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Work-Live-Balance ist Programm! Recap „Net & Work“ 2019

Bereits zum zweiten Mal luden der Händlerbund und Michael Atugzum E-Commerce Networking nach Frankfurt/Main, zur NET & WORK 2019. Wir waren vor Ort und konnten uns ein eigenes Bild vom Event machen, das versprach mit Promi-Faktor an einem Samstag, E-Commerce-Know-how einer breiten Teilnehmerschaft zugänglich zu machen.

Work-Life-Balance als Leitthema

1.400 Besucher zog es am vergangenen Samstag, 16. Februar, ins The Squaire nach Frankfurt. Der >>Händlerbund und der >>E-Commerce Rockstar.de Michael Atug luden zu einem Branchen-Happening, das sich mit gut 60 Fachvorträgen mit vielen Expertenevents messen kann. Dennoch stellten sie etwas anderes in den Vordergrund: die Balance. Denn digital gut arbeiten (handeln) und gut leben – das gelingt nur als ausgewogene Kombination, so der Tenor.

Entertainment auf der Bühne

Mit dem deutschen Entertainer >>Oliver Pocher hatte sich die Veranstalter einen bekannten Namen und eine spitze Zunge für die Keynote gesichert. Schon im Vorfeld gab dieses kurze Video einen Vorgeschmack und wurde über die sozialen Netze breit geteilt. Einschätzung nach der Kenote? Versprechen eingelöst! 🙂

Breite Vielfalt – in Format und Inhalt

Im Laufe des Tages kamen Referenten, Aussteller und Besucher in entspannter, humorvoller Atmosphäre zu vielen verschiedenen Themen ins Gespräch. Das Programm unterteilte sich in vier Schwerpunkte „Marktplätze & Payment“, „Logistik & Internationalisierung“, „Shopsysteme & -tools“ sowie „Online-Marketing“ und wurde durch zusätzliche interatktive Format wie Workshops und Speaker Corners ergänzt und aufgelockert.

Einen interessanten Einblick seitens der Organisatoren vermittelt dieser >>Rückblick des Veranstalters, der OHN News, selbst. Hier kommen 5 Mitarbeiter mit sehr persönlichen Erlebnissen und Tageshighlights zu Wort.

Work-Life-Balance hautnah erleben

Auch war das Event-Motto „Work-Life-Balance“ weit mehr als ein Lippenbekenntnis und sondern ernst gemeint und fest im Tagesablauf verankert. Friseur, Schuhputzer, Massagesessel, Karikaturist und Tattoo-Artist stellten sicher, dass alle Teilnehmer sich entspannen und amüsieren konnten. Eine Herzensangelegenheit von Rockstar-Gastgeber Michael Atug. Er war im Vorfeld des Messe auch noch eine ganz körperbetonte Wette eingegangen: bis zum Event wollte Atug 10 kg Gewicht verlieren. 5000 Euro Spende für einen guten Zweck war es ihm wert. Der Händlerbund hielt dagegen … und verlor! Wie beim Boxkampf stieg Atug dafür auf der Bühne (nahezu) hüllenlos auf die Waage – und gab dem Event-Motto damit nochmal eine ganz wörtliche Lesart. 😉

Fazit

Unterm Strich hat uns das noch junge und in mancher Hinsicht unkonventionelle Format ehrlich überzeugt. Eingelöst wurde nicht nur aber vor allem das Versprechen, eine breitere Masse zu erreichen als typische Branchenevents. Dabei blieben die Themen sehr nah am Tagesgeschehen professioneller Händler. Aber zugleich rückten sie mit dem Motto in den Mittelpunkt, was bei vielen Fachmessen oft aus den Augen verloren wird: Dass E-Commerce und Digitalisierung neben einem breiten Geschäftsfeld vor allem auch nicht wegzudenkende Bausteine des Alltagserlebens geworden sind.

Autor

Kerstin Domin

Kerstin Domin bereichert seit 2016 als Key Account Manager das OXID Team mit ihren langjährigen Erfahrungen in Vertrieb und Beratung zu ITK-Softwarelösungen, internetbasierten B2B-Plattformen, E-Procurement und Services. Sie war 15 Jahre im Key Account Management der Siemens AG tätig, bevor sie die Position des Sales Director ITK Cloud bei der Bechtle AG übernahm. Zuletzt leitete die E-Health-Expertin das Partner- und Vertriebsmanagement Region Südwest der Deutsche Telefon Standard AG.

Gastblog: 3 Punkte, die im E-Mail-Marketing alles zulässig oder unzulässig machen

Seit Geltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind das E-Mail-Marketing und die Leadgenerierung für Marketiers nicht gerade einfacher geworden.
Es stellen sich jetzt Fragen wie „Über welchen Kanal darf ich den Lead kontaktieren?“, „Darf ich das Klickverhalten speichern?“ oder „Welche Daten kann ich für unser E-Mail-Marketing nutzen?

Kompliziert ist es auch, weil nicht nur das Datenschutzrecht zu beachten ist, denn parallel dazu gelten für deutsche Unternehmen außerdem das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sowie das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) weiter.

Die Konsequenzen bei Verstößen sind dabei ganz unterschiedlich: Wer unbefugt Daten verarbeitet, unzulässige E-Mails verschickt oder unerlaubt Werbeanrufe tätigt, dem drohen nicht nur Bußgelder der Datenschutzbehörden nach der DSGVO wegen unzulässiger Datenverarbeitung. Er könnte auch unter anderem von Mitbewerbern, Abmahnvereinen oder Verbraucherschutzverbänden wettbewerbsrechtlich abgemahnt werden. Hinzu kommt, dass die Empfänger der E-Mails oder die Angerufenen ebenfalls zivilrechtlich Unterlassung verlangen und kostenpflichtig abmahnen können.

1. Auch Firmendaten können personenbezogene Daten sein

Die DSGVO gilt immer dann, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Dazu gehören zwar nach Art. 1 DSGVO und Erwägungsgrund 14 DSGVO nicht die Daten einer juristischen Person an sich (Beispiel: Name und Adresse der Beispielsfirma XY GmbH). Allerdings unterscheidet die Verordnung nicht zwischen personenbezogenen Daten aus dem Bereich B2C (Business-to-Consumer) oder B2B (Business-to-Business). Damit können grundsätzlich auch Daten von geschäftlichen Kontakten personenbezogen sein. Es muss aber ein sog. Personenbezug gegeben sein, d. h. eine natürliche Person hinter den Daten stehen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Name einer Person in der E-Mailadresse verwendet wird.

2. Die Nutzung von Daten zu Werbezwecken benötigt eine eigene Rechtsgrundlage

Die Verarbeitung von Daten zum Zwecke der Kontaktaufnahme zu einem Interessenten, Kunden oder sonstigen Geschäftspartner erfordert entweder eine gesetzliche Grundlage oder die vorherige Einwilligung des Betroffenen:

Zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen auf eine Anfrage des Betroffenen hin oder zur Erfüllung eines Vertrags dürfen personenbezogene Daten bereits nach dem Gesetz verarbeitet werden, ohne dass es einer vorherigen Einwilligung des Betroffenen bedarf.

(Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO)

Beispiele:

  • jemand fragt per E-Mail nach einem Angebot;
  • über das Kontaktformular der Webseite wird ein Katalog bestellt;
  • eine Bestellung aus dem Onlineshop wird abgewickelt und der Käufer erhält die Bestell-Eingangsbestätigung, Auftragsbestätigung oder Rechnung per E-Mail.

Hier muss der Betroffene nicht jeweils erst gefragt werden, ob er mit der Speicherung seiner Daten einverstanden ist, damit seine Anfrage beantwortet oder seine Bestellung bearbeitet werden kann.
Allerdings dürfen die Kontaktdaten des Betroffenen nicht automatisch auch zu Werbezwecken gespeichert und später für die Leadgenerierung genutzt werden.

