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OXID @ eCommerce Expo, London

Eindrücke aus dem OXID Partner Channel

Internationale Projekte auf OXID Basis gibt es bereits viele (>>OXID Whitepaper „Weltweit erfolgreich handeln“). Aber als Unternehmen waren wir bisher überwiegend im DACH Raum aktiv.
Um das zu ändern sind wir mit offenen Augen und vielen Fragen nach London zur >>ECOMMERCE EXPO, einer der führenden E-Commerce Messen in England, gefahren.
Schließlich heißt es oft, der englische Markt sei dem deutschen stets einige Jahre voraus.

Tradition, Charme und Schlangen

Als Rahmen der Veranstaltung wurde das altehrwürdige Olympia in Kensington gewählt. Eine traditionsreiche zentrale Location, die ihr Alter aber an vielen Stellen nicht verleugnen kann. Neben einer schönen zentralen Halle gibt es große Flächen mit sehr niedrigen Decken, die uns an „gute, alte Zeiten“ auf der Wiesbadener Mail Order World erinnern.

Auch das Publikum zeigte sich sehr gemischt. Goodies und Give Aways finden bei einem Besuchersegment einen reißenden Absatz. Das haben wir auf >>Internetworld und >>DMEXCO so lange nicht mehr gesehen.
Ein Publikumsmagnet ist die Veranstaltung aber auf jeden Fall, so dass wir an Aufgängen und Engpässen an der englischen Leidenschaft für’s Schlangestehen teilhaben können.

Unsere Themen: Customer Experience, Personalisation, Omnichannel

Am Konferenzprogramm lassen sich im Vergleich keine großen Unterschiede in Ausrichtung und Schwerpunktsetzung festmachen.
Hier begegnen uns dieselben Themen wie in München oder Köln. Alles dreht sich um Customer Experience, Engagement, Marketing Automation, Omnichannel, Payment Solutions und Personalisation (>> ECOMMERCE EXPO Conference Programme 2018).

Die zahlreichen Vorträge auf insgesamt elf kleinen Bühnen sind durch die Bank ausgezeichnet besucht, auch wenn häufiger ein Produkt oder ein Service im Vordergrund steht.
Alle Besucher der Vorträge werden dabei vom Servicepersonal erfasst. Falls die Kontaktdaten anschließend den Vortragenden zugänglich gemacht werden ist dies sicher ein echter Mehrwert, den wir von deutschen Events so nicht kennen.

Partnerschaften, dies- und jenseits des Kanals

Besonders wichtig und spannend waren für uns die Gespräche mit unseren Partnern, die bereits im englischen Markt präsent sind und uns gutes und offenes Feedback zu ihren Erfahrungen und Aktivitäten geben konnten. Ein herzliches Dankschön für den partnerschaftlichen Austausch an >>Trusted Shops, >>Klarna, >>FACT-Finder, >>Styla, >>Akeneo und >>Avalara.

Netzwerken! OXID Partnertag 2018 und Planung 2019

Unser Fazit: we’ll be back!
Nächstes Jahr werden wir uns auf dieser Messe sicher wiedersehen. Auch die zweite große Veranstaltung, die >>Internet Retailing Conference, ist im Kalender vermerkt.
Partner, die uns auf dieses Event beziehungsweise in den Markt begleiten möchten, sind herzlich eingeladen sich mit uns auszutauschen.

Der OXID Partnertag am 15. November (>>Tickets hier ab 1.10.2018) ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, gemeinsam die Aktivitäten für 2019 zu planen.

Autor

Markus Baars hat es als Nordlicht in die Toskana Deutschlands gezogen, wo er seit 2011 für das Partnergeschäft der Freiburger OXID eSales AG verantwortlich ist.
Amazon-Kunde ist er seit 2000 und hat sein Online-Sozialisation auch in der „Plattformökonomie“ bei Google in Dublin und Amazon in Luxemburg erhalten, noch bevor diese so genannt wurde. Heute ist er der richtige Ansprechpartner für alle, die mit der OXID eSales AG ein gemeinsames Geschäftsmodell entwickeln wollen.

Übersetzungen sind der erste Schritt in die Internationalisierung

Gastblog: Sind Ihre Übersetzungen so gut wie Ihre Internationalisierungsstrategie?

