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Wie zufrieden sind Onlinehändler mit dem Weihnachtsgeschäft

Sehr gutes Weihnachtsgeschäft 2018 für OXID Händler

Die Vorweihnachtszeit ist ja bekanntlich eine der wichtigsten im ganzen Jahr für Einzel- und Online-Händler. Der Händlerbund befragte 2018 bereits im vierten Jahr in Folge knapp 400 stationäre und Online-Händler. 68 Prozent dieser Teilnehmer rechneten vor Weihnachten mit einem Umsatzplus für das Amazon und Ebay mittlerweile für 81 Prozent der Befragten die wichtigsten Verkaufskanäle darstellte.

Der Einzelhandel, so der HDE (Handelsverband Deutschland), könne mit Umsätzen von erstmals über 100 Milliarden Euro rechnen, was Statista bestätigt.

Auch Amazon hat laut der etailment (Warum Edeka Patchull Alibaba fürchten muss) das beste Weihnachtsgeschäft seiner Geschichte erlebt. „Mehrere zehn Millionen Kunden weltweit starteten eine Prime-Probemitgliedschaft oder eine bezahlte Prime-Mitgliedschaft, um etwa vom kostenlosen Premiumversand oder den exklusiven Shopping- und Entertainment-Vorteilen zu profitieren,“ zitiert das Digital Commerce Magazin eine Amazon Unternehmensmeldung. Und weiter: „Aus den zwölf deutschen Logistikzentren gingen in der Zeit vor Weihnachten Pakete an Kunden in 134 Länder…“

Ertragsreiche Zeiten also für den Handel. Wir wollten wissen,

Wie sieht das Weihnachtsgeschäft eigentlich bei OXID Online-Händlern aus?

Die Frage, „Wie zufrieden sind Sie mit dem Weihnachtsgeschäft?“ konnten über 80 Prozent mit sehr zufrieden oder zufrieden beantworten.

80 Prozent aller OXID Händler sind mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden oder sehr zufrieden.

71 Prozent der befragten Händler machten bis zu 25 Prozent ihres Jahresumsatzes im Weihnachtsgeschäft. Knapp 30 Prozent sogar zwischen 26 und 50 Prozent ihres Jahresumsatzes.

Über 70 Prozent erwirtschaften im Weihnachtsgeschäft bis zu 25 Prozent ihres Jahresumsatzes.

62 Prozent der OXID Händler konnten im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung des Umsatzes feststellen. Nur 14 Prozent mussten einen Umsatzrückgang hinnehmen und 24% stellten keine Veränderung fest.

Über 60 Prozent aller Händler erreichen eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr.

Unter den größten Herausforderungen stand für OXID Händler die Performance des Shops mit fast 50 Prozent, gefolgt von Personalkapazitäten, um das Geschäft überhaupt abwickeln zu können.

Für fast 50% ist die Performance im Shop die größte Herausforderung im Weihnachtsgeschäft.

Dass 28 Prozent der OXID Händler das Retourenmanagement als Herausforderung wahrnahmen, deckt sich in etwa mit den Ergebnissen der Umfrage des Händlerbundes. 34 Prozent nannten dort das Retourenmanagement als zweitgrößte Herausforderung, wobei die Logistik mit über 80 Prozent deutlich das größte Problem darstellte. Dieses entwickelt sich von Jahr zu Jahr als immer größerer Unsicherheitsfaktor im Weihnachtsgeschäft.

OXID Händler haben ein sehr gutes Ergebnis im Weihnachtsgeschäft 2018 eingefahren

Das Fest der Liebe ist und bleibt im B2C-Segment der Umsatztreiber. In Sachen Performance können wir nur raten, sich bereits in den Sommermonaten entsprechend auf den Ansturm im Shop vorzubereiten. Unser Whitepaper „Maximale Onlineshop-Performance“ gibt wertvolle Tipps & Tricks, wo man den Hebel für Performance unter Hochlast setzen kann, um genau dann – wenn es brummt – das Geschäft erfolgreich abwickeln zu können.

Um im neu gestarteten Jahr bereits an das nächste Weihnachten zu denken, ist es vielleicht noch etwas früh. Händler, die jedoch schon mal ihre Möglichkeiten auf noch mehr Umsatz ausloten möchten, empfehlen wir unser nächstes kostenfreies Webinar: „Storytelling & KI funktioniert im Content Commerce“. Ein Thema, das Shopbetreiber aktiv vorantreiben sollten, um noch mehr aus dem Shop herauszuholen und eine gute Customer Experience für sich zu nutzen. Allen OXID Kunden wünschen wir ein hervorragendes Jahr 2019. Viel Erfolg.

Autor:

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Renommierte Auszeichnung der Internet World Business

Gastblog: Internet World Business sucht die besten Online-Shops

Neues Jahr, neues Glück und neue Ansätze beim INTERNET WORLD Business Shop-Award: Im neunten Jahr seines Bestehens haben wir den renommierten E-Commerce-Preis leicht umpositioniert.

Die diesjährigen Sieger des „INTERNET WORLD Business Shop-Award“ werden unter dem Leitgedanken „Wie überlebt man in einer Amazon-Welt“ gekürt. Unsere hochkarätige Jury achtet dabei vornehmlich auf Details, mit denen sich Anbieter gezielt von Amazon abgrenzen, sei es durch ein besonders kuratiertes Sortiment, exzellente Beratung, erstklassigen Service oder eine außergewöhnliche Produktpräsentation.

Auch in der Kategoriestruktur gibt es leichte Veränderungen. So wurden die Kategorien „Bester Pure-Player“ und „Bester Omnichannel-Händler“ zur Kategorie „Bester Online-Einzelhändler“ zusammengefasst, weil die Abgrenzung zwischen beiden Kategorien in den vergangenen Jahren immer schwerer fiel. Die Kategorien „Bester Markenshop“, „Bester B2B Shop“ und „Hidden Champion“ bleiben wie gehabt erhalten. Neu hingegen ist der Publikumspreis „Online-Händler des Jahres“. Dafür reicht jedes Jury-Mitglied seinen Favoriten ein. Über diese darf dann das Publikum abstimmen.

Matratzen-Concord belegt 2018 den zweiten Platz beim Shop Award
Das Team von OXID Kunde Matratzen-Concord, zweiter Sieger beim Shop Award 2018.

Einsendeschluss zum Shop Award ist der 20. Januar 2019

Für den Preis bewerben können sich Shop-Betreiber aus dem deutschsprachigen Raum sowie Dienstleister und Agenturen. Die Einreichungsgebühr beträgt 99 Euro (zzgl. MwSt.). Alle Einreichungen werden zunächst durch die Redaktion der INTERNET WORLD Business mittels eines standardisierten Fragebogens bewertet. Die jeweils fünf am besten bewerteten Shops pro Kategorie qualifizieren sich für die Shortlist, die anschließend von unserer Jury auf Herz und Nieren geprüft wird.

Die Jury vergibt pro Kategorie ein bis fünf Punkte an die Shortlist-Kandidaten. Aus den errechneten Durchschnittswerten werden die Sieger ermittelt. Am 11. März 2019 werden dann die Preise verliehen – im Rahmen einer exklusiven Eröffnungsgala zur Internet World Messe im Münchner Luxushotel Bayerischer Hof. Die Teilnahme ist nur für handverlesene E-Commerce-Entscheider in Deutschland und nur auf schriftliche Einladung möglich.

Einzige Ausnahme: Online-Händler, die es auf die Shortlist schaffen, stehen mit Begleitperson natürlich auch auf der Gästeliste des Events. Alle Shortlist-Teilnehmer und natürlich auch die Gewinner werden außerdem im Rahmen einer breiten Berichterstattung auf Internetworld.de und in der Printausgabe von Internet World ausführlich präsentiert.

