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Gute Übersetzungen sind die Basis für internationalen Erfolg

Gastblog: Erfolgreich international verkaufen? Aber nur mit der richtigen Übersetzung

Warum professionelle Übersetzungen für Onlinehändler auf internationalem Erfolgskurs besonders wichtig sind.

Was fällt Ihnen beim Thema „Internationalisierung Ihres Onlineshops” zuerst ein? Denken Sie daran, wie das mit der Zollabwicklung im außereuropäischen Ausland läuft? Oder wie teuer die Logistik ist und wie Sie Retouren handhaben? Und ob Sie mit den Preisen lokaler Anbieter mithalten können? Diese Fragen sind natürlich ausgesprochen wichtig, vernachlässigen jedoch die Käuferperspektive: Wer international erfolgreich verkaufen will, sollte sich – genauso wie im heimischen E-Commerce – den gesamten Einkaufsprozess der potenziellen Neukunden anschauen und die eigene Online-Präsenz dahingehend auf den Prüfstand stellen. Denn zuallererst müssen Interessenten Ihren Shop finden. Ist das geschehen, müssen Ihre Produkte und Inhalte natürlich überzeugen, um aus Besuchern Kunden zu machen. Der Schlüssel für die Conversion ist also gelungener Content – und zwar in jeder Landessprache. Ansprechende, präzise und fehlerfreie Übersetzungen sind deshalb essentiell für ein erfolgreiches Auslandsgeschäft.

Erstklassige Übersetzungen als verkaufsförderndes Qualitätsprädikat

“Der Kunde ist König” – diese Weisheit ist so alt wie der Handel selbst. Und die royale Kundschaft will Service und das unbedingte Gefühl, dass sie hofiert wird. Genau das tut ein Onlinehändler, der ausländischen Shop-Besuchern den Content perfekt in ihrer Muttersprache präsentiert. Seine Botschaft: “Ich stelle mich auf Dich ein, Du bist mir wichtig, ich will Dich für mich begeistern!” So gewinnt man Kunden.

Leider passiert oft genau das Gegenteil: Der in Deutsch aufwendig produzierte Shop-Content wird Wort für Wort – im besten Fall fehlerfrei – von einer Sprache in die andere übertragen. Solche lieblosen und schlimmstenfalls automatischen Übersetzungen genügen nur selten den Ansprüchen eines Muttersprachlers an einen überzeugenden Text. Ein emotionales Einkaufserlebnis bieten sie so gut wie nie, von Begeisterung keine Spur. Und schon ist von der ganzen Mühe, die in den deutschen Ursprungstext geflossen war, in der Zielsprache nichts mehr zu lesen, quasi “lost in translation”.

Übersetzung des Onlineshops

Language Service Provider als Partner für mehrsprachigen Content

Sinnvoller ist es, von vornherein auf professionelle Übersetzungen zu bauen, und zwar in zweifacher Hinsicht. Zum einen natürlich in Sachen muttersprachlicher Qualität der Übersetzungen: Nuancen in der Sprache entscheiden darüber, ob ein Text als Übersetzung wahrgenommen wird. Und der Unterschied in der Wirkung zwischen lediglich korrekter und sogar muttersprachlicher Übersetzung ist signifikant. Zum anderen spielt die Prozesseffizienz des Übersetzungsdienstleisters eine große Rolle. Denn schon bei einem Onlineshop mit mittelgroßem Sortiment kommen pro Jahr schnell mindestens 3.000 Produkttexte zusammen. Eine direkte Steuerung einzelner Übersetzer per Mail in möglicherweise mehrere Sprachen und Länder ist für den Händler selbst nicht zu bewältigen.

Antworten auf die Fragen des internationalen Handels liefern Language Service Provider wie die Eurotext AG. Das Unternehmen aus Würzburg unterstützt Onlinehändler bei der Internationalisierung von Content – mit verkaufsfördernden Übersetzungen auf Muttersprachniveau, schnellen Prozessen und individuellem Kundenservice. Ein Language Service Provider (LSP) ist viel mehr als ein reines Übersetzungsbüro – nämlich Lösungsanbieter und Ansprechpartner für alle sprachlich-inhaltlichen Anpassungen rund um die Ausweitung des Geschäfts auf ausländische Märkte. Eine technische Besonderheit moderner LSP ist die Integration der Services in die Shop-, Warenwirtschafts- oder CMS-Systeme von Onlinehändlern. Die auf deutsch erstellten Ausgangstexte werden durch das System automatisch an den LSP übertragen, der die gewünschten Übersetzungen über dieselbe Schnittstelle am richtigen Einsatzort innerhalb der Website integriert liefert. Dadurch entfällt für den Onlinehändler nahezu der komplette Projektmanagementaufwand, der etwa durch den mühsamen Mailverkehr mit unterschiedlichen Übersetzern entsteht. Und auch das Qualitätsmanagement entlastet den Händler: Mit einem Netzwerk von über 3.000 Übersetzern mit zertifiziertem muttersprachlichem Niveau kann Eurotext als führender deutscher LSP genau die zum Thema oder zur Warenkategorie passenden Übersetzer auswählen.