Sollen Daten von Interessenten und Kunden auch zu Werbezwecken genutzt werden, ist das nur mit einer speziellen Werbe-Einwilligung zulässig (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO) oder es besteht ein überwiegendes berechtigtes Interesse des Unternehmens (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO):

Profiling und personalisierte Kundemails: wann eine spezielle Werbe-Einwilligung nötig ist.

Es gibt Fälle, in denen E-Mails ohne Einwilligung versendet werden dürfen. § 7 Abs. 3 UWG lässt das zum Beispiel unter bestimmten Voraussetzungen an Bestandskunden zu. Dann dürfen die Daten dafür auch nach DSGVO ohne besondere Einwilligung verarbeitet und auf Grundlage eines berechtigten Interesses verarbeitet werden.
Gleiches gilt beim Versand von Werbung auf dem Postweg, der ebenfalls nach § 7 UWG ohne Einwilligung des Empfängers zulässig ist.

Wie die Datenschutzbehörden das sehen, hat die Datenschutzkonferenz (DSK) im November 2018 in einer Orientierungshilfe (https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/oh/20181107_oh_werbung.pdf) veröffentlicht. Danach soll es zulässig sein, die aus eigenen Gewinnspielen oder Prospekt- und Kataloganfragen generierten Postadressen für die Direktwerbung ohne Einwilligung der Betroffenen zu nutzen (vgl. Ziffer 4.2).

Wer jedenfalls E-Mails an Interessenten verschicken will, nicht die Voraussetzungen für das Versenden an Mails an Bestandskunden nach § 7 Abs. 3 UWG erfüllt oder auch telefonisch mit Interessenten in Kontakt treten will, sollte dazu jeweils eine Einwilligung einholen. Dafür bieten sich die Kontaktformulare oder Bestell- und Registrierungsformulare an, in denen jeweils eine eigene Checkbox mit einem entsprechenden Einwilligungstext eingefügt wird.

3. Wer ganz rechtssicher sein will, holt für das Tracking eine Einwilligung ein

Wird das Öffnungs- und Klickverhalten des Empfängers getrackt, in einem Profil gespeichert und werden auf dieser Basis personalisierte E-Mail versendet, stellt sich die Frage, ob dafür eine Extra-Einwilligung eingeholt werden muss oder ob ein überwiegendes berechtigtes Interesse ausreichend sein kann.

Eingriffsintensivere Maßnahmen wie automatisierte Selektionsverfahren zur Erstellung detaillierter Profile, Verhaltensprognosen bzw. Analysen, die zu zusätzlichen Erkenntnissen führen, sprechen hingegen dafür, dass ein Interesse der betroffenen Person am Ausschluss der Datenverarbeitung überwiegt. In diesen Fällen handelt es sich um Profiling, das nicht mehr auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO gestützt werden kann und damit die Einholung einer Einwilligung vor der Datenverarbeitung erforderlich macht. Das Widerspruchsrecht des Art. 21 DSGVO reicht dann nicht aus.“

(vgl. Ziffer 1.3 der Orientierungshilfe)
  • Nach einer Gegenmeinung und auch nach der von uns vertretenen Auffassung spricht jedoch viel dafür, die bloße Analyse des Öffnungs- und Klickverhaltens auch ohne Einwilligung zuzulassen. Die DSGVO erkennt in Art. 21 Abs. 1 und 2 DSGVO ausdrücklich an, dass „Profiling“ zum Betreiben von Direktwerbung auch im Rahmen eines berechtigten Interesses nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO zulässig sein kann. Dort ist das Widerspruchsrecht des Betroffenen gegen Datenverarbeitungen auf der Grundlage eines berechtigten Interesses geregelt und das „Profiling“ wird dort explizit genannt.

„Die wirtschaftlichen Interessen eines Unternehmens und die damit zusammenhängenden Marketinginteressen sind als ein berechtigtes Interesse einzuordnen (vgl. Erwägungsgrund 47 DSGVO zum „Direktmarketing“). Gleiches muss daher für das Ziel gelten, möglichst passgenaue und auf die Interessen des Empfängers ausgerichtete Werbebotschaften versenden zu können. Eine Abwägung mit den Interessen des Betroffenen ergibt dann, dass diesem eher nur solche Informationen zugeleitet werden, die seinen Interessen entsprechen, womit der Belästigungsfaktor niedrig gehalten wird. Außerdem ist das Speichern des Öffnungs- und Klickverhaltens für den Betroffenen in einem Dateiprofil nicht überraschend, insbesondere dann nicht, wenn über das Tracking in der Datenschutzinformation umfassend informiert wird.“

(Art. 21 Abs. 1 und 2 DSGVO)

Es stehen sich damit zwei Meinungen gegenüber und ob eine Einwilligung für Tracking erforderlich ist oder nicht, wird irgendwann durch die Rechtsprechung geklärt werden müssen.

Wer möglichst risikolos vorgehen will, sollte der Auffassung der DSK folgen und auch für das Tracking eine spezielle Einwilligung des Betroffenen einholen. Der Einwilligungstext im Onlineformular bezieht sich dann mit einer ersten Checkbox auf die Einwilligung für den Empfang von Werbe-E-Mails nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG und mit einer zweiten Checkbox auf die Einwilligung zum Anlegen eines Profils mit dem Speichern des Öffnungs- und Klickverhaltens.

Wer der Gegenmeinung folgen möchte, muss eine detaillierte Interessenabwägung vornehmen, diese im Verarbeitungsverzeichnis des Unternehmens sorgfältig begründen und in der Datenschutzerklärung genauestens darüber informieren. Außerdem ist eine Opt-Möglichkeit zu implementieren. Es wird dann nur eine datenschutzrechtliche bzw. wettbewerbsrechtliche Einwilligung für die Verarbeitung der Namens- und Adressdaten zum Zwecke der Versendung von Werbe-E-Mails eingeholt, das Anlegen eines Profils mit dem Speichern des Öffnungs- und Klickverhaltens des Empfängers erfolgt dann aber auf der Grundlage eines berechtigten Interesses.

Diese Punkte und individuelle Fragen beantworten wir am 28.2. 2019 ab 11 Uhr persönlich und live im Webinar der OXID Academy
„Legal-Update: Rechtssicher mit Lead-Generierung und E-Mail-Marketing“.

Autor

>>Sabine Heukrodt-Bauer ist Sprecherin auf diversen Events und Kongressen der IT-Branche und Dozentin für IT-Recht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie veröffentlicht regelmäßig Artikel zu aktuellen Themen im IT-Recht und E-Commerce und betreut seit über 10 Jahren für die INTERNET WORLD Business die Kolumne „E-Shop-Tipp“. Sie sitzt im Ausschuss „IT-Recht“ der Bundesrechtsanwaltskammer.

Gute Übersetzungen sind die Basis für internationalen Erfolg

Gastblog: Erfolgreich international verkaufen? Aber nur mit der richtigen Übersetzung

Warum professionelle Übersetzungen für Onlinehändler auf internationalem Erfolgskurs besonders wichtig sind.