Die Einreichungsphase endet am 20. Januar. Weitere Informationen zum Shop-Award 2019 im Allgemeinen und zur Einreichung im Speziellen gibt es auf shopaward.internetworld.de.

Die Preisverleihung 2019 unterstützen auch in diesem Jahr wieder unsere drei Exklusiv-Sponsoren best IT, Heidelpay und PVS Gruppe. Das Bar-Sponsoring übernimmt AM Automation.

Machen Sie mit! OXID Händler haben immer gute Chancen, sich den renommierten Preis zu sichern. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Hier klicken!

Autor:

Daniela Zimmer, Internet World Business, Ressort E-Commerce

Daniela Zimmer hat ihre Leidenschaft für Einkaufen zum Beruf gemacht und verantwortet bei INTERNET WORLD Business das Ressort E-Commerce. Dafür steht sie auch gerne werktags um 5.00 Uhr auf, um den E-Commerce-Trendnewsletter zu schreiben. Vor ihrem Wechsel zur INTERNET WORLD Business sammelte sie rund 17 Jahre E-Business-Erfahrung bei Fachzeitschriften wie iBusiness, Business 2.0 und werben & verkaufen.

20 Jahre E-Commerce Dynamik

Wie plant man Erfolg in einem (großen) Markt, der sich ständig verändert?

2018 erwarten wir einen Gesamtumsatz im digitalen Handel allein im B2C Commerce von knapp 64 Milliarden Euro (Statista) in Deutschland. Das ist Rekord. Mal wieder.

Der dt. E-Commerce wächst exponentiell und als einziges Handelssegment seit 20 Jahren 2-stellig.

(Statista)

Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte sind die E-Commerce Umsätze Jahr für Jahr zweistellig gewachsen. Was man dabei gern vergisst:
dies geschah nicht als von Beginn an absehbare Kumulation oder als ein gesteuerter Schritt-für-Schritt-Transfer des Einkaufsalltags ins Web. Und positiv bewertet wurde dieses nahezu lineare Wachstum auch nicht.

So selbstverständlich und fast schon zwingend uns diese Entwicklung der Digitalisierung des Handels heute auch erscheinen mag; die Erfolgsgeschichte des E-Commerce wurde nicht nur lange angezweifelt, sondern ist bis heute von einem moralisierenden Unterton begleitet.
À la: ‚Toll, dass ihr wachst, aber ihr wisst schon, dass andere deswegen sterben!
Als sei Handel per Definition auf einen Kanal festgelegt – den stationären natürlich – und stehe nicht etwa das veränderte Bedürfnis der Kunden im Zentrum des digitalen Wandels. So mancher stationäre Einzelhändler glaubt noch, ein zufälliger und umkehrbarer Digitalhype locke die Menschen vor den Bildschirm statt durch die Ladentür. Und eine Umkehr wäre ihnen das Allerliebste.

Dabei sind 20 Jahre eine wirklich lange Zeit, um sich an einen Wandel zu gewöhnen. Entscheidende Jahre, in denen sich heutige Riesen wie Amazon immer wieder neu erfanden und ihr Gesamtmodell perfektionierten. 1998 war das Jahr in dem Amazon – nachdem es seinen IPO hingelegt hatte – auch in Deutschland startete und sich anderen Warengruppen als Büchern öffnete.

Aber selbst damals kam der Online-Umsatz nicht urplötzlich aus dem Nichts, sondern wurde nur nicht ernst genommen. Was für eine enorme Marktgewalt sich aus „diesem Internet“ entwickeln könnte, war auch dann noch nicht ansatzweise gesellschaftliches Thema, als es 1998 im Prinzip schon jedem zugänglich und in der öffentlichen Wahrnehmung etabliert war.

Blast from the Past: „Online sein“ vor 20 Jahren

Dieser Tweet bringt in bester „Show-don’t tell“-Manier in Erinnerung, wie suspekt „Online“ schien und wie distanziert diskutiert wurde. (Dieser Beitrag stammt wohlgemerkt aus einem Jugendmagazin für Computer- und Videospiele!)

Das war 1998, als der digitale Handel im Konsumentenbereich überschaubare aber dennoch nicht zu verachtende 1,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete. (Zum Vergleich ein aktuelles „offline“ Beispiel: Für dieselbe Summe stattet die London Underground gerade die Piccadilly Line mit 94 neuen Züge von Siemens aus.)

2018 hat sich dieses Volumen mit knapp 64 Mrd. Euro nicht nur vervierzigfacht, sondern wird parallel begleitet von einem sprunghaften Wachstum im B2B Bereich, das für 2018 auch auf etwa 40 Milliarden Euro geschätzt wird (Statista).

Von 1.5 auf knapp 64 Mrd. € – in 20 Jahren hat sich allein der B2C E-Commerce Umsatz in Deutschland vervierzigfacht. (>>Quelle: OXID eSales)

Ob man die Digitalisierung mit Begeisterung oder Besorgnis betrachtet: es steht außer Frage, dass der digitale Handel ein wirklich großes Rad dreht. Und wer als Unternehmen an diesem Erfolg teilhaben möchte, muss mindestens genauso schnell mit dem Markt mitwachsen. (Beziehungsweise schneller, wenn Marktanteile nicht nur gehalten sondern sogar gewonnen werden sollen.)

Doch wie gelingt dies? Welche Faktoren haben dieses Marktwachstum möglich gemacht? Und wie stellt man sich als Onlinehändler darauf ein?

Mal wieder ein Jahresrückblick – Erfolg dank Trends?

Zum Ausklang des alten und Beginn des neuen E-Commerce-Jahres kann man ihnen nicht ausweichen: den alljährliche Trendschauen. Was lief gut, was verlor an Bedeutung und was beweist in den kommenden Monaten Hypepotential? Kein Newsletter, kein Magazin, kein Blog kommen ohne diese feste Größe in der Redaktionsplanung aus.

In Verbindung mit dem beachtlichen Marktwachstum sieht die Begeisterung für Trends und Hypes nach einer vielversprechenden Tatik aus. Wenn die Dynamik sich rasant entwickelt, mischt man am besten dort mit, wovon alle reden – oder nicht?
Fakt ist: Die Zahlen haben sich beeindruckend entwickelt. Aber während das Umsatzwachstum kontinuierlich anstieg, galt das für Trends nicht unbedingt. Nehmen wir bespielsweise den mobilen Touchpoint als Checkout („M-Commerce“ nannte man es eine zeitlang).

Nichts hat die flächendeckende Digitalisierung aller Bevölkerungsschicten und Alterstufen so vorangetrieben wie das Smartphone. Doch die Vorstellungskraft und Bereitschaft, mobil einzukaufen, drängte schon lange vorher in den Markt.
Vor 18 Jahren begleitete ich in einer Kommunikationsagentur den Markteintritt von mobilen Bezahlkonzepten. Die Idee, bargeldlos mit dem Handy zu bezahlen, hat uns damals schon elektrisiert. (Der große Durchbruch der Smartphones gelang erst 2007 mit dem iPhone.)
Paybox, Payitmobile und andere Pioniere von damals, sind seitdem gänzlich verschwunden oder in der Bedeutungslosigkeit versunken. Seit einigen Jahren hat sich Bezahlen mit Swipern oder nativen Apps wie von Paypal etabliert. Mit dem jüngsten Markteintritt von Apple Pay darf man nun allmählich von einem massiven Anstieg der Nutzung ausgehen. 16 Jahre liegen dazwischen. 16 Jahre in denen man diesen Trend gut und gerne auf die lange Bank schieben konnte.

„Die Digitalisierung“ ist kein Eisberg – Erfolg erklären mit Modellen?