Der europäische Handel wächst immer weiter zusammen. Konzepte wie der Digitale Binnenmarkt nehmen konkrete Gestalt an, Verbraucher machen immer weniger Unterschiede zwischen Wohnsitz und Einkaufsland. Zuletzt zeigte dies eine von Pitney Bowes veröffentlichte Studie, laut der rund 70% der Konsumenten online ab und zu im Ausland bestellen. Allerdings kaufen 55% der Kunden nichts, wenn eine Seite nicht in ihrer Muttersprache verfügbar ist.

Wer noch Mühe hat, international die gleichen Erfolge wie im Heimatland einzufahren, sollte sich deshalb einmal näher mit seiner Übersetzungsstrategie beschäftigen. „Übersetzungsstrategie“ – klingt übertrieben? Macht aber Sinn, wenn man sich vor Augen führt, welche Ressourcen und Umsätze damit verbunden sind. Warum also die Übersetzung nicht genauso intelligent planen wie die Übersiedlung?

 

Klassische Internationalisierungsstrategien

 

Eine klassische Internationalisierungs-Strategie geht meist von den folgenden drei Punkten aus:

1) Zielgruppe: Welche Art von Personen brauchen mein Produkt oder meine Dienstleistung im jeweiligen Zielland? Wie groß sind diese Gruppen, welche Alltags- und Einkaufsgewohnheiten haben sie?

2) Absatzkanäle: Über welche Kanäle erreiche ich meine Zielgruppe am besten? Welche Plattformen, Marktplätze oder Seiten sind in meinem Zielland besonders beliebt?

3) Organisation: Wer übernimmt welche Aufgaben für den neuen Zielmarkt? Organisiere ich alles zentral oder arbeite ich mit Kollegen und Repräsentanten vor Ort zusammen? Welche rechtliche Form wähle ich?

Sobald diese Fragen beantwortet sind, kann der Handel auf dem ausländischen Markt beginnen. Erster Schritt dabei: die Übersetzung des Angebots. Dabei lässt sich an den gleichen strategischen Punkten ansetzen.

 

Braucht Übersetzung Strategie?

 

1) Zielgruppe: Im Zusammenhang mit der Landessprache dreht sich hier alles darum, seine Prospects richtig anzusprechen: Regionale Besonderheiten sollten genauso beachtet werden wie unterschiedliche Stilebenen.

Ein Beispiel: Biete ich auf dem US-Markt Strickjacken an und nenne sie nicht „jacket“, sondern „cardigan“, wie im britischen Englisch üblich, werden mich weniger Besucher über Organic Search finden und womöglich sogar weniger Kunden einkaufen, da sie annehmen, die Waren kämen aus Großbritannien und hätten eine längere Lieferzeit. Mein Tipp: Muttersprachliche Übersetzer sorgen hier für Authentizität und natürliche SEO-Vorteile.

 

Übersetzungen sind der erste Schritt in die Internationalisierung

 

2) Absatzkanäle: Um Kunden in einem vertrauten Ambiente abzuholen, kann der erste Schritt sein, seine Waren auf einem lokalen Marktplatz anzubieten. In diesem Fall ist es wichtig, Übersetzungen in großen Mengen integrieren zu können, ohne dass Formatierung oder Inhalt verloren gehen. Plug-ins oder APIs sind eine gute Methode, um Zeitverluste oder unabsichtlich vertauschte Informationen bei der Integration von Hand zu vermeiden.

Wenn der Hauptabsatzkanal die eigene Website sein soll, gilt bei der Übersetzung vor allem ein Gebot: das der Kohärenz. Alle Inhalte der Seite sollten in der gleichen Sprache abrufbar sein, Menüpunkte genauso wie Fußnoten. Ein Beispiel: Ein Schirmhersteller hat seine Produktinformationen sorgfältig übersetzt, vielleicht sogar Mailings und Design lokal angepasst. Auf der Bezahlseite aber schickt eine Software, wenn ein Formular unvollständig ausgefüllt ist, dem Kunden eine Fehlermeldung: auf Portugiesisch. Das passt in Portugal, führt aber in anderen Sprachräumen zu Misstrauen oder sogar dem Abbruch des Kaufs. Mein Tipp daher: Sich eine Übersicht über alle Textinhalte verschaffen und die Buyer’s Journey testen. Und nicht glauben, dass „Englisch für alle“ reicht.

 

3) Organisation: Genauso wie man sich vom System mit zwei Kollegen, die Informationen auf einen ausländischen Marketplace spielen, zu einem lokalen Standortbüro mit mehreren Mitarbeitern entwickeln kann, sollte man auch beim Übersetzungsmanagement flexibel sein.

