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Gastblog: Wie der Ratenkauf die Chance auf mehr Umsatz bietet

Die aktuelle ibi research-Studie Der Ratenkauf im deutschen Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht zeigt: Sowohl Kunden als auch Händler fahren gut mit dem Ratenkauf als Zahlungsoption.

Umsatzpotenzial für Onlinehändler dank Ratenkauf

Haifischbecken Onlinehandel – Aus dem Wachstum des Onlinehandels ziehen vor allem die großen Unternehmen einen Nutzen. Um sich gegen die dicken Fische durchzusetzen, müssen kleinere Händler mit innovativen Ideen aufwarten. Denn der Konsolidierungsprozess im Onlinehandel hält an und die Konkurrenz schläft nicht. Es gilt die Devise: Heute gut sein, um morgen mithalten zu können. Und weil jeder Kunde zählt ist die Neukundengewinnung für den Erfolg eines Shops essentiell – besonders für den kleinen Händler. Genauso wichtig ist es, die Kundenzufriedenheit sicher zu stellen, denn dann geht die Gleichung auf: Neukunden werden zu wiederkehrenden Kunden und bleiben letztendlich als Stammkunden. Und die sind es, die im Vergleich überproportional viel Umsatz machen. Doch wie erreicht man die Customer Loyalty? Hier sollten Händler zwei Sachen beachten: Einerseits ein perfektes Service-Angebot und andererseits die Qualität der bereitgestellten Customer Journey. Hübsches Design und nutzerfreundliches Layout reichen allerdings schon lange nicht mehr aus.

Optimaler Payment-Mix sorgt für zufriedene Kunden

In einer gelungenen Customer Journey spielt der Checkout eine besondere Rolle. Trotzdem wird er von Händlerseite oft auf die leichte Schulter genommen. Die Studie Einkaufswelten 2017 der TeamBank AG zeigt, dass 41 Prozent aller Onlineshopper am Ende des Einkaufs verärgert sind, wenn ihre gewünschte Zahlungsart nicht angeboten wird. Ganze 9 Prozent verlangen explizit nach einer Ratenzahlung. Händler sollten sich also die Wünsche ihrer Kunden ganz genau ansehen. Denn nichts ist ärgerlicher als Abbrüche im Checkout. Vor allem, weil ein ausgewogener, an den Kundenwünschen ausgerichteter Payment-Mix kein Hexenwerk ist. Zum Standard – so viel ist klar – gehören eine Walletlösung sowie Kreditkarten- und Rechnungszahlung. Was nicht so vielen Händler klar ist: Auch der Ratenkauf etabliert sich immer deutlicher als »must-have« im Checkout. Wie die aktuelle ibi research-Studie Der Ratenkauf im deutschen Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht zeigt, bringt er dauerhaft positive Effekte mit sich. Und die sollte man sich nicht entgehen lassen.

Ratenkauf als Chance für Umsatzsteigerung

Laut der ibi research-Studie bieten bisher rund 28 Prozent der befragten Online-Händler den Ratenkauf an. Mehr als ein Drittel von ihnen führte dieses Verfahren erst in den vergangenen 12 Monaten ein – Tendenz steigend. Denn ganze 53 Prozent der Händler können sich grundsätzlich vorstellen, den Ratenkauf mit in den Payment-Mix aufzunehmen oder planen bereits seinen Einsatz. Besonders interessant sind die Umfrageergebnisse der Unternehmen, die den Ratenkauf schon integriert haben: 70 Prozent der befragten Händler gaben an, ihren Umsatz gesteigert zu haben. Für 68 Prozent der Händler hat das Ratenkauf-Angebot außerdem zu einer Verbesserung der Kundenzufriedenheit geführt und mehr als die Hälfte der Händler verzeichneten einen Zuwachs an Neukunden. Tatsächlich konnten 35 Prozent der Händler auch ihre Abbruchquote im Checkout-Prozess deutlich nach unten korrigieren und somit zeitgleich die Conversion Rate optimieren.

70% aller Händler stellen eine Umsatzsteigerung nach Einführung von Ratenkauf fest

Gerade wenn es um hochpreisige Produkte geht: Der Ratenkauf ist nicht nur Entscheidungsbeschleuniger für Kunden sondern bringt naturgemäß höhere Warenkörbe mit sich. Und er wird besonders von Haushalten mit mittlerem Einkommen genutzt: Denn so können sie finanziell flexibel bleiben, auch wenn die unmittelbare Gesamtzahlung durchaus möglich wäre.

Einmal integriert, bietet der Ratenkauf also dauerhaft große unternehmerische Chancen. Wer darauf verzichtet, verpasst sie nicht nur, sondern ignoriert auch die Erwartungen der Kunden.

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Autor

Hannes Rogall, Produkt und Vertrieb von ratenkauf bei easyCredit

Hannes Rogall hat an der Universität Göttingen und der Staatlichen Universität Sankt Petersburg International Economics (M.A.) studiert. Er ist Spezialist im Bereich Payment und Banking. Derzeit ist er verantwortlich für Produkt und Vertrieb von ratenkauf by easyCredit bei der TeamBank AG.

Vom B2B zum B2C Segment

Gastblog: Nehmen Sie Tempo im B2C-Markt auf. Setzen Sie auf starke Partner.

Welche Herausforderungen auf B2B-Unternehmen im B2C-Geschäft warten

Für einen Mann ist sein Werkzeug oft mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand. Das gilt auch für einen meiner Freunde, der viele Stunden in meinem Werkzeug-Keller verbringt, in dem sich über die Zeit allerlei Arbeitsgeräte angesammelt haben. Besonders stolz zeigte er mir zuletzt seine blaue Bosch-Bohrmaschine, die zum Einsatz gekommen war, als wir zusammen das Zimmer für sein erstes Baby fertig gemacht haben.

Für mich spielt die Farbe einer Bohrmaschine grundsätzlich keine Rolle, mein Freund sieht das aber anders, schließlich hätten Hobby-Handwerker wie wir üblicherweise nur die grünen Werkzeuge von Bosch. Deshalb kam bei uns die Frage auf, die sich wahrscheinlich schon viele Männer gestellt haben: Warum gibt es eigentlich eine blaue und eine grüne Bohrmaschine von Bosch?

Würde ich nicht im E-Commerce arbeiten, hätte ich vermutlich nur mit den Schultern zucken können, so aber hatte ich eine Erklärung: Bei den blauen Bosch-Produkten handelt es um die Geräte, die nur für die professionelle Verwendung in Handwerk und Industrie hergestellt wurden; die grüne Produktlinie ist für Heimwerker wie uns gedacht. Ursprünglich produzierte Bosch seine Werkzeuge nur für Händler, irgendwann entschied sich das Unternehmen dann dafür, einen neuen Absatzmarkt zu schaffen. Neue Produktpalette, neue Preisklasse – schon war Bosch neben dem originären B2B-Geschäft auch auf dem Markt für Endkunden.

Bosch Bohrmaschinen für Profis und Hobby-Handwerker

 

Im Fall von Bosch klingt es ganz einfach, in der Realität ist der Schritt von B2B auf B2C aber oft an Herausforderungen geknüpft. Wenn die Wertschöpfungskette auf ein B2C-Geschäft ausgelegt ist und vorher ein Händler zwischengeschaltet war, könnte die Vermutung nahe liegen, die Produkte über einen eigenen Online-Shop zu vertreiben. Dadurch besteht allerdings die Gefahr, den originären Vertriebskanal zu kappen. Was haben Händler davon, wenn sie einen neuen Markt erschließen, dafür aber womöglich die viel rentablere Beziehung zum Vertriebspartner verlieren?

Die Entry-Strategie ist bei einer Verlängerung des B2B-Geschäfts auf B2C nicht der einzige Faktor, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Das Tempo auf dem B2C-Markt ist deutlich schneller und stellt Händler vor eine große Herausforderung: Ihre Unternehmensstrukturen müssen auf ein 24/7-Geschäft ausgelegt sein. Es entstehen schlagartig riesige Anforderungen an den Customer Service und die Distribution – zwei Felder, die beim Schritt von B2B auf B2C personell und logistisch aufgestockt werden müssen.

Fähige Mitarbeiter und die beste Logistik reichen allerdings nicht aus, um das rasante Tempo auf dem B2C-Markt mitgehen zu können, langfristig kommen Firmen an automatisierten Prozessen nicht vorbei. Die Notwendigkeit leitet sich aus der gestiegenen Nachfrage ab: Nachdem Bosch & Co. die Beziehungen zu ihren Großkunden persönlich pflegen und Bestellungen manuell abwickeln konnten, haben diese Unternehmen nach dem Eintritt auf den B2B-Markt plötzlich Tausende Kunden.

Damit steigen nicht nur die Anforderungen an den Bestellvorgang und die Distribution, sondern vor allem an die Bezahlung. Mehr Aufträge und dementsprechend mehr Forderungen bedeuten ein viel aufwendigeres Debitorenmanagement, das einige Händler vor große Herausforderungen stellt. Wenn größere Zahlungen ausfallen, kann das nämlich besonders für Start-Ups und Mittelständler zum Problem werden.

Viele Unternehmen benötigen beim Schritt von B2B auf B2C einen starken Partner, um die Zahlungen abzuwickeln. Und genau hier kann AfterPay helfen: Während die Kunden entscheiden, wie und wann sie bezahlen, haben Händler die beruhigende Gewissheit, dass sich jemand anderes um die Verwaltung kümmert, vom Risikomanagement bis zum Mahnverfahren.

Meine Empfehlung ist, dabei sofort auf den richtigen Partner setzen, der nicht nur die eigentlichen Finanzprozesse perfekt beherrscht, sondern auch und besonders die Zufriedenheit der Endkunden als Kern seiner Verantwortung sieht. Damit stellen Unternehmen für das bestmögliche Kauferlebnis sicher und erhöhen nachhaltig die Kundenbindung.

Verzichten Sie nicht auf die richtige Unterstützung. Beim Renovieren freuen Sie sich schließlich auch über jede helfende Hand – erst recht, wenn Ihr Freund mit einer professionellen Bohrmaschine vor der Tür steht.

Erfahren Sie in unserem Business Insights Reports von Arvato Financial Solutions, welche Strategien ein B2B-Händler beim Eintritt auf den B2C-Markt verfolgen kann und welche fünf Punkte unbedingt beachtet werden sollten.

 

Autor

Sebastian Kespohl, Managing Director Afterpay GermanySebastian Kespohl

Managing Director | AfterPay Germany