Das Eisberg-Modell von Paul Watzlawick hat eine steile Karriere hinter sich. Ursprünglich entwickelt für zwischenmenschliche Kommunikationssituationen wird es mittlerweile auf vielfältigste Szenarien und mehr oder weniger verwandte Gebiete angewandt – auch auf die Digitalisierung und Digitalisierungsprojekte.

Plausibel, zugänglich, Botschaft sofort erfassbar – das Eisberg-Modell hat zurecht viel Fans.

Der Eisberg hat aber auch, wie alle Modelle, das Problem, dass er auf alles ein wenig, aber auf nichts perfekt passt. Während wunderbar klar wird, dass vieles ungewiss und gerade zu Beginn unüberschaubar ist. Wird zugleich mit diesem Bild eine gefährliche Illusion erzeugt: der Eindruck, dass, wenn wir den Eisberg nur von vornherein sehen könnten (bspw. durch Tauchen), wir ihn problemlos erkennen und sofort in den Griff bekommen könnten. Das ist ein Trugschluss: denn unausgesprochene Glaubenssätze sind genauso wenig im Vorfeld zu erkennen, wie der weitere Verlauf des digitalen Wandels.

Nehmen wir ein typisches Beispiel digitalen Wandels: Einführung eines Online-Vertriebskanals im Unternehmen. Zunächst denkt man, mit dem Aufsetzen einer E-Commerce Plattform ist es getan (Spitze des Eisbergs). Dann merkt man, dass bisherige IT-Strukturen auch davon betroffen sind wie PIM, CRM, ERP, CMS… (man taucht allmählich unter die Oberfläche und erkennt, dass da noch mehr Eis wartet) und schließlich realisiert man, das Produktion, Portfolio, Kommunikation ja die gesamte Firmenkultur ganz genauso davon betroffen ist (Erkenntnis: der Eisberg ist unter Wasser viel, viel größer als über der Oberfläche zu erkennen war).

Der Trugschluss ist nun zu glauben, dass man die großen Ausmaße des Projekts eben von vornherein einmal komplett in Augenschein hätte nehmen müssen. Dann hätte man von Anfang alles im Blick gehabt und später keine Überraschung. Und genau das ist falsch, das stimmt nicht! Denn der digitale Wandel ist nicht statisch, sondern – wie der Name schon sagt – ein Prozess! Erst während man den Wandel begleitet und erlebt, bilden sich die Veränderungen heraus. Sie stehen nicht von vornherein fest. Mit einem neuen Kanal, entwickelt sich eine neue Zielgruppe, eine neuer Kommunikationsbedarf, neue Business Katalysatoren und neue Produkte und Services. Man kann dies nicht von Tag 1 festlegen, sie bilden sich heraus und werden von denen, die den Wandel mitgehen, erschaffen.

Rinding the wave: Anforderungen an E-Commerce Player

Wenn man also nach einem geeigneten Gleichnis für den digitalen Wandel (des Handels, eines Geschäftsmodell, des Nutzerverhaltens) sucht, dann eignet sich dafür statt des Eisbergleichnisses viel besser die Welle.

Im Modell der Welle ist eine ständige Dynamik der Umwälzung und des Neuentstehens fest und unveränderbar enthalten. Sie bewegt sich kilometerweit über Wasser und verändert dabei ständig die Form. (So wie sich der Wunsch und praktische Ideen, mobil zu bezahlen über 16 Jahre kontinuierlich da waren sich über die Zeit aber verändert haben.)
Zudem – ist der auf der Oberfläche sichtbare Wellenkamm nur ein kleinerer Teil der Welle und eher Wirkung als Ursache. (Das Mobiltelefon haben wir alle seit Jahren in der Tasche.)

E-Commerce Wachstum: die Kraft der Welle
Eine Welle bricht sich Bahn. Die Gischt und der Wellenkamm sind sichtbar, aber das, was die Bewegung vorantreibt, passiert unter Wasser; wie beim Digitalen Handel.

Die antreibende Kraft und der Großteil der Bewegung passiert unter der Oberfläche.

So wie sich das mobile Bezahlen nicht aus sich selbst speist, sondern von vielen Faktoren abhängig ist, gilt dies ebenso für andere Digitalisierungszenarien. Technologie, Marktbegleiter, Konsum, Budgets, Werte, Lebensumfeld und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Fähigkeiten und Kompetenzen müssen in geeigneter Konstellation zusammentreffen, damit aus einem Trends nachhaltiges Wachsum entsteht.

Erfolg durch Fokus? -Was ist eigentlich „Kerngeschäft“?

 

Die interessanten Lehrstücke der letzten 20 Jahre E-Commerce sind diejenigen Beispiele, in denen Entwicklungen zwar aufgegriffen aber nicht ernsthaft oder nicht weitreichend genug implementiert wurden. Dass bei einer schwer vorhersagbaren Entwicklung Experimente notwendig sind, ist den Meisten klar. Aber wann ein Experiment gescheitert ist, oder ob man gerade dann die nächste Stufen zünden muss, bleibt ein großes Rätsel – oder eine hohe Kunst. Das Gefühl für den richtigen Augenblick, genannt „Kairos“ (nach seinen altgriechischen Meistern).

Tatsächlich sind viele unterwegs auf der Strecke geblieben, nicht weil, sie sich der digitalen Entwicklung gänzlich verschlossen hätten. Sondern häufig, weil sie versucht haben sich treu zu bleiben und damit auf das falsche Pferd gesetzt haben. Zu früh oder zu spät aktiv geworden sind. Für wie viele Unternehmen war der beliebte Management-Klassiker sich „auf das Kerngeschäft zu konzentrieren“ eigentlich das Todesurteil? (aktuell begründet so etwa Condé Nast das Einstampfen eines neuen thematischen Zweigs ihres Verlagsportfolios)

Vor einem Jahr haben wir bei OXID mit den Schwerpunkt Katalog-Versandhandel ein Schlaglicht auf ein Medium gesetzt das nur vermeintlich ein eigenes Geschäft ist. (Ein Überblick über gute Beispiele hier, und der Nachruf auf den dann prompt im Sommer eingestellten Otto-Katalog hier.) Rückblickend ist klar: der Katalog als Kanal hat Zukunft, aber er ist kein „Kern“. Katalog allein ist kein Geschäftsmodell.

Erfolgstipp: Kenne deinen ‚Gegner‘ – und reiche ihm die Hand!

Der Blick – quasi sich als Gegenprobe – auf die vergangenen 20 Jahre von Google zeigt es in beispielloser Klarheit: Statt das Kerngeschäft „Suche“ zu eng und rückwärtsgewandt zu zementieren, wird „Sichtbarkeit für den User“ immer wieder neu definiert. Suchalgorithmen brauchen Plattformen, Browser fürs Web, Speaker für den physischen Raum und viele weiteren Touchpoints, mit denen sich der Kunden gern und häufig beschäftigt.

20 Jahre Sichtbarkeit: Wie Google sich mit dem Wandel aufstellte.

„Digitalisieren heißt Feindbilder aufzugeben“, so fasste es Karin Stäbler, Geschäftsführerin von Reich Online und treibende Kraft hinter der Digitalisierung der Calida Group, im Sommer dieses Jahres zusammen.
Im Zentrum steht immer der oder die Kundin mit ihren Bedürfnissen, die zu bedienen sind. Und das darum entwickelte Geschäftsmodell ist nur Mittel zum Zweck und darf nicht unverrückbar sein. (Das ganze Video-Interview auf der OXID Commons 2018 fnden Sie unten.)

„Zusammenrücken, um dem Kunden das zu  bieten, was er braucht.“

Karin Stäbler, CALIDA, im Juni 2018 auf der OXID Commons.