Ein Beispiel: Der Product Owner muss für seine neue Release dringend noch 50 Labels in 3 Sprachen übersetzen lassen, das Marketing hat erst vor wenigen Stunden Kommunikationsmaterial in den gleichen Sprachen in Auftrag gegeben und die Country Managerin wartet noch auf einen Teil ihrer übersetzten Produktdateien. Bei der Zusammenarbeit mit wenigen Freelancern oder einer In-House-Kraft kann so ein Szenario schnell zu Prioritätsmikado ausarten und Zeit kosten. Mein Tipp: Für die Übersetzungen ein System nutzen, auf dem jeder seinen speziellen Content hochladen und an freie Übersetzer geben kann und das gleichzeitig erlaubt, alle Projekte und deren Fortschritt einzusehen.

 

Fazit:

Übersetzungen sind bei der Internationalisierung so alltäglich, dass sie kein Kopfzerbrechen bereiten dürfen. Es lohnt sich deshalb, sie von Anfang an strukturiert anzugehen. Das kann schnell für mehr Kunden und Konversionen auf der ausländischen Website sorgen, ohne dass dafür ganze Rebranding-Kampagnen nötig wären. Zum besseren Überblick und als To-Do bei der Website-Übersetzung empfehle ich zum Beispiel diesen Guide:

Best Practices zur Übersetzung und Lokalisierung der Website

 

 

Autor:

Victoria WeidemannVictoria Weidemann kümmert sich bei TextMaster um das Marketing für die DACH-Region. Sie interessiert sich insbesondere für den Zusammenhang zwischen Sprache und E-Commerce und für kulturelle Unterschiede zwischen verschiedenen Märkten. TextMaster ist die führende globale Übersetzungslösung für den E-Commerce mit über 10 000 Kunden in 110 Ländern. Kunden haben per Plattform oder Integration Zugang zu speziell entwickelten Technologien und einem Übersetzernetzwerk mit mehr als 50 Sprachen und Fachgebieten.

 

OXID eSales Stand im neuen Design

dmexco Recap: Qualität statt Quantität

Im Vorfeld der dmexco gab es – wie die Jahre davor auch – so manche Diskussion, was von der Messe zu erwarten sei. Das Preismodell für die erstmals kostenpflichtigen Tickets sorgte für Irritation und einige namhafte Aussteller sagten mit deutlichen Worten ihre Teilnahme für 2017 ab.

 

OXID auf der dmexco 2017

 

Einerseits taten gerade die lebhaft diskutierten Ticketpreise der Qualität der Besucher gut. Andererseits war die Nachfrage nach kostenlosen Tickets gerade bei den Sparfüchsen aus dem Handel bei uns besonders hoch. Insgesamt kamen 10.000 Besucher weniger als 2016 (siehe Factsheet der Veranstalter), dafür ein höherer Anteil an Publikum mit echtem Interesse und eine wachsende Zahl von internationalen Besuchern. Mit einem Ausstelleranteil aus dem Ausland von 50% und sage und schreibe 570 internationalen Speakern, wähnt sich Köln mit der dmexco auf einem guten Weg zur digitalen Messehauptstadt Europas.

 

Stand Impressionen

 

In diesem Zusammenhang möchten wir kurz auf die Studie „Internationalisierung der deutschen Digitalwirtschaft“ von Textmaster aufmerksam machen, an der wir tatkräftig mitgewirkt haben. Unter vielen anderen Themen nimmt sich Textmaster der Frage an, wie international die dmexco wirklich ist. Die Studie konstatiert, dass 59% der Aussteller nur eine Sprache auf ihrer Website anbieten. Der Faktor Sprache ist sicherlich nur einer von vielen, relativiert jedoch den Anspruch der dmexco, globale Business- und Innovationsplattform für die digitale Wirtschaft zu sein.

Um zum Messefazit zurückzukommen: Viele dmexco Wiederholungsbesucher waren positiv überrascht, sich in den Hallen auch ungehindert fortbewegen zu können, ohne um die Massen herumnavigieren zu müssen.

