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Personalisierung: Nicht ahnen, wissen wo beim Online-Kunden der Schuh drückt

Teil II: KI-basierte Personalisierung im Onlineshop. Was kann OXID eShop leisten?

Sage und schreibe sechs E-Commerce Events liegen mit Ende des ersten Quartals hinter uns. Nach zahlreichen Gesprächen, Workshops, Vorträgen und Produkt-Demos ist klar: KI-basierte Personalisierung hat dieses Jahr das Potenzial, für Onlinehändler und Kunden gleichermaßen alles zu verändern. Wissen Sie wirklich, was konkret der Kunde in Ihrem Shop sucht? Wenn nicht, finden Sie es heraus. Unsere Lösung hilft Ihnen dabei.

Das Bundle, das OXID eSales gemeinsam mit econda geschnürt hat, sucht seinesgleichen am Markt. Viele Anbieter sprechen zwar über KI, haben aber keine eigene Lösung. Oder sie binden die KI über Schnittstellen erst umständlich an die Shopsoftware an. Bei uns kommt die econda KI direkt in die OXID Umgebung integriert und ist per Mausklick auf Wunsch aktivierbar.

Die KI-basierte Personalisierung kann als Option im OXID eShop hinzugebucht werden und ist sofort verfügbar. Einfacher kann man ein solch komplexes Thema wie künstliche Intelligenz nicht anpacken. Damit bringen wir die Customer Experience im OXID eShop auf das nächste Level; ebenso wie Ihr Onlinebusiness. Über die Herausforderungen hatten wir in Teil I bereits berichtet. Gerne hier nachlesen!

Was ist drin, in der Personalisierungsoption von OXID eShop?

Erstens: Zwei gut vernetzte Welten! econda in OXID eShop fließend integriert

Gerade die saubere Integration in den Shop ist eine der häufigsten Hürden, warum Projekte von vorneherein scheitern. Hier glänzt die Personalisierungsoption, da sie die beiden Welten OXID und econda verbindet und man personalisierte Produktempfehlungen und personalisierten Content einfach in der OXID Welt verarbeiten und einbinden kann.

Zweitens: Ein attraktives econda Paket

• econda Tag Manager
• econda Analytics
• econda Centricity
• econda Click Monitor
• econda Cross Sell
• econda Audience Relationship Platform

Drittens: Die KI-gesteuerte Product Recommendation

Bestehende OXID Recommendation Widgets sind “per Mausklick” mit KI-basierter und personalisierter Produktempfehlung bespielbar. Die KI erkennt nach wenigen Klicks im Shop, was der Kunde sucht, lernt stetig dazu und unterbreitet ihm ein individuelles Angebot.

Viertens: Einfache Erstellung personalisierter Landingpages

Das Ausspielen und das stetige Tuning von relevantem Content für Kunden ist keineswegs trivial. Hier punktet, wer seine Zielgruppen genau kennt und diese mit maßgeschneidertem Content über dedizierte Landingpages anspricht. Das im OXID eShop voll integrierte Visual CMS ist dafür ein unverzichtbares, einfach zu bedienendes Tool für den Händler.

Fünftens: 12 Monate Vorteilsaktion zum attraktiven Fixpreis

Personalisierung ist von außen betrachtet eine Black Box. Der Händler hat keine Garantie, dass er mit dieser auch umgehen kann. “Einsteigerpakete” von bis zu 30.000,- Euro sind am Markt keine Seltenheit. Von der Anbindung an den Shop ist da noch keine Rede. Um die Einstiegshürde so niedrig wie möglich zu halten, gibt es die Personalisierungsoption zum 12monatigen Vorteilspreis von 12.999 Euro (16.990 Euro bis zu 5 Mandanten).

Sechstens: Supportpaket und Remote Workshop zum Produktivstart

Die Personalisierungsoption ist als Paket technologisch darauf ausgelegt, einen einfachen Start in das Thema Personalisierung zu ermöglichen. Das Supportpaket und der Produktivstart-Workshop helfen dabei, häufig gemachte Fehler zu Projektbeginn zu vermeiden und sorgen für eine gute Performance des Shops.

Was passiert für den Kunden im Shop?

Kommt ein Kunde in den Shop, werden z.B. auf der Startseite auf Basis der KI Empfehlungen ausgespielt. Die KI erkennt den Kundenwunsch mit den ersten Klicks nahezu in Echtzeit und steuert den relevanten Content aus. Das zieht sich durch den gesamten Kaufprozess bis hin zur Dankesseite, die nach Kaufabschluss Produkte vorschlägt, die weit über den Ansatz „Das könnte Sie auch interessieren“ hinausgehen. Der Interessent wird mit individuellen Landingpages und entsprechendem Content bedient. Er findet im Shop das Angebot, nachdem er wirklich sucht.

Beispiel: Ein Modeshop, der die Personalisierungsoption einsetzt

Nehmen wir an, unser Fashion Shop preist zahlreiche Produkte verschiedener Marken in den unterschiedlichsten Kategorien an. Von Kleidung und Accessoires über verschiedene Designer bis hin zu diversen Preissegmenten für Frauen oder Männer.

Erster Fall: Eine bereits registrierte Kundin loggt sich ein. Sie ist modebewusst und interessiert sich für das stilvolle, hochpreisige Segment. Der Shop begrüßt sie entsprechend bildgewaltig, preisneutral und emotional. Die Bildgalerie wird von einem wertigen Text begleitet, wobei die Produktempfehlung definitiv im Vordergrund steht.

Personalisierte Landingpage Kundin
Landingpage für modebewusste Kundin

Zweiter Fall: Ein Kunde loggt sich ein, der sehr an sportlichen Produkten interessiert ist. Er steht auf Skater-Mode, ist preisbewusst und sucht bevorzugt nach Schnäppchen. Der Shop begrüßt ihn direkt mit einer attraktiven Rabattaktion. Das Skater-Video holt ihn emotional ab. Er bekommt nur die nötigsten Informationen. Das Kernprodukt steht ganz klar im Fokus.

Personalisierte Landingpage Kunde
Landingpage für preissensiblen Kunden, Skater

Welche Vorteile bietet Ihnen die Personalisierungsoption in OXID eShop

  • Schneller, einfacher Einstieg in KI-basierte Personalisierung und den damit verbundenen Business Erfolg durch Conversion Steigerungen bis zu 25%
  • Personalisierung im Standard von OXID eShop per Mausklick verfügbar
  • Keine separate und zeitaufwändige technische Integration
  • Komfortable Umsetzung
  • Mit einem Klick den Shop umfassend analysieren u.v.m.
  • Alles aus einer Hand: von OXID eSales
  • Preisvorteil für Einsteiger im Vergleich zum econda Originalpaket

Fazit

1 Klick, loslegen, Zeit sparen und Kunden zufriedenstellen. Verpassen Sie nicht Ihr Momentum und nehmen Sie sich des Themas an. Schon dieses Jahr könnten Onlinehändler die Auswirkungen künstlicher Intelligenz im Onlineshop zu spüren bekommen. Sofern sie nicht entsprechend vorbereitet sind in Form von Umsatzeinbußen, weil die Kunden dort kaufen, wo sie individuell bedient werden. Machen Sie sich den Einstieg nicht schwerer, als er sein muss. Erfahren Sie mehr in unserem kostenlosen Whitepaper „Personalisierung im digitalen Handel“. Damit Sie wissen, wo beim Kunden der Schuh drückt.

Zum Whitepaper: Personalisierung im digitalen Handel
Hier unser Whitepaper kostenlos herunterladen

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

Mit KI die Customer Experience optimieren

Trendvortrag zu KI und Storytelling auf der IW Expo 12. März 2019

Customer Experience bestimmt den E-Commerce Erfolg.
Mehr noch als an Produktfeatures und Preis machen Kunden von einem positiven Einkaufserlebnis abhängig, ob sie einem Unternehmen oder der Marke ihr Vertrauen schenken. Das gilt zwar nicht ausschließlich, aber ganz besonders auch für den digitalen Handel, der als einziges Handelssegment seit Jahrzehnten zweistellig wächst.

Im Bereich der Customer Experience begegnen uns aktuell zwei Trends. Beide sind nicht nur im Moment sehr gefragt. Beiden wird auch eine große Relevanz in der Zukunft vorausgesagt. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Die Rede ist von Content Marketing und Künstlicher Intelligenz.

Es stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis Content und KI nun zueinanderstehen. Und wie man sie im Onlineshop sinnvoll zusammenbringt.

Woher die Trends kommen… – ein bisschen blättern im OXID Blog

Seit gut drei Jahren beschäftigen wir uns bei OXID sowohl in der Produktentwicklung als auch in Schulung und Wissenstransfer mit der Wirksamkeit und Best Practice Anwendungen von Content Marketing und Storytelling. Einige zentrale Gedanken finden sich auch hier im OXID Blog.

Eine zwingende Maßnahme aus diesen Erkenntnissen war die Entwicklung und der Launch der OXID Personalisierungsoption im Sommer 2018. Nachweislich erhöht der Einsatz von Personalisierung die Konversion um bis zu 25%.

In welcher Form sich Künstliche Intelligenz im Onlineshop einsetzen lässt, und wie das im konkreten Anwendungsfall aussehen könnte, das wollen wir im Folgenden erläutern.

Die (gute alte) Customer Journey

Die Customer Journey war in weniger digitalen Zeiten etwas, auf das sich Marketeers und Verkäufer felsenfest verlassen konnten. Je nachdem, über welchen Kanal sich die Kundin meldete, wusste man genau, in welcher Phase sie sich gerade befand und was man ihr bieten musste. Mit fortschreitender Digitalisierung hat sich dies extrem flexibilisiert, um nicht zu sagen: komplett aufgelöst.