 

 

Fazit: Erfolgstraining? „Watching the waves“

Agil bleiben, sich anzupassen und zu experimentieren, sind der einzige Weg zum Erfolg und zugleich niemals eine Erfolgsgarantie. Es gehört mehr dazu.

Geschäftsmodelle werden nicht einfach ‚ins Netz gehoben‘. Produkte werden nicht einfach digitalisiert. Sondern: Es werden zum Teil bekannte, zum Teil aber auch ganz neue Bedürfnisse des Kunden mit digitalen Maßnahmen erfüllt. Es ist nicht das mobile Bezahlen an sich. Und auch nicht die Möglichkeit des Personalisierens durch Machine Learning. Diese Bedingungen und Möglichkeiten sind schon lange da. Wie die Welle auch. Es ist der richtige Augenblick für den Wandel, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Und die Fähigkeit, diesen richtigen Augenblick zu erkennen.

Übung macht den Meister. Und wie beim Surfen hilft es auch im Handel, viele Wellen gesehen und sich vorbereitet zu haben, um im nächsten günstigen Moment zur Stelle zu sein. Insofern haben die alljährlichen Trendschauen vielleicht doch ihren Sinn. „Watching the waves“ nennt es der Surfer. Eine schöne und wichtige, vorbereitende Aufgabe. Aber man muss die Welle auch reiten wollen. Vom Zuschauen allein, kommt keine Meisterschaft.

Watching the waves… (Foto: C.Helbing, privat.)

Um im Surfer-Bild zu bleiben, könnte man noch ergänzen: niemand kann alle Wellen reiten.
Aber die, die man wirklich mitnehmen will, muss man zwingend im richtigen Augenblick erwischen.

 

 

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source E-Commerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

Recap K5 2018: Next Generation E-Commerce

Noch ein E-Commerce Event? Tradition und Neuanfang der K5

Wer im E-Commerce gut vernetzt sein möchte, hat ein Problem. Ein Zeitproblem. Oder ein Präsenzproblem; Je nachdem wie man es betrachten möchte.

Der Event-Jahreskalender ist voller, als es der Branche gut tut. Darunter sind zu viele mittelmäßig bis gute Veranstaltungen, die man nicht alle bedienen möchte. Und zu wenig sehr gute, auf die man sich guten Gewissens beschränken könnte. In einem Markt mit rasantem Entwicklungstempo kann man nicht auf exzellentes Networking verzichten. Zugleich ist jeder Tage jenseits des eigenen Themenbereichs ein echtes Opfer.

Auch bei der K5, einem der renommiertesten Formate, muss man sich die Frage stellen: Lohnt sich diese Konferenz für mich wirklich?

>>Seit 2011 steht sie quasi als Synonym für hochkarätige Speaker, ernsthafte Analyse und ein sicheres Gespür dafür, welche Trends nicht nur Hype sondern Businessrelevanz bieten.

Doch die vor 3 Jahren gewagte Verpflanzung aus dem bayrischen Millionendorf in die Hauptstadt und die Einführung der Ausstellerfläche haben gerade im letzten Jahr nicht 100%ig überzeugt. Entsprechend vorsichtig fiel der obligatorische Twitter-Dank zu Konferenzauftakt aus.

Innovation und Mut: Next Generation Commerce

Die Vorsicht beim Verteilen der Vorschusslorbeeren war rasch über Bord geworfen, als klar wurde, was für ein >>sorgfältig geplantes Programm hier auf die Bühne kam!

Eine sehr gut abgestimmte Mischung aus Entrepreneur Best Practice, Business Insights und Marktanalysen brachte genau den Fokus auf echte Business Opportunities, den sich die rund 3.000 Teilnehmer wünschten.

Egal ob als Digital Native Startup, Commerce’ler im digitalen Wandel, Tech Head oder Investor. Genau diese Mischung funktioniert am allerbesten in Berlin. In der Vergangenheit haben Umzüge den Formaten nicht immer gut getan. Bei der K5 muss man sagen: Glückwunsch zur Standortentscheidung! Zielgruppe erreicht.

K5-Liebling #1: Plattform-Modelle! – Fashion und Lifestyle

Die Moderation der Hauptbühne übernahmen die Macher, >>Sven Rittau und >>Jochen Krisch selbst. Dies gab dem Programm nicht nur eine angenehme Vetrautheit und Nähe, sondern auch zusätzliche Perspektiven. So erfuhr man etwa, dass es laut >>E-Commerce Blogger Krisch, eigentlich gar keinen Schwerpunkt „Plattform“ hätte geben sollen. Zu häufig wurde das Schlagwort in den letzten Monaten und auf dem Vorjahresevent rauf und runter diskutiert.

Doch die aktuelle Marktentwicklung drängte es geradezu auf: Vor allem im Fashion- und Lifestyle-Bereich gaben Shoepassion, Thomas Sabo, AboutYou, Amorelie, Modomoto, Zalando, Amazon, Lesara, KellerSports, Adidas und Co. Einblick in Erfolgsfaktoren, die jenseits des klassischen Handels angesiedelt sind (>>Das vollständige Programm hier.)

K5-Liebling #2: Food!

Twitter ist für mich auf Veranstaltung immer das „soziale Medium der Wahrheit“. Facebook und Instagram sind atmosphärisch wichtig; Aber den richtigen Biss kann man nur von der Community erwarten, die weiß, wie man (zur Not) in 140 Zeichen alles sagen kann. Social Media kann wie ein Brennglas wirken.

Die K5-Vorträge im Food-Bereich haben digital nach meinem Empfinden besonders Feuer gefangen. Elektrisierend, was man hier plötzlich an Know-How und Gestaltungswillen auf der Bühne sah! Nach der Präsenz von Amazon Fresh – gerade hier in Berlin- und >>den jüngsten Rückziehern im Bereich der Delivery Dienste, wurde in diesem Segment nicht mehr viel erwartet. (NGIN Food, Studie GfK, bevh).

Service, Media, Customer Experience

Das Hauptthema und Grundtenor aller Beiträge der Konferenz war eindeutig das Thema „Experience“, in allen Ausprägungen. Von Tech-Standards, über AI, Servicitation, Publishing und Design. Es wird im Commerce nicht mehr nur gekauft. Es wird gelebt, sich identifiziert, nach Werten und Gemeinschaftsgefühl gesucht und Infrastruktur gestaltet. Brands sind auch hier wieder der Vorreiter. Aber der Transfer auf andere Modelle zeichnet sich heute schon ab.

National vs. International

Natürlich kann man sich immer noch etwas mehr wünschen. Bei der K5 2018 wäre das für mich die angemessene Reflektion des starken E-Commerce Wachstums in den asiatischen Märkte gewesen.

>>Mit Adidas, Ebay, Amazon, Wayfair waren zwar durchaus internationale Player auf der Bühne. Und auch die Internationalisierungs- Cases wie von bergfreunde.de waren hochrelevant für alle, die den Blick über D,A,CH hinaus ernst meinen.

Aber ganz ohne Alibaba, afrikanische Retail-Plattformen und den Mobile-Vorreiter Korea geht es heute eben auch nicht mehr.

Fazit #K5BLN: lohnendes Event!

Ich zitiere auch hier wieder gern Twitter als den Kanal der Wahrheit:

Es ist interessant, dass bei allem Freudentaumel auch Rück- und Ausblick auf die anderen Großevents wie OMR und dmexco nicht ausbleiben. Und dies schließt den Bogen zum eingangs genannten Problem:

Wir haben zu viele Events auf der E-Commerce Agenda. Dass eine CeBIT dieses Jahr in der Auflistung von Konkurrenzevents fehlt, macht klar: großen Namen sind keine Garantie. Es werden sich auf Dauer auch nicht alle E-Commerce Branchen-Events halten können.