 

Kurz nach Messestart am OXID Stand

 

Inhaltlich wurde deutlich, dass die Kommunikation immer techniklastiger und automatisierter wird. Unsere PR Agentur vibrio sprach gar davon, dass sich die dmexco selbst abschaffe und die klassischen Marketers mit dem Ende ihres Berufsbildes rechnen müssten. Save sei nur, wer Content produziere. Wie gut, dass für uns Content ganz oben auf der Liste steht. Mit dem Vortrag: „Sprich mit mir, ich bin Dein König!“ haben unsere Kollegen Caroline Helbing und Stephan Wehrle die Business-Relevanz von Content Marketing und dessen praktische Bedeutung für die neue Customer Journey und allgemein den E-Commerce beleuchtet. Ein Vortrag der sehr gut ankam und dessen Zusammenfassung hier nachgelesen werden kann.

 

Ameria und OXID kooperieren bei In-Store PromotionsUnser dmexco Fazit

Zugegeben, ein Umsatz-Garant war die dmexco noch nie. Eher eine Messe, die es möglichst vielen Recht machen will. Angesichts der Breite des Spektrums aus Marketing- und Technologieanbietern war uns als E-Commerce-Lösungsanbieter schon immer zu wenig Fokus auf der Branche, in der wir uns bewegen. Dennoch war dieses Jahr die Teilnahme an der dmexco wichtig und richtig. Wir haben zwei tolle Tage verbracht. Der Stand war sehr gut besucht, unsere Kollegen rund um die Uhr beschäftigt, die Gespräche sehr positiv gestimmt und das allgemeine Interesse an unseren Lösungen ungebrochen hoch.

Unsere Standpartner Ameria, ERGO Direkt, kernpunkt, Laudert, OpusCapita, Shoptimax, Pixelboxx und w&co sahen das ganz ähnlich. Auch sie haben viele gute Gespräche geführt und waren rund um die Uhr gefordert. Der kollegiale Umgang miteinander und das Flair der dmexco taten ihr Übriges für eine tolle Stimmung am Stand. Einige Partner kündigten bereits an, nächstes Jahr wieder mit von der Partie zu sein.

In diesem Sinne, see you next time @dmexco 2018!

 

 

Autor:
Nicole Lipphardt OXID eSales AGNicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur  Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

 

Die globale Erwartungshaltung zwingt zur Internationalisierung

„Digital First!“ Wie Online den Weg auf’s internationale Parkett ebnet

Der Onlinehandel als Gefahr für das klassische Handelsgeschäft? Schon seit Jahren ist dieses Thema fester Bestandteil der Schlagzeilen. Aber ist die Sachlage wirklich so eindeutig kannibalisierend? Was wenn der digitale Handel kanalunabhängig auch jenseits der Online-Pureplays Chancen eröffnen könnte? Vielleicht sogar stationär?
Tatsächlich gibt es heute nicht nur den einen Druck, digital zu handeln, sondern auch noch einen anderen: international zu handeln. Dabei kann das eine beim anderen helfen. Ein Gedankengang in drei Schritten mit Beispielen.

Die globale Erwartungshaltung zwingt zur Internationalisierung

Erwartungshaltung: global!

Über den nationalen Tellerrand zu schauen, wird für Händler in einer Welt globaler Geschäftsverbindungen schnell zur Pflicht. Sei es, dass die Expansion strategisch forciert wird; dass Nachbarländer auf „low hanging fruits“ angesichts eines hart umkämpften oder gesättigten Heimatmarktes abgeklopft werden; oder dass Käufer aus dem Ausland einfach Bestellungen absetzen – und dabei fremdsprachige Inhalte, internationale Zahlmethoden oder verlässliche Angaben zu Zoll, Steuer und Lieferkosten einfordern.

 

Günstig und schnell – „Why not!?“

Aus diesen und anderen guten Gründe geben Händler und Hersteller oft den Startschuss für das internationale Geschäft. Zumeist, indem sie nach einigen ressourcenfressenden Einzelfällen, für Routine und Effizienz sorgen mussten.
Aus einem „Why not!?“ wird nach einem kurzen Überschlagen schnell: „Dann setzen wir es auch gleich richtig auf!“ Und zwar online. Denn die ersten Schritte des internationalen Rollouts sind – verglichen mit stationären Aktivitäten – nicht nur überschaubar hinsichtlich der Investitionen und Risiken. Es kann auch verblüffend schnell gehen.

