgelöst im Onlineshop erfolgen. Die transaktionsrelevanten Bestelldaten werden nach dem Kaufabschluss wiederum an das ERP übergeben. Der Shopbetreiber kann somit entscheiden, welche Informationen in welchem System benötigt und gepflegt werden sollen. Eine vollständige Steuerung der Onlineshop-Prozesse aus dem ERP ist genauso möglich, wie eine schlanke Anbindung, die ausschließlich Transaktionsdaten übermittelt.

4. Patentrezept? Fehlanzeige, den eigenen Weg finden!

Wer den harten Bruch scheut und die klassischen Bestellwege behalten möchte kann auch das reibungslos abbilden – und liegt voll im Trend. Heute betreiben rund 75 % der deutschen Unternehmen Procurement und Absatz im Wesentlichen über Internet-basierte Prozesse und E-Commerce-Lösungen (laut ADL und eco-Verband). Beim E-Procurement werden Eingänge über EDI oder Fax und OCR ebenfalls digitalisiert und in das System integriert. Solche Prozesse können in den unterschiedlichsten Branchen die verschiedensten Ausprägungen haben. Ein allgemeingültiges Patentrezept gibt es nicht. Es gilt, die verschiedenen Optionen durchzugehen und für sich selbst den geeigneten Weg zu finden, ggf. mit einer kompetenten Beratung an der Seite.

5. Numme net huddle, oder: sich an der richtigen Stelle Zeit nehmen!

In Zeiten des digitalen Wandels, in denen sich ein Großteil der Handelsprozesse in das Internet verlagert, ist ein eigenes E-Commerce-Angebot fast unumgänglich. Wir sehen zunehmend mehr digitale Vertriebslösungen und B2B Shops auf dem E-Commerce-Parkett. Sie müssen den Vergleich mit den hohen Standards heutiger B2C Shops nicht scheuen. Das beweisen z.B. Unternehmen wie Voß Edelstahl, das sich auch im Internet als Partner des Handels sieht. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie bei unserem Partner top concepts.

Nehmen Sie sich Zeit für Sorgfalt und eine geeignete Strategie. Dann sind Sie wettbewerbsfähig und bekommen spürbar mehr Effizienz. Wenn Datenqualität und Kommunikation zwischen den Systemen stimmen, schöpfen Sie das ganze Potenzial des B2B Shops aus. Die oben beschriebenen Prozesse sind erfolgskritisch und sollten gemeinsam mit einem Experten passgenau konzipiert und umgesetzt werden. Außerdem zahlen sich hier praxiserprobte, qualitativ hochwertige und erweiterbare Systeme aus, die als Basis-Set mit großem Funktionsumfang aufwarten.

 

B2B Shopsystem-Vergleich

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur  Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

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Gastblog: Produkt-Service-Systeme – ein branchenübergreifendes Zukunftsmodell?

Mit der Sondertagung „Industrie 4.0“ auf der Commons 2016 eröffnete OXID als erster Shopsystemhersteller die Debatte zwischen Industrie- und E-Commerce-Experten zur Zukunft ihrer zusammenwachsenden Welten.

Es ist eine Tatsache, dass die Digitalisierung im B2B Produktions- und Vertriebsprozesse von Herstellern noch enger verzahnt.

  • Doch wie ist dies zukunftssicher und effizient zu bewerkstelligen?
  • Welche strategischen Ziele müssen Unternehmen dabei im Auge behalten?
  • Welche Risiken und neuen Chancen ergeben sich daraus?

Alexander Richter ist Wirtschaftsingenieur an der Hochschule Pforzheim und arbeitet in einem aktuellen Forschungsprojekt an einem Modell, um diese Entwicklungen zu beschreiben, als sogenannte „Produkt-Service-Systeme“. Denn ein großes Wachstumsfeld ist die Generierung neuer Servicefelder. Wie stark die Parallelen zum E-Commerce sind, erklärt er in diesem Gastbeitrag.

 


 

Die Rolle produzierender Unternehmen wandelt sich zurzeit grundlegend. Während sie sich bisher vor allem auf Entwicklung, Produktion und den Vertrieb qualitativ hochwertiger Sachprodukte konzentrierten, erwarten die Kunden von ihnen zukünftig mehr Dienstleistungen bis hin zu ganzheitlichen Komplettlösungen. Für die Bereitstellung einer solchen ganzheitlichen Lösung eignen sich Produkt-Service-Systeme (PSS) besonders gut. Sie bestehen aus einer Produkt- und einer Dienstleistungskomponente, deren Gewichtungen sich je nach Anwendungsfall stark unterscheiden können und bei der Gestaltung des Angebots bereits berücksichtigt werden.