Dieses Jahr hat die K5 sehr überzeugend abgeliefert.

Wenn sie in diesem Duktus weitermacht, muss sie sich keine Sorgen machen. K5 2019? Für mich gesetzt.

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Jochen Schweizer

Recap OXID Commons 2018: Was für ein E-Commerce Event!

Serie Teil IV #oxcom18

Fast drei Wochen ist die #oxcom18 nun schon wieder her. Mit etwas Abstand betrachtet können wir stolz sagen: es war ein rundum gelungenes E-Commerce Event, von dem wir als OXID, die Partner, Kunden und die Community sehr viel positive Eindrücke und Anregungen mitgenommen haben. Es ist uns gelungen zu zeigen, wie wir uns gegenseitig ergänzen, voneinander profitieren und dass OXID eben mehr ist, als die Summe der Einzelteile. Das Feedback in den zahlreichen Gesprächen des Tages war extrem positiv. Die 600 Gäste der OXID Commons Networking Conference & Exhibition erlebten in der Messe Freiburg einen absolut tollen Tag.

Gut gelaunte Aussteller, Besucher und Gäste

Die Halle war mit 34 Ausstellern voll besetzt. An den Ständen fanden zahlreiche Begegnungen und Gespräche statt. Die VR-Area war Publikumsmagnet und so manch einer stieg mit wackeligen Beinen aus dem Rennwagen und musste sich im Anschluss an den zahlreichen Catering-Ständen wieder stärken.

 

Top Sprecher begeisterten das Publikum mir ihrem Know-how

Der Themenmix vor allem auf der Strategy Stage war abolut gelungen. Nach einem inspirierenden und spannenden Vortrag von Jochen Schweizer drehte sich alles um KI, Machine Learning und Personlisierung. Bis hin zu Content Commerce und Marketing KPIs waren echte Experten auf der Bühne, die in strategischen, theoretischen und praktischen Fragen das Publikum begeisterten konnten.

Glückliche Kunden und Partner nahmen stolz den Golden Cart Award entgegen

In 5 Kategorien wurden die besten OXID eShops Deutschlands ausgezeichnet. Freuen konnten sich saueracker.de in der Kategorie B2B Großhandel, protiq.com in der Kategorie B2B Hersteller, trigema.de in der Kategorie Markenhersteller, matratzen-concord.de in der Kategorie Omnichannel & Retail und die bergfreunde.de in der Kategorie Online Pure Player & Versandhandel. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte! Wer trotzdem mehr zum Golden Cart Award erfahren möchte klickt hier!

Den ganzen Tag einfach nur schlemmen

Unzählige mega-leckere Getränke und Desserts fanden nach der Freiburger Curry Wurst dem Geschnetzelten oder der Pizza glückliche Abnehmer. Das Team rund um Hermann Vetter vom Business Catering Freiburg hatte sich mal wieder selbst übertoffen. Bis in die späten Abendstunden konnte an diversen Food-Ständen geschlemmt oder gar selbst gegrillt werden. Ein Hochgenuss.

Feiern bis in die frühen Morgenstunden

Es ist kaum in Worte zu fassen, wie die Commons in der After Show Party ihren würdigen Ausklang fand. Die neue Frisur beim Barber Shop, die selbst gedrehte Zigarre, der XXL-Kicker oder das geile Tatoo von Scale Commerce… Es gab jede Menge zu entdecken. OXID Kunde und DJ Ralf Mager rockte die Hütte und lockte stundenlang die Tanzbegeisterten auf das Parkett. Sage und Schreibe 1300 Cocktails wurden an die Feiernden ausgeschenkt. Einfach ein mega cooler und chilliger Abend!

Fazit #oxcom18

Das OXID Netwerk traf sich am 14. Juni in der Breisgaumetropole und hatte riesigen Spaß am Netzwerken, dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Austausch unter Gleichgesinnten, lauschten den zahlreichen tollen Geschichten, Tipps & Tricks, die auf den drei Bühnen erzählt wurden und genossen das gemeinsame Feiern. Tausend Dank an alle Sponsoren, allen voran dem Hauptsponsor Amazon Pay. Ein rundum gelungenes Event, von dem viele Kunden, Partner, Sponsoren, Aussteller und das gesamte OXID Team mit einem Dauergrinsen im Gesicht, frischen Ideen und neuem Tatendrang nach Hause fuhren.

Mehr Eindrücke von der Commons gibt es hier!

Save the Date OXID Commons 2020 am 25. Juni!

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konferenz Programm

Update OXID Commons: Das Programm nimmt Form an!

Serie Teil II #oxcom18

Wie entsteht eigentlich ein interessantes, unterhaltendes und mehrwertstiftendes Konferenz-Programm? In vielen Brainstorming Sessions, in zahlreichen Telefonaten und Gesprächen und mit jeder Menge Hingabe. Hat man entsprechende Vorträge und Sprecher gefunden, fügt man sie zu einem top Programm zusammen, durch das sich der berühmte rote Faden zieht. So einfach ist das. Und eben auch wieder nicht!

Unter den Einreichungen zum Call for Papers finden sich 50 verschiedene Vorträge. Manche potenziellen Sprecher haben sogar mehrfach eingereicht. Vielen Dank für das rege Interesse, die #oxcom18 intensiv mitzugestalten. Wir informieren alle Speaker die eingereicht haben in den nächsten 7-10 Tagen, ob sie es auf eine der drei Bühnen geschafft haben. So bleibt noch genügend Zeit, den Vortrag intensiv vorzubereiten.

Im Interesse unserer 600 bis 800 Besucher versuchen wir für alle das informativste, spannendste und beste Programm zusammenzustellen. Da es insgesamt überhaupt nur knapp über 20 Sessions an einem Tag geben kann, ist der Spielraum begrenzt und die Qual der Wahl groß. Fest steht, es wird ein toller Tag werden. Mit vielen spannenden Themen, die uns alle bewegen oder mit denen wir uns zwangsläufig auseinandersetzen müssen: Stichwort DSGVO.

Jochen Schweizer, Keynote Speaker

Von KI, Machine Learning, IoT und Industrie 4.0

Die 8. OXID Commons eröffnet unser CEO Roland Fesenmayr, der ein Update zu OXID eSales und einen Einblick in den Status Quo und die Zukunft des digitalen Handels geben wird. Direkt im Anschluss haben wir die Ehre, den Unternehmer, Erfolgsautor und Abenteurer Jochen Schweizer bei uns begrüßen zu dürfen. Er kommt extra für die Commons von den Dreharbeiten für seine eigene Pro7 TV-Show angereist. Wir dürfen alle gespannt sein, ob die enge Zeitplanung am Ende halten wird und lassen uns überraschen.

In einem der großen Timeslots dreht sich über eineinhalb Stunden alles um das Thema Künstliche Intelligenz und Machine Learning. Und das aus visionärer, strategischer und praktischer Sicht. Christian Ehl, CEO und AI Activist von Hillert Interactive und Autor des Buches „AI&U -Translating Artificial Intelligence into Business“ wird uns seine Vision darstellen, wie AI sich auf unser Leben und auf Unternehmen auswirken wird. Carsten Kraus von Omikron hat quasi den Algorithmus im Blut. Mit über 100 Artikeln ist er der meist veröffentlichte deutsche Experte im Bereich Datenqualität im E-Commerce. Er erläutert auf der Commons, welche Veränderungen in den nächsten Jahren auf den E-Commerce zukommen.

Die zweite große Session rund um das Thema Internet der Dinge und Industrie 4.0. gestalten Martin Meinert, Head of Platform Partner bei unserem Hauptsponsor Amazon Pay. Er wird über Voice Commerce als den kommenden Shopping Kanal der Zukunft sprechen. Und Sebastian Wiese, Chief Digital Officer bei Zeppelin Lab GmbH gewährt uns Einblick hinter die Kulissen eines global agierenden Konzerns, der das Digitalgeschäft nachhaltig und skalierbar betreibt.