 

Schritt 1 – „Internationale Öffnung“

Der erste Schritt für nicht mehr nur DACH-fokussierte Absatzkontakte ist die Öffnung der Onlineplattform durch eigene Länderversionen. Das gesamte für das jeweilige Land – oder vielleicht noch unspezifisch mit einer international englischen Version – relevante Offering inklusive Bestellprozess und Aftersales muss komplett übersetzt und gut bedienbar vorliegen. Von den verfügbaren Produkten und allen Details zu Waren und Service über Kontaktmöglichkeit, Zoll- und Steuerinformationen bis hin zu Lieferzeiten, -kosten und – wichtig vor allem im B2C – Retouren. Lager und Versand verbleiben zentral am Heimatstandort. In vielen Ländern Afrikas und Asiens ist Marktmacht häufig in den Händen von Plattformbetreibern konzentriert. In diesen Fällen ist der Anschluss an beziehungsweise die In-Store-Eröffnung auf Alibaba, Kaymu und Co. das empfohlene zweite Schaufenster für Traffic und effiziente Infrastruktur und auch mit Lager im Ausland möglich.
Praxisdienst, der Medizintechnik-Versender und Praxis-Ausstatter aus Deutschland und diesjähriger Kategoriesieger „Bester B2B Shop“ des Shop Usability Award, ist nach diesem Modell beispielsweise auch auf dem italienischen, spanischen, niederländischen, britischen, französischen und polnischen Markt präsent.

Preisgekrönter Shop auf internationalem Parkett

Schritt 2 – „Lokalisierung“

Sind die Erfolge im ersten Schritt ermutigend und weitere Marktanteile in der Perspektive greifbar, ist eine Lokalisierung für den angestrebten Zielmarkt unerlässlich. Auch wenn das Geschäft sich wesentlich noch immer online abspielt, werden die zuvor schon lose geknüpften Bande mit landesansässigen Firmen noch enger. Neben offensichtlichen Notwendigkeiten wie das Angebot der im Land präferierten Zahlungsmethoden, sollen vor allem in der Kommunikation landesspezifische Experten das Zepter übernehmen.
Zugegeben: an dieser Stelle müssen viele strategische Weichen gestellt werden, die für Schritt 1 noch nicht nötig waren und dem Unternehmer unter Umständen auch nicht leicht fallen. Etwa kann für den Zielmarkt nicht nur eine der Mentalität und Konsumpräferenzen angepasste Vermarktung angemessen sein.
Oft bringen erst ein unabhängiges, landesspezifisches Brand (man denke an Vauxhall/Opel), andere Produkte oder ein ganz neuer Geschäftszweig den Durchbruch. Der OXID Kunde (medimops.de) Momox, deutscher Marktführer für Re-Commerce, hat sich neben gebrauchten Büchern und Medien inzwischen auch mit einer Fashion-Plattform in Position gebracht und konnte vor allem auf den internationalen Märkten deutlich zulegen. Ein Ende der Wachstumskurve ist derzeit nicht in Sicht. Gerade in Frankreich werden die Chancen als sehr vielversprechend eingestuft. Folgerichtig sind für 2017 TV- und Printkampagnen geplant, die für den nächsten Schub sorgen werden. Bereits 2016 wuchs der Unternehmensumsatz um ein Drittel auf 150 Millionen Euro. Rund 27 Prozent davon entfallen auf das internationale Geschäft.

Bücher, Medien und Fashion international

Schritt 3 – „Internationale Niederlassungen“

Beim weiteren Ausbau des internationalen Geschäfts sind die Übergänge von Schritt 2 zu Schritt 3 fließend. Aus einer Produkt- und Kommunikationsnotwendigkeit sind schon bei der Lokalisierung eigene Mandanten als äußerlich vom Hauptshop entkoppelte digitale Präsenzen gelauncht worden. Eine Trennlinie zwischen Lokalisierung und landesspezifischer Niederlassung wird sicher in dem Moment gezogen, wenn lokale Services für die Kundenbetreuung, aber in erster Linie für Lager und Logistik beauftragt werden. In weiter entfernten Region wie China steht dieser Schritt wegen ineffizienter langer Wege oft schon früher an, in anderen Märkten erst bei relativ hoher Durchdringung.
Eine Erfolgsgeschichte erzählen die Niederlassungen in China und Brasilien des deutschen Halbleiterherstellers Semikron.
Spätestens an diesem Schritt endet die Anwendbarkeit von allgemeingültigen Tipps und Best Practices. Eine hoch individuelle Strategie, professionelle Umsetzung und die Wahl verlässlicher Partner verhelfen zu dauerhaften Erfolgen.