Trotzdem gibt es sie noch, die Customer Journey. Mit dem Unterschied, dass sich nicht mehr aus dem Kanal, sondern nur anhand des konkreten Verhaltens des Kunden abschätzen lässt, welche Informationen und Erlebnisse gewünscht werden.

Hier kommt nun die Künstliche Intelligenz – oder konkreter: Machine Learning – ins Spiel.

Mobil ist ein wichtiger Kanal: in wirklich jeder Phase der Customer Journey.

In einem regelmäßig aktualisierten Academy Webinar betrachten Stephan Wehrle und ich, wo und wie sich Machine Learning gut integrieren lässt und eine angemessene Kommunikation entlang der Customer Journey ermöglicht.

Dabei orientieren wir uns an Beispielen, die möglichst nah am OXID Standard (mit Visual CMS und der Personalisierungsoption) bleiben und nehmen sie aus zwei Perspektiven unter die Lupe. Einmal im Frontend aus der Sicht der Marketing-Strategie und parallel auch aus der Backend-Ansicht des Web Developers.

Die folgenden drei beispielhaften Use Cases finden wir besonders geeignet. Denn sie lassen sich nahezu auf alle Geschäftsmodelle übertragen.

1. Use Case Outdoor – Der Hero Header

Der Outdoor-Shop Bergfreunde arbeitet mit stark emotional aufgeladenen Hero-Headern; perfekt geeignet für eine feingranulare Zielgruppenansprache.

Sobald ein Besucher auf einer Webseite ankommt, entscheidet er oder sie binnen Sekunden, ob es sich lohnt, auf dieser Seite bleiben. Dies passiert so schnell, dass für Rationales und Argumente keine Zeit bleibt. Umso wichtiger ist, dass die Emotionen stimmen!

Damit die Startseite nicht das Letzte ist, was Ihre potentiellen Kunden sehen, muss der visuelle Auftritt genau passen. Das sofortige Ausspielen der genau passenden Aufmacher-Banner ist eine Aufgabe, die in dieser Geschwindigkeit nur ein Algorithmus übernehmen kann.

2. Use Case Tableware – die Einkaufswelt

Manche Produkte, wie etwa ein Tafelservice, verkaufen sich besser über inspirierende Erlebnisbilder. Vorbildlich hat dies Fürstenberg Porzellan gelöst.

In der Phase der Orientierung und Entscheidungsanbahnung muss ein Interessent atmosphärisch abgeholt und inspiriert werden. Hier ist es noch zu früh, in alle Produkt-Details zu gehen; sie sollten aber möglichst nur einen Klick entfernt sein – und das gilt auch für den Warenkorb! Erlebnisbilder und Einkaufswelten sind in diesem nächsten Schritt der Customer Journey das Mittel der Wahl.

3. Use Case Fashion – gezielte Rabatte, dynamische Angebote

Im Fashion-Segment sind Spontan- und Impulskäufe die Regel. Hier hilft im entscheidenden Moment der individuelle Trigger über einen Voucher.

Im Moment der Kaufentscheidung sind es oft kleine Impulse, die den Ausschlag geben, ob jetzt, später oder gar nicht bei Ihnen sondern ganz woanders gekauft wird. Rabatte oder Bundle-Angebote sind etwas, das die Herzen von Impulskäufern höher schlagen lässt. Allerdings wollen Sie diese nicht mit der Gießkanne verteilen, sondern ganz gezielt einsetzen, wenn die Session schon ein kleines bisschen zu lang offen ist und der Warenkorb droht, stehengelassen zu werden.

Wohin entwickelt sich Customer Experience?

In diesen drei genannten Szenarien verschmelzen Storytelling und Machine Learning zu einem Dreamteam und ermöglichen dem Kunden perfekt abgestimmte, personalisierte Einkaufserlebnisse. Aber ist das schon das Ende der Fahnenstange? Wie werden wir in Zukunft einkaufen? Und was passiert eigentlich, wenn „die KI übernimmt“? Mit unter anderem diesen Fragen beschäftige ich mich am 12. März in einem Vortrag auf Internet World Expo.

„Menschen brauchen Geschichten, Maschinen nicht“ – Customer Experience der Zukunft

Vortrag von Caroline Helbing, OXID eSales AG, 10.20 Uhr, Infoarena III, Halle C5

Den Bogen gespannt zur Customer Experience und der Frage nach der Rolle von Künstlicher Intelligenz im E-Commerce hat bereits das eStrategy Magazin mit diesem sehr lesenswerten Artikel:

https://www.estrategy-magazin.de/e-commerce/chatobots-im-e-commerce-entwicklung-eilt-der-akzeptanz-voraus-001543.html

Terminvereinbarung für der Internet World Expo

Lesen Sie weiter oder treffen Sie uns persönlich!

Für diejenigen die in eigener Regie mehr über KI und Customer Experience erfahren möchten, halten wir noch weiteren Lesestoff bereit. Ein aktuelles Whitepaper zur Funktionsweise und den Möglichkeiten der Personalisierung im E-Commerce können Sie direkt herunterladen.

Oder lassen Sie uns in München am 12. und 13. März auf der InternetWorld Expo persönlich ins Gespräch kommen. Besuchen Sie uns am OXID Stand: Halle C6, Stand C42

Autorin:

Caroline Helbing, OXID eSales

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source E-Commerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

20 Jahre E-Commerce Dynamik

Wie plant man Erfolg in einem (großen) Markt, der sich ständig verändert?

2018 erwarten wir einen Gesamtumsatz im digitalen Handel allein im B2C Commerce von knapp 64 Milliarden Euro (Statista) in Deutschland. Das ist Rekord. Mal wieder.

Der dt. E-Commerce wächst exponentiell und als einziges Handelssegment seit 20 Jahren 2-stellig.

(Statista)

Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte sind die E-Commerce Umsätze Jahr für Jahr zweistellig gewachsen. Was man dabei gern vergisst:
dies geschah nicht als von Beginn an absehbare Kumulation oder als ein gesteuerter Schritt-für-Schritt-Transfer des Einkaufsalltags ins Web. Und positiv bewertet wurde dieses nahezu lineare Wachstum auch nicht.

So selbstverständlich und fast schon zwingend uns diese Entwicklung der Digitalisierung des Handels heute auch erscheinen mag; die Erfolgsgeschichte des E-Commerce wurde nicht nur lange angezweifelt, sondern ist bis heute von einem moralisierenden Unterton begleitet.
À la: ‚Toll, dass ihr wachst, aber ihr wisst schon, dass andere deswegen sterben!
Als sei Handel per Definition auf einen Kanal festgelegt – den stationären natürlich – und stehe nicht etwa das veränderte Bedürfnis der Kunden im Zentrum des digitalen Wandels. So mancher stationäre Einzelhändler glaubt noch, ein zufälliger und umkehrbarer Digitalhype locke die Menschen vor den Bildschirm statt durch die Ladentür. Und eine Umkehr wäre ihnen das Allerliebste.

Dabei sind 20 Jahre eine wirklich lange Zeit, um sich an einen Wandel zu gewöhnen. Entscheidende Jahre, in denen sich heutige Riesen wie Amazon immer wieder neu erfanden und ihr Gesamtmodell perfektionierten. 1998 war das Jahr in dem Amazon – nachdem es seinen IPO hingelegt hatte – auch in Deutschland startete und sich anderen Warengruppen als Büchern öffnete.

Aber selbst damals kam der Online-Umsatz nicht urplötzlich aus dem Nichts, sondern wurde nur nicht ernst genommen. Was für eine enorme Marktgewalt sich aus „diesem Internet“ entwickeln könnte, war auch dann noch nicht ansatzweise gesellschaftliches Thema, als es 1998 im Prinzip schon jedem zugänglich und in der öffentlichen Wahrnehmung etabliert war.

Blast from the Past: „Online sein“ vor 20 Jahren

Dieser Tweet bringt in bester „Show-don’t tell“-Manier in Erinnerung, wie suspekt „Online“ schien und wie distanziert diskutiert wurde. (Dieser Beitrag stammt wohlgemerkt aus einem Jugendmagazin für Computer- und Videospiele!)

Das war 1998, als der digitale Handel im Konsumentenbereich überschaubare aber dennoch nicht zu verachtende 1,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete. (Zum Vergleich ein aktuelles „offline“ Beispiel: Für dieselbe Summe stattet die London Underground gerade die Piccadilly Line mit 94 neuen Züge von Siemens aus.)

2018 hat sich dieses Volumen mit knapp 64 Mrd. Euro nicht nur vervierzigfacht, sondern wird parallel begleitet von einem sprunghaften Wachstum im B2B Bereich, das für 2018 auch auf etwa 40 Milliarden Euro geschätzt wird (Statista).

Von 1.5 auf knapp 64 Mrd. € – in 20 Jahren hat sich allein der B2C E-Commerce Umsatz in Deutschland vervierzigfacht. (>>Quelle: OXID eSales)

Ob man die Digitalisierung mit Begeisterung oder Besorgnis betrachtet: es steht außer Frage, dass der digitale Handel ein wirklich großes Rad dreht. Und wer als Unternehmen an diesem Erfolg teilhaben möchte, muss mindestens genauso schnell mit dem Markt mitwachsen. (Beziehungsweise schneller, wenn Marktanteile nicht nur gehalten sondern sogar gewonnen werden sollen.)