Von den Besten lernen

Gerade gewann der Schweizer Onlinehändler Calida den Shop Usability Award in der Kategorie Mode und schon präsentiert uns Karin Stäbler der Reich Online Services GmbH auf der Commons, was dieses Digitalisierungsprojekt so besonders macht. Von Mirko Lange, Content-Experte, Gründer und Geschäftsführer von Scompler erfahren wir, wie strategisches Content Marketing im Onlinehandel einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen kann. Und RESMEDIA, Anwälte für IT-Recht gestalten einen ausführlichen DSGVO-Workshop: „Neues Datenschutzrecht – Was ist wichtig im Shop und im Online-Marketing?“

Viel mehr möchten und können wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Bis die einzelnen Puzzle-Teilchen an die Stelle fallen wo sie perfekt hinpassen, werden wir noch einiges schieben, überdenken und diskutieren. Es handelt sich hierbei also lediglich um einen ersten Vorgeschmack, woran wir gerade arbeiten. Viele Themen und Speaker sind aktuell im Gespräch und werden recht bald in einem anspruchsvollen Commons Programm münden.

Bis zum 14. Juni wird unsere Website commons.oxid-esales.com stetig aktualisiert. Schauen Sie ab und an vorbei oder folgen Sie uns, damit Sie nichts verpassen. Wir haben schon begonnen, auf den sozialen Netzwerken die Speaker und Sponsoren vorzustellen, die die Commons überhaupt erst möglich machen.

Bis wir uns in Freiburg am 14. Juni sehen, bleibt Ihnen nichts weiter zu tun, als Ihr Ticket zu buchen. Hier zugreifen: commons.oxid-esales.com/tickets/

OXID Commons 2018

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

 

 

Wenn Paletten knapp werden

Gastblog: Kommen Sie weg von der Palette, beliefern Sie Ihre Kunden einfach selbst

Keine Angst vor komplexen Finanzprozessen beim Wechsel von B2B auf B2C

Als ich vor ein paar Wochen auf dem Weg ins Büro war, habe ich eine für mich überraschende Nachricht gehört: In Deutschland werden die Paletten knapp. „Der Gebrauchtmarkt für Paletten ist praktisch leer gefegt“, verkündete ein Radiosprecher. Was zunächst wie ein Scherz klingt, ist die bittere Wahrheit – und wird für einige Firmen hierzulande zu einem ernsthaften Problem. Weil die Wirtschaft und vor allem der Export boomt, sind genug Aufträge da. Doch was nutzt die tolle Auftragslage, wenn einem die Logistik einen Strich durch die Rechnung macht und man am Ende auf der Ware sitzen bleibt?

Für viele Unternehmer sind derartige Engpässe mit Risiken verbunden. Kurzfristig leidet schon die Beziehung zum Zwischenhändler, langfristig kann sogar ihr Geschäft bedroht sein. Wenn ihr Produkt für längere Zeit nicht mehr in den Regalen liegt, entscheiden sich die Kunden womöglich für die Produkte eines Wettbewerbers, die sie im Geschäft oder online bekommen. Das Vertrauen in die Marke nimmt genauso ab wie die Loyalität der Kunden – und das alles nur, weil die Wirtschaft einen unverhofften Aufschwung verzeichnet. Wie absurd.

Das Risiko, die Verbraucher nicht mehr zu erreichen, lässt sich allerdings ganz einfach aus der Welt schaffen: Anstatt auf Zwischenhändler zu setzen und Produkte auf Paletten durch die Republik zu transportieren, können Unternehmen ihre Kunden auch einfach selbst beliefern. Netter Nebeneffekt ist, dass die Margen, die vorher der zwischengeschaltete Händler erzielt hat, in die eigene Bilanz gehen.

Und dann wären da noch die Kundendaten, die ein Unternehmen vorher dem Zwischenhändler überlassen hat, nach einem Wechsel vom B2B-Geschäft auf den B2C-Markt aber in den Händen hält. Damit lassen sich nun nicht nur gezielt die Kunden ansprechen, sondern auch das Marketing viel effektiver steuern.

Natürlich warten im B2C-Geschäft auch Herausforderungen, die Unternehmen nicht unterschätzen sollten – alles andere wäre verwunderlich, wenn sie anstelle von wenigen Händlern als Abnehmer nun vielleicht Tausende Endkunden haben. Das hat übrigens auch wieder einen unmittelbaren Einfluss auf die Distribution: Die Ware wird nicht mehr ein paar Mal die Woche auf großen Paletten auf die Reise verschickt, Unternehmer müssen ihre Produkte nun direkt an den Verbraucher bringen. Sobald dieser automatisierte Prozess aufgesetzt ist und ein Rädchen ins andere greift, ist diese Herausforderung aber schnell vergessen.

Ebenfalls ein Grund für Kopfschmerzen können die komplexen Finanzprozesse hinter dem Geschäft sein. Tausende Kunden bedeuten Tausende Rechnungen – und das zieht ganz schnell einen Rattenschwanz an Aufgaben nach sich. Die Verbuchung der Zahlungseingänge, die Anmahnung oder die Eintreibung binden Zeit und personelle Ressourcen, die viele Unternehmen, vor allem Start-ups und Mittelständler, nicht haben.

Die meisten Unternehmen, die von B2B auf B2C wechseln, brauchen deshalb eine helfende Hand, um die Buchhaltung und die Zahlung dahinter abzuwickeln – und genau diese helfende Hand können wir reichen. Mit Aqount müssen sich Unternehmen nicht mehr um die Anbindung unterschiedlicher Zahlarten, das Debitorenmanagement oder das Inkasso kümmern, sie können sich ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: das Produkterlebnis und den Service für den Kunden, der immer im Mittelpunkt eines erfolgreichen Webshops stehen sollte.

Erfahren Sie in unserem Business Insights Reports von Arvato Financial Solutions, welche Strategien ein B2B-Händler beim Eintritt auf den B2C-Markt verfolgen kann und welche fünf Punkte unbedingt beachtet werden sollten.

 

Autor

Florian Krämer, Director OperationsFlorian Krämer

Director Operations | Accounting & Collection

 

Alle Gewinner 2017

Starke Onlineshops auf der Shortlist des 11. Shop Usability Award

Wie jedes Jahr kann sich die Shortlist des Shop Usability Award sehen lassen. In mehr als 500 Stunden Aufwand hat die hochkarätig besetzte Jury 704 eingereichte Onlineshops unter die Lupe genommen und in 5 Kategorien und mehreren Sonderkategorien die besten ausgewählt. Darunter sind alte Bekannte, die teilweise schon mehrfach Preise absahnen konnten. So z.B. der BVB Fanshop, der Medizintechnik-Anbieter Praxisdienst, der Bikebox Onlineshop, ars24.com oder keller-sports.de. Mit zahlreichen neuen Shortlist-Kandidaten ergibt das ein illustres Feld mit wirklich starken Shops, innovativen Shopbetreibern und außergewöhnlichen Agenturleistungen.

Umso mehr freuen wir uns, dass es 16 OXID eShops auf die Shortlist geschafft haben und wir berechtigte Vorfreude auf die Award-Verleihung am 3. Mai in München haben dürfen.

 

Kategorie Accessoires, Geschenke & Lifestyle

www.koziol.de – kommt super frisch und aufgeräumt daher und punktet mit einer starken Bildwelt.

www.reisenthel.com – wo das Markenerlebnis auf jeder Seite spürbar ist.

 

Kategorie B2B

www.praxisdienst.de – der Medizintechnik-Hersteller, der letztes Jahr schon gewinnen konnte.