 

Für mehr Hinweise und Details zum internationalen Online-Handel steht hier unser gratis Whitepaper „Internationalisierung“ zum Download bereit:

 

Die 12 wichtigsten Faktoren für den grenzüberschreitenden Handel

Und hier noch eine Leseempfehlung im Blog des bevh: Wie Händlern Lieferkosten beim internationalen Vertrieb nicht zum Fallstrick werden.

 

Autor

Caroline Helbing, OXID eSalesCaroline Helbing ist Business Analyst und Content Writer, OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Aktuelle Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

 

Sacha Wilson, Avalara

Guestblog: Sales tax can spell trouble for US expansion

When sellers from outside the United States start to make sales within its borders, they’re often taken aback by one of the most idiosyncratic taxes in the world: sales tax.

Like the far more common VAT, sales tax is a transactional tax applied at the time of purchase — but that’s where the similarities end. Applied only to the end user of the items sold, sales tax does not apply to wholesale purchasers and has no system of credits to be claimed at each stage of the supply chain.

Here’s where it gets complicated: each US state sets its own rules for sales tax rates, exemptions, and product taxability, and many of those states allow local districts — some as small as a few businesses — to set their own additional taxes and rules.  In all, there are over 12,000 sales tax jurisdictions, and the correct tax rate can be different even for two houses next door to one another, or two products next to one another on the same shelf.

When you expand into the US, odds are, you won’t need to collect tax in every one of these jurisdictions. Your business only needs to collect tax in each state when it has nexus there — the US government’s term for a close enough connection to trigger tax obligations. Each state sets nexus rules differently, but having remote employees in the US, using US warehouse space, or attending US trade shows could create a collection obligation for your company.

If you think this sounds too complicated to get right, you’re not alone. Every year, states collect hundreds of millions of dollars from sales tax audits that reveal errors in collection practices. To get it right, automate with an appropriate tax solution. Such programs help you, to automatically determine rates and product taxability, plus file returns with a few button clicks — giving you the power to expand into the US without the compliance hassles. For more information, check out this white paper or visit www.avalara.com today.

Check out the Avalara OXID eShop module here!

Author

Sacha Wilson, AvalaraWhitepaper US Sales TaxPrior to joining Avalara in January 2014, Sacha Wilson spent more than 20 years in sales management at companies such as Amazon, Arcelor-Mittal and several dotcom startups. 11 years of this was spent at Amazon.co.uk building and managing sales, account management and marketing teams for Amazon Marketplace, FBA, Amazon Payments and Product Ads. He brings a depth in understanding of ecommerce and the tax issues facing businesses involved in global trade.

Gastblog: Wie sich die Kanäle Online und Offline bei Tennis-Point gegenseitig befruchten

Es ist noch gar nicht lange her, da konnte man beim Durchblättern von Fachzeitschriften den Eindruck gewinnen, für den stationären Handel in Deutschland gäbe es keine Zukunft. Zu stark seien die Online-Pure-Player, zu bequem der moderne Kunde – der typische Einzelhändler hätte den Anschluss schlicht und ergreifend verpasst.

Inzwischen ist laut Handelsverband Deutschland (HDE) rund jeder dritte stationäre Händler auch im Internet vertreten. Experten haben längst einen Gegentrend ausgemacht: Quer durch alle Branchen investieren immer mehr ehemals reine Onlinehändler in den Aufbau stationärer Geschäfte. Kurzum: Onliner gehen offline, Offliner gehen online. Aber warum ist das so? Wie passt Tennis-Point in diese Entwicklung?

Von Offline zu Online zu Offline: Der Kreis schließt sich

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Abb.1: Startseite

Unsere Geschichte hat 1999 mit einem Ladengeschäft in Münster begonnen; parallel zum stationären Handel haben wir erste Produkte über eBay verkauft. 2007 entschlossen wir uns, mit dem E-Commerce Ernst zu machen und einen eigenen Onlineshop rund um die Sportart Tennis zu eröffnen. Angefangen mit einigen wenigen Versendungen am Tag, sind wir heute – mit 220 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 50 Millionen Euro – Europas umsatzstärkster Versender von Tennisprodukten. Von Portugal bis Lettland vertreiben wir unsere Ware inzwischen in 25 europäischen Ländern und kommen auf 400.000 Kunden im Jahr. Allerdings sind wir nicht nur online gewachsen. Schon lange ist auch unsere Filiale in Münster nicht mehr alleine. Hinzugekommen sind Geschäfte in Berlin, Hamburg, München, Herzebrock-Clarholz, Köln sowie Filialen in Graz und Dietikon in der Schweiz. Was hat diese Expansion möglich gemacht?