Was fällt Ihnen beim Thema „Internationalisierung Ihres Onlineshops” zuerst ein? Denken Sie daran, wie das mit der Zollabwicklung im außereuropäischen Ausland läuft? Oder wie teuer die Logistik ist und wie Sie Retouren handhaben? Und ob Sie mit den Preisen lokaler Anbieter mithalten können? Diese Fragen sind natürlich ausgesprochen wichtig, vernachlässigen jedoch die Käuferperspektive: Wer international erfolgreich verkaufen will, sollte sich – genauso wie im heimischen E-Commerce – den gesamten Einkaufsprozess der potenziellen Neukunden anschauen und die eigene Online-Präsenz dahingehend auf den Prüfstand stellen. Denn zuallererst müssen Interessenten Ihren Shop finden. Ist das geschehen, müssen Ihre Produkte und Inhalte natürlich überzeugen, um aus Besuchern Kunden zu machen. Der Schlüssel für die Conversion ist also gelungener Content – und zwar in jeder Landessprache. Ansprechende, präzise und fehlerfreie Übersetzungen sind deshalb essentiell für ein erfolgreiches Auslandsgeschäft.

Erstklassige Übersetzungen als verkaufsförderndes Qualitätsprädikat

“Der Kunde ist König” – diese Weisheit ist so alt wie der Handel selbst. Und die royale Kundschaft will Service und das unbedingte Gefühl, dass sie hofiert wird. Genau das tut ein Onlinehändler, der ausländischen Shop-Besuchern den Content perfekt in ihrer Muttersprache präsentiert. Seine Botschaft: “Ich stelle mich auf Dich ein, Du bist mir wichtig, ich will Dich für mich begeistern!” So gewinnt man Kunden.

Leider passiert oft genau das Gegenteil: Der in Deutsch aufwendig produzierte Shop-Content wird Wort für Wort – im besten Fall fehlerfrei – von einer Sprache in die andere übertragen. Solche lieblosen und schlimmstenfalls automatischen Übersetzungen genügen nur selten den Ansprüchen eines Muttersprachlers an einen überzeugenden Text. Ein emotionales Einkaufserlebnis bieten sie so gut wie nie, von Begeisterung keine Spur. Und schon ist von der ganzen Mühe, die in den deutschen Ursprungstext geflossen war, in der Zielsprache nichts mehr zu lesen, quasi “lost in translation”.

Übersetzung des Onlineshops

Language Service Provider als Partner für mehrsprachigen Content

Sinnvoller ist es, von vornherein auf professionelle Übersetzungen zu bauen, und zwar in zweifacher Hinsicht. Zum einen natürlich in Sachen muttersprachlicher Qualität der Übersetzungen: Nuancen in der Sprache entscheiden darüber, ob ein Text als Übersetzung wahrgenommen wird. Und der Unterschied in der Wirkung zwischen lediglich korrekter und sogar muttersprachlicher Übersetzung ist signifikant. Zum anderen spielt die Prozesseffizienz des Übersetzungsdienstleisters eine große Rolle. Denn schon bei einem Onlineshop mit mittelgroßem Sortiment kommen pro Jahr schnell mindestens 3.000 Produkttexte zusammen. Eine direkte Steuerung einzelner Übersetzer per Mail in möglicherweise mehrere Sprachen und Länder ist für den Händler selbst nicht zu bewältigen.

Antworten auf die Fragen des internationalen Handels liefern Language Service Provider wie die Eurotext AG. Das Unternehmen aus Würzburg unterstützt Onlinehändler bei der Internationalisierung von Content – mit verkaufsfördernden Übersetzungen auf Muttersprachniveau, schnellen Prozessen und individuellem Kundenservice. Ein Language Service Provider (LSP) ist viel mehr als ein reines Übersetzungsbüro – nämlich Lösungsanbieter und Ansprechpartner für alle sprachlich-inhaltlichen Anpassungen rund um die Ausweitung des Geschäfts auf ausländische Märkte. Eine technische Besonderheit moderner LSP ist die Integration der Services in die Shop-, Warenwirtschafts- oder CMS-Systeme von Onlinehändlern. Die auf deutsch erstellten Ausgangstexte werden durch das System automatisch an den LSP übertragen, der die gewünschten Übersetzungen über dieselbe Schnittstelle am richtigen Einsatzort innerhalb der Website integriert liefert. Dadurch entfällt für den Onlinehändler nahezu der komplette Projektmanagementaufwand, der etwa durch den mühsamen Mailverkehr mit unterschiedlichen Übersetzern entsteht. Und auch das Qualitätsmanagement entlastet den Händler: Mit einem Netzwerk von über 3.000 Übersetzern mit zertifiziertem muttersprachlichem Niveau kann Eurotext als führender deutscher LSP genau die zum Thema oder zur Warenkategorie passenden Übersetzer auswählen.

SEO von übersetzten Inhalten muss angepasst werden

Eine weitere Herausforderung ist die SEO-Anpassung fremdsprachiger Zieltexte. Denn das reine Übersetzen der Keywords führt erfahrungsgemäß nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Der Grund: Das Suchverhalten kann sich in jedem Land und mit jeder Sprache deutlich unterscheiden. Dies lässt sich schon im D-A-CH Markt gut erkennen: Während in Österreich und Deutschland der “Wäschetrockner” gesucht wird, suchen Schweizer Kunden eher nach einem “Tumbler”. Auf der Suche nach einem Rennrad stehen im Englischen die Übersetzungen “race bike” und “road bike” zur Verfügung. Nachdem der Muttersprachler unter “race bike” eher ein motorisiertes Zweirad versteht, ist “road bike” die bessere Wahl.

Auch hier kann ein Language Service Provider ideal unterstützen. Eurotext arbeitet dazu entweder eng mit den hauseigenen SEO-Spezialisten des Onlinehändlers oder dessen SEO-Agentur zusammen. Gemeinsam mit den SEO-Linguisten werden dann Inhalte und Keywords für die einzelnen Sprachen und Märkte erarbeitet. Ähnlich wie beim SEO für den Originaltext bedeutet dies eine Keywordrecherche und Tauglichkeitsprüfung, um Texte zu adaptieren, Inhalte umzubauen und anschließend SEO-konform in die Zielsprache zu bringen. Diese Anpassung erfordert besondere Sorgfalt, damit relevante Inhalte des Händlers auch bei Suchanfragen in anderen Sprachen gefunden werden.

Fazit: Die professionelle Übersetzung von Inhalten ist für die Internationalisierungsstrategie von Onlinehändlern besonders erfolgsentscheidend, wird in den meisten Fällen jedoch unterschätzt. Die Zusammenarbeit mit Language Service Providern ermöglicht es, den Projektmanagementaufwand gering zu halten und die Texte auf Muttersprachniveau direkt für die jeweiligen Länder optimiert bereitzustellen.

Autor:

Boris Zielonka ist Leiter von Marketing & Vertrieb bei der Eurotext AG. Mit mehr als 4000 zertifizierten Muttersprachlern hat sich das Unternehmen auf Fachübersetzungen für Industrie, IT und E-Commerce spezialisiert und bietet dazu die passenden Softwarelösungen an. Zielonka studierte Geisteswissenschaften an der Universität Würzburg und beschäftigt sich als Marketingexperte seit vielen Jahren mit der Problematik mehrsprachiger Inhalte im E-Commerce. Er ist Experte für Onlinemarketing und Suchmaschinenoptimierung.

E-Mail Marketing am Valentinstag

Guest article: How to reach both, Valentine’s lovers and haters with Email Marketing on Valentine’s Day

Valentine’s Day all over the world has become an event that goes straight to the hearts of consumers and therefore is a strong sales booster, especially in e-commerce. Gifts are, of course, not the one and only way to express your love for someone. Nevertheless, Valentine’s Day is THE occasion for many people to get their loved ones a special gift to show their affection.

But a day like Valentine’s Day doesn’t arouse romantic feelings, which ideally turn into a spending spree, in everyone. Sure, many people rave at the thought of this special day of celebrating love. But how about all the others? What about Singles and Valentine’s haters who can’t stand this consumption day under the pretense of love?
Now for the good news: There’s a way of successfully reaching this target group through email marketing on Valentine’s Day with a slightly different Valentine’s campaign!