Shop Usability Award

Kategorie Freizeit, Hobby & Haustiere

www.myboshi.net – der einfach Spaß macht und mit einer Personalisierungsstrategie hervorragend aufgestellt ist. Hier geht’s zur ausführlichen Case Study.

 

Kategorie Haushalt, Heimwerk & Garten

www.wall-art.de – der Lust auf’s Einrichten macht und jedes Produkt durch attraktiven Content ergänzt.

 

Kategorie Möbel & Wohnen

www.bettenrid.de – der on- und offline Welt zwischen Filiale und Shop perfekt verbindet.

www.matratzen-concord.de – der erst kürzlich schon beim Shop Award der Internet World Business den zweiten Platz belegte.

 

Kategorie Mode

www.calida.com – der gerade von Magento auf OXID eShop umgezogen ist.

www.schiesser.com – der gerade einen Relaunch unter der Prämisse „mobile first“ vollzogen hat.

 

Kategorie Sport & Outdoor

www.bergfreunde.de – die stets mit tollen Innovationen aufwarten und ihre Umsätze in 3 Jahren mehr als verdoppelt haben.

www.keller-sports.de – die zwar heute eine Eigenentwicklung sind, aber ursprünglich auf OXID angefangen haben.

Shop Usability Award

Sonderkategorie Bester Markenshop

www.calida.com

www.reisenthel.com

 

Sonderkategorie Innovativster Shop

www.cairo.de – ist just mit einem 3D Shop gestartet und lädt die Kunden ins virtuelle Möbelhaus ein.

www.keller-sports.de

 

Sonderkategorie Bester Discounter

www.matratzen-concord.de

 

Wir werden also vor Ort sein im Gloria Palast am Abend des 3. Mai und freuen uns gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern auf hoffentlich zahlreiche Trophäen 😉 Unser Product Manager Pierluigi Meloni wird das After Show Event am 4. Mai, den MAKERday, aktiv mit einem Workshop unterstützen. Eine gute Gelegenheit also, uns zu treffen.

So long, see you in Munich zum Shop Usability Award.

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

 

 

Frische Impulse für Ihr Business

OXID Commons: Pflichttermin für E-Commerce-Enthusiasten

Auftakt Serie #oxcom18

Die Commons ist für OXID Mitarbeiter immer etwas ganz Besonderes. Schon lange vor dem großen Tag – dieses Jahr am 14. Juni 2018 – wirft das Ereignis seine Schatten voraus. Da wird lange im Voraus überlegt, geplant, nachgedacht und nach pfiffigen Ideen gesucht, wie man die bevorstehende OXID Commons zur besten aller Zeiten machen könnte. Und auch die Community und Partner fiebern auf das Event hin.

Bereits im Herbst 2017 stand kein geringerer als Erlebnisexperte, Buchautor und Unternehmer mit Visionen – Jochen Schweizer – als Keynote Speaker fest. Jochen Schweizer ist für die Commons wie der passende Deckel zum Topf. Als erfolgreicher Onlinehändler kennt er die Nöte der Shopbetreiber und weiß, worauf es ankommt. Als Abenteurer hat er den Mut, einfach mal aus dem Alltag auszubrechen und sich neue Blickwinkel zu erarbeiten. Und als Ex-Juror in „Die Höhle der Löwen“ hat er ein Gespür dafür, wann man investieren sollte oder besser doch nicht. Wertvolle Erfahrungen, die für die OXID Commons Besucher in ihrer Eigenschaft als Shopbetreiber, Unternehmer, OXID Partneragenturen, Technologie-Anbieter, Dienstleister und Community höchst interessant sein dürften.

Jochen Schweizer auf der Internet World EXPO

 

Werden Sie Speaker auf der OXID Commons

Wer sich zum illustren Rednerkreis um Jochen Schweizer und Roland Fesenmayr gesellen möchte, hat bis zum 30. März noch die Möglichkeiten als Sprecher das Programm aktiv mitzugestalten. Thematisch dreht sich alles rund um das Motto „Handel für eine digitale Welt!“. Teilen Sie Ihr Wissen mit hunderten erwarteten E-Commerce-Begeisterten. Ihrem Themenschwerpunkt sind dabei keine Grenzen gesetzt. Also, reichen Sie schnell Ihr Abstract ein.

Sprecher werden auf der OXID Commons

Warum „Handel für eine digitale Welt“?

Wir kommen nicht umhin, den gesellschaftlichen Wandel immer deutlicher wahrzunehmen, der sich aus der Digitalisierung ergibt und mit dem Händler, Hersteller und Unternehmen aller Art und Branchen sich auseinandersetzen müssen. Die Zeiten des „digitalen Handels“ sind vorbei. Die Digitalisierung der Gesellschaft hat ihn – der einst Wegbereiter war – längst überholt. Es geht also für den stationären Händler und den Shopbetreiber um nichts Geringeres, als sich in einer zunehmend digitalen Welt neu zu erfinden und den Kunden dort abzuholen, wo dieser sich mit traumwandlerischer Sicherheit aufhält: Online, auf allen Kanälen, auf allen Endgeräten (auch jenseits des Smartphones), überall und zu jederzeit. Wie hierfür zukunftsfähige Konzepte aussehen? Das wird die OXID Commons unter anderem zeigen.

 

Brain Juice für den Onlinehandel

Neben der bewährten und immer gut besuchten Operations Stage – auf denen die Speaker die To Dos und Best Practices eines Shopbetreibers beleuchten – bieten wir 2018 die Innovation Stage an. Hier gibt es E-Commerce-Strategie satt. Und Entscheider und Interessierte erfahren, welche Rolle die neuen Trends Voice Interfaces, Chatbots, Virtual Reality, Wearables, das Internet of Things und Industrie 4.0 im Handel bereits spielen oder noch spielen werden. Die ebenfalls beliebte Technik Stage ist wie immer fester Bestandteil der Konferenz und wird mit spezifischen Entwicklerthemen angereichert, die die Community im Vorfeld selbst bestimmen kann. Wir arbeiten also an einem starken, vielseitigen und abwechslungsreichen Programm. Hier soll jeder Besucher für seine Bedürfnisse das Thema finden, das den Weg zur Commons für ihn lohnenswert macht. Unser Anspruch ist kein geringerer, als dass nach einer langen Partynacht alle zufrieden, glücklich und den Kopf voller neuer Ideen nach Hause fahren, um sich dort am nächsten Tag sofort an die praktische Umsetzung zu machen. Auf der OXID Commons gibt es definitiv etwas für’s Gehirn: frische Denkanstöße, neue Ideen und Impulse – Brain Juice für den Onlinehandel eben!

Frische Impulse für Ihr Business

 

Also, ran an die Tickets

Als kleines Warm-Up finden Sie hier einige Impressionen der letzten Jahre. Und damit Sie die Commons auf keinen Fall verpassen, können Sie Ihr Ticket jetzt schon kaufen. Vorfreude ist ja die größte Freude. Gesagt, getan und Ticket gut sichtbar über den Schreibtisch hängen.

Das wird ein tolles Event und ich fasse die Highlights gerne nochmal zusammen.

Sie erwartet:

  • Eine fesselnde Keynote von Jochen Schweizer
  • Spannende Vorträge und Diskussionen auf drei Bühnen zu den brennenden Handelsthemen unserer Zeit
  • 40+ Aussteller darunter Digitalagenturen, Dienstleister, Technologie-Experten, Software-Häuser und langjährige OXID Partner
  • viele neue Kontakte und Networking mit den Besten der Branche
  • die Verleihung der begehrten Golden Cart Awards für die besten OXID eShops
  • feinstes Catering und eine überragende Party

Hier geht’s zu den Tickets!