Abb.2: Länderauswahl

Nun, zum einen findet sich auch bei Tennis-Point die übliche Geschichte vieler erfolgreicher Geschäftsideen: viel Leidenschaft, noch mehr Arbeit, dazu das richtige Timing und ein bisschen Glück. Davon abgesehen lässt sich aber ganz nüchtern festhalten: Unsere Online-Erfolgsgeschichte wäre ohne unser stationäres Geschäft wohl nicht möglich gewesen. Und unsere stationäre Expansion nicht ohne unsere starke Onlinemarke.

Nachdem der E-Commerce für uns anfänglich noch eine untergeordnete Rolle gespielt hat, haben wir bereits 2008 etwa doppelt soviel Umsatz im Internet wie im stationären Geschäft gemacht. In den letzten Jahren haben wir allerdings festgestellt, dass Kunden wieder verstärkt die persönliche Beratung in Geschäften suchen. Oftmals kennen sie unsere Marke aus dem Internet, haben sich dort schon informiert und über unseren interaktiven Schlägerberater vielleicht sogar bereits eine Vorauswahl getroffen. Das direkte Gespräch mit einem geschulten Mitarbeiter kann aber selbst das beste Beratungstool nicht ersetzen. Geschweige denn die Möglichkeit, ausgewählte Schläger vor dem finalen Kauf hintereinander in die Hand zu nehmen, einige Schwünge zu wagen und so ein Gefühl für sie zu entwickeln.

E-Commerce kommt Auswahl in Geschäften zugute

Abb.3: Outfit der Stars

Dass Kunden heute anders einkaufen als vor zehn oder zwanzig Jahren, ist ein alter Hut. Will ein Kunde online oder über sein Smartphone bestellen, kann den entsprechenden Händler dort aber nicht finden, geht er nur im seltensten Fall ins stationäre Geschäft. Viel wahrscheinlicher ist: Er geht zum Wettbewerb. Darum ist es heute wichtiger denn je, Kunden verschiedene Anlaufstationen zu bieten und sie dort abzuholen, wo sie es wünschen. Denn den Onlineshopper oder den stationären Käufer gibt immer seltener. Vielmehr entscheiden Kunden situativ, welcher Kanal ihren aktuellen Anforderungen gerade am besten entspricht. Oft wechseln sie die Kanäle auch während des Einkaufs.

Auf Tennisturnieren, bei denen wir auf unseren Ständen nur mit beschränkter Auswahl vor Ort sind, bieten wir unseren Kunden deswegen einen weiteren Touchpoint: Ein Multitouch-Kiosksystem, das sie zum Stöbern durch unser gesamtes Sortiment und natürlich zum unkomplizierten Bestellen nicht vorhandener Waren nutzen können. Kunden kommen an den Stand und lassen sich beraten. Ist das gewünschte Produkt nicht vorhanden, bestellen sie es online. Gleiches können wir in unseren stationären Geschäften beobachten. Wobei es an dieser Stelle anzumerken gilt: Die Auswahl in unseren Geschäften ist gewaltig, Hätten wir jedoch nicht die Möglichkeit, unsere Waren auch online zu verkaufen, müssten wir unser Sortiment zweifellos einschränken. Denn nur aufgrund unseres Onlinevertriebs können wir es uns erlauben, auch ausgefallene Artikel stationär vorrätig zu haben. Letztlich ist es also der E-Commerce, der es uns ermöglicht, unseren Kunden in stationären Geschäften eine große Auswahl zur Verfügung zu stellen. Eine Auswahl, die unsere Kunden zu schätzen wissen.

Autor:

Philipp_Tippkemper_Portrait_swDer ehemalige Tennislehrer Philipp Tippkemper ist seit 2007 geschäftsführender Gesellschafter von Tennis-Point. Gemeinsam mit den drei weiteren Geschäftsführern Christian Miele, Thomas Welle und Maik Langenberg, hat er das Unternehmen zu Europas umsatzstärksten Versender von Tennisprodukten entwickelt.

Multishopsysteme in internationalen Märkten

Will ein Händler aus sortiments-, themen- oder branchenspezifischen Aspekten sowie im Zuge einer Internationalisierung verschiedene Zielgruppen ansprechen, ist eine Multishopstrategie zu empfehlen. Dabei können sich die Zielgruppen in nationaler, systemischer (Unternehmen oder Endverbraucher) und nachfragespezifischer (Budget, Interessen etc.) Hinsicht unterscheiden.