With your Valentine’s campaign, you can also make those happy who would like to crawl away on February 14th or erase Valentine’s Day completely from their calendar.

Valentine's Day at REWE supermarket
Needs your active contribution: shape your Valentine’s day at REWE supermarket

We show you how to reach both your target groups with two very different approaches to your Valentine’s newsletter campaigns.

How to determine your target group

You may already know, who of your subscribers is male or female or what age they are. But who loves Valentine’s Day and who doesn’t?

Use an A/B test to send a Valentine’s announcement with two different subject lines in advance. One for the Valentine’s lovers, one for the haters. Based on the open rates, you can then decide whether you want to focus on the romantic Valentine’s campaign or rather address the singles and Valentine’s haters.

If you don’t know your target group exactly or can’t segment them with a pre-mail, have a look at the open rates from previous Valentine’s campaigns. Then decide whether you want to reach Valentine’s lovers with your campaign or whether you want to swim courageously against the tide this year.

It’s love that counts! Valentine’s Day for lovers

3 romantic campaign ideas for Valentine’s Day:

  • My sweetie-pie! Surprise your customers with chocolate hearts, pink chocolates, macarons in a romantic package that come with every order.
  • Smells like love. For example, offer all pink or red perfume bottles for a Valentine’s Day discount. Or the second Valentine’s Day fragrance at half price. Or lipsticks at irresistible prices for the perfect Valentine’s kiss… you name it!
  • Come dine with me! It doesn’t always have to be a restaurant visit. The last minute gift idea with a print-out-voucher. Offer your subscribers special food product baskets and boxes or coupons for their romantic feast.

3 romantic subject lines that go straight to the heart

  • Sugar-sweet Valentine’s Day gifts at irresistibly low prices!
  • Love is in the air! Get your 2nd Valentine’s fragrance at half price!
  • 20% off all Valentine’s Dinner products for (food) lovers

Result 1: Your email campaigns will definitely go straight to the heart. One can’t buy love, but to give with love is simply wonderful. Support your subscribers to turn their Valentine’s Day into something special!

Valentine's Day flowers ordered by Blume 2000
Classical choice: smells good for Valentine’s Day, delivered by Blume 2000

Buck the trend! Valentine’s Day for Singles and Valentine’s haters

3 campaigns Singles and Valentine’s haters love

  • This is YOUR day! Shower your subscribers with cosmetic and wellness gifts and spoil-yourself tips. From care products, bath additives or massage articles to visiting the sauna – everything is possible that sets your subscribers to a relaxing mood.
  • Buck the trend! Motivate your subscribers to give themselves a treat. True to the motto: Make yourself feel better – get something new. Offer special products at Loveyourself prices.
  • Fed up with the Valentine’s hype? Offer your customers a discount campaign that will make them forget about Valentine’s Day. For example: 15% discount that take your mind off Valentine’s Day. 20 things, that bring joy to your Valentine’s Day. These products help you survive Valentine’s Day.

3 subject lines for Singles and Valentine’s haters

  • Anti-Valentine’s discounts that make your heart skip a beat
  • Valentine’s Day’s bugging you? Then have a good one!
  • Forget about Valentine’s Day – get 20% off your heart’s desire

Result 2: This newsletter campaign will also spark enthusiasm among Singles. Shopping doesn’t make you happy, but it creates beautiful moments of joy and happiness. Especially on a day like Valentine’s Day.

Ready, set, go!
Sweeten your subscribers’ and customers’ Valentine’s Day with a tempting newsletter campaign with irresistible promotion activities and offers.

Right this way to the Cleverreach® newsletter module for OXID eShop!

Autor:

Morny Russell works in marketing at the email software provider CleverReach® in Rastede, Germany. As a creative text juggler and out-of-the-box-thinker, she writes texts on all aspects of email marketing. Before that, she worked for many years as an author and editor for various TV production companies such as Brainpool TV GmbH in Cologne and Constantin Entertainment in Munich. In her spare time, she is an avowed foodie and passionate instagrammer.

Renommierte Auszeichnung der Internet World Business

Gastblog: Internet World Business sucht die besten Online-Shops

Neues Jahr, neues Glück und neue Ansätze beim INTERNET WORLD Business Shop-Award: Im neunten Jahr seines Bestehens haben wir den renommierten E-Commerce-Preis leicht umpositioniert.

Die diesjährigen Sieger des „INTERNET WORLD Business Shop-Award“ werden unter dem Leitgedanken „Wie überlebt man in einer Amazon-Welt“ gekürt. Unsere hochkarätige Jury achtet dabei vornehmlich auf Details, mit denen sich Anbieter gezielt von Amazon abgrenzen, sei es durch ein besonders kuratiertes Sortiment, exzellente Beratung, erstklassigen Service oder eine außergewöhnliche Produktpräsentation.

Auch in der Kategoriestruktur gibt es leichte Veränderungen. So wurden die Kategorien „Bester Pure-Player“ und „Bester Omnichannel-Händler“ zur Kategorie „Bester Online-Einzelhändler“ zusammengefasst, weil die Abgrenzung zwischen beiden Kategorien in den vergangenen Jahren immer schwerer fiel. Die Kategorien „Bester Markenshop“, „Bester B2B Shop“ und „Hidden Champion“ bleiben wie gehabt erhalten. Neu hingegen ist der Publikumspreis „Online-Händler des Jahres“. Dafür reicht jedes Jury-Mitglied seinen Favoriten ein. Über diese darf dann das Publikum abstimmen.

Matratzen-Concord belegt 2018 den zweiten Platz beim Shop Award
Das Team von OXID Kunde Matratzen-Concord, zweiter Sieger beim Shop Award 2018.

Einsendeschluss zum Shop Award ist der 20. Januar 2019

Für den Preis bewerben können sich Shop-Betreiber aus dem deutschsprachigen Raum sowie Dienstleister und Agenturen. Die Einreichungsgebühr beträgt 99 Euro (zzgl. MwSt.). Alle Einreichungen werden zunächst durch die Redaktion der INTERNET WORLD Business mittels eines standardisierten Fragebogens bewertet. Die jeweils fünf am besten bewerteten Shops pro Kategorie qualifizieren sich für die Shortlist, die anschließend von unserer Jury auf Herz und Nieren geprüft wird.

Die Jury vergibt pro Kategorie ein bis fünf Punkte an die Shortlist-Kandidaten. Aus den errechneten Durchschnittswerten werden die Sieger ermittelt. Am 11. März 2019 werden dann die Preise verliehen – im Rahmen einer exklusiven Eröffnungsgala zur Internet World Messe im Münchner Luxushotel Bayerischer Hof. Die Teilnahme ist nur für handverlesene E-Commerce-Entscheider in Deutschland und nur auf schriftliche Einladung möglich.

Einzige Ausnahme: Online-Händler, die es auf die Shortlist schaffen, stehen mit Begleitperson natürlich auch auf der Gästeliste des Events. Alle Shortlist-Teilnehmer und natürlich auch die Gewinner werden außerdem im Rahmen einer breiten Berichterstattung auf Internetworld.de und in der Printausgabe von Internet World ausführlich präsentiert.

Die Einreichungsphase endet am 20. Januar. Weitere Informationen zum Shop-Award 2019 im Allgemeinen und zur Einreichung im Speziellen gibt es auf shopaward.internetworld.de.

Die Preisverleihung 2019 unterstützen auch in diesem Jahr wieder unsere drei Exklusiv-Sponsoren best IT, Heidelpay und PVS Gruppe. Das Bar-Sponsoring übernimmt AM Automation.

Machen Sie mit! OXID Händler haben immer gute Chancen, sich den renommierten Preis zu sichern. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Hier klicken!