Jetzt Ticket kaufen

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

 

 

 

Verbot von Ungleichbehandlung im Onlineshop

Gastblog: EU-Parlament beschließt das Verbot von Geoblocking in Onlineshops

Am 06.02.2018 hat das EU-Parlament einem Verordnungsentwurf zugestimmt, mit dem Geoblocking von Webseiten verboten werden soll. Eine Studie der Europäischen Kommission hatte ergeben, dass lediglich 37 % der grenzüberschreitenden Online-Bestellungen erfolgreich waren. Mit dem Verbot des Geoblockings will die EU den Cross-Border E-Commerce ausweiten. Bereits im Mai 2016 wurde daher ein Entwurf mit sehr strengen Regelungen über das Geoblocking eingebracht. Nun hat das Parlament einer abgeschwächten Version zugestimmt. Wenn der Rat der Verordnung zustimmt, könnte die Verordnung noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Was ist Geoblocking?

Unter Geoblocking versteht der EU-Gesetzgeber jegliche Ungleichbehandlung von Verbrauchern auf Grund ihres Wohnsitzes oder Aufenthaltsortes über Webseiten. Solche Ungleichbehandlungen können etwa in Zugangssperren für Webseiten bestimmter Länder liegen, in Weiterleitungen auf landesspezifische Seiten oder in der Angabe von unterschiedlichen Preisen, Zahlungsbedingungen oder AGB für Verbraucher aus unterschiedlichen Ländern.

Die Verordnung ist nicht so streng wie befürchtet

Der ursprüngliche Entwurf zum Geoblocking sah noch die Verpflichtung von Onlineshops vor, in sämtliche Mitgliedstaaten der EU zu liefern und das Onlineangebot damit auf sämtliche Mitgliedstaaten auszurichten. Das wäre jedoch mit erheblichen Problemen und Kosten für Shopbetreiber verbunden gewesen. Zwar sind bereits viele Bereiche im E-Commerce harmonisiert, allerdings finden sich immer noch erhebliche Abweichungen bei den Verbraucherrechten der einzelnen Mitgliedstaaten. Wären Shopbetreiber verpflichtet worden, ihr Angebot auf alle Mitgliedstaaten auszurichten, hätten sie die unterschiedlichen Rechtslagen aller Mitgliedstaaten berücksichtigen müssen, was technisch häufig gar nicht in einem Shop umsetzbar ist. Glücklicherweise wurde von diesem strengen Entwurf doch abgesehen, so dass räumliche Lieferbeschränkungen weiterhin zulässig bleiben. Hier können wir also Entwarnung geben. EU-Verordnung zum Geoblocking

Was ändert sich konkret für Onlineshops?

Webseitenbetreibern soll in Zukunft untersagt werden,

• den Zugang von Verbrauchern zu Webseiten aus Gründen des Aufenthaltsortes durch technische Mittel oder auf anderem Wege zu sperren oder zu beschränken (Art. 3 Abs. 1):

Das bedeutet, dass der Zugang zum Onlineshop für alle Verbraucher der EU möglich sein muss. Hingegen zwingt die Vorschrift Händler nicht zugleich dazu, auch in alle Länder zu liefern. Shopbetreiber müssen folglich zwar ermöglichen, dass sich alle Verbraucher das Shopangebot ansehen können, dürfen aber die Bestellmöglichkeiten einschränken, so dass weiterhin nur in bestimmte Länder geliefert werden darf.

• Verbraucher auf eine Seite weiterzuleiten, die speziell auf Verbraucher mit einem bestimmten Aufenthaltsort zugeschnitten wurde (beispielsweise durch Layout oder Sprache), es sei denn, der Verbraucher hat der Weiterleitung ausdrücklich zugestimmt (Art. 3 Abs. 2):

Betroffen sind solche Onlineshops, die bereits verschiedene Shop-Versionen für verschiedene Länder betreiben. In diesem Fall ist es unzulässig, Besucher eines Shops auf Grund ihres Standortes automatisch auf einen speziell für diesen Standort konzipierten Shop weiterzuleiten. Die Ausnahme der Zustimmung dürfte in der Praxis leider keine große Rolle spielen. Im Zweifel müsste der Shopbetreiber die Zustimmung nachweisen können, was technisch nur sehr schwer umsetzbar wäre. Möglich ist dies jedoch, wenn die Nutzer Kundenkontos in einem Onlineshop eröffnen und über die Kontoeinstellungen die Möglichkeit haben die Weiterleitung selbst einzustellen und zu ändern. Auch wenn eine Zustimmung vorliegt, muss dem Nutzer jedoch „leicht zugänglich“ ermöglicht werden, auch die Seiten des anderen Landes zu besuchen.

• Unterschiedliche Preise, AGB oder Zahlungsbedingungen für Verbraucher mit verschiedenen Aufenthaltsorten anzuwenden (Art. 4):

Verbraucher aus unterschiedlichen Ländern dürfen danach keine unterschiedlichen Nettopreise angezeigt bekommen. Ein unterschiedlicher Preis auf Grund verschiedener Umsatzsteuersätze ist weiterhin erlaubt.

Das Verbot der unterschiedlichen Zahlungsbedingungen bedeutet nicht, dass der Shopbetreiber in seiner Wahl der angebotenen Zahlmethoden eingeschränkt wird. Nach wie vor dürfen die Zahlmethoden eingeschränkt werden und der Shopbetreiber darf diese selbst auswählen. Jedoch darf keine Einschränkung auf Grund der Herkunft des Verbrauchers erfolgen. Wird beispielsweise die Zahlmethode per Kreditkarte angeboten, so darf die Zahlmethode nicht auf im Inland ausgestellte Kreditkarten beschränkt werden. Wird also eine Zahlungskategorie angeboten, so muss diese Kategorie von Kunden aus allen Mitgliedsstaaten akzeptiert werden.

Keine automatische Ausrichtung auf andere Mitgliedstaaten

Den eingangs beschriebenen Befürchtungen zum ursprünglichen Entwurf der Verordnung wurde durch den neueren Entwurf auch aktiv entgegengewirkt. So wird jetzt in Artikel 1a Abs. 5 klargestellt, dass die Einhaltung der neuen Vorschriften nicht automatisch dazu führt, dass Shopbetreiber ihre Tätigkeiten auf andere Mitgliedstaatsstaaten ausrichtet. Dass Verbraucher jetzt nicht mehr umgeleitet werden dürfen und „volle“ Zugangsmöglichkeiten erhalten, bedeutet also nicht, dass sich das Angebot auch an diese Verbraucher in allen EU-Staaten richtet und die besonderen verbraucherrechtlichen Regelungen dieser Mitgliedstaaten einzuhalten sind.

Wann treten die Neuregelungen in Kraft?

Ein genauer Termin ist noch nicht bekannt. Zunächst muss noch der Rat der Europäischen Union zustimmen. Eine zusätzliche Umsetzung der nationalen Gesetzgeber ist nicht erforderlich, da EU-Verordnungen unmittelbar in allen EU-Mitgliedsstaaten gelten. Wenn die Lesung im Rat also zeitnah und ohne größere Einwände erfolgt, ist ein Inkrafttreten noch in diesem Jahr wahrscheinlich.

 

Autor

Sabine Heukrodt-Bauer

Sabine Heukrodt-Bauer ist Sprecherin auf diversen Events und Kongressen der IT-Branche und Dozentin für IT-Recht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie veröffentlicht regelmäßig Artikel zu aktuellen Themen im IT-Recht und E-Commerce und betreut seit über 10 Jahren für die INTERNET WORLD Business die Kolumne „E-Shop-Tipp“. Sie sitzt im Ausschuss „IT-Recht“ der Bundesrechtsanwaltskammer.