Doch wie gelingt dies? Welche Faktoren haben dieses Marktwachstum möglich gemacht? Und wie stellt man sich als Onlinehändler darauf ein?

Mal wieder ein Jahresrückblick – Erfolg dank Trends?

Zum Ausklang des alten und Beginn des neuen E-Commerce-Jahres kann man ihnen nicht ausweichen: den alljährliche Trendschauen. Was lief gut, was verlor an Bedeutung und was beweist in den kommenden Monaten Hypepotential? Kein Newsletter, kein Magazin, kein Blog kommen ohne diese feste Größe in der Redaktionsplanung aus.

In Verbindung mit dem beachtlichen Marktwachstum sieht die Begeisterung für Trends und Hypes nach einer vielversprechenden Tatik aus. Wenn die Dynamik sich rasant entwickelt, mischt man am besten dort mit, wovon alle reden – oder nicht?
Fakt ist: Die Zahlen haben sich beeindruckend entwickelt. Aber während das Umsatzwachstum kontinuierlich anstieg, galt das für Trends nicht unbedingt. Nehmen wir bespielsweise den mobilen Touchpoint als Checkout („M-Commerce“ nannte man es eine zeitlang).

Nichts hat die flächendeckende Digitalisierung aller Bevölkerungsschicten und Alterstufen so vorangetrieben wie das Smartphone. Doch die Vorstellungskraft und Bereitschaft, mobil einzukaufen, drängte schon lange vorher in den Markt.
Vor 18 Jahren begleitete ich in einer Kommunikationsagentur den Markteintritt von mobilen Bezahlkonzepten. Die Idee, bargeldlos mit dem Handy zu bezahlen, hat uns damals schon elektrisiert. (Der große Durchbruch der Smartphones gelang erst 2007 mit dem iPhone.)
Paybox, Payitmobile und andere Pioniere von damals, sind seitdem gänzlich verschwunden oder in der Bedeutungslosigkeit versunken. Seit einigen Jahren hat sich Bezahlen mit Swipern oder nativen Apps wie von Paypal etabliert. Mit dem jüngsten Markteintritt von Apple Pay darf man nun allmählich von einem massiven Anstieg der Nutzung ausgehen. 16 Jahre liegen dazwischen. 16 Jahre in denen man diesen Trend gut und gerne auf die lange Bank schieben konnte.

„Die Digitalisierung“ ist kein Eisberg – Erfolg erklären mit Modellen?

Das Eisberg-Modell von Paul Watzlawick hat eine steile Karriere hinter sich. Ursprünglich entwickelt für zwischenmenschliche Kommunikationssituationen wird es mittlerweile auf vielfältigste Szenarien und mehr oder weniger verwandte Gebiete angewandt – auch auf die Digitalisierung und Digitalisierungsprojekte.

Plausibel, zugänglich, Botschaft sofort erfassbar – das Eisberg-Modell hat zurecht viel Fans.

Der Eisberg hat aber auch, wie alle Modelle, das Problem, dass er auf alles ein wenig, aber auf nichts perfekt passt. Während wunderbar klar wird, dass vieles ungewiss und gerade zu Beginn unüberschaubar ist. Wird zugleich mit diesem Bild eine gefährliche Illusion erzeugt: der Eindruck, dass, wenn wir den Eisberg nur von vornherein sehen könnten (bspw. durch Tauchen), wir ihn problemlos erkennen und sofort in den Griff bekommen könnten. Das ist ein Trugschluss: denn unausgesprochene Glaubenssätze sind genauso wenig im Vorfeld zu erkennen, wie der weitere Verlauf des digitalen Wandels.

Nehmen wir ein typisches Beispiel digitalen Wandels: Einführung eines Online-Vertriebskanals im Unternehmen. Zunächst denkt man, mit dem Aufsetzen einer E-Commerce Plattform ist es getan (Spitze des Eisbergs). Dann merkt man, dass bisherige IT-Strukturen auch davon betroffen sind wie PIM, CRM, ERP, CMS… (man taucht allmählich unter die Oberfläche und erkennt, dass da noch mehr Eis wartet) und schließlich realisiert man, das Produktion, Portfolio, Kommunikation ja die gesamte Firmenkultur ganz genauso davon betroffen ist (Erkenntnis: der Eisberg ist unter Wasser viel, viel größer als über der Oberfläche zu erkennen war).

Der Trugschluss ist nun zu glauben, dass man die großen Ausmaße des Projekts eben von vornherein einmal komplett in Augenschein hätte nehmen müssen. Dann hätte man von Anfang alles im Blick gehabt und später keine Überraschung. Und genau das ist falsch, das stimmt nicht! Denn der digitale Wandel ist nicht statisch, sondern – wie der Name schon sagt – ein Prozess! Erst während man den Wandel begleitet und erlebt, bilden sich die Veränderungen heraus. Sie stehen nicht von vornherein fest. Mit einem neuen Kanal, entwickelt sich eine neue Zielgruppe, eine neuer Kommunikationsbedarf, neue Business Katalysatoren und neue Produkte und Services. Man kann dies nicht von Tag 1 festlegen, sie bilden sich heraus und werden von denen, die den Wandel mitgehen, erschaffen.

Rinding the wave: Anforderungen an E-Commerce Player

Wenn man also nach einem geeigneten Gleichnis für den digitalen Wandel (des Handels, eines Geschäftsmodell, des Nutzerverhaltens) sucht, dann eignet sich dafür statt des Eisbergleichnisses viel besser die Welle.

Im Modell der Welle ist eine ständige Dynamik der Umwälzung und des Neuentstehens fest und unveränderbar enthalten. Sie bewegt sich kilometerweit über Wasser und verändert dabei ständig die Form. (So wie sich der Wunsch und praktische Ideen, mobil zu bezahlen über 16 Jahre kontinuierlich da waren sich über die Zeit aber verändert haben.)
Zudem – ist der auf der Oberfläche sichtbare Wellenkamm nur ein kleinerer Teil der Welle und eher Wirkung als Ursache. (Das Mobiltelefon haben wir alle seit Jahren in der Tasche.)

E-Commerce Wachstum: die Kraft der Welle
Eine Welle bricht sich Bahn. Die Gischt und der Wellenkamm sind sichtbar, aber das, was die Bewegung vorantreibt, passiert unter Wasser; wie beim Digitalen Handel.

Die antreibende Kraft und der Großteil der Bewegung passiert unter der Oberfläche.

So wie sich das mobile Bezahlen nicht aus sich selbst speist, sondern von vielen Faktoren abhängig ist, gilt dies ebenso für andere Digitalisierungszenarien. Technologie, Marktbegleiter, Konsum, Budgets, Werte, Lebensumfeld und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Fähigkeiten und Kompetenzen müssen in geeigneter Konstellation zusammentreffen, damit aus einem Trends nachhaltiges Wachsum entsteht.

Erfolg durch Fokus? -Was ist eigentlich „Kerngeschäft“?

 

Die interessanten Lehrstücke der letzten 20 Jahre E-Commerce sind diejenigen Beispiele, in denen Entwicklungen zwar aufgegriffen aber nicht ernsthaft oder nicht weitreichend genug implementiert wurden. Dass bei einer schwer vorhersagbaren Entwicklung Experimente notwendig sind, ist den Meisten klar. Aber wann ein Experiment gescheitert ist, oder ob man gerade dann die nächste Stufen zünden muss, bleibt ein großes Rätsel – oder eine hohe Kunst. Das Gefühl für den richtigen Augenblick, genannt „Kairos“ (nach seinen altgriechischen Meistern).

Tatsächlich sind viele unterwegs auf der Strecke geblieben, nicht weil, sie sich der digitalen Entwicklung gänzlich verschlossen hätten. Sondern häufig, weil sie versucht haben sich treu zu bleiben und damit auf das falsche Pferd gesetzt haben. Zu früh oder zu spät aktiv geworden sind. Für wie viele Unternehmen war der beliebte Management-Klassiker sich „auf das Kerngeschäft zu konzentrieren“ eigentlich das Todesurteil? (aktuell begründet so etwa Condé Nast das Einstampfen eines neuen thematischen Zweigs ihres Verlagsportfolios)

Vor einem Jahr haben wir bei OXID mit den Schwerpunkt Katalog-Versandhandel ein Schlaglicht auf ein Medium gesetzt das nur vermeintlich ein eigenes Geschäft ist. (Ein Überblick über gute Beispiele hier, und der Nachruf auf den dann prompt im Sommer eingestellten Otto-Katalog hier.) Rückblickend ist klar: der Katalog als Kanal hat Zukunft, aber er ist kein „Kern“. Katalog allein ist kein Geschäftsmodell.

Erfolgstipp: Kenne deinen ‚Gegner‘ – und reiche ihm die Hand!

Der Blick – quasi sich als Gegenprobe – auf die vergangenen 20 Jahre von Google zeigt es in beispielloser Klarheit: Statt das Kerngeschäft „Suche“ zu eng und rückwärtsgewandt zu zementieren, wird „Sichtbarkeit für den User“ immer wieder neu definiert. Suchalgorithmen brauchen Plattformen, Browser fürs Web, Speaker für den physischen Raum und viele weiteren Touchpoints, mit denen sich der Kunden gern und häufig beschäftigt.

20 Jahre Sichtbarkeit: Wie Google sich mit dem Wandel aufstellte.

„Digitalisieren heißt Feindbilder aufzugeben“, so fasste es Karin Stäbler, Geschäftsführerin von Reich Online und treibende Kraft hinter der Digitalisierung der Calida Group, im Sommer dieses Jahres zusammen.
Im Zentrum steht immer der oder die Kundin mit ihren Bedürfnissen, die zu bedienen sind. Und das darum entwickelte Geschäftsmodell ist nur Mittel zum Zweck und darf nicht unverrückbar sein. (Das ganze Video-Interview auf der OXID Commons 2018 fnden Sie unten.)

„Zusammenrücken, um dem Kunden das zu  bieten, was er braucht.“

Karin Stäbler, CALIDA, im Juni 2018 auf der OXID Commons.

 

 

Fazit: Erfolgstraining? „Watching the waves“

Agil bleiben, sich anzupassen und zu experimentieren, sind der einzige Weg zum Erfolg und zugleich niemals eine Erfolgsgarantie. Es gehört mehr dazu.

Geschäftsmodelle werden nicht einfach ‚ins Netz gehoben‘. Produkte werden nicht einfach digitalisiert. Sondern: Es werden zum Teil bekannte, zum Teil aber auch ganz neue Bedürfnisse des Kunden mit digitalen Maßnahmen erfüllt. Es ist nicht das mobile Bezahlen an sich. Und auch nicht die Möglichkeit des Personalisierens durch Machine Learning. Diese Bedingungen und Möglichkeiten sind schon lange da. Wie die Welle auch. Es ist der richtige Augenblick für den Wandel, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Und die Fähigkeit, diesen richtigen Augenblick zu erkennen.

Übung macht den Meister. Und wie beim Surfen hilft es auch im Handel, viele Wellen gesehen und sich vorbereitet zu haben, um im nächsten günstigen Moment zur Stelle zu sein. Insofern haben die alljährlichen Trendschauen vielleicht doch ihren Sinn. „Watching the waves“ nennt es der Surfer. Eine schöne und wichtige, vorbereitende Aufgabe. Aber man muss die Welle auch reiten wollen. Vom Zuschauen allein, kommt keine Meisterschaft.

Watching the waves… (Foto: C.Helbing, privat.)

Um im Surfer-Bild zu bleiben, könnte man noch ergänzen: niemand kann alle Wellen reiten.
Aber die, die man wirklich mitnehmen will, muss man zwingend im richtigen Augenblick erwischen.

 

 

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce tätig, seit 2007 beim Freiburger Open Source E-Commerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Customer Experience“. Sie ist in E-Commerce Jurys und als Speakerin aktiv, und teilt ihr Wissen regelmäßig als Referentin in der OXID Academy.

Personalisierung: Raus aus den Kinderschuhen!

Teil 1: Personalisierungsoption in OXID eShop – die (Markt)Theorie

Das Thema Personalisierung ist in aller Munde. Angefeuert durch den Hype um Künstliche Intelligenz, geht die „interessensbezogene Aussteuerung von Inhalten“ (Content, Produkte, Angebote…) oder anders umschrieben „das richtige Angebot zum passenden Zeitpunkt“ im E-Commerce gerade in die heiße Phase. Kaum ein Event, Kongress oder Newsletter, wo einem das Thema nicht nähergebracht wird. Doch wie steht es wirklich um die individuelle Kundenansprache im Webshop? Haben Händler die Relevanz des Themas erkannt und schreiten gerade im Hintergrund emsig zur Tat? Oder warum ist es so seltsam still bei den Anbietern und niemand brüstet sich mit einer wirklich gelungenen Personalisierungsstrategie?

“Personalisation: the automatic tailoring of sites and messages to the indivuduals viewing them so that we can feel that somewhere there’s a piece of software that loves us for who we are.”

David Weinberger, Autor

Status Quo Personalisierung

Die Internet World hat letzte Woche die Probe aufs Exempel gemacht. Sie veröffentlichte die Erfahrungen unter dem Aspekt personalisierter Einkaufserlebnisse nach 4 Wochen Onlineshoppen bei einigen der größten Shops in der Branche. Die Ergebnisse sind ernüchternd bis enttäuschend. Da ist die Rede von Shops, die jedes Mal wieder von Neuem die Kleidergröße abfragten, trotz Login und großzügiger Überlassung persönlicher Daten im Test-Account. Die Probandinnen berichten von regelrechten „Echt-jetzt?“ Momenten, wenn der Shop partout Sommerschläppchen anbieten wollte, obwohl bei den letzten Besuchen nach Winterschuhen gesucht wurde.

Das Fazit: „Klassisches Stöbern und gute Filter führten besser und schneller zum passenden Produkt. Offenbar dauert es noch, bis der Algorithmus die Shopper-Seele wirklich verstehen lernt.“ Für die Kunden ist also von maßgeschneiderten Angeboten passend zum aktuellen Bedarf noch nicht viel zu spüren.

Personalisierung zwischen Anspruch & Realität

Der Anspruch des Kunden

Das Experiment spiegelt wider, was wir am Markt wahrnehmen. Jeder spricht darüber, aber nur wenige Shopbetreiber arbeiten an einem entsprechenden Konzept, den Onlineshop mit Tools und Technologien fit für das Zeitalter des Individuums zu machen. Denn dieses erwartet zunehmend die persönliche Ansprache und möchte eben nicht nach dem aktuellen Wunschprodukt ewig stöbern müssen. Glaubt man den zahlreichen Studien, die das Kundenverhalten analysiert haben, ist der Personalisierungswunsch der Kunden Fakt:

  • 75% der Besucher verlassen sofort wieder einen Shop, wenn sie ein für sich uninteressantes Produkt angezeigt bekommen
  • 48% der Interessenten brechen den Kauf ab, wenn er nicht auf tatsächliche Bedürfnisse zugeschnitten ist
  • Personalisierungsanbieter berichten von durchschnittlichen Conversion Steigerungen von 25% unter Einsatz von entsprechenden Technologien

Die Wirksamkeit von Personalisierung im Onlinehandel ist unbestritten. Händler, die nicht dringend aufrüsten, werden Kunden verlieren, für die der nächste Anbieter nur einen Mausklick entfernt ist und der vielleicht just das treffende Kaufangebot unterbreitet.

48% aller User brechen den Einkauf ab, wenn er nicht auf tatsächliche Interessen zugeschnitten ist.

Accenture, 12/2017

Die Realität des Händlers

Weshalb also, kommt das Thema im Shopping-Alltag nicht so recht in Schwung? Offensichtlich gibt es viele Vorbehalte gegen Personalisierung.  Shopbetreiber haben gemeinhin viele Gründe, weshalb das Thema für sie ein heißes Eisen ist:

  • Angst vor hohem Arbeitsaufwand und hohen Projektkosten
  • Angst vor hohen Preisen für entsprechende Lösungen
  • Der richtige Umgang mit Datenschutz, Tracking, Big Data
  • Bedenken vor dem Einsatz von KI und wie dieser sich auf das Business auswirken könnte
  • Das komplexe Handling von Kundendaten
  • Schwierigkeiten bei Einrichtung und Betrieb
  • Die Haltung sensibilisierter Kunden, die eben nicht gerne ihre Daten hinterlassen

Personalisierung als echter Wettbewerbsvorteil

Trotz aller Schmerzpunkte, zu denen es von vielen Herstellern und Dienstleistern am Markt professionelle Unterstützung gibt: gerade jetzt ist der Moment für Händler, einzusteigen! Während viele noch zögern, kann man sich entsprechend positionieren und mutig voranschreiten:

  • Und mit Personalisierungsmaßnahmen dem Kunden ein bedarfsgerechtes, überzeugendes Einkaufserlebnis bieten
  • dadurch mehr Interessenten zu Kunden konvertieren
  • zögerliche oder preissensible Kunden überzeugen
  • die Bestellwerte eines Einkaufskorbes signifikant erhöhen
  • durch die 1:1 Kommunikation mit dem Kunden mehr Interaktion im Shop erreichen
  • den Kreis der Stammkundschaft erhöhen
  • durch Personalisierung in Echtzeit das Business skalieren

Also alles in allem, mehr Umsatz im Shop generieren! Klingt das nicht verlockend?

65% aller Händler registrieren Umsatzsteigerungen nach dem Einsatz von Maßnahmen zur Personalisierung.

etailment

Fazit

Es ist an der Zeit, Startseiten in Webshops abzuschaffen, die täglich im Gießkannenprinzip den Top-Seller anpreisen, unabhängig davon, ob der Kunde jung, alt, männlich, weiblich, dick, dünn, reich oder arm ist. Personalisierung ist der Conversion-Hebel schlechthin. Diesen gilt es jetzt umzulegen. Das Angebot an guten Lösungen von erfahrenen Dienstleistern und Herstellern ist da. Informieren Sie sich und nutzen Sie es. Sprechen Sie uns an!

Den Kundenwunsch immer im Blick mit Personalisierungsmaßnahmen
Den Kundenwunsch immer im Blick mit der Personalisierungsoption in OXID eShop!

Autor

Nicole Lipphardt OXID eSales AG

Nicole Lipphardt studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Über Umwege kam sie nach dem Studium zur Marketing Kommunikation bei GE Healthcare IT und später bei der Testo AG. Dort tauchte sie tief in die Facetten des Marketing ein. Ihre Leidenschaft für den redaktionellen Bereich lebt Nicole heute als Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG aus.

OXID @ eCommerce Expo, London

Eindrücke aus dem OXID Partner Channel

Internationale Projekte auf OXID Basis gibt es bereits viele (>>OXID Whitepaper „Weltweit erfolgreich handeln“). Aber als Unternehmen waren wir bisher überwiegend im DACH Raum aktiv.
Um das zu ändern sind wir mit offenen Augen und vielen Fragen nach London zur >>ECOMMERCE EXPO, einer der führenden E-Commerce Messen in England, gefahren.
Schließlich heißt es oft, der englische Markt sei dem deutschen stets einige Jahre voraus.

Tradition, Charme und Schlangen

Als Rahmen der Veranstaltung wurde das altehrwürdige Olympia in Kensington gewählt. Eine traditionsreiche zentrale Location, die ihr Alter aber an vielen Stellen nicht verleugnen kann. Neben einer schönen zentralen Halle gibt es große Flächen mit sehr niedrigen Decken, die uns an „gute, alte Zeiten“ auf der Wiesbadener Mail Order World erinnern.

Auch das Publikum zeigte sich sehr gemischt. Goodies und Give Aways finden bei einem Besuchersegment einen reißenden Absatz. Das haben wir auf >>Internetworld und >>DMEXCO so lange nicht mehr gesehen.
Ein Publikumsmagnet ist die Veranstaltung aber auf jeden Fall, so dass wir an Aufgängen und Engpässen an der englischen Leidenschaft für’s Schlangestehen teilhaben können.

Unsere Themen: Customer Experience, Personalisation, Omnichannel

Am Konferenzprogramm lassen sich im Vergleich keine großen Unterschiede in Ausrichtung und Schwerpunktsetzung festmachen.
Hier begegnen uns dieselben Themen wie in München oder Köln. Alles dreht sich um Customer Experience, Engagement, Marketing Automation, Omnichannel, Payment Solutions und Personalisation (>> ECOMMERCE EXPO Conference Programme 2018).

Die zahlreichen Vorträge auf insgesamt elf kleinen Bühnen sind durch die Bank ausgezeichnet besucht, auch wenn häufiger ein Produkt oder ein Service im Vordergrund steht.
Alle Besucher der Vorträge werden dabei vom Servicepersonal erfasst. Falls die Kontaktdaten anschließend den Vortragenden zugänglich gemacht werden ist dies sicher ein echter Mehrwert, den wir von deutschen Events so nicht kennen.

Partnerschaften, dies- und jenseits des Kanals

Besonders wichtig und spannend waren für uns die Gespräche mit unseren Partnern, die bereits im englischen Markt präsent sind und uns gutes und offenes Feedback zu ihren Erfahrungen und Aktivitäten geben konnten. Ein herzliches Dankschön für den partnerschaftlichen Austausch an >>Trusted Shops, >>Klarna, >>FACT-Finder, >>Styla, >>Akeneo und >>Avalara.

Netzwerken! OXID Partnertag 2018 und Planung 2019

Unser Fazit: we’ll be back!
Nächstes Jahr werden wir uns auf dieser Messe sicher wiedersehen. Auch die zweite große Veranstaltung, die >>Internet Retailing Conference, ist im Kalender vermerkt.
Partner, die uns auf dieses Event beziehungsweise in den Markt begleiten möchten, sind herzlich eingeladen sich mit uns auszutauschen.

Der OXID Partnertag am 15. November (>>Tickets hier ab 1.10.2018) ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, gemeinsam die Aktivitäten für 2019 zu planen.

Autor

Markus Baars hat es als Nordlicht in die Toskana Deutschlands gezogen, wo er seit 2011 für das Partnergeschäft der Freiburger OXID eSales AG verantwortlich ist.
Amazon-Kunde ist er seit 2000 und hat sein Online-Sozialisation auch in der „Plattformökonomie“ bei Google in Dublin und Amazon in Luxemburg erhalten, noch bevor diese so genannt wurde. Heute ist er der richtige Ansprechpartner für alle, die mit der OXID eSales AG ein gemeinsames Geschäftsmodell entwickeln wollen.

Content Commerce 3.0: Storytelling und KI

Warum Content zählt, aber nicht jeder Content gut ist; und wen wir dabei nicht vergessen dürfen. Storytelling mit Grip(s).

‚Content Marketing‘ und ‚Storytelling‘ sind als Schlagworte auch in den letzten Marketingabteilungen angekommen.

91% setzen auf Content Marketing

Content Marketing Institute 2017, Content Management & Strategy Survey

Denn: Geschichten finden schließlich alle gut. Aber was macht eine Geschichte, zu einer guten Geschichte? Technologie und Software sind hilfreich, Heilsbringer allein sind sie aber nicht. (>> LEAD Digital „Content Marketing – Vorsicht vor zu viel Technikgläubigkeit“) Nach wie vor kommt es auf die „handwerklichen“ Elemente der Content-Erstellung an. Und diese haben eine uralte Vorgeschichte.

 

Menschen brauchen Geschichten

„Nach Nahrung, Schutz und Gesellschaft sind Geschichten das, was wir auf dieser Welt am meisten brauchen.“

Philip Pullman

 

Wussten Sie, dass wir entwicklungsgeschichtlich auf „Geschichten gepolt“ sind?
Tatsächlich halten sich das Märchen- und Geschichtenerzählen genauso wie das Lernen der Kinder durch Rollenspiele nicht nur aus liebgewonnener Tradition über tausende von Jahren. Sie waren ein evolutionärer Vorteil.
Erzählte Erfahrungen ermöglichten es den Menschen schon zu Urzeiten aus Gefahren wirkungsvoll zu lernen, ohne sich selbst in bedrohliche Situationen zu begeben. Regeln und Strategien der Jagd und des Zusammenlebens konnten diskutiert, schwierige Herausforderungen geplant, wichtiges (zum Teil überlebenswichtiges) Wissen weitergeben werden.

In den 1990er Jahren untermauerte die Entdeckung der Spiegelneuronen auch physiologisch, dass Lernen durch Betrachten und Nachahmen für Menschen (Primaten) so typisch ist, und warum es funktioniert.

Illustration-of-the-mirror-neuron-system-by-Jan-Brascamp
By Jan Brascamp [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 

Content Marketing ist fester Bestandteil im E-Commerce

Nun ist eine Einkaufssituation natürlich etwas anderes als eine Märchenrunde am Lagerfeuer. Trotzdem sind diejenigen, die es erleben, dieselben. Menschen wie du und ich, die auf bestimmte Trigger besonders gut anspringen.
Wir brauchen also auch in der Vermarktung eine Kommunikation, die „Grip“ hat und bei der Leserschaft hängen bleibt. Dafür sollten wir die neurophysiologischen Besonderheiten berücksichtigen.

Denn Inhalte werden besonders gut und leicht verstanden, wenn sie nach bestimmten Mustern erzählt sind, und unseren vererbten aber auch individuell über die Jahre erworbenen Denkmustern entsprichen. Also brauchen wir, so könnte man sagen, Storytelling mit Grips.

Kein Wunder, dass Content Marketing längst kein Trend mehr sondern ein echter Dauerbrenner ist.
Seit 2 Jahren beraten wir bei OXID gemeinsam mit unseren Partnern zu Content im Commerce und haben den kometenhaften Aufstieg in allen Bereichen (B2B2C) und Branchen mitbegleitet.
(iBusiness 06/2017: „Dass an einem „soliden Content-Commerce-Konzept im E-Commerce kein Weg mehr vorbei führt, meint auch Roland Fesenmayr, CEO OXID eSales AG.“)

 

Personalisierung + Content = Storytelling 3.0

Nun sind in den letzten Monaten immer mehr Szenarien in der Mediennutzung und auch im digitalen Handel mit Künstlicher Intelligenz angereichert worden.
Angefangen beim Customizing von Shoppingumgebungen, über die Personalisierung von Inhalten, bis hin zu Assisted Shopping Services bekommt dieses neue content-orienterte Marketingverständnis noch eine weitere Dimension.

Mit weitreichenden Konsequenzen. Denn das bedeutet, dass wir neben den neurophysiologischen Aspekten des Storytelling-Handwerk, die für jedermann passen, um eine weitere Kompenente ergänzen. Denn mit den Möglichkeiten der Personalisierung können wir neben den allgemeingültigen nun zusätzlich auch ganz individuelle Interessen in der Kommunikation berücksichtigen.
Darum ist es an der Zeit, beide Bereiche zusammenzuführen und hinter die Kulissen zu schauen, warum manche Dinge funktionieren und andere nicht, und was davon auch im E-Commerce business-relevant wird.

Content & Neuro-Marketing im Webinar

 

Aber wie? Die interdisziplinären Bewusstseinsforschung (Consciousness Studies) beschäftigt sich mit Grundmechanismen der Wahrnehmung und Entscheidungsfindung, die für alle Menschen gelten. Daraus lassen sich interessante Impulse ableiten, die auch für das Handwerk der Marketeers nützlich ist. Diese Erkenntnisse laufen auch oft unter dem Schlagwort „Neuro-Marketing“. Auf einige interessante Mechanismen gehen wir im Content Commerce-Webinar der OXID Academy am 11. Oktober ein.

Demnächst im Blog: Content-Erfolg messen

Wenn man den ersten Trend-Prognosen glauben darf, so schlummert ein enormes Potential in dem Persona- und Individuen-bezogenen Ausspielen von Inhalten und Echtzeit-Personalisierung. Auch hier ist die genaue Kenntnis der Leserschaft, ihrer Neigung und aktuellen Stimmung entscheidend. Für optimale Relevanz müssen die Algorithmen und Format genau eingestellt sein und das Lernen ist im Prinzip nie abgeschlossen.
Wie Sie nicht nur viele sondern vor allem die richtigen Daten auswerten, ist Thema im nächsten >>Blogbeitrag zum Thema „Analyse und Messen“.

Aus aktuellem Anlass bietet OXID wir im Rahmen der OXID Academy ein kostenfreies Webinar zu „Content Commerce“ an. Hier erfahren Sie, warum nicht jeder Content gut ist, was Neuro-Marketing damit zu tun hat und lernen das enorme Potenzial der Widgets im integrierten Visual CMS kennen.

 

Autor:

Caroline Helbing, OXID eSales

 

Caroline Helbing ist Senior Analyst und Content Writer bei der OXID eSales AG. Die Kommunikationsexpertin graduierte in Paris und München und ist seit 16 Jahren im E-Commerce aktiv. Seit 2007 ist sie beim Freiburger Open Source eCommerce Hersteller OXID eSales. Caroline analysiert und bewertet Trends und Märkte hinsichtlich Wachstumsimpulsen und branchenverändernder Technologien. Schwerpunkte sind „Omnichannel“, „E-Commerce im Zeitalter von Industrie 4.0“, „B2B Geschäftsmodelle“ und „Content Commerce“.

Personalisierung

Gastblog: Baue den perfekten Verkäufer! Jetzt!

Personalisierung. Du kennst es. Die Mail über den letzten Onlineeinkauf, die Dir weitere Produkte empfehlen möchte. Retargeting Banner beim Surfen durch das Netz oder Startseiten von Shops, die bei erneutem Besuch irgendwie auf Dich angepasst wurden. Das Problem? All diese Maßnahmen sind nicht optimal umgesetzt. Da werden Dir die nächsten fünf blauen Sakkos empfohlen, obwohl Du erst vor einer Woche dieses schöne blaue Sakko in diesem Shop gekauft hast. Das findest Du als Kunde zurecht ziemlich nervig, es bringt aber auch keinen Mehrwert für den Onlineshop. Dieses Problem zieht sich durch die gesamte E-Commerce Landschaft. Selbst bei einem Branchenprimus wie Amazon sind Empfehlung alles andere als passgenau auf Dich abgestimmt.

Es gibt derzeit niemanden, der das perfekt beherrscht. Das ist allerdings gar nicht schlecht, denn dadurch darfst Du selbst kreativ werden. Wie möchtest Du selbst gerne angesprochen werden? Welche Eigenheiten machen den perfekten Verkäufer für Dich aus und wie lässt sich das im E-Commerce umsetzen?

In meinem Verständnis sehen die Kernkompetenzen eines perfekten Verkäufers so aus: Intelligent – Persönlich – Flexibel – Diskret.

Intelligent
Lena ist Verkäuferin in einem Buchhandel. Sie liebt ihren Job und hat im Laufe ihrer Karriere sicher bereits über tausend Beratungen durchgeführt. Lena hat sich dadurch ein umfangreiches Wissen aufgebaut. Sie weiß, wie die Kunden ticken und kann erahnen, welche Kunden sich für welches Produkt interessieren. Im E-Commerce ist dieses Wissen sogar einfacher zu erreichen, da wir hier viel mehr Möglichkeiten der Wissensakquise haben. Wir können unzählige weitere Informationen sammeln, auf die Lena in der Form keinen Zugriff hat. Mittels künstlicher Intelligenz sind wir dann in der Lage, diese Daten strukturiert abrufen und gezielt nutzen zu können.

Persönlich
Lena hat neben ihrer langjährigen Erfahrung den Vorteil, dass sie ihre Kunden kennt. Max kommt jeden Monat zu ihr in den Laden, um sich nach den Neuerscheinungen zu erkundigen. Lenas Vorteil, sie kann Max direkt persönlich ansprechen und seine Vorlieben berücksichtigen. Mit einer Customer Data Plattform ist dies auch im E-Commerce möglich. Diese speichert die Daten von Max und kann diese beim nächsten Besuch für eine direkte und individuelle Ansprache nutzen. In Echtzeit.

Flexibel
Max liebt eigentlich Science-Fiction, sucht jetzt allerdings ein Geschenk für Caro. Caro steht auf Liebesromane. Das erklärt Max in wenigen Sekunden Lena, die ihm daraufhin eine Auswahl der schönsten Liebesromane präsentieren kann. Hier unterscheidet Lena also zwischen den langfristigen Vorlieben von Max und seinen kurzfristigen Interessen. Funktioniert so etwas auch online, ohne Lena? Klar. Zum Beispiel mit künstlicher Intelligenz. Diese greift auf Daten aus der Customer Data Plattform zu, verknüpft diese mit Deinem aktuellen Verhalten und empfiehlt Dir dann relevante Produkte.

Diskret
Manche Kunden möchten allerdings gar nicht beraten werden. Die Gründe dafür sind vielfältig, jedoch müssen diese von einem guten Verkäufer akzeptiert werden. Egal ob on- oder offline. Online stellt die DSGVO hierfür einen gesetzlichen Rahmen bereit. Im Kern muss man seine Kunden informieren, wenn man einen elektronischen Verkäufer einsetzt und dem Kunden muss die Möglichkeit gegeben werden, sich relativ einfach dieser Beratung zu wiedersetzen und seine Daten löschen zu lassen.

 

Personalisierung

Der Nutzen für Dich?

Einfach zu messen und der Erfolg ist direkt sichtbar. Alle unsere Projekte zeigen, dass Interessenten schneller zu Kunden werden, wenn sie personalisiert angesprochen werden. Durch Personalisierung wird auch mehr und häufiger gekauft.

Du siehst, den perfekten elektronischen Verkäufer zu bauen ist auch für Dich greifbar nah. Es braucht allerdings jede Menge Know-How und State of the Art Technologien dazu.

Lass Dich daher nicht einschüchtern und leg einfach los. Biete Deinen Kunden ein rundum personalisiertes Einkaufserlebnis und die Lust, wieder bei Dir vorbeizuschauen, kommt von ganz allein.
Du hast Fragenzeichen im Kopf? Bist Dir nicht sicher wie Du durchstarten sollst? Wir helfen Dir jederzeit gerne weiter.

 

Autor

Dr. Philipp Sorg, EcondaDr. Philipp Sorg ist Team Leader Personalization bei der econda GmbH in Karlsruhe. Dort ist er verantwortlich für den Bereich Personalisierung und sorgt mit seinem Know How dafür, dass Personalisierungslösungen mit den neusten technischen Raffinessen ausgestattet werden. Er ist fasziniert von den Möglichkeiten, die sich für den E-Commerce durch künstliche Intelligenz ergeben. Philipp ist darüber hinaus auch noch Sprecher auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen zu den Themen Personalisierung, Datenschutz und Analytics.

3D Druckverfahren und -Prozesse bei PROTIQ

Gastblog: Ein Unikat in jeglicher Hinsicht: der Relaunch von PROTIQ

Einzigartige 3D-Drucke in der additiven Fertigung – Was längst für die Produkte von PROTIQ gilt, sollte nun auch den Online-Auftritt von Anfang an prägen. Als Tochterfirma der Phoenix Contact-Gruppe genießt PROTIQ bereits großen Erfolg und zeichnet sich durch die hohen Individualisierungsmöglichkeiten aus. Werte, die sich auch im Webauftritt wiederspiegeln sollten.

Ziel des Projektes war eine kundenorientierte Plattform zu schaffen, welche die komplexen Schritte des 3D-Druck-Prozesses vereint und dem Kunden mit hoher Usability ermöglicht, auch online seine Bestellungen komplett tätigen zu können. Darüber hinaus sollte auch eine Plattform geschaffen werden, auf der sich Anbieter bzw. 3D-Druck Anlagenbetreiber mit ihren Dienstleistungen präsentieren können. Das Resultat ist nicht nur für OXID, sondern gleich im gesamten eCommerce ein einmaliges Verfahren.

PROTIQ

 

Einzigartige Projekte erfordern einzigartige Umsetzung

6 Jahre nach Gründung des Tochterunternehmens PROTIQ erschien im Oktober 2016 die erste Version des Online-Shops. Nun konnten Kunden ihre Unikate online drucken lassen und umfassende Personalisierungsprozesse mit nur wenigen Klicks realisieren. Dadurch erhielten sie bereits jetzt Möglichkeiten, die bisher nur beim direkten Kontakt mit dem Unternehmen möglich waren.

Die Basis für den Online-Shop bildet die OXID Enterprise Edition. Doch um den Ansprüchen eines Online-Shops im 3D-Druck-Bereich gerecht zu werden, wurde mehr benötigt. Es folgten mehrere Anbindungen von Konfiguratoren wie einem Induktor-Konfigurator. Herzstück all dessen stellte dabei der 3D-Konfigurator dar.

Die Visualisierung der einzelnen Druckdateien von allen Seiten, eine Fehleransicht und weitere Funktionen wurden durch eine Schnittstelle zu dem Partner Materialise ermöglicht. Diese übernimmt die Auswertung und die Basis-Reparatur der hochgeladenen 3D-Dateien und schickt diese anschließend an den Konfigurator zurück.

Eine weitere Hürde stellten die Tablets und Smartphones dar, die mehr denn je zum Alltag gehören und an einen Online-Shop die Anforderungen eines responsiven Designs stellen. Um den Online-Shop trotz responsive Design und fully responsive „Flow“ theme auch für alle mobilen Endgeräte zugänglich zu machen, musste deswegen eine Optimierung stattfinden. Nun konnten Endkunden auch mobil Bestellungen vornehmen, dabei ihre 3D-Dateien via Frontend hochladen, eigene 3D-Drucke konfigurieren, drucken und zu sich nach Hause liefern lassen.

3D-Konfigurator im PROTIQ Marktplatz

Mit 3D-Druck Marktplatz zu neuen Möglichkeiten

Trotz der komplexen Umsetzung des Online-Shops war dieser allein nicht ausreichend. So folgte im November 2017 die Erweiterung auf einen Marktplatz für 3D-Druckdienstleistungen. Anlagenbetreiber erhalten dadurch die Möglichkeit, ihre komplette Bandbreite an Dienstleistungen hier zu offenbaren. Mit dem aktuellsten Relaunch des Marktplatzes im April 2018 wurden die Möglichkeiten auf PROTIQ noch größer. Dafür war die Entwicklung eines vollständigen Marktplatz-Moduls für OXID EE inklusive eines eigenen Händlerbackends notwendig.

Die Plattform überzeugt mit einer einzigartigen Vielfalt an auswählbaren Materialien, verwendeten Dateiformaten, Konfigurationseinstellungen und on top einem live Preisvergleich. So kann der Kunde zahlreiche Parameter wie Größe und Lackierung auswählen und definieren. Durch den Marktplatz kann der Kunde nun auch aus einer Auswahl von passenden Anbietern für sein individuelles Produkt wählen. Während des Konfigurationsvorgangs kann er weiterhin Preise der unterschiedlichen Artikel vergleichen, die sich in Echtzeit neuberechnen, wenn gewisse Parameter in der Konfiguration geändert werden. Sowohl für OXID eShop als auch im eCommerce stellt das ein einmaliges Verfahren dar. Durch die umfangreiche Bereitstellung von Content rund um das Thema 3D-Druck auf den einzelnen Webseiten vereint die Plattform wohl eine der größten Content-Sammlungen, die im deutschen Web zu finden ist.

PROTIQ Marketplace – individuell und personalisiert

Der PROTIQ Marketplace dient gleichermaßen für B2B- wie für B2C-Kunden und überzeugt hier mit individuellen Details: Während Privatkunden sich ihre eigenen Produkte bei der Konfiguration mit Schriftzügen personalisieren lassen können, stehen für Geschäftskunden ein Indikator- und ein Zahnrad-Konfigurator zur Verfügung. Ein weltweiter Versand, Anbieter aus den USA sowie die Mehrsprachigkeit des PROTIQ Marktplace tun ihr Übriges und tragen so zu einem einzigartigen Marktplatz bei.

Und dieser Weg ist noch lange nicht zu Ende: Mit der stetigen Entwicklung des PROTIQ Marketplace schreiten auch die Möglichkeiten für User kontinuierlich voran: Mehr Content, weitere Anbieter, neue Materialien, umfangreichere Konfiguratoren und weitere Features kennzeichnen den Marktplatz als Unikat in Deutschland. Das Ergebnis kann auf dem PROTIQ Marketplace besucht werden.

PROTIQ ist einer von knapp 80 Onlineshops, die sich für den Golden Cart Award auf der OXID Commons am 14. Juni beworben haben. Ein heißer Anwärter auf den Kategorie-Sieg „Bester B2B-Hersteller“? Wir dürfen gespannt sein. Hier Ticket kaufen und live dabei sein: commons.oxid-esales.com

 

Autor

Matthias Eggert, Teamleiter Online-Marketing, Dixeno

 

Matthias Eggert verfügt über 10 Jahre Erfahrung im Online Marketing und ist seit 4 Jahren Teamleiter Online Marketing bei der Full-Service-Agentur DIXENO für die Erstellung, Vermarktung und den Betrieb von Online-Shops.

Q1 Startprobleme im E-Commerce bewältigen

Gastblog: So bewältigen Sie Handelshemmnisse im ersten Quartal

Wie Sie mit Hilfe der Personalisierung die häufigsten Q1 Hindernisse bewältigen und Ihre Konvertierungsrate steigern

 

Eigentlich sollte das erste Quartal E-Commerce Unternehmen einen reibungslosen Übergang aus der Adventszeit und neue Umsatzmöglichkeiten bieten. In Wirklichkeit ist der Übergang ins erste Quartal jedoch oft alles andere als reibungslos.

Sobald der Weihnachtstrubel nachlässt, stehen E-Commerce Unternehmen vor einigen Hindernissen: eine Steigerung der Retourenquote und Warenkorbabbrüche, sowie treue Kunden, die sich nur noch selten in Ihrem Shop blicken lassen. Eine durchdachte Strategie, die sich der Bewältigung dieser Hindernisse widmet, kann den Unterschied ausmachen und dafür sorgen, dass Sie erfolgreich ins neue Jahr starten.

Wir arbeiten mit Tausenden von Onlinehändlern zusammen und wissen um die Hürden, die mit dem ersten Quartal verbunden sind. Deshalb haben wir die Hindernisse näher betrachtet und Lösungsansätze erstellt, um Ihnen zu helfen erfolgreich die vier häufigsten Herausforderungen im ersten Quartal zu überwinden.

Auf die erste dieser Herausforderungen stoßen Sie direkt im Januar…

 

Umsatzeinbußen wegen der hohen Retourenquote im Januar

Die Adventszeit ist zwar die umsatzstärkste Zeit des Jahres, allerdings ist sie auch mit hohen Retourenquoten im neuen Jahr verbunden. Allein in der Bekleidungs- und Accessoire-Branche fließen 30% der online gekauften Bekleidungsartikel und Schuhe nach und nach zurück in den Ladenbestand.

Die Frage, die sich demnach stellt: wie können Sie diese Gewinneinbußen wieder ausgleichen?

Optimieren Sie Ihren Online Shop mit personalisierten Empfehlungen, um Ihre Kunden zum Kauf zu motivieren.

Onsite Produktempfehlungen helfen Ihnen, ein persönliches Shoppingerlebnis zu gestalten und fördern somit Konvertierungen und Umsatz. 81% der Konsumenten erwarten zudem, dass Marken ihre Shoppingvorlieben und Bedürfnisse kennen. Durch personalisierte Empfehlungen werden Sie den Erwartungen gerecht und steigern Ihre Umsatzchancen.

Während Kunden durch Ihren Shop navigieren, können Sie basierend auf den Produkten, die sie sich ansehen, ein einzigartiges Kundenprofil erstellen, das Ihnen hilft, relevante Produkte zu empfehlen. Empfehlungen können übergreifend in Ihrem Shop eingesetzt werden, z. B. auf den folgenden drei Seiten:

 

Die Startseite muss überzeugen damit Ihre Kunden bleiben

Auf Ihrer Startseite treten Besucher das erste Mal mit Ihrer Marke in Kontakt, deshalb sollten Sie diese so ansprechend wie möglich gestalten. Nutzen Sie Bestseller Empfehlungen auf Ihrer Startseite, damit Ihre neuen Besucher sofort einen Überblick der Trendprodukte erhalten. Begrüßen Sie wiederkehrende Besucher hingegen direkt mit personalisierten Empfehlungen wie z.B. Artikel, für die sie am meisten Interesse gezeigt haben, um sie direkt wieder an den Punkt der Customer Journey zu bringen, an dem sie ausgestiegen waren.

Bestseller und Empfehlungen, die sich auf das bisherige Kaufverhalten beziehen, sind ein guter Einstieg in die Personalisierung. Wenn Sie noch einen Schritt weitergehen möchten, könnten Sie Empfehlungen basierend auf dem Standort des Besuchers ausspielen oder Ihre Produktempfehlungen mit User Generated Content verbinden. Pura Vida Bracelets beispielsweise verwendet Kundenbilder, um die Bestseller hervorzuheben und erzielte dadurch eine 6% höhere Konvertierungsrate.

 

Beispiel aus dem Shop Pura Vida

 

Auf der Kategorieseite können Sie vor allem den Bestellwert erhöhen

Die meisten Kunden sehen sich nicht alle Seiten einer Kategorie an und in einigen Fällen nicht einmal eine ganze Seite. Üblicherweise dauert es ca. vier Sekunden, um zu entscheiden, ob sie auf der Seite bleiben oder den Shop verlassen. Auf Ihrer Kategorieseite sollten Sie deshalb die Artikel mit der höchsten Konvertierungsrate hervorheben, um Kunden weiter voranzutreiben. Die Firma Campus Protein z. B. zeigt Kunden die Produkte auf, die sie sich zuletzt angeschaut haben,  um diese für die Kunden weiterhin im Vordergrund zu halten. Das Ergebnis war eine Steigerung der Konvertierungsrate von 10%.

 

Beispiel Campus Protein

 

 

Im Warenkorb können Sie kleinere Zusatzartikel anbieten

Der Warenkorb ähnelt der Supermarktkasse, an der wir häufig schwach werden und doch noch etwas kaufen. Hier macht es deshalb am meisten Sinn, kleinere Artikel anzubieten, die eine hohe Gewinnmarge haben und den Bestellwert steigern. Wenn Sie beispielsweise ein Elektronikfachgeschäft führen und Ihr Kunde eine Spiegelreflexkamera kauft, sollten Sie ihn daran erinnern, eine Speicherkarte zu erwerben.

Der Luxusmöbel Shop OKA Direct ermöglicht seinen Kunden, spielend leicht ähnliche Produkte zu kombinieren.

 

Beispiel OKA Direct

 

Ein letzter Hinweis…

Um das Beste aus Personalisierung zu machen, überlegen Sie genau, auf welchen Seiten sie den höchsten Mehrwert bringt. Nun folgt die Implementierungs- oder Optimierungsphase, in der Sie die relevantesten Empfehlungen hinzufügen können, um die Konvertierungsrate zu erhöhen und den Umsatz im ersten Quartal anzukurbeln.

 

Was kommt auf Ihrer Reise zum Erfolg im Q1 als Nächstes?

Laden Sie den Q1 Ratgeber – Ausgabe 2018 herunter und finden Sie heraus, wie Sie weitere Hindernisse überwinden und Personalisierung auf anderen Kanälen nutzen können.

 

Autor

Zulay Regalado Nosto SolutionsZulay Regalado unterstützt E-Commerce Manager darin, ihren Kunden personalisierte Einkaufserlebnisse anbieten zu können. Sie arbeitet als Copywriter bei der international tätigen Personalisierungslösung Nosto Solutions, die von tausenden E-Commerce Shopbetreibern weltweit genutzt wird. Nosto verbindet die Stärke der Personalisierung mit einfacher Bedienbarkeit und ermöglicht Händlern somit 1:1 personalisierte Multichannel Marketingkampagnen zu erstellen.

 

 

Gastblog: So kann Artificial Intelligence Marketing Ihr E-Commerce verändern

Seit einigen Jahren gibt es in der Marketinglandschaft für B2C Marketer große und tiefgreifende Veränderungen: Mehr als 51% aller Käufe werden mittlerweile im Netz abgewickelt. Diese Entwicklung hat auch zur Folge, dass E-Commerce Kampagnen immer wichtiger werden. Die Verbraucher drängen ins Netz, und diese Entwicklung hat zu diesen großen Veränderungen geführt: Neue Webseiten, optimierter Online Content und perfekt ausgerichtete Kaufprozesse im Netz bestimmen das Bild.

Lange Zeit reichte es aus, eine eigene Webseite zu besitzen, um im Vorteil zu sein. Aber die Zeiten, in denen eine virtuelle Präsenz das ‘next big thing‘ war, sind lange vorbei. Technologien entwickeln sich mit rasanter Geschwindigkeit und nehmen Einfluss darauf, wie digitales Marketing heute funktioniert. Big Data, Cloud Computing und Machine Learning haben den Weg für das geebnet, was wir unter Artificial Intelligence Marketing, kurz: AIM, verstehen.

AIM – Eine kurze Einführung

AIM-Lösungen sind in der Lage, große Datenmengen – z.B. Unternehmens- oder Kundendaten – zu analysieren. Und zwar in einem Umfang, der manuell nicht verarbeitet werden kann. So können wertvolle Erkenntnisse und Einsichten aus der Datenanalyse abgeleitet werden, die im zweiten Schritt die Basis für wichtige Handlungsempfehlungen und Marketingstrategien bilden. Während AIM-Lösungen tief in Datensammlungen eindringen und dort aktiv werden, können sich Marketer auf die Erstellung wirkungsvoller Inhalte, Strategien und Kampagnenumsetzungen konzentrieren.

Die Vorteile, wenn Sie AIM in Ihren E-Commerce Strategien nutzen

AIM kann digitale Marketer und B2C E-Commerce Unternehmen aktiv dabei unterstützen, nachhaltige und erfolgreiche Kundenbeziehungen aufzubauen. Durch das Aufdecken wertvoller Informationen und Erkenntnisse sind Marketer in der Lage, hochkomplexe und personalisierte Kampagnen zu erstellen und so Konvertierungen und Umsätze maximal zu steigern. Denn: Relevanz verkauft.

Echte Omnichannel-Erlebnisse

Erfolgreiches Omnichannel-Marketing kann nur funktionieren, wenn der Kunde im Zentrum aller Marketingaktivitäten, bzw. -Kampagnen steht. Das Kauferlebnis sollte in sich stimmig und nahtlos sein: von der Filiale um die Ecke, über die Webseite, bis hin zum Unternehmensprofil in den sozialen Medien. Der Kunde sollte keine Zweifel daran haben, dass er die beste Marke und das beste Produkt für seine Bedürfnisse gefunden hat. Letzten Endes führt eine ganzheitliche Kundenerfahrung zu zufriedenen Kunden und vielen Website-Besuchen.

E-Commerce Brands können AIM effektiv zur Planung und Umsetzung ihrer Omnichannel-Kampagnen nutzen. AIM Lösungen können z.B. sichtbar machen, über welche Plattformen die Konsumenten am häufigsten mit einer Marke interagieren, bzw. welche Content- und Nachrichttypen zu den meisten Klicks führen. Diese Erkenntnisse werden automatisch gespeichert und Kampagnen können in Echtzeit aktualisiert werden, um so auf Kunden-Feedback einzugehen. Dadurch wird ein fortlaufender Optimierungs- und Execution-Kreislauf in Gang gebracht.

Digitales Marketing optimieren

E-Commerce Marken von heute sind in ihrer Arbeit auf bestimmte Standards der digitalen Marketingmethoden angewiesen, wie etwa SEO (search engine optimization, oder Suchmaschinenoptimierung) oder PPC (pay-per-click)-Werbung. Diese Arten von Marketing sind sinnvoll und haben durchaus ihren Platz. Aber es gibt heute Mittel und Wege, modernes Marketing noch intelligenter und effektiver zu gestalten.

An dieser Stelle kommt AIM ins Spiel. AIM kann Marketing Teams aktiv darin unterstützen, wertvolle Einblicke in das Verhalten ihrer Kunden, sowie in Interaktionen und Vorlieben zu gewinnen. Diese Informationen und Erkenntnisse über die Welt des Kunden können Marketern aktiv dabei helfen, intelligenten Content – wie z.B. passende Produktempfehlungen oder Digital Ads – zu erstellen und den Content den richtigen Kontakten zur richtigen Zeit anzeigen zu lassen – für mehr Kundenbindung und höhere Konvertierungen.

AIM kann außerdem Machine Learning nutzen, um die eigenen Prozesse zu optimieren und so mit der Zeit immer effektiver zu werden. Unternehmen können Kundendaten aus allen Bereichen des Internets – oder auch aus der eigenen Filiale – sammeln und erfassen lassen und so AIM Lösungen darauf ausrichten, die besten Nachrichten, Produktempfehlungen und Incentives für den passenden Kontakt zur richtigen Zeit zu erstellen.

Exakte Kundenansprache – mit maßgeschneidertem Messaging

Marketingaktivitäten für E-Commerce Unternehmen haben sich weiterentwickelt – und das gleiche gilt für die Sensorik der Verbraucher. Kunden von heute haben ein ausgezeichnetes Gespür dafür, wenn Content – oder auch Nachrichten – gesponsert wurden. Unternehmen müssen hier also besonders aufmerksam sein und ein speziell ausgerichtetes und personalisiertes Messaging bieten.

Mit Hilfe von AIM können Unternehmen große Datenmengen auswerten lassen und so wirklich jede Kundenerfahrung im Netz perfekt personalisieren und auf den einzelnen Kontakt zuschneiden. Diese Art der Personalisierung kann für E-Commerce Marken zu einer Steigerung der Kundenzahlen und zu wiederholten Websitebesuchen führen. Wie sieht das in der Praxis aus? Zum Beispiel durch einen personalisierten Banner in der oberen Hälfte der Seite: “Willkommen, liebe/lieber X”, oder durch eine sinnvolle Produktempfehlung, die dem Kunden Artikel zeigt, die er/sie sich vor kurzem angesehen hat.

AIM-Beispiele für E-Commerce

Nach unserer Einführung in die Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen von AIM können wir uns echte E-Commerce Kampagnenbeispiele und Initiativen ansehen, wie AIM in der Praxis agiert:

Incentive Recommendation

Empfehlungen EmarsysAIM unterstützt E-Commerce Unternehmen dabei, die Kaufwahrscheinlichkeit ihrer Kontakte zu maximieren und reduziert gleichzeitig Kosten, indem passende Incentive Recommendations für jeden einzelnen Kontakt speziell & automatisch berechnet werden. Als Basis für die Berechnungen dienen die jeweilige Kaufhistorie, Search-History und demografische Faktoren.

Versandzeit-Optimierung

Marketer können – und sollten – den Versand ihrer E-Mails perfekt ausrichten und so Öffnungsraten, Engagement und Click-Through-Rates effektiv unterstützen. AIM berücksichtigt unter anderem verschiedene Zeitzonen und durchschnittliche Öffnungszeiten, und teilt im zweiten Schritt den Versand großer Batch-Programme in kleinere, sinnvollere Versand-Einheiten auf – für zeitlich perfekt zugestellte Nachrichten und optimale Ergebnisse.

Produktempfehlungen

AIM Lösungen können Suchverhalten, bevorzugte Produkte und zurückliegende Käufe registrieren und auswerten und so optimal bestimmen, wie die perfekte Kauferfahrung für jeden individuellen Kontakt aussehen sollte. Im zweiten Schritt können exakt zugeschnittene Produktempfehlungen erstellt werden, die sich in Echtzeit aktualisieren und so eine konstant personalisierte und exakt ausgerichtete Customer Journey gewährleisten.

Fazit

Unternehmen, die ihre digitalen Marketingaktivitäten der gegenwärtigen Marketinglandschaft anpassen und sie entsprechend optimieren möchten, kommen an AIM-Lösungen nicht vorbei. Enorme Informations- und Datenmengen machen eine maschinelle Auswertung aller vorhandenen Daten nötig, um wertvolle Erkenntnisse aufzudecken und so letztendlich Verkaufsabschlüsse und Kundenbeziehungen positiv beeinflussen zu können.

Artificial Intelligence im E-Commerce

 

Autor

Philip Nowak, Emarsys

Philip Nowak, Regional General Manager Sales, Emarsys eMarketing Systems AG.

Nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität Augsburg, war Philip als Business Intelligence-Berater tätig. 2009 wechselte er zu Emarsys und übernahm vor kurzem die Führung im Bereich Unternehmenswachstum für die Regionen D-A-CH und Osteuropa.