Autor:

Daniela Zimmer, Internet World Business, Ressort E-Commerce

Daniela Zimmer hat ihre Leidenschaft für Einkaufen zum Beruf gemacht und verantwortet bei INTERNET WORLD Business das Ressort E-Commerce. Dafür steht sie auch gerne werktags um 5.00 Uhr auf, um den E-Commerce-Trendnewsletter zu schreiben. Vor ihrem Wechsel zur INTERNET WORLD Business sammelte sie rund 17 Jahre E-Business-Erfahrung bei Fachzeitschriften wie iBusiness, Business 2.0 und werben & verkaufen.

Gastblog: Wie der Ratenkauf die Chance auf mehr Umsatz bietet

Die aktuelle ibi research-Studie Der Ratenkauf im deutschen Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht zeigt: Sowohl Kunden als auch Händler fahren gut mit dem Ratenkauf als Zahlungsoption.

Umsatzpotenzial für Onlinehändler dank Ratenkauf

Haifischbecken Onlinehandel – Aus dem Wachstum des Onlinehandels ziehen vor allem die großen Unternehmen einen Nutzen. Um sich gegen die dicken Fische durchzusetzen, müssen kleinere Händler mit innovativen Ideen aufwarten. Denn der Konsolidierungsprozess im Onlinehandel hält an und die Konkurrenz schläft nicht. Es gilt die Devise: Heute gut sein, um morgen mithalten zu können. Und weil jeder Kunde zählt ist die Neukundengewinnung für den Erfolg eines Shops essentiell – besonders für den kleinen Händler. Genauso wichtig ist es, die Kundenzufriedenheit sicher zu stellen, denn dann geht die Gleichung auf: Neukunden werden zu wiederkehrenden Kunden und bleiben letztendlich als Stammkunden. Und die sind es, die im Vergleich überproportional viel Umsatz machen. Doch wie erreicht man die Customer Loyalty? Hier sollten Händler zwei Sachen beachten: Einerseits ein perfektes Service-Angebot und andererseits die Qualität der bereitgestellten Customer Journey. Hübsches Design und nutzerfreundliches Layout reichen allerdings schon lange nicht mehr aus.

Optimaler Payment-Mix sorgt für zufriedene Kunden

In einer gelungenen Customer Journey spielt der Checkout eine besondere Rolle. Trotzdem wird er von Händlerseite oft auf die leichte Schulter genommen. Die Studie Einkaufswelten 2017 der TeamBank AG zeigt, dass 41 Prozent aller Onlineshopper am Ende des Einkaufs verärgert sind, wenn ihre gewünschte Zahlungsart nicht angeboten wird. Ganze 9 Prozent verlangen explizit nach einer Ratenzahlung. Händler sollten sich also die Wünsche ihrer Kunden ganz genau ansehen. Denn nichts ist ärgerlicher als Abbrüche im Checkout. Vor allem, weil ein ausgewogener, an den Kundenwünschen ausgerichteter Payment-Mix kein Hexenwerk ist. Zum Standard – so viel ist klar – gehören eine Walletlösung sowie Kreditkarten- und Rechnungszahlung. Was nicht so vielen Händler klar ist: Auch der Ratenkauf etabliert sich immer deutlicher als »must-have« im Checkout. Wie die aktuelle ibi research-Studie Der Ratenkauf im deutschen Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht zeigt, bringt er dauerhaft positive Effekte mit sich. Und die sollte man sich nicht entgehen lassen.

Ratenkauf als Chance für Umsatzsteigerung

Laut der ibi research-Studie bieten bisher rund 28 Prozent der befragten Online-Händler den Ratenkauf an. Mehr als ein Drittel von ihnen führte dieses Verfahren erst in den vergangenen 12 Monaten ein – Tendenz steigend. Denn ganze 53 Prozent der Händler können sich grundsätzlich vorstellen, den Ratenkauf mit in den Payment-Mix aufzunehmen oder planen bereits seinen Einsatz. Besonders interessant sind die Umfrageergebnisse der Unternehmen, die den Ratenkauf schon integriert haben: 70 Prozent der befragten Händler gaben an, ihren Umsatz gesteigert zu haben. Für 68 Prozent der Händler hat das Ratenkauf-Angebot außerdem zu einer Verbesserung der Kundenzufriedenheit geführt und mehr als die Hälfte der Händler verzeichneten einen Zuwachs an Neukunden. Tatsächlich konnten 35 Prozent der Händler auch ihre Abbruchquote im Checkout-Prozess deutlich nach unten korrigieren und somit zeitgleich die Conversion Rate optimieren.

70% aller Händler stellen eine Umsatzsteigerung nach Einführung von Ratenkauf fest

Gerade wenn es um hochpreisige Produkte geht: Der Ratenkauf ist nicht nur Entscheidungsbeschleuniger für Kunden sondern bringt naturgemäß höhere Warenkörbe mit sich. Und er wird besonders von Haushalten mit mittlerem Einkommen genutzt: Denn so können sie finanziell flexibel bleiben, auch wenn die unmittelbare Gesamtzahlung durchaus möglich wäre.

Einmal integriert, bietet der Ratenkauf also dauerhaft große unternehmerische Chancen. Wer darauf verzichtet, verpasst sie nicht nur, sondern ignoriert auch die Erwartungen der Kunden.

Mehr Infos zum Ratenkauf für Ihren OXID eShop finden sie hier!

Autor

Hannes Rogall, Produkt und Vertrieb von ratenkauf bei easyCredit

Hannes Rogall hat an der Universität Göttingen und der Staatlichen Universität Sankt Petersburg International Economics (M.A.) studiert. Er ist Spezialist im Bereich Payment und Banking. Derzeit ist er verantwortlich für Produkt und Vertrieb von ratenkauf by easyCredit bei der TeamBank AG.

E-Commerce Systeme 2018: 10 Key Take-Aways

Fraunhofer IML untersucht Onlineshop-Systeme 2018

Das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat mit der im Oktober 2018 erschienenen Studie „Onlineshop-Systeme zur Digitalisierung des Handels“ den Anbietermarkt für den B2C- und B2B-Commerce analysiert.

Die Marktstudie beinhaltet die aktuell umfassendste funktionale Analyse für E-Commerce-Systeme.

Digitalisierung im Handel unter der Lupe

Federführend war das Team ERP LOGISTICS des Fraunhofer-Instituts und kooperierte mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Dortmund. Die Studie wurde im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Neben der Originalstudie finden Sie am Ende dieses Überblicks auch ein aufbereitetes Management-Summary mit den Key Take-Aways zum kostenfreien Download. Hier die wichtigsten Eckdaten in Kürze:

1. Der Mittelstand braucht eigene Wege

Sowohl Fraunhofer als auch das Kompetenzzentrum stehen wie keine anderen Institutionen für das tiefe Verständnis der Bedürfnisse des Mittelstands und dem Aufspüren der besonderen Potentiale dieses Segments. Die komplette Studie bewertet alle Aspekte zu 100% aus Mittelstandssicht.

2. Im Vergleich: 19 Hersteller von A – Z

Mit Fokus auf Deutschland wurden auch global aktive E-Commerce Hersteller gescannt und kontaktiert. Die Evaluation unfasst zu den 19 Teilnehmern ein detailliertes Profil von Branchenausrichtung, über Größe und Bedeutung der Anbieter im deutschen Markt bis hin zu Nutzungs- und Kostenmodellen.

3. Chancen und Konsolidierung

Der digitale Handel ist keine feste Kenngröße und hat kein statisches Ergebnis. Vielmehr untersuchen und bewerten die Autoren ihn als das, was er ist: einen Prozess der Digitalisierung. Dabei werden die enormen Chancen für den Mittelstand genauso thematisiert, wie die absehbare Konsolidierung des Marktes der Anbieter.