SEO von übersetzten Inhalten muss angepasst werden

Eine weitere Herausforderung ist die SEO-Anpassung fremdsprachiger Zieltexte. Denn das reine Übersetzen der Keywords führt erfahrungsgemäß nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Der Grund: Das Suchverhalten kann sich in jedem Land und mit jeder Sprache deutlich unterscheiden. Dies lässt sich schon im D-A-CH Markt gut erkennen: Während in Österreich und Deutschland der “Wäschetrockner” gesucht wird, suchen Schweizer Kunden eher nach einem “Tumbler”. Auf der Suche nach einem Rennrad stehen im Englischen die Übersetzungen “race bike” und “road bike” zur Verfügung. Nachdem der Muttersprachler unter “race bike” eher ein motorisiertes Zweirad versteht, ist “road bike” die bessere Wahl.

Auch hier kann ein Language Service Provider ideal unterstützen. Eurotext arbeitet dazu entweder eng mit den hauseigenen SEO-Spezialisten des Onlinehändlers oder dessen SEO-Agentur zusammen. Gemeinsam mit den SEO-Linguisten werden dann Inhalte und Keywords für die einzelnen Sprachen und Märkte erarbeitet. Ähnlich wie beim SEO für den Originaltext bedeutet dies eine Keywordrecherche und Tauglichkeitsprüfung, um Texte zu adaptieren, Inhalte umzubauen und anschließend SEO-konform in die Zielsprache zu bringen. Diese Anpassung erfordert besondere Sorgfalt, damit relevante Inhalte des Händlers auch bei Suchanfragen in anderen Sprachen gefunden werden.

Fazit: Die professionelle Übersetzung von Inhalten ist für die Internationalisierungsstrategie von Onlinehändlern besonders erfolgsentscheidend, wird in den meisten Fällen jedoch unterschätzt. Die Zusammenarbeit mit Language Service Providern ermöglicht es, den Projektmanagementaufwand gering zu halten und die Texte auf Muttersprachniveau direkt für die jeweiligen Länder optimiert bereitzustellen.

Autor:

Boris Zielonka ist Leiter von Marketing & Vertrieb bei der Eurotext AG. Mit mehr als 4000 zertifizierten Muttersprachlern hat sich das Unternehmen auf Fachübersetzungen für Industrie, IT und E-Commerce spezialisiert und bietet dazu die passenden Softwarelösungen an. Zielonka studierte Geisteswissenschaften an der Universität Würzburg und beschäftigt sich als Marketingexperte seit vielen Jahren mit der Problematik mehrsprachiger Inhalte im E-Commerce. Er ist Experte für Onlinemarketing und Suchmaschinenoptimierung.

Übersetzungen sind der erste Schritt in die Internationalisierung

Gastblog: Sind Ihre Übersetzungen so gut wie Ihre Internationalisierungsstrategie?

Der europäische Handel wächst immer weiter zusammen. Konzepte wie der Digitale Binnenmarkt nehmen konkrete Gestalt an, Verbraucher machen immer weniger Unterschiede zwischen Wohnsitz und Einkaufsland. Zuletzt zeigte dies eine von Pitney Bowes veröffentlichte Studie, laut der rund 70% der Konsumenten online ab und zu im Ausland bestellen. Allerdings kaufen 55% der Kunden nichts, wenn eine Seite nicht in ihrer Muttersprache verfügbar ist.

Wer noch Mühe hat, international die gleichen Erfolge wie im Heimatland einzufahren, sollte sich deshalb einmal näher mit seiner Übersetzungsstrategie beschäftigen. „Übersetzungsstrategie“ – klingt übertrieben? Macht aber Sinn, wenn man sich vor Augen führt, welche Ressourcen und Umsätze damit verbunden sind. Warum also die Übersetzung nicht genauso intelligent planen wie die Übersiedlung?

 

Klassische Internationalisierungsstrategien

 

Eine klassische Internationalisierungs-Strategie geht meist von den folgenden drei Punkten aus:

1) Zielgruppe: Welche Art von Personen brauchen mein Produkt oder meine Dienstleistung im jeweiligen Zielland? Wie groß sind diese Gruppen, welche Alltags- und Einkaufsgewohnheiten haben sie?

2) Absatzkanäle: Über welche Kanäle erreiche ich meine Zielgruppe am besten? Welche Plattformen, Marktplätze oder Seiten sind in meinem Zielland besonders beliebt?

3) Organisation: Wer übernimmt welche Aufgaben für den neuen Zielmarkt? Organisiere ich alles zentral oder arbeite ich mit Kollegen und Repräsentanten vor Ort zusammen? Welche rechtliche Form wähle ich?