 

Produktion im Wandel – hin zur Dienstleistung

Die Transformation zum PSS-Anbieter lässt sich beispielhaft an einem Maschinenbauunternehmen aufzeigen, welches in der Vergangenheit stark produktorientiert war. Durch die Herausforderung zur Wandlung zum Lösungsanbieter sehen sich solche Unternehmen mit der Generierung eines geeigneten Geschäftsmodells konfrontiert. So kann das Unternehmen unter Anwendung verschiedener Methoden und Vorgehensweisen ein Produkt-Service-System um sein Angebot herum aufbauen und dem Kunden problemorientierte Gesamtlösungen offerieren. Dadurch entstehen je nach Grad der Serviceorientierung verschiedene PSS, die von der einfachen Vermietung einer Anlage bis hin zum Rundum-Service-Vertrag mit entsprechender Bezahlung pro hergestelltem Teil realisiert werden können. Diese PSS sind in der Lage einen höheren Umsatz für den Anbieter zu generieren, zum anderen auch einen höheren Kundennutzen zu erzeugen und somit eine Win-Win Situation, eine stärkere Kundenbindung sowie einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil entstehen zu lassen. Dieses Beispiel veranschaulicht nur einen Anwendungsfall einer bestimmten Branche. PSS können jedoch in den meisten Branchen eingesetzt werden. Beispiele lassen sich heute schon in der Automobilindustrie, der Luftfahrt, der Lebensmittelindustrie, der IT und zahlreichen weiteren Bereichen finden.

Auch für den E-Commerce Bereich sind PSS ein interessantes Themenfeld und bieten Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle und Erlössysteme. Gerade im Zuge des digitalen Wandels lassen sich zum einen traditionelle Angebote mit digitalen Services ergänzt sehr gut online vermarkten, zum anderen entstehen aufgrund der neuen technologischen Möglichkeiten gänzlich neue Geschäftsmodelle, welche digital abgebildet werden können. Hierbei spielen digitale Services eine bedeutende Rolle.

 

Individualisierung – ab Losgröße 1

Ein interessantes Beispiel zur Digitalisierung und Customization von traditionell eher praktischen und handwerklichen Tätigkeiten ist die Plattform „form.bar“, welche im Onlineshop dem Kunden den Service des selbstgeformten und designten Möbelstücks anbietet. Somit wird das analoge Wandregal zu einem digitalen Gestaltungsgegenstand, den der Kunde individuell anpassen kann. Durch die digitale Vernetzung wird dieses bei einem möglichst am Kunden nahegelegenen Vertragsschreiner produziert, dem Kunden innerhalb weniger Wochen zugestellt und bei Bedarf auch aufgebaut.

Möbelhändler woonio.de war einer der ersten Onlineshops die 2009 auf OXID eShop mit einem Masstischkonfigurator live gingen.

Möbelhändler woonio.de war einer der ersten Onlineshops, die 2009 auf OXID eShop mit einem Masstischkonfigurator live gingen.

Allein dieses Beispiel zeigt, dass der digitale Wandel zahlreiche neue Möglichkeiten für innovative Geschäftsmodelle bietet und mit den neuen Produktionsverfahren nahezu alles in Stückzahl 1 zu vertretbaren Kosten umsetzbar ist. Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend in Zukunft branchenübergreifend noch deutlich verstärken wird. Daher ist die einzige Limitierung für neue Produktangebote und Dienstleistungen – natürlich neben einem vertretbaren finanziellen Rahmen – die eigene Phantasie und Kreativität. Seien Sie kreativ…

 

Autor

a_richterAlexander Richter ist Wirtschaftsingenieur und akademischer Mitarbeiter am Institut für Smart Systems und Services (IoS3) an der Hochschule Pforzheim.

Aktuell arbeitet er im vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekt Use-PSS (Usability betrieblicher Produkt-Service-Systeme im Mittelstand) an der Konzeptionierung, Entwicklung und der Validierung neuer Produkt-Service-System-Konzepte.

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