4. Was die Systemwahl wirklich bedeutet

Vor diesem Hintergrund versteht sich die Studie als eine Entscheidungsvorbereitung für jedes Unternehmen, das sich mit einer Neueinführung, Systemablösung oder -erweiterung beschäftigt. Sie erläutert Tragweite der System-Entscheidung und gibt einen Ausblick, welche Charakteristika in der Praxis welche Konsequenz nach sich ziehen.

5. B2C vs. B2B?

Mit Weitblick werden die unterschiedlichen Zielgruppen und ihre Zukunftsperspektiven dargestellt. So stehen sich die Innovationskraft des Digital Commerce-Vorreiters B2C und das enorme Potential von B2B gegenüber. Wie werden sich die Felder in Zukunft vebinden? Und welche Unterschiede sind in Zukunft zu erwarten?

6. Pricing und Lizenzen

In einer einzigartigen Detailarbeit haben die Marktforscher alle Eigenschaften und Kenngrößen miteinander verglichen. Unter anderem stehen auch alle Anbieter mit ihren unterschiedlichen Lizenzierungs- und Abrechnungsmodellen tabellarisch nebeneinander. Hier wird deutlich, wie unterschiedlich diese zum Teil ausfallen, und welche Vorteile dies jeweils bringt.

7. Features & Functions: deutliche Unterschiede

Die OXID Plattform überzeugt mit höchstem Erfüllungsgrad!

8. Welche Trends wirklich wichtig sind.

Jedes Geschäftsjahr ist geprägt von neuen, zum Teil stark gehypten Branchentrends. Die Untersuchung greift mit wohltuendem Augenmaß diejenigen heraus, die die Systementscheidung berühren und das Geschäftskonzept im Kern betreffen.

9. Industrie 4.0: was bedeutet dies wirklich für den Handel?

Gerade in produzierenden Unternehmen stellt sich schon lang die Frage, ob und wie die vernetzte, automatisierte Produktion direkt an den digitalen Handel angebunden werden kann. Aber ist dieses Thema zwischenzeitlich auch bei den Systemanbietern angekommen? Die Studie gibt hier eine klare Antwort.

10. Wie kommen Kanäle zusammen?

Fest steht, jeder Händler muss seine potentiellen und Bestandskunden über mehrere Kanäle und Touchpoints erreichen. Doch wie verknüpft man diese am besten? Was ist Pflicht; was Kür? Zum Abschluss diskutiert die Studie mögliche und wahrscheinliche Strategien, die die Zukunft des Handels prägen werden.

Die 100-Seiten-starke Studie ist im OXID Ressourcen Center verfügbar. Zudem haben wir ein Management Summary auf 7 Seiten hier zusammengestellt.

Auch interessant: Wie unser „Handel 4.0“-Prototyp auf der Hannover Messe 2017 vorgestellt wurde, lesen Sie in diesem Blogartikel: >> „Industrie & E-Commerce: Digitalisierung rückt die Werkbank an den Ladentisch“

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Personalisierung: Raus aus den Kinderschuhen!

Teil 1: Personalisierungsoption in OXID eShop – die (Markt)Theorie

Das Thema Personalisierung ist in aller Munde. Angefeuert durch den Hype um Künstliche Intelligenz, geht die „interessensbezogene Aussteuerung von Inhalten“ (Content, Produkte, Angebote…) oder anders umschrieben „das richtige Angebot zum passenden Zeitpunkt“ im E-Commerce gerade in die heiße Phase. Kaum ein Event, Kongress oder Newsletter, wo einem das Thema nicht nähergebracht wird. Doch wie steht es wirklich um die individuelle Kundenansprache im Webshop? Haben Händler die Relevanz des Themas erkannt und schreiten gerade im Hintergrund emsig zur Tat? Oder warum ist es so seltsam still bei den Anbietern und niemand brüstet sich mit einer wirklich gelungenen Personalisierungsstrategie?

“Personalisation: the automatic tailoring of sites and messages to the indivuduals viewing them so that we can feel that somewhere there’s a piece of software that loves us for who we are.”

David Weinberger, Autor

Status Quo Personalisierung

Die Internet World hat letzte Woche die Probe aufs Exempel gemacht. Sie veröffentlichte die Erfahrungen unter dem Aspekt personalisierter Einkaufserlebnisse nach 4 Wochen Onlineshoppen bei einigen der größten Shops in der Branche. Die Ergebnisse sind ernüchternd bis enttäuschend. Da ist die Rede von Shops, die jedes Mal wieder von Neuem die Kleidergröße abfragten, trotz Login und großzügiger Überlassung persönlicher Daten im Test-Account. Die Probandinnen berichten von regelrechten „Echt-jetzt?“ Momenten, wenn der Shop partout Sommerschläppchen anbieten wollte, obwohl bei den letzten Besuchen nach Winterschuhen gesucht wurde.

Das Fazit: „Klassisches Stöbern und gute Filter führten besser und schneller zum passenden Produkt. Offenbar dauert es noch, bis der Algorithmus die Shopper-Seele wirklich verstehen lernt.“ Für die Kunden ist also von maßgeschneiderten Angeboten passend zum aktuellen Bedarf noch nicht viel zu spüren.

Personalisierung zwischen Anspruch & Realität

Der Anspruch des Kunden

Das Experiment spiegelt wider, was wir am Markt wahrnehmen. Jeder spricht darüber, aber nur wenige Shopbetreiber arbeiten an einem entsprechenden Konzept, den Onlineshop mit Tools und Technologien fit für das Zeitalter des Individuums zu machen. Denn dieses erwartet zunehmend die persönliche Ansprache und möchte eben nicht nach dem aktuellen Wunschprodukt ewig stöbern müssen. Glaubt man den zahlreichen Studien, die das Kundenverhalten analysiert haben, ist der Personalisierungswunsch der Kunden Fakt:

  • 75% der Besucher verlassen sofort wieder einen Shop, wenn sie ein für sich uninteressantes Produkt angezeigt bekommen
  • 48% der Interessenten brechen den Kauf ab, wenn er nicht auf tatsächliche Bedürfnisse zugeschnitten ist
  • Personalisierungsanbieter berichten von durchschnittlichen Conversion Steigerungen von 25% unter Einsatz von entsprechenden Technologien

Die Wirksamkeit von Personalisierung im Onlinehandel ist unbestritten. Händler, die nicht dringend aufrüsten, werden Kunden verlieren, für die der nächste Anbieter nur einen Mausklick entfernt ist und der vielleicht just das treffende Kaufangebot unterbreitet.

48% aller User brechen den Einkauf ab, wenn er nicht auf tatsächliche Interessen zugeschnitten ist.

Accenture, 12/2017

Die Realität des Händlers

Weshalb also, kommt das Thema im Shopping-Alltag nicht so recht in Schwung? Offensichtlich gibt es viele Vorbehalte gegen Personalisierung.  Shopbetreiber haben gemeinhin viele Gründe, weshalb das Thema für sie ein heißes Eisen ist:

  • Angst vor hohem Arbeitsaufwand und hohen Projektkosten
  • Angst vor hohen Preisen für entsprechende Lösungen
  • Der richtige Umgang mit Datenschutz, Tracking, Big Data
  • Bedenken vor dem Einsatz von KI und wie dieser sich auf das Business auswirken könnte
  • Das komplexe Handling von Kundendaten
  • Schwierigkeiten bei Einrichtung und Betrieb
  • Die Haltung sensibilisierter Kunden, die eben nicht gerne ihre Daten hinterlassen

Personalisierung als echter Wettbewerbsvorteil

Trotz aller Schmerzpunkte, zu denen es von vielen Herstellern und Dienstleistern am Markt professionelle Unterstützung gibt: gerade jetzt ist der Moment für Händler, einzusteigen! Während viele noch zögern, kann man sich entsprechend positionieren und mutig voranschreiten:

  • Und mit Personalisierungsmaßnahmen dem Kunden ein bedarfsgerechtes, überzeugendes Einkaufserlebnis bieten
  • dadurch mehr Interessenten zu Kunden konvertieren
  • zögerliche oder preissensible Kunden überzeugen
  • die Bestellwerte eines Einkaufskorbes signifikant erhöhen
  • durch die 1:1 Kommunikation mit dem Kunden mehr Interaktion im Shop erreichen
  • den Kreis der Stammkundschaft erhöhen
  • durch Personalisierung in Echtzeit das Business skalieren

Also alles in allem, mehr Umsatz im Shop generieren! Klingt das nicht verlockend?

65% aller Händler registrieren Umsatzsteigerungen nach dem Einsatz von Maßnahmen zur Personalisierung.

etailment

Fazit

Es ist an der Zeit, Startseiten in Webshops abzuschaffen, die täglich im Gießkannenprinzip den Top-Seller anpreisen, unabhängig davon, ob der Kunde jung, alt, männlich, weiblich, dick, dünn, reich oder arm ist. Personalisierung ist der Conversion-Hebel schlechthin. Diesen gilt es jetzt umzulegen. Das Angebot an guten Lösungen von erfahrenen Dienstleistern und Herstellern ist da. Informieren Sie sich und nutzen Sie es. Sprechen Sie uns an!

Den Kundenwunsch immer im Blick mit Personalisierungsmaßnahmen
Den Kundenwunsch immer im Blick mit der Personalisierungsoption in OXID eShop!

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Gastblog: Facebook Fanpages und Custom Audiences – Was ist noch erlaubt?

In letzter Zeit hat die Rechtsprechung durch zwei Urteile von sich Reden gemacht, die Shopbetreiber mit einer Facebook Fanpage und solche, die Custom Audiences nutzen, in rechtliche Schwierigkeiten gebracht haben.

Zum einen entschied das Verwaltungsgerichtes Bayreuth, dass Facebook Custom Audiences from your List ohne Einwilligung der Kunden gegen Datenschutzrecht verstößt (>>Beschluss vom 08.05.2018, Az.: B 1 S 18.105)

Zum anderen stufte der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Betreiber von Facebook-Fanpages als Verantwortliche für den Datenschutz ein (>>Urteil vom 05.06.2018, Az. C-210/16), obwohl sie keinen Einfluss auf das haben, was Facebook datenschutzrechtlich tut oder nicht.
Es stellt sich daher die Frage, wie sich Shopbetreiber aktuell zu den beiden Themen verhalten sollen.

1. Facebook Custom Audiences

Was ist was?

Bei Facebook Custom Audiences (Fb.CA) ist zwischen zwei Varianten zu unterscheiden:

Über die Variante „Kundenliste“ ist es möglich selbst erstellte Kundenlisten mit Facebook Nutzern abzugleichen, um auf Facebook gezielte Werbekampagnen für Kunden durchzuführen.
Hierbei werden zum Beispiel E-Mailadressen oder Telefonnummern in den Facebook Adverts Manager im eigenen Unternehmensaccount hochgeladen und so durch den Shopbetreiber an Facebook übermittelt.

Bei der Nutzung der Variante „über Pixel“ wird ein sogenanntes Tracking-Pixel von Facebook auf Ihrer Webseite eingebaut. Durch das Pixel werden Cookies gesetzt. Mithilfe der Informationen aus den Cookies erfährt Facebook, welche seiner Nutzer die Webseite mit dem Pixel besucht haben und zeigt diesen bei Nutzung von Facebook Werbung der Webseite an.
Ist zusätzlich die Funktion „erweiterter Datenabgleich“ aktiviert, werden die erzeugten Informationen außerdem mit über die Webseite erhobenen Daten angereichert und an Facebook übertragen. Dies können z.B. E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Nutzerkontodaten oder Ähnliches sein.

Rechtliche Lage

Der Dienst Fb.CA „Kundenliste“ sollte zukünftig nur noch mit Einwilligung des Nutzers verwendet werden.
Mit Beschluss vom 08.05.2018 bestätigt das Verwaltungsgericht Bayreuth eine entsprechende Anordnung des Bayrischen Landesbeauftragten für Datenschutz (BayLDA), nach der ein Einsatz dieses Marketing Werkzeuges ohne Einwilligung des Nutzers unzulässig ist. Die Anordnung erging vor Inkrafttreten der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), berücksichtigt aber bereits vorsorglich die neue Rechtslage. Da die DSGVO den Schutz der Betroffenen grundsätzlich erweitert, ist davon auszugehen, dass die Anordnung auch einer gerichtlichen Überprüfung auf der Grundlage des neuen Datenschutzrechts standhalten würde. Eine Nutzung des Dienstes trotz fehlender Einwilligung der Betroffenen kann daher zu Abmahnungen und Bußgeldern führen.

Für die Nutzung von Fb. CA „über Pixel“ mit aktiviertem erweiterten Datenabgleich, ist aufgrund der Übertragung der angereicherten Daten an Facebook ebenfalls eine Einwilligung einzuholen.
Auch die Nutzung von Fb. CA „über Pixel“ ohne Zusatzfunktion ist zumindest nach einer >>Stellungnahme der Datenschutzkonferenz vom 26.04.2018 ohne vorherige Einwilligung der Betroffenen unzulässig, denn nach Meinung der Datenschützer erfordert der Einsatz von Tracking-Diensten jeglicher Art immer eine vorherige Einwilligung. Wer als Shopbetreiber also jegliches Risiko ausschließen möchte, sollte beim Einsatz von Fb.CA in allen Varianten immer eine Einwilligung einholen.

Allerdings gibt es noch keine gerichtlichen Entscheidungen zu dieser Thematik.
Nach unserer Einschätzung sollte die Nutzung von Fb.CA zumindest in der einfachen Pixel-Variante (also ohne jeglichen Datenabgleich) auch ohne vorherige Einwilligung auf der Grundlage eines berechtigten Interesses gemäß Art. 6 Abs. 1 f DSGVO möglich sein.
Voraussetzung wäre jedoch, dass die Webseitenbesucher in der Datenschutzerklärung umfassend informiert werden und ihnen eine Opt-Out-Möglichkeit angeboten wird. Wir meinen, dass durchaus auch grundlegende, statistische Analysefunktionen künftig unter ein berechtigtes Interesse fallen und somit keiner Einwilligung der Betroffenen bedürfen.

In allen Fällen ist in der Datenschutzerklärung umfassend über die Verwendung der Dienste zu informieren.

Was müssen Sie tun?

Holen Sie für die Nutzung von Facebook Custom Audiences „Kundenliste“ die Einwilligung der Nutzer für die Datenverarbeitung ein. Sofern Sie den Dienst Facebook Custom Audiences „Pixel“ mit erweitertem Datenabgleich nutzen wollen, holen Sie bitte auch hier eine Einwilligung der Webseitenbesucher ein. Die Einwilligungen können in beiden Fällen über ein sogenanntes Cookie-Banner abgefragt werden. Bitte stellen Sie sicher, dass bereits vor dem Setzen des ersten Cookies eine Zustimmung vorliegt.

Zusätzlich muss den Nutzern in allen Varianten die Möglichkeit geboten werden Ihre Einwilligung zu widerrufen. Bei der Gestaltung der Widerrufsmöglichkeit sollten die entsprechenden >>„Hinweise und Anforderungen für Verantwortliche zum Einsatz von Facebook Custom Audience“ des BayLDA beachtet werden.
Ein Widerruf soll demnach durch Setzen eines Opt-Out-Cookies erfolgen. Dieses verhindert das Setzen von Tracking-Cookies und sollte unbegrenzte Gültigkeit besitzen. Nach Setzen des Opt-Out-Cookies darf keinerlei weiterer Datenverkehr mit Facebook stattfinden.
Der Webseitenbetreiber muss selbst eine geeignete Opt-Out-Lösung implementieren und darf nicht einfach auf Facebook verweisen. 

2. Facebook Fanpages

Das rechtliche Problem

Nachdem der EuGH sowohl Facebook als auch die Betreiber von Fanpages als „Verantwortliche“ im Sinne des Datenschutzrechts eingeordnet hatte, musste Facebook reagieren.
Die DSGVO sieht in Art. 26 ausdrücklich vor, dass bei mehreren Verantwortlichen vertraglich festgelegt werden muss, „wer von ihnen welche Verpflichtung gemäß dieser Verordnung erfüllt, insbesondere was die Wahrnehmung der Rechte der betroffenen Person angeht und wer welchen Informationspflichten […] nachkommt.

Wie hat Facebook reagiert?

Am 11.09.2018 hat die Facebook die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert und um die entsprechenden Regelungen ergänzt. Im >>„Page Controller Addendum“ wird jetzt geregelt, dass Facebook mit dem Fanpage-Betreiber gemeinsam verantwortlich ist und die Verantwortung für die Bereiche Informationspflichten (Art. 12 – 13 DSGVO), Betroffenenrechte (Art. 15 – 22 DSGVO) und Datensicherheit und Meldung von Datenschutzverletzungen (Art. 32-34 DSGVO) übernimmt. 

Was müssen Sie tun?

Der Fanpage-Betreiber selbst muss nur noch eine umfassende Datenschutzinformation in die eigene Fanpage integrieren mit Infos dazu, zu welchem Zweck bzw. auf welcher Rechtsgrundlage welche personenbezogenen Daten verarbeitet werden.

Außerdem ist anzugeben, dass Facebook ein gemeinsam Verantwortlicher ist und es sollte auf die Datenschutzinformation von Facebook hingewiesen und verlinkt werden.

Schließlich muss darüber informiert werden, welche Rechte ein Betroffener gegenüber Facebook geltend machen kann und wie er dazu vorzugehen hat. Auch hier kann auf die entsprechenden Infos bei Facebook hingewiesen und verlinkt werden.

Autor

>>Sabine Heukrodt-Bauer ist Sprecherin auf diversen Events und Kongressen der IT-Branche und Dozentin für IT-Recht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie veröffentlicht regelmäßig Artikel zu aktuellen Themen im IT-Recht und E-Commerce und betreut seit über 10 Jahren für die INTERNET WORLD Business die Kolumne „E-Shop-Tipp“. Sie sitzt im Ausschuss „IT-Recht“ der Bundesrechtsanwaltskammer.

Gastblog: So erhöhst Du die Kundenbindung in Deinem Onlineshop

Onlineshops gibt es in der heutigen Zeit wie Sand am Meer. Das macht einen Vergleich verschiedener Produkte für Kunden umso schwerer. Mit zusätzlichen Mehrwerten hebst Du Dich von Mitbewerbern ab, steigerst die Zufriedenheit Deiner Kunden und gleichzeitig Deinen Umsatz. OXID eSales Partner ERGO Direkt (>mehr Infos) gibt Dir heute Tipps, wie Dir dies gelingt.

Der gegenwärtige Kunde ist preis- und serviceorientiert. Er vergleicht demnach die für ihn in Frage kommenden Produkte genauestens. Der Shop, der ihm einen exklusiven Vorteil bieten kann, wird die Kaufentscheidung für sich gewinnen können.

Service und Sicherheit für Deine Kunden
Nach dem Kauf des Artikels benutzt Dein Kunde tagtäglich das gekaufte Produkt und hat Spaß am Gebrauch, so wie es sein muss. Doch was, wenn mit dem Gerät doch mal etwas passiert? Kurz nicht aufgepasst, schon ist es womöglich auf den Boden oder in eine Pfütze gefallen. Meist steht Dein Kunde dann vor einem finanziellen Problem, da er für hohe Reparaturkosten oder gar für ein gleichwertiges Ersatzgerät aufkommen muss. Genauso verhält es sich übrigens, wenn nach der gesetzlichen Gewährleistung von zwei Jahren ein Schaden am Gerät eintritt. Gut, wenn Dein Kunde dann auf eine Versicherung zurückgreifen kann, die Du ihm in Deinem Shop angeboten hast.

Für Deine Kunden ist es beruhigend zu wissen, dass sie bei einem technischen Defekt nicht auf den Reparaturkosten sitzenbleiben. Eine passende Geräteversicherung gibt ihnen dieses sichere Gefühl – der entscheidende Pluspunkt an Serviceleistungen.

Kaputte Technik? Gut versichert auch beim Onlinekauf dank ERGO Direkt

Mehr Gewinn für Dich
Als Händler profitierst Du gleich doppelt: Denn für jeden Abschluss einer Geräteversicherung für einen Artikel aus Deinem Shop erhältst Du eine attraktive Vergütung und hebst Dich von den Wettbewerbern ab, da du Deinem Kunden durch das Modul einen signifikanten Mehrwert bietest.

So funktioniert das Versicherungs-Modul
Durch das Plugin von ERGO Direkt kann Dein Kunde beim Einkauf direkt die passgenaue Versicherungslösung zu den Produkten in Deinem Shop erwerben – mit nur einem Klick.
Dein Kunde wählt beim Kauf den gewünschten Schutz aus und legt die Versicherung direkt gemeinsam mit dem Produkt in den Warenkorb. Nach dem Kauf zahlt er die Prämie direkt an ERGO Direkt. Als Händler hast Du somit keinen zusätzlichen Aufwand bei der Bezahlung. ERGO bietet Deinem Kunden einen vollumfänglichen Kundenservice in allen Angelegenheiten zur Versicherung und steht ihm im Schadenfall zur Seite.
Produktversicherungen werden beispielsweise für folgende Geräte angeboten:

Versicherungslösung für technische Produkte von ERGO Direkt

Wie funktioniert die Integration in Deinen OXID Shop
In nur drei Integrationsschritten ist das Plugin erfolgreich in Deinem Shop installiert. Das geht professionell und schnell:

  1. ERGO Direkt unterstützt Dich bei der Wahl der passenden Lösung und bei der Einrichtung. Für Dich entstehen keine Kosten. Du erhältst von ERGO einen Vertrag, wodurch Eure Zusammenarbeit offiziell besiegelt wird.
  2. Das Plugin wird heruntergeladen, Du bekommst die Zugangsdaten und kannst nun hinterlegen, an welcher Stelle im Kaufprozess die Versicherung ausgelobt wird. Du entscheidest, wann und wo Dein Kunde angesprochen wird.
  3. Zuletzt werden die Versicherungen den Kategorien im Shop zugeordnet. Auch hier kannst Du flexibel entscheiden, zu welchem Produkt die Versicherung angezeigt wird (>Zum Plugin im OXID exchange Store)

Wer sind wir?

Die ERGO Direkt Versicherungen sind mit rund 4,5 Millionen Kunden der meistgewählte deutsche Direktversicherer. Das Unternehmen ist auf einfache und leicht verständliche Produkte spezialisiert, die zum Standardbedarf von Privathaushalten gehören. Wichtige Produkte sind die Zahnzusatzversicherung, die Risikolebensversicherung sowie Produktversicherungen (z.B. Geräte-Schutz). Schlanke Prozesse und eine schnelle Verarbeitung ermöglichen günstige Prämien. ERGO Direkt Versicherungen gehören zur ERGO Versicherungsgruppe und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.