Sobald diese Fragen beantwortet sind, kann der Handel auf dem ausländischen Markt beginnen. Erster Schritt dabei: die Übersetzung des Angebots. Dabei lässt sich an den gleichen strategischen Punkten ansetzen.

 

Braucht Übersetzung Strategie?

 

1) Zielgruppe: Im Zusammenhang mit der Landessprache dreht sich hier alles darum, seine Prospects richtig anzusprechen: Regionale Besonderheiten sollten genauso beachtet werden wie unterschiedliche Stilebenen.

Ein Beispiel: Biete ich auf dem US-Markt Strickjacken an und nenne sie nicht „jacket“, sondern „cardigan“, wie im britischen Englisch üblich, werden mich weniger Besucher über Organic Search finden und womöglich sogar weniger Kunden einkaufen, da sie annehmen, die Waren kämen aus Großbritannien und hätten eine längere Lieferzeit. Mein Tipp: Muttersprachliche Übersetzer sorgen hier für Authentizität und natürliche SEO-Vorteile.

 

Übersetzungen sind der erste Schritt in die Internationalisierung

 

2) Absatzkanäle: Um Kunden in einem vertrauten Ambiente abzuholen, kann der erste Schritt sein, seine Waren auf einem lokalen Marktplatz anzubieten. In diesem Fall ist es wichtig, Übersetzungen in großen Mengen integrieren zu können, ohne dass Formatierung oder Inhalt verloren gehen. Plug-ins oder APIs sind eine gute Methode, um Zeitverluste oder unabsichtlich vertauschte Informationen bei der Integration von Hand zu vermeiden.

Wenn der Hauptabsatzkanal die eigene Website sein soll, gilt bei der Übersetzung vor allem ein Gebot: das der Kohärenz. Alle Inhalte der Seite sollten in der gleichen Sprache abrufbar sein, Menüpunkte genauso wie Fußnoten. Ein Beispiel: Ein Schirmhersteller hat seine Produktinformationen sorgfältig übersetzt, vielleicht sogar Mailings und Design lokal angepasst. Auf der Bezahlseite aber schickt eine Software, wenn ein Formular unvollständig ausgefüllt ist, dem Kunden eine Fehlermeldung: auf Portugiesisch. Das passt in Portugal, führt aber in anderen Sprachräumen zu Misstrauen oder sogar dem Abbruch des Kaufs. Mein Tipp daher: Sich eine Übersicht über alle Textinhalte verschaffen und die Buyer’s Journey testen. Und nicht glauben, dass „Englisch für alle“ reicht.

 

3) Organisation: Genauso wie man sich vom System mit zwei Kollegen, die Informationen auf einen ausländischen Marketplace spielen, zu einem lokalen Standortbüro mit mehreren Mitarbeitern entwickeln kann, sollte man auch beim Übersetzungsmanagement flexibel sein.

Ein Beispiel: Der Product Owner muss für seine neue Release dringend noch 50 Labels in 3 Sprachen übersetzen lassen, das Marketing hat erst vor wenigen Stunden Kommunikationsmaterial in den gleichen Sprachen in Auftrag gegeben und die Country Managerin wartet noch auf einen Teil ihrer übersetzten Produktdateien. Bei der Zusammenarbeit mit wenigen Freelancern oder einer In-House-Kraft kann so ein Szenario schnell zu Prioritätsmikado ausarten und Zeit kosten. Mein Tipp: Für die Übersetzungen ein System nutzen, auf dem jeder seinen speziellen Content hochladen und an freie Übersetzer geben kann und das gleichzeitig erlaubt, alle Projekte und deren Fortschritt einzusehen.

 

Fazit:

Übersetzungen sind bei der Internationalisierung so alltäglich, dass sie kein Kopfzerbrechen bereiten dürfen. Es lohnt sich deshalb, sie von Anfang an strukturiert anzugehen. Das kann schnell für mehr Kunden und Konversionen auf der ausländischen Website sorgen, ohne dass dafür ganze Rebranding-Kampagnen nötig wären. Zum besseren Überblick und als To-Do bei der Website-Übersetzung empfehle ich zum Beispiel diesen Guide:

Best Practices zur Übersetzung und Lokalisierung der Website

 

 

Autor:

Victoria WeidemannVictoria Weidemann kümmert sich bei TextMaster um das Marketing für die DACH-Region. Sie interessiert sich insbesondere für den Zusammenhang zwischen Sprache und E-Commerce und für kulturelle Unterschiede zwischen verschiedenen Märkten. TextMaster ist die führende globale Übersetzungslösung für den E-Commerce mit über 10 000 Kunden in 110 Ländern. Kunden haben per Plattform oder Integration Zugang zu speziell entwickelten Technologien und einem Übersetzernetzwerk mit mehr als 50 Sprachen und Fachgebieten.