Beispiel: Ein international agierender Sportartikel-Händler betreibt in fünf Sprachen separate Shops zu vier Sportarten sowie Großkundenshops für Sportsponsoren. So entsteht ein System mit fast 30 Onlineshops.

Was muss bei der technischen Umsetzung beachtet werden?

Ein internationales Multishopsystem stellt die zugrundeliegende Systemarchitektur vor Herausforderungen. Das Shopsystem muss nicht nur mit mehreren Sprachen und Währungen umgehen können. Auch sollte es dem Händler größtmögliche Flexibilität in der Ausweitung seines Handelsmodells bei minimalem Arbeitsaufwand bieten. Durch die Arbeit mit mehreren Mandanten lässt sich der Pflegeaufwand eines Multishopsystems gering halten. Alle Produktdaten werden in einer zentralen Basis gepflegt. Bei einer geplanten Erweiterung können unkompliziert neue Shops implementiert werden, ohne dass dazu Veränderungen an der Produktdatenbasis vorgenommen werden müssen.

Welche weiteren Herausforderungen gibt es?

Außer der technischen Infrastruktur sind bei der Internationalisierung weitere Faktoren erfolgsentscheidend: die Erweiterung der Logistik, die strukturelle Ausweitung der Online-Marketing Maßnahmen auf die zusätzlichen Länder sowie die kulturelle Anpassung von Shop und Customer Service. Nationale Einkaufsverhalten und Kommunikationsweisen müssen beachtet werden um Marktakzeptanz zu erlangen.

Autor
Stephan Sigloch ist, zusammen mit Timo Weltner, Gründer und Geschäftsführer der E-Commerce Agentur NETFORMIC mit über 50 Mitarbeitern und Standorten in Stuttgart und Berlin. Seit über 10 Jahren steht die NETFORMIC GmbH für erfolgreiche Online-Lösungen von Onlineshops über Multichannel-Systeme bis zu Online-Marketing Strategien.

OXID Commons am 16. und 17. Mai in Freiburg

OXID Commons 2013Wie jedes Jahr im Mai findet auch in diesem Jahr wieder die mittlerweile legendäre Veranstaltung “OXID Commons” statt. Zur Konferenz und begleitender Messe laden wir Online-Händler, Partneragenturen, strategische Partner und Interessenten ein, die sich für E-Commerce im weitesten Sinne begeistern.

  • Datum: 16. Mai 2013
  • Einlass: ab 8:00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Messe Freiburg

Der “Call for Papers” ist bereits geschlossen – wir bedanken uns für die zahlreichen Einsendungen von hochkarätigen Vorträgen. Das Programm wird derzeit zusammen gestellt und in Kürze veröffentlicht. Im Programm beleuchten Experten in zwei parallelen Tracks das E-Commerce Business von morgen; es wird ein spannender Mix aus Vorträgen, Case Studies, Best Practices und Diskussionsrunden geboten. Die Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind: Multichannel, TV-Werbung, Internationalisierung und B2B wie auch Quality Assurance und Mobile Shopping. Natürlich kann man alle Sessions wieder per Livestream auf der Veranstaltungsseite erleben.

Bereits zum achten Mal vergeben wir den “GOLDEN CART” in fünf Kategorien an herausragende Shoplösungen. Dabei werden insbesondere die ganzheitliche Lösung im Gesamtauftritt und in der Innovationskraft sowie die Komplexität der Herausforderungen bei der Projektumsetzung bewertet.

Unser Dank gilt natürlich auch den vielen Ausstellern und Sponsoren.

Wie üblich, wollen wir auch in diesem Jahr die Arbeit des letzten Jahres am Abend miteinander feiern und in gemütlicher Runde netzwerken.

Am Tag darauf, am 17. Mai, laden wir alle Entwickler und technisch affinen Menschen zur OXID Unconference ins SIC (Solar Info Center) in Freiburg ein. Wie bei einer Unconference üblich, wird hier das Programm erst am Tag der Veranstaltung selbst zusammengestellt aber natürlich sind Vorschläge vorab herzlich willkommen. Um die Veranstaltung besser planen zu können, bitten wir um Vorab-Registrierung, dabei kann eine kurze Beschreibung des Vortrags direkt eingereicht werden.

Bitte benutzt beim Versenden von Tweets den Hashtag #oxcom13

Auf ein gutes Gelingen der Veranstaltung, wir freuen